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Ein kompetenter Partner

In den ersten zehnJahren seines Bestehenskonnte sichdas öIAT als kompetenterAnsprechpartnerfür Unternehmen,Konsumenten, Non-Profit-Organisationen unddie öffentliche Hand beimsicheren und effi zientenEinsatz von InformationsundKommunikationstechnologienetablieren.
Das öIAT versteht sich seit seinerGründung im Jahr 1997 nicht nur alswissenschaftliches Institut, das sich praxisorientiertmit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeitendes Internet und dermodernen Telekommunikation auseinandersetzt.Auch als Kommunikations- undKooperationsplattform der Internet- undTelekommunikationswirtschaft hat sichdas öIAT in den letzten zehn Jahren einenNamen gemacht. »Heute stellt sich fürdie meisten österreicher und heimischenUnternehmen nicht mehr die Frage, ob siedas Internet nutzen, sondern wie sie es fürsich sinnvoll, sicher und gewinnbringendeinsetzen können. Dafür wollen wir alsöIAT innovative Lösungen und Initiativengemeinsam mit Konsumenten, Unternehmenund öffentlicher Hand anbieten«, sagtRonald Hechenberger, Geschäftsführerdes öIAT.

Erfolgsprojekte des öIAT:
Vom InternetOmbudsmann und E-Commerce-Gütezeichenbis zu saferinternet.at. Deshalb bietet des öIAT seit nunmehrzehn Jahren Ausbildungs- und Trainingsprogrammean und hilft mit seinenbekannten Eigenprojekten, wie dem InternetOmbudsmann, dem österreichischenE-Commerce-Gütezeichen, Saferinternet.at und vielen anderen, dabei, die Internetnutzungin österreich zufördern und Probleme zuvermeiden.

Internet Ombudsmann- die erste Anlaufstellebei Problemen im Online-Handel
Seit 1999 ist das vom öIAT initiierteTeam des Internet Ombudsmann im Einsatzund bearbeitet mittlerweile jährlichrund 5.000 Beschwerden und Anfragen.Hier fi nden Konsumenten kostenlose Unterstützung,wenn Probleme beim Online-Shopping auftreten. Mittlerweile ist der InternetOmbudsmann (www.ombudsmann.at) die größte auf E-Commerce spezialisierteStreitschlichtungsstelle Europas.

E-Commerce-Gütezeichen - hier kauftman sicher ein
Auch das österreichische E-Commerce-Gütezeichen (www.guetezeichen.at) undseine europäische Dachorganisation »Euro-Label« wurden vom öIAT initiiert und gemeinsammit Partnern wie zum Beispiel derWirtschaftskammer österreich umgesetzt.Heute sind beinahe 250 österreichischeOnline-Shops mit dem Gütezeichen ausgezeichnet.Das Einkaufen im Internetwurde durch das Engagement des öIATsicherer und kundenfreundlicher, dennvertrauenswürdige Shops sind heute fürOnline-Shopper auf einen Blick erkennbar.

Neue Sicherheits- und Informationsinitiativenfür Internet- und Handynutzer
Seit 2005 leitet das öIAT die InitiativeSaferinternet.at und seit 2006 Handywissen.at. Als österreichische Informations- und Koordinationsstelle leistet Saferinternet.at im Auftrag der EU-Kommission undgemeinsam mit Ministerien, NGOs undPartnern aus der Wirtschaft wertvolle Aufklärungs-und Vernetzungsarbeit.

Mobiles Internet: Durchleuchtung deraktuellen Entwicklung und der potenziellenProblemfelder
Im Arbeitsbereich angewandte Forschungund Entwicklung führte das öIATden ersten österreichweiten Praxistest zuden immer populärer werdenden mobilenBreitbandangeboten durch. Grund dafürwar unter anderem der rapide Anstieg vonAnfragen und Beschwerden zur Verfügbarkeitund den tatsächlichen übertragungsgeschwindigkeitenbei mobilen Breitbandangeboten.

Eckdaten ACRxxx
Austrian Cooperative Research (ACR) istdie Vereinigung von 17 kooperativen Forschungsinstitutender österreichischenWirtschaft. Das Leistungsspektrum derACR-Institute beinhaltet: Forschung undEntwicklung, Technologie- und Wissenstransfer,Prüfen und Messen sowie Erstellungvon Gutachten. Dieses Dienstleistungsangebotrichtet sich an Unternehmen jederGrößenordnung im In- und Ausland undganz besonders an kleine und mittlere Unternehmen,für die Forschung, Entwicklungund Innovation ohne die Unterstützung derACR-Institute vielfach nicht möglich wäre.Die ACR-Institute, die mehr als 540 vollzeitäquivalenteMitarbeiterInnen beschäftigen,erwirtschafteten im Jahr 2006 einen Umsatzvon rund 51 Mio. Euro.

Info: www.acr.at

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Andere Länder, andere Sitten

Von Stefan Pattis

Früher waren es vor allem Großunternehmen, die mit der Problematik der Zusammenarbeit über die eigenen Kulturgrenzen hinaus konfrontiert waren. Durch das Zusammenwachsen der Märkte und die Globalisierung kommen jedoch auch zunehmend kleinere Unternehmen mit der großen, fremden Welt in Berührung. Dass bei Unternehmungen im asiatischen oder im arabischen Raum beachtliche kulturelle Unterschiede zu überbrücken sind, ist heute eine Binsenweisheit. Es dürfte kaum noch Entscheidungsträger geben, die nicht über grundlegende Verhaltensregeln im Umgang mit ihren Geschäftspartnern Bescheid wissen.
Beispiele für kulturelle Unterschiede gibt es viele. Visitenkarten werden in Asien tunlichst mit beiden Händen überreicht und entgegengenommen (um den Respekt vor dem Gegenüber auszudrücken), während in arabischen Ländern wiederum die linke Hand als »unrein« gilt und deshalb tabu ist (sowohl in Verhandlungen wie in der Werbung). Mit Farben und Zahlen sollte sowieso besonders vorsichtig umgegangen werden. Die »Vier« z. B. wird im Japanischen mit dem Tod assoziiert, was etwa die Firma Palm veranlasste, dem Modell III ihres Handheld-Computers direkt die V folgen zu lassen. Dass sich Verhandlungsmodalitäten von Kultur zu Kultur stark unterscheiden und daher genau vorbereitet werden müssen, dürfte jedem Entscheidungsträger klar sein.

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Anlagen in Infrastruktur

Einkaufszentren, Wohnungen, Tiefgaragen und dergleichen standen bisher im Mittelpunkt von Anlegern, denen Immobilien mehr Vertrauen einflößen als Hightechaktien oder Pensionsfonds. Das Risiko bei Immobilien ist gering, schließlich hat man noch nie was von einer »Tiefgaragenblase« gehört, und so einfach lösen sich Gebäude für gewöhnlich eben nicht in Luft auf (und auch vor einem Tsunami muss man in den meisten Gegenden der Erde keine große Angst haben).

Mehr privat

Zeitläuften ist es immanent, dass sie sich bisweilen ihrem Ende zuneigen. Wurden Infrastrukturen früher vor allem vom Staat errichtet, geht der Trend zunehmend zu »mehr privat«. In österreich eher schleppend, aber doch zunehmend. Im restlichen Kontinentaleuropa ist der Trend aber schon deutlich auszumachen. So beteiligten sich spezialisierte Banken beispielsweise schon am Flughafen in Brüssel (wegen des Flugaufkommens allein der EU-Diplomaten und Lobbyisten eine glänzende Idee) und am Ausbau des Eisenbahn- Hochgeschwindigkeitsnetzes in Skandinavien (das sind jetzt freilich nur ein paar Schmankerln).

Barrieren als Vorteil

Eric Schmidt ist als Finanzberater in Wien tätig und ständig auf der Suche nach neuen Anlegerhäfen für seine Klienten. Als besondere Eigenschaften von Infrastrukturanlagen könne man seiner Meinung nach unter anderem Folgendes auflisten: »Es gibt immer noch eine gewisse Monopolstellung, was sehr hohe Zugangsbarrieren nach sich zieht.« Mit anderen Worten bedeutet das, dass Beteiligungen an Autobahnen nicht im Supermarkt oder am Bankschalter angeboten werden.
Zudem entstehen Infrastruktureinrichtungen nach wie vor in einem staatlichen Umfeld, nicht nur hierzulande. Der Vorteil dieses Nachteiles ist allerdings, »dass es langfristig planbare, stabile Cashflows gibt«, führt Schmidt weiter aus. Denn Krankenhäuser und Flughäfen werden nicht von heute auf morgen geschlossen (bei Krankenhäusern sollte man sich da nicht so sicher sein), außerdem brauchen Infrastrukturbauwerke auch eine interne Infrastruktur. Wie etwa Telekommunikationseinrichtungen. Da sollte man gar nicht nur an das Telefon oder das Internet denken, Autobahnen brauchen Verkehrsleitsysteme, ganz zu schweigen von den zahlreichen internen Infrastruktureinrichtungen von Flughäfen.

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Breitband - wieder abgedreht

Es scheint vorbei. Der Mobilfunker One hat mit Anfang des Jahres Schluss mit WLAN gemacht, zuletzt wurden mittels Partnerschaften rund 500 Hotspots angeboten. »Wir haben das Netz abgedreht und keiner hat es gemerkt. Es gab überhaupt keinen Verkehr, Käufer für das Netz hat sich auch keiner gefunden«, sagt One-Chef Jørgen Bang-Jensen. Damit geht eine ära zu Ende: Noch vor zwei Jahren gestand man den aufstrebenden Hotspotnetzen größtes Potenzial im Service für die Businesskundschaft zu. Das WLAN-Angebot wurde als Ergänzung zu den bestehenden, weniger dicken Mobilfunkleitungen gesehen. Aus diesem Grund akquirierte T-Mobile den Hotspotpionier Metronet und One das Hotspotnetz des Providers funknetz.at. Jene verstanden es geschickt, die ängste der Mobilfunker gegenüber der neuen, drahtlosen Breitbandkonkurrenz auszunutzen. Man blies das Hotspotangebot künstlich auf, erweiterte das Netz Standort um Standort (indem an den Tankstellen, Kaffeehäusern und Golfplätzen günstige Konditionen zum Aufstellen des Equipments garantiert wurden) und vergoldete damit die WLAN-Blase. Fazit: Die Deals mit den beiden Mobilfunkern sanierten Metronet und funknetz.at. T-Mobile und One bekamen dafür eine Konkurrenztechnologie auf dem Tablett serviert.

Rückgang. Bei T-Mobile, das für die Metronet-Infrastruktur noch ein wenig tiefer als One in die Tasche greifen musste, sieht man die Hotspotumsätze differenziert. Zwar wird auch dort für das WLAN-Angebot nicht groß geworben, doch weiß man an manchen Standorten gute Geschäfte mit dem Internetzugang zu machen. Zu den frequentierteren Locations gehören vor allem internationale Hotelketten. Doch auch beim eigenen Angebot werde es eine Refokussierung geben, heißt es bei T-Mobile. Man ortet gleichfalls einen Rückgang des Kundeninteresses an den Hotspots. Aber: Dies ist alles nicht so schlimm. One und T-Mobile setzen auf den baldigen Erfolg von HSDPA.

Neue Netze. Derweil formieren sich die WLAN-Fans neu und organisieren ihr Angebot selbst. Das Wiener »Freifunknetz« www.funkfeuer.at sorgt als Adhoc-Netz rein mit der Ausrüstung seiner Benutzer für neue Abdeckungen in Wien, Graz und Teilen des Weinviertels. Ein Drittel Wiens soll bereits versorgt sein.

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Bitte Lächeln

Wissen S’, was mit diesem Land nicht stimmt? Die Raunzer. Ich sag’s Ihnen, wenn nicht alle die ganze Zeit herumsudern und jammern und raunzen und trenzen und stänkern würden, dann gäb’s kein Problem! Ach, hörn S’ mir doch auf mit der Arbeitslosigkeit! Das ist ja ein typisches Beispiel. Da zerbricht man sich als Arbeitgeber monatelang den Kopf, wie man auch global etwas Gutes tun kann, ja? Da sieht man ja immer im Fernsehen die armen Tschopperln, nicht wahr, da in Kambodscha oder in Afrika, da sitzen s’ da vor ihre Lehmlöcher, ganz ausgemergelt, überall alles schwarz vor lauter Fliegen, nicht wahr, mit diesen riesigen Augen und den aufgeschwemmten Baucherln, und da hat’s mich halt heuer bei Licht ins Dunkel so gepackt, dass ich mir ’dacht hab, Hubert, jetzt musst was Gutes tun und was dagegen machen, so geht das nicht. Und was ist passiert?? Da raffst dich auf, fasst dir ein Herz, willst den armen Menschen helfen, willst den noch entwicklungsbedürftigen Ländern der Dritten Welt unter die Arme greifen, nicht wahr - und SOFORT kommen diese linkslinken Suderanten, die eh in ihrem Leben noch keinen Tag, ach was, keine halbe Stund gehackelt haben, schlagen Radau und haben nix im Kopf als dich zu verhindern!! Also ich sag Ihnen, ich hab mich ja so geärgert. Vor allem: Ich wollt ja nur helfen! Aber nein, da kommt sofort die Journaille, ein paar so rotzpippige kommunistische Langzeitstudenten mit Birkenstockschlapferl im Gefolge, und RUMS! Kriegst eine auf den Deckel! Dabei hätten Sie s’ sehen sollen, meine kleinen Kambodscherln: Die warn mir so dankbar! Jaha, denen hab ich geholfen, die waren GLüCKLICH, mein Lieber! Aber in diesem Land wird ja sofort alles verhindert, niedergemäht wird alles, was ein bisserl über das Brettl hinausgeht, was diese gstudierten Gutmenschen als Horizont vorm Hirn picken haben! Ja, eben, vor einem Jahr oder so hab ich mir dacht: Jetzt tust was Gutes. Und dann hab ich mich erkundigt, und dann war da die Wahl zwischen Kambodscha und Sudan, und ich hab mir gedacht, nein danke, weil eines hamma schon genug hier bei uns, und zwar ..? Genau: Sudern! Verstehen S’? Sudern, Sudan …? Na wurscht, jedenfalls hab ich mir dann halt so eine Lieferung Kambodscherln bestellt, so fünfzig Stück pro Container, und ich muss sagen, also, meine Hochachtung vor diesem Volk! Die sind ja so freundlich, nicht, immer ein Lächeln. Schon wie ich sie ausgepackt hab, also ich war so überrascht, die haben alle so schüchtern gelacht, naja gut, dreckig warn s’ halt schon, aber mein Gott, was willst machen, so drei Wochen im Container, da muss man halt drüber hinwegsehen! Und auch nachher, da warens dann schon gewaschen und so, also eine Würde, die dieses Volk ausstrahlt, unglaublich. Das kannst ja so einem verwöhnten Gfrast aus österreich nicht einmal erklären, was das ist: Würde! Nämlich eine Würde, mein Lieber, egal wobei! Die haben da die Lackiergruben ausgehoben, in Nullkommanix die Asbestplatten herausgefetzt wie die Eichkatzerln, nicht wahr, und immer ein Lächeln, immer diese Würde! Die großen Industrieschlammfilter putzen - aber mit einer Würde! Oder im Deponiebereich, wie s’ die Fasseln ausräumen - mit einer Würde! Und immer mit einem Lächeln! Bei uns gibt’s das ja heut gar nimmer. Und ich hab sie geliebt. Oft und oft bin ich hinunter in den Keller zu den Schlafräumen, net wahr, hab mich erkundigt, ob alles passt, ja, der Herr Weng hat mir geholfen beim übersetzen und er immer: »Alles sehl gut, alles in Oldnung!« Und eine Hoffnung haben sie gehabt in den Augerln, es war ein so harmonisches Bild, ich und meine fünfzig Kambodscherln … obwohl, ich hab ja immer nur zwanzig auf einmal gesehen, weil wir haben ja da Dreifachschichten gehabt. Und der Herr Weng hat mir erzählt, wie sich alle drauf freuen, was sie mit den einsfuffzig Euro pro Stund in Kambodscha alles kaufen werden, ja, das hört sich net nach viel an, aber rechnen Sie sich’s aus, einsfuffzig mal sechzig, das mal vier, bitte, da kommt ein Monatslohn zusammen, da schlackern dir die Ohren in Kambodscha, da bist ein Prinz! Und jetzt: alles vorbei, ruiniert von diesen nichtsnutzigen Deppen und Radikalverhinderern! Und strafen wollen s’ mich vielleicht auch noch! Was verstehen denn bitte diese realitätsfremden, behüteten Linkslinkskommunisten von der Wirtschaft? Wenn ich halt heut keinen hier find, der sich nicht zu schad ist! Wenn ich halt keinen krieg, der auch meine Seite als Arbeitgeber versteht! Wenn halt heut keiner mehr hier so mitarbeiten will, wie es die Realität verlangt! Ich sag’s Ihnen, die Unsrigen sind sich ja für alles zu gut! Ja, die kennen ja nicht einmal den Wert von ein Euro fuffzig, aber sich aufpudeln, das können s’! Also ich muss sagen, ich bin SO enttäuscht von diesem Land. Wenn man sich EINMAL aufrafft und was Gutes tun will! Aber die werden sich schon noch anschauen. Immerhin gibt’s ja noch die Naturgesetze der Marktwirtschaft, mein Lieber, und das ist ja das Schöne an Naturgesetzen: Die sind fix! Die kann man durch Sudern, Trenzen, Raunzen, Jammern und Stänkern nicht beeinflussen! Das wär ja noch schöner!
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Karte ohne Territorium

Von Reinhold Fleischhacker
Anstoss für die diesmalige Betrachtung der Soft Skills gab uns der Vorfall mit den Dopingrazzien in den Quartieren einiger österreichischer Sportler und dem darauf folgenden sonderbaren Verhalten von Funktionären, die ganz bestimmt tüchtige Manager in der Wirtschaft sind. Ein ganz besonders tüchtiger ist Peter Schröcksnadel, und genau der legte eine faschingsrundenreife Pressekonferenz hin, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wir wollen ihn aber nicht weiter geißeln, sondern aus systemischer Sicht untersuchen, was es denn mit Organigrammen und sonstigen Karten und deren Verhältnis zur Realität so auf sich hat. Die Dinge sind ja nicht immer so, wie wir meinen, dass sie sind - denn die Erde war auch schon rund, als man noch meinte, sie sei eine Scheibe. Die damaligen Karten stimmten mit der Realität überhaupt nicht überein. Derselbe Verdacht keimt auf, wenn man sich klassische Organigramme vor Augen führt. »Die sagen über die tatsächlichen Vorgänge in Organisationen nicht viel aus«, meint Sonja Radatz, Organisationsberaterin in Wien. Weil das wirkliche Leben aus Bewegung besteht, Organigramme aber keine bewegten Bilder liefern können. »Organigramme sind nur Wunschbilder der Leitenden«, ätzt Radatz weiter.
Außerdem: »Warum werden in Organigrammen nur Funktionen dargestellt und keine Namen? - Ganz einfach: Man müsste dauernd die Organigramme umzeichnen.«
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Solarer Chic

Wer den US-amerikanischen Mittleren Westen in erster Linie mit Kreationisten, Waffen tragenden Hinterwäldlern und endlos langen Weizen- und Maisfeldern in Verbindung bringt, liegt nicht komplett daneben - zumindest, was das Klischee betrifft. Joe Hynek, Doktorand an der State University of Iowa, hat mit diesen Klischees in etwa so viel am Hut wie die Kreationisten mit Charles Darwin. Der Jungakademiker hat sich den Naturwissenschaften verschrieben und versteht sich mittlerweile durchaus auch als Erfinder. Seine neue Eigendefinition hat er einem Maschinenbauseminar zu verdanken, in dessen Rahmen den Studenten die ungewöhnliche Aufgabe übertragen wurde, eine Damenhandtasche modisch und technisch zu designen. Das Ergebnis ist die »Solarjo Power Purse« - eine rechteckige Handtasche, deren Außenhülle mit Solarzellen bestückt ist. Diese Solarzellen dienen dem praktischen Zweck, in der Handtasche befindliche elektronische Kleingeräte wie iPod, Handy, Kamera oder Diktiergerät via USB-Stick aufzuladen. Sein Professor Mark Bryden sieht das überraschende Ergebnis des Seminars als auch Möglichkeit, die Solartechnologie an die breite Masse der Konsumenten zu bringen. Die Solar-Handtasche könnte die Entwicklung von weiteren tragbaren Gegenständen voranbringen, so die Hoffnung des Professors.Derzeit befindet sich der Neo-Erfinder auf der Suche nach Investoren und einem Hersteller, der die »Solarjo Power Purse« auf den Markt bringen kann. Derzeit seien die Materialkosten zwar noch relativ hoch, Hynek hofft aber, das modische Accessoire für unter 300 Dollar an die Frau bringen zu können. Info: www.iastate.edu
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Klein aber fein

Es gibt Wochen, da lebt Josef Trimmel aus dem Koffer. Der Wholesale-Manager der Telekom Austria shuttelte gerade aus Dubai ein, wo die TA auf der Cabsat mit einem eigenen Stand vertreten war. Kurz darauf geht es zum Global Telecommunication Metting in Washington, wo in der Branche Milliardenminuten gehandelt werden wie Schweinebäuche in Chicago. Danach steht Rumänien am Terminkalender. An Dubai dürfte sich Trimmel nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen gerne erinnern. Die Geschäfte mit der IP-Connectivity über Satellit laufen im Nahen Osten für die TA ganz nach Wunsch. \"Wir zählen dort wir zu den fünf größten Lieferanten“, so Trimmel, dessen Abnehmer größere lokale Carrier aber auch kleinere ISPs sind.

Zu den Platzhirschen zählt die TA auch in Nigeria, das ebenfalls noch im Ausleuchtbereich der steirischen Erdfunkstelle Aflenz liegt, die die technische Drehscheibe für den Datenaustausch bildet. \"Nigeria ist überhaupt nur so erreichbar“, so Trimmel. In den Regionen Naher Osten und Afrika wird derzeit ein einstelliger Millionenbetrag umgesetzt, die Wachstumsraten lagen in den letzten drei Jahren bei rund 200 Prozent jährlich. Die entsprechenden Margen dürften gar nicht so schlecht sein und pendeln sich zwischen denen des Voice-Bereiches und dem reinen Transitgeschäft ein. Die Gründe für die rasante Performance: Einerseits explodiert die benötigte Bandbreite, anderseits ist die Infrastruktur wenig ausgebaut. Dazu kommt, dass die TA in Sachen Technik und Qualität den Ruf eines soliden Mercedes genießt. Wahrscheinlich ebenfalls ausschlaggebend: Die amerikanische Konkurrenz ist zwar kapitalkräftig, aber in der Region derzeit nicht gerade beliebt. Der Name Bruno Kreisky ist als österreichischer Sympathiefaktor hingen immer noch ein Türöffner.

Die Aussichten, dass das SAT-Geschäft der TA weiter boomt, sind gut. Das Kupferkabel ist in den arabischen Ländern keine rechte Alternative. Sobald eines vergraben ist, buddeln es arme Wüstensöhne - in Kenntnis des teuren Kupferpreises - wieder aus und beleben so die inoffiziellen Rohstoffmärkte.

Satelliten-Boom. Rückenwind hat die Telekom aber durch globale Trends. \"Nach dem Kater im Satellitenbusiness herrscht jetzt wieder Aufbruchstimmung“, so Josef Trimmel. Mitverantwortlich dafür sind die Schockerlebnisse 9/11 und der Hurrikan Katrina, wo jeweils auch die Kommunikation zusammengebrochen ist. Vor allem die Amerikaner setzen auf eine neue Satelliten-Generation, die durch Prioritätsschaltungen im Notfall auch als leistungsfähiges Katastrophennetzwerk dienen kann. Im Herbst soll der erste US-Trabant ins All geschossen werden, der mit einem 35-Meter-Spiegel aufwartet und GSM oder WiMAX via Handover beherrscht - der Riesenspiegel des Satelliten erlaubt so auch eine Verbindung mit relativ kleinen und leistungsschwachen Endgeräten. Ein entsprechendes Pendant der EU - immerhin können die Amerikaner nach Lust und Laune so ihre eigenen Prioritäten schalten - zeichnet sich übrigens noch nicht am Horizont ab. Mit gesteigerter Euphorie hat die TA bei ihrem Wholesale-Business jedoch wenig am Hut. \"Wir haben nie übertrieben und achten sehr auf unsere Kostenstruktur“, sagt Trimmel. Während andere Carrier wegen des ruinösen Wettbewerbs reihenweise ihre Auslandsbüros wieder geschlossen haben, hatte die TA nie eines aufgebaut.

Um bei ohnehin knappen den Margen nicht unter die Räder zu kommen, setzt man beispielsweise in Richtung Oststaaten auf eigene Direktleitungen für Sprache und Daten oder zumindest auf Partner, die ebensolche aufzuweisen haben. Der Lohn der Mühe ist, dass die TA auch zwischen Pressburg, Warschau und Moskau als Qualitäts-Carrier punktet. Heimische Ostpioniere wie Baumax oder Hödlmayr sind beispielsweise bereits Kunden. Jüngster Erfolg: Die TA errichtet für einen großen heimischen Player ein Corporate-Network von und nach Sibirien. Dass der Markenname für die Ostanbindungen JetStream heißt, dürfte am internationalen Parkett nicht schaden. In österreich sind die diversen Jet-Ableger der Telekom seit dem Börsengang schon Geschichte.

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Ein Tag ist besser als kein Tag

Fasten ist eine Form menschlicher Kultur in Gestalt der Askese. Allgemein gesehen strebt man durch Fasten mittels bewusster und freiwilliger Beschränkung von Nahrungsaufnahme eine Ausweitung der psychischen und sozialen Kontrolle, der Macht, des Bewusstseins und/oder der Demut an. Fasten ist in allen Religionen ein Schwerpunkt und kommt in verschiedensten, oft festgelegten Formen vor: auf bestimmte Zeitabschnitte, kollektiv oder individuell, als völliger oder teilweiser Verzicht auf Nahrungsmittel sowie auf bestimmte Dinge wie Genussmittel, Fleisch oder Alkohol. Frank Werny, Arzt für Allgemeinmedizin und diplomierter »F.X. Mayr-Therapeut«, betreut Patienten und Fastenwillige seit einiger Zeit auf dem anfangs oft schwierigen Weg: »Fasten ist ein bewusster Verzicht, eine Befreiung aus einer Abhängigkeit zur Festigung des Charakters, und hat nichts mit Gewichtsreduktion zu tun.« Der österreichische Arzt Franz Xaver Mayr (1875- 1965) betrachtete eine falsche Ernährungsweise als Gesellschaftskrankheit. Wir essen zu viel, zu schwer, zu fett und zu spät, was zu einem verminderten Wohlbefinden und schließlich zu Zivilisationskrankheiten führen kann. »Oberste Priorität beim Fasten sollte eine änderung des Lebensstils und eine Ernährungsumstellung sein«, rät Werny. Denn sonst stellt sich der berühmte Jo-Jo-Effekt ein.
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Neues Gourmetkonzept

Versteckt und dunkel statt offen und hell: Bei der Architektur hat man im Shanghai-Tan auf ein völlig anderes Konzept als im benachbarten Ra’mien gesetzt: rote Laternen als düstere Lichtquellen, Paravents aus dunkelbraunem Holz als Sichtschutz und seidene Pölster als bequeme Unterlage - eine »Höhle« mit einer schummrig-schönen Atmosphäre. Für Verliebte sorgen die kleinen Separees zudem für romantische Zweisamkeit.Wer Angst vor kleinen Räumen und/oder Dunkelheit hat, sollte sicher lieber im Erdgeschoß eine Tisch reservieren. Dort kann man die opiumhöhlenartige Atmosphäre in der abgeschwächten Variante kennenlernen.Küchenmäßig hat man sich im Shanghai-Tan auf zwei Themen spezialisiert: erstens die diversen gegrillten Saté-Spießchen, zweitens die fast schon wieder vergessenen Dim Sums. Das Shanghai-Tan kann man ohne übertreibung als einen der stilvollsten und originellsten Asiaten der Stadt bezeichnen. Tischreservierung nicht vergessen!info: www.shanghaitan.at
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