Menu
A+ A A-
Archiv

Archiv (11315)

Der Gipfelstürmer

Mitte September bat Karl Stoss den Aufsichtsrat der Versicherung um vorzeitige Auflösung seines noch bis 2009 laufenden Vorstandsvertrages. Er wird voraussichtlich die Erbfolge Leo Wallners an der Spitze der Casinos Austria antreten, möglicherweise noch heuer, spätestens Anfang 2007.Nur knappe zwei Jahre dauerte sein Gastspiel - und die Nachrede des fünfzigjährigen gebürtigen Vorarlbergers ist nicht die beste. Gleich nach seiner Kür zum Generali-Chef hatte er mit einer Beteiligung an der Bawag geliebäugelt und verärgerte damit die Raiffeisen Landesbanken, die Vertriebspartner der Versicherung sind. Von den langjährigen Vorständen Hans Peer und Ernst Schmid trennte sich Stoss eher unsanft. IT-Vorstand Jörg Oliveri flüchtete in die Zentrale des Mutterkonzerns nach Triest. Vakante Positionen besetzte Stoss mit Mitarbeitern aus seiner P.S.K.-Zeit, auch wenn diese intern umstritten waren. Den Groll der italienischen Bosse und des Aufsichtsrates zog er sich endgültig zu, als er in einer nicht abgesprochenen Presseaussendung freimütig eingestand »Ich bin fassungslos«, und voreilig Zugeständnisse bei den geplanten Kündigungen machte. Wer Stoss als Generali-Chef nachfolgt, wird in den nächsten Monaten entschieden. Der passionierte Bergsteiger erklimmt einstweilen bereits den nächsten Gipfel. Als künftiger Casinos-General kann der als begnadeter Netzwerker gehandelte Stoss seine Beziehungen auch wieder über die Grenzen spielen lassen. Viele Kontakte stammen noch aus seiner Tätigkeit am Management Zentrum St. Gallen, wo viele internationale Topmanager seine Seminare besuchten. Aber auch zu heimischen Spitzenpolitikern beider Reichshälften pflegt Karl Stoss gute Verbindungen - und das ist in österreich bekanntlich nie unvorteilhaft.
Read more...

Der Bankier der Armen

Andere veranstalten Konzerte in Fußballstadien und verteilen das damit verdiente Geld in Afrika. Muhammad Yunus, Gründer der Grameen Bank, verschenkt nichts. Er vergibt Kredite und pocht streng auf deren pünktliche Rückzahlung samt Zinsen. Wie jeder andere Banken-Chef auch. Nicht ganz. Den Unterschied macht seine Kundschaft. Denn der frühere ökonomieprofessor aus Bangladesh vergibt seit 30 Jahren Mikrokredite an die ärmsten der Armen, um ihnen den Aufbau einer eigenen Existenz zu ermöglichen (siehe auch report Nr. 8/06). Menschen, die man bei traditionellen Geldinstituten schon an der Tür abweist, bietet Yunus Kleinstkredite von wenigen Dollar, die etwa in eine Hühnerfarm oder den Kauf einer Nähmaschine investiert werden.Inzwischen beschäftigt Yunus 18.000 Angestellte in 2.000 Dorffilialen, die engen Kontakt zu den KundInnen pflegen und sie auch in den entlegensten Gebieten regelmäßig per Rikscha, Fahrrad oder zu Fuß aufsuchen. Der Aufwand lohnt sich: 98,4 Prozent des verliehenen Geldes wird pünktlich zurückgezahlt. Die besten Erfahrungen hat der 66-jährige, der mit Frau und Tochter eine kleine Wohnung in Dhaka bewohnt, mit Frauen gemacht. Die Kredite vergibt er deshalb fast ausschließlich an Frauengruppen, die wechselseitig für die Darlehen bürgen und dadurch eine zusätzliche Kontrollfunktion wahrnehmen. Die Grameen Bank zählt 6,6 Millionen KreditnehmerInnen, an die heuer rund 4,5 Milliarden Euro verteilt wurden. Das Konzept wird von anderen Instituten in mehr als hundert Ländern angewandt und auch von der Weltbank unterstützt. Die UNO erklärte bereits das Jahr 2005 zum \"Jahr der Mikrokredite“. Der Nobelpreis, der Mohammad Yunus am 10. Dezember in Oslo verliehen wird, ist die Krönung für das Werk des \"Friedensstifters“. Aber warum nicht der Wirtschaftsnobelpreis? »Echter Frieden kann nicht erreicht werden, ohne dass große Teile einer Bevölkerung aus der Armut finden«, lautete die Begründung des Nobel-Komitees. Die Vision des sonst so bescheidenen ökonomen geht noch viel weiter. Er träumt davon, »eine Welt ohne Armut« zu schaffen. Möge es gelingen.
Read more...

Mobile Music stärkt Mobilfunk

Von Daniel AJ Sokolov

Im Oktober 2004 startete One als erster Mobilfunknetzbetreiber Europas den Vertrieb kompletter Musikstücke über sein Mobilfunknetz (siehe rechts »Ladezone«). Im Vordergrund stehen bisher weniger die damit erzielten Umsätze als vielmehr der Imagegewinn für das Unternehmen. Florian Pollack, bei One für die Unternehmensstrategie zuständig, erläuterte dem Report die Beweggründe für die Bemühungen in Sachen Mobile Music: Zusätzliche Einnahmen sind nur eines von drei Zielen. Daneben stehen die Stärkung der Kundenbindung sowie des Image der Marke One.

»Mobile Music ist der Wachstumsmarkt schlechthin, auf den wir in den nächsten Jahren setzen«, betont One-CCO-Michael Fried. Immerhin verwenden 14 Prozent seiner Kunden ihr Handy bereits als Musikabspielgerät. Unter den 14-bis 29-Jährigen sind es sogar 41 Prozent. Aber nur sehr wenige von ihnen laden die Musikdateien über das Mobilfunknetz auf ihr Handy - was Pollack aber nicht stört: »Mobile Music ist (auf One-Handys) willkommen, egal, woher sie kommt.« Klar, jede andere Strategie würde den Ruf in der Zielgruppe nicht gerade fördern.

Sony Ericsson und die Marke. »Unsere Mission ist es, Sony Ericsson als die attraktivste und innovativste globale Marke in der Handyindustrie aufzubauen«, lautet das offizielle Mission-Statement der schwedisch-japanischen Handybauer. Die Marke ist also wichtiger als die Produktqualität. Eine frappierende Parallele zur modernen Musikbranche.

Sony Ericsson entwickelt vorwiegend Handys, die auf einen der drei Bereiche Musik, Bilder oder Internet spezialisiert sind. Dabei wird auch der Namensfundus von Sony bemüht. Unter dem Label Cybershot sollen »Mobiltelefone als glaubwürdige Digitalkameras etabliert werden«, sagt Sony Ericssons Business Director Håkan Olsson. Die legendäre Bezeichnung Walkman wird seit August 2005 für Handys mit Musikschwerpunkt genutzt. 18 Millionen Stück wurden bereits verkauft - nicht jedoch in Japan. Auf diesem für Sony Ericsson besonders schwierigen Markt sind »Walkman«-Handys erst seit Neuestem verfügbar.

überraschenderweise gibt es aber keine Zusammenarbeit mit Connect, dem Musikonlineshop aus dem Hause Sony. Vielmehr kooperiert Sony Ericsson mit Napster Mobile. Genau wie hinter der österreichischen Ladezone steht auch hinter Napster Mobile die White-Label-Musikplattform aus dem Hause Ericsson. Walkmanhandys, die ohne Netzbetreiberbranding verkauft werden, werden auf die Nutzung von Napster Mobile vorbereitet. Mobilfunkanbieter können die für ihre Kunden bestellten Handys auch auf andere Downloadportale trimmen lassen. »Die Netzbetreiber und wir möchten, dass Sie (Musik) direkt auf Ihr 3G-Handy herunterladen«, so Olsson, »hoffentlich ist der Song nicht DRM-geschützt, sodass sie ihn auf andere Geräte verschieben können«.

Reizwort DRM. DRM (Digital Rights/Restriction Management) ist das Reizwort im digitalen Musikbusiness schlechthin. DRM-Technologie schränkt die zahlenden Kunden ein. Sie können mit den gekauften Musikdateien nicht machen, was sie wollen. Wer etwa in der Ladezone einkauft und sein Handy verliert oder auswechselt, kann die zwei Euro pro Song komplett abschreiben. Sicherungskopien sind nicht möglich. Die geplante Einführung von Dual-Download, bei dem eine Kopie der gekauften Datei auch für einen Windows-PC zur Verfügung gestellt wird, ist nur ein Herumdoktern an Symptomen. Einschränkungen auf bestimmte Systeme und Nutzungsweisen bleiben ebenso wie technische Probleme. Das hält das Kundeninteresse niedrig. Laut der britischen Pocket Group haben gerade einmal 1,5 Prozent aller britischen Mobilfunkuser Musik (inklusive Klingeltöne!) heruntergeladen. In Deutschland sind es bloß drei Promille. »Jedes Problem mit DRM ist nicht dazu angetan, den Konsum anzukurbeln«, weiß Anu Shah, Corporate Development Director der Pocket Group. Die Firma ist ein auf Independent-Labels spezialisierter Aggregator, also ein Zwischenhändler zwischen Labels und Verkäufern. Aufgrund der großen Zahl an Musiklabels sind Aggregatoren unabdingbarer Bestandteil der Wertschöfpungskette. Es wäre ein viel zu großer Aufwand, wenn jedes Label mit jedem Betreiber eines Downloadshops einzeln verhandeln müsste.

»DRM ist ein Thema, bei dem die Industrie mit der Zeit reifen wird, hofft One-CEO Jørgen Bang-Jensen, »die Labels werden merken, dass Mobile Music ein Markt für sie ist. Wenn wir aber warten, bis das alles erledigt ist, können wir ewig warten.« Simon Wheeler, Chef der Digitalabteilung der Beggars Group, die in Großbritannien mehrere Independentlabels betreibt, ist optimistisch: »Es wurde mich nicht überraschen, wenn die DRM-Initiativen innerhalb von zwei Jahren gestoppt werden.« Denn DRM hat sich zum Bumerang für die Major-Labels entwickelt.

Einerseits ruiniert DRM nachhaltig das Image der Labels, insbesondere Sony BMG kann nach dem Root-Kit-Skandal ein Lied davon singen. Andererseits zementiert der größte Onlinemusikhändler Apple mit DRM die Marktführerschaft seines iTunes-Systems ein. Dessen Dateien lassen sich nur auf iPods und bestimmten Computern, nicht aber auf konkurrierenden MP3-Playern oder Handys abspielen. Apple kann sich leicht auf die Wünsche der Musikindustrie ausreden, die ja den Einsatz von DRM vorschreibt. Die Verhandlungsmacht von Apple ist den Labels aber schon ein Dorn im Auge. Ein Versuch, die Großhandelspreise weiter anzuheben, schlug fehl.

Einige Manager der Major-Labels haben schon erkannt, dass DRM der falsche Weg ist. »Wir müssen uns neu erfinden«, betonte Ged Doherty, CEO Sony BMG UK, Ende Oktober, »Wir führen unsere Geschäfte, als wäre es 1982. Unser Businessmodell ist so veraltet, dass es gar nicht mehr wahr ist.« Auch Mike Smith, Managing Director Columbia Records UK, meint: »DRM (wie wir es kennen) wird innerhalb der nächsten zwölf Monate verschwinden. Ganz klar, wir müssen es los werden.« Wann diese Ansichten zur offiziellen Konzernpolitik werden, ist allerdings offen.

Read more...

Sechs Milliarden SMS später

»Als wir 1996 mit den ersten Handydiensten starteten, hätte wohl kaum jemand geahnt, dass wir eines Tages über das Mobilfunknetz im Internet surfen werden«, resümiert mobilkom-Chef und Telekom-Austria-Vorstand Boris Nemsic anlässlich des Zehn-Jahres-Jubiläums des Mobilfunkers. Den Schulterschluss auf dem Weg in die nächsten zehn Jahre Geschäft formiert Triconsult-Geschäftsführer Felix Josef. Seine für Nemsic erfreuliche Prognose: 2016 wird die Handypenetration in österreich bei etwa 138 Prozent liegen. Nach Adam Riese ergibt dies fortan jährlich 5,4 Prozent Kundenwachstum. Wenngleich von »Kunden« bald nicht mehr die Rede sein dürfte: die erwartete Penetration wird mit neuen Absätzen im Bereich der Maschinen erreicht. »Wir werden nicht nur einen Modetrend zum Zweithandy haben, sondern SIM-Karten etwa auch im Auto haben«, beschreibt Josef kommende »Ambient Sales«.

Die mobilkom wurde im April 1996 gegründet, 1998 überschritt die Kundenzahl erstmals die Ein-Millionen-Grenze. Heute betreut man in österreich 3,5 Mio. Kunden. Insgesamt wurden seit der Firmengründung rund zehn Millionen Handys verkauft und sechs Milliarden SMS-Nachrichten im A1-Netz verschickt.

Read more...

Immer mehr lagern aus

»Längst wäre es an der Zeit, anstelle immer komplexerer Neuerungen eine von Grund auf durchdachte steuerrechtliche und sozialversicherungsrechtliche Neuordnung zu wagen«, meint VRZ-Geschäftsführer Roland Hilbrand. Paul Egele, beim Vorarlberger IT-Dienstleister für die Lohnverrechnungssoftware VIPAS verantwortlich, schildert am Beispiel der Aviso-Meldung, was Bürokratie in österreich bedeutet: Bisher mussten Mitarbeiter innerhalb der ersten sieben Tage nach Eintritt ins Unternehmen bei der Krankenkasse angemeldet werden. In beinahe 90 Prozent der Fälle erledigen dies die Unternehmen sogar innerhalb der ersten zwei Arbeitstage. Nun sollen Unternehmen alle ihre Neueintritte bereits vor dem ersten Arbeitstag avisieren. »Es bleibt zu hoffen, dass die österreichweite Verordnung noch lange auf sich warten lässt«, so Egele lakonisch. Egele rechnet damit, dass angesichts dieser Entwicklung immer mehr Unternehmen die Personalverrechnung an kompetente Partner auslagern.
Read more...

Infor akquiriert

Infor, einer der weltweit größten Anbieter von Enterprise-Software, verleiht seiner Strategie, Kunden die Wahl zwischen integrierten Enterprise-Software-Lösungen und Stand-Alone-Produkten aus einer Hand zu lassen, mit drei Akquisitionen neuen Nachdruck. Zusätzlich zum Abschluss der übernahme von SSA Global hat Infor Extensity und Systems Union Group gekauft. Extensity entwickelt und vertreibt Finanz-Performance-Management-Software, Systems Union Group ist ein britischer Anbieter von Finanz- und Performance-Management-Lösungen, die Budgetplanung, Reporting, Business Intelligence und eine umfassende Suite von Finanzapplikationen umfassen. Mit den Akquisitionen möchte Infor sein Angebot um neue Branchen und Märkte erweitern. Infor gilt als eines der am schnellsten wachsenden Enterprise-Software-Unternehmen weltweit. Das Unternehmen, das zum Portfolio des Private Equity-Investors Golden Gate Capital gehört, zählt Büros in 100 Ländern und etwa 70.000 Kunden. »Wir sind mit den Akquisitionen in nur einem Quartal von 780 Mio. Dollar auf 2,1 Mrd. Dollar hochgeschossen«, reüssiert Infor-Manager Josef Eisenkolb.

Für Eisenkolb liegt Infor mit den jüngsten Zukäufen auf einer Linie mit den Wünschen der Kunden. Diese würden die \"Abrundung\" mit neuen integralen Bestandteilen im Portfolio goutieren. SSA Infor hat in österreich rund 250 ERP-Kunden und hat mit einem Plus von zehn Prozent ein Eisnekolb zufolge \"aggressives Wachstum\" vor. Stand der Mitarbeiter in österreich derzeit bei Infor, SSA Global und Systems Union: 95.

Read more...

Rennen um IPTV-Krone

Infogate Online, ein im israelischen Tel Aviv ansässiger Anbieter von Middleware-Lösungen für IPTV, ist der derzeit wohl beste Anbieter am Markt, meint Asaf Inbar, Director Product Management Infogate. Innerhalb von sechs bis acht Wochen will der IPTV-Experte fixfertige Marktstarts bei Internet-Service-Providern ausrollen können. Jüngst konnte ein kroatischer Betreiber zum Kundenstock hinzugefügt werden.

Der Markt steht Exerten zufolge erst am Beginn einer langjährigen Wachstumsphase. IPTV soll im Jahr 2010 nach Angaben von iSuppli ein Marktvolumen von 27 Mrd. US-Dollar erreichen. Die Zahl der IPTV-Nutzer soll im selben Zeitraum von derzeit 5,3 Mio. Anwender auf 63,1 Mio. IPTV-Nutzer steigen. Die weiteren Top-Player neben Siemens, Alcatel und Microsoft: Orca Interactive, Tandberg Television, Minerva, Infogate, Kasenna, Alticast und NDS.

Read more...

Markt im Entstehen

Der finnische Security-Hersteller F-Secure kann weiterhin stabile Zuwächse in der Sparte der »Managed Security Services« verzeichnen. In den ersten neun Monaten stiegen die Gesamtumsätze um 34 Prozent auf 58,6 Millionen Euro, das US-Magazin Baseline nahm F-Secure in die Liste der 50 weltweit am schnellsten expandierenden Softwareunternehmen auf. Das Kerngeschäft von F-Secure, die Bereitstellung von Sicherheit als Dienstleistung, hat sich solide weiterentwickelt. Das Unternehmen hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 14 Kooperationsverträge abgeschlossen, darunter mit KPN und Multikabel in den Niederlanden, mit der indischen VSNL sowie der deutschen Arcor. Damit erhöht sich die Anzahl der Partnerschaften mit Internetdienstanbietern auf 125 in 33 Ländern.

»F-Secure befindet sich damit in einer guten Ausgangsposition, um die wichtigsten Herausforderungen der Zukunft zu meistern«, sieht F-Secure-Vorsitzender Risto Siilasmaa. Klaus Jetter, zuständig für Channel Sales, spricht von einem vielversprechenden Trend bei Managed Services im Securitybereich. »Die Service-Level-Agreements funktionieren mittlerweile«, pointiert dies Jetter, »Wir adressieren KMU ohne eigener IT-Abteilung«. Systemhäuser würden dabei als Application-Service-Provider auftreten - im Hintergrund läuft die Serviceplattform der Finnen. Dabei sei es kein Problem, den Services die Corporate Identity des Dienstleisters zu verpassen. »Diese Markt ist bereits im Entstehen«, wird nun Partnerschaft um Partnerschaft formiert. Freilich nicht immer ohne Widerstand: IT-Security bleibt emotionales Thema. »Es ist stets überzeugungsarbeit nötig, wenn unternehmenskritische Daten Dritten zugänglich gemacht werden sollen«, so Jetter.

Read more...

Notebook-TV im Kommen

Dank des neuen Standards DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrial) wird Digitalfernsehen im Gegensatz zu Kabel- oder Satelliten-basierten Verbindungen auch mobil möglich sein. Und durch das digitale Format der Fernsehsignale können Sendungen direkt und verlustfrei auf DVD oder Festplatte aufgezeichnet werden. Um in den Genuss von DVB-T zu kommen, müssen PCs und Notebooks nur über spezielle TV-Karten oder USB-Sticks um einen DVB-T Tuner ergänzt werden. Die Analysten von ADL sehen den künftigen TV-Markt massiv von DVB-T-fähigen Notebooks durchsetzt. Man schätzt, dass bis 2011 fast ein Drittel der Notebooks - 890.000 Stück - DVB-T fähig sein können und spricht von einem »deutlichen Potential« für den Markt.
Read more...

Mobilität und Flexibilität

Die Zeiten, in denen Mitarbeiter an einen festen Arbeitsplatz im Büro gebunden sind, sind vorbei: Notebook und Mobiltelefon gehören vor allem im Vertrieb zur Grundausstattung - gearbeitet wird, wo Strom und Zugang zum Internet vorhanden sind. Neben entsprechender Hard- und Software ist eine einheitliche Kommunikationsinfrastruktur, die alle Niederlassungen und Büros eines Unternehmens umklammert, Grundvoraussetzung. Hier-für ist der notwendige Aufwand zum Aufbau und zur Betreuung mit all seinen Zugriffsberechtigungen so komplex, dass nur wenige unternehmensinterne IT-Abteilungen über genügend Ressourcen und Know-how verfügen. Die Alternative dazu ist das Services-Outsourcing.

VPN vom Fachmann. Die Implementierung eines VPN im Unternehmen steht und fällt mit der Migration. Was ist vorhanden und wo will ich hin? Welche Kommunikationsdienste stehen derzeit zur Verfügung und wie sieht die zukünftige Ausrichtung aus? Einmal installiert, erfordern Netzwerke - allen voran VPNs - ständige überwachung, um den Datentransfer jederzeit zu gewährleisten. Gibt ein Unternehmen seine Kommunikationsinfrastruktur in die Verantwortung eines Serviceproviders, ist es damit die Sorge los.

Gut verbunden. Die Anschlussmöglichkeiten im IP-VPN reichen vom redundanten Rechenzentrum bis zum Heimarbeitsplatz via DSL (Digital Subscriber Line) oder ISDN. Gerade die Vielfalt der Anschlussmöglichkeiten erlaubt es, einen Arbeitsplatz oder Standort gemäß den Anforderungen an Performance, Qualität und Verfügbarkeit anzubinden. Auch kleine Büros müssen schnell und flexibel an das Netz angeschlossen werden können. Provider bieten xDSL-Services als Alternative, gerade wenn keine besonderen Ansprüche an Verfügbarkeit oder Performance gestellt werden, trotzdem aber eine hohe Bandbreite und ein »Always-on«-Anschluss notwendig ist.

IP-VPN Anbindung mit mobilen Endgeräten. Ein IP-VPN macht so auch den mobilen Zugriff über Mobiltelefone oder Personal Digital Assistants (PDA) möglich. Sowohl GSM- als auch GPRS-Gateways (General Packet Radio Service) bieten als Einwahlplattform die optimale Lösung. Zur Authentifizierung wird unabhängig von der Plattform eine homogene Lösung mit zusätzlichem Hardware-Token (Zwei-Faktor-Authentifizierung) verwendet, um auch hier höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Token steuern den Zugang zum übertragungsmedium. Durch die Verwendung eines einheitlichen Authentifizierungskonzepts ist sichergestellt, dass der Endanwender nur einen einzigen Usernamen und Token benötigt.

Zugriff für alle Mobilfunkgenerationen. Eine »Mobile Access Lösung« umfasst als Zugangsmöglichkeiten analoge Einwahl, GSM (Global System Mobile), GPRS und UMTS (Universal Mobile Telecommunications System). Gateways und Router im Backbone stellen die Verbindung zwischen GSM, GPRS und der providereigenen Kommunikationsinfrastruktur her. SGSNs (Serving GPRS Support Node) verbinden GPRS- mit GSM-Systemen, GGSNs (Gateway GPRS Support Node) schließen GPRS-Systeme an das Internet an. Die Verbindung wird nahtlos auch bei Roaming direkt zum Mobilfunkbetreiber hergestellt. Sicherheit erreicht der Provider bei mobilem Zugriff ebenfalls durch Verschlüsselung mittels IPSec zwischen dem Endgerät und seinem Netzwerk.

Mobile Zugriffsmöglichkeiten müssen servicespezifische Quality-of-Service-Parameter (QoS) und somit eine sichere übertragung gewährleisten. Mitarbeiter greifen via PCs, Laptops, PDAs, Smartphones und Mobiltelefonen auf das IP-VPN-Unternehmensnetzwerk zu. Darüber hinaus muss eine Mobile-Access-Lösung leicht in bestehende Infrastrukturen integrierbar sein, sowie Skalierbarkeit und Abdeckung und einen ständig erreichbaren Kundenservice bieten.

Peter Simak ist Head of Sales Austria des global operierenden IKT-Anbieters Orange Business Services.

Read more...
Subscribe to this RSS feed