Menu
A+ A A-
Archiv

Archiv (11315)

über dem Berg

Manchmal trifft die alte Welt auf die New-Economy derart heftig, dass die Wände wackeln. Gerade die IT-Branche weiß davon ein Lied zu singen. Besonders in österreich darf die Weise vom schnellen Geld im Internet (und der kollektiven Angst der Investoren davor) besonders laut zum Besten gegeben werden. \"Ich glaube nicht, dass es den idealen Zeitpunkt gibt. Ich glaube, dass es ein Geschäft gibt, das aber in den USA und Skandinavien gemacht wird\", urteilt Alexander Dill, Geschäftsführer des Salzburger IT-Dienstleisters Internetkloster, über den Status der New-Economy hierzulande.

IT-Unternehmen haben es im Gegensatz zur Old-Economy auf der Suche nach Projektfinanzierungen und Venture-Capital-Gebern besonders schwer. Während bei Unternehmen wie beispielsweise Winzern jedem Investor klar ist, dass für einen Geschäftserfolg zuvor genügend investiert werden muss, treffen IT-Firmen bei Finanzierungsgesprächen mitunter auf Anforderungen bar jeder Geschäftslogik. Etwa müssen erst mal Kunden oder Aufträge vorgewiesen werden, bevor ein einziger Euro fließt. \"Man versteht unser Geschäft nicht\", konstatiert Dill, der das wirtschaftliche Interesse der österreicher tendenziell bei Energy-Drinks und Marzipankugeln beheimatet sieht.

Das Zusammentreffen von alten mit neuen Werten hat der Wahlsalzburger täglich vor Augen. Er residiert am Kapuzinerberg über Websites, Datenbanken, Content-Management-Systeme und CRM-Projekte. Hoch über der Stadt hat es sich die New-Economy im Franziski Schlössl heimelig gemacht - das Wehrschloss wurde zum Ende der Renaissance 1629 Franz von Assisi geweiht. Knapp vierhundert Jahre später tourt Internetkloster durch Japan. Geschäftsführer Dill war mit Vizekanzler Hubert Gorbach in Peking und Hongkong und zog da manch Auftrag an Land. Mangels Finanzierungsmöglichkeiten wurde das Asienabenteuer dann aber wieder abgeblasen. Was heute noch vom Expansionswillen der Salzburger zeigt, ist die Firmen-Website, die auch ins Japanische und Koreanische übersetzt wurde.

Den jüngste Coup landete Dill mit der rechtlichen übernahme und Relaunch des Webportals agfaphoto.com aus der Insolvenzmasse des Fotopioniers Agfa. Besucher der Website landen nun automatisch im Foto-Blogging-Portal make9.com. Das Potenzial rund um den Bereich Digitalfotografie ist ungebremst groß, schätzt man am Kapuzinerberg. Allein, auch bei diesem Projekt erreilt dem Webdesigner erneut österreichisches Schicksal. \"Nicht ein Mobilfunker hierzulande stellt uns eine Schnittstelle für unser Portal zu Verfügung\", klagt Dill, der auf Unified Imaging setzt: Fotos und Text können mit dem angebotenen Webservice flexibel an jedes Handy geschickt werden. Mangels Unterstützung beschränkt man sich also auf die Sendemöglichkeit an Handys deutscher Netzbetreiber. \"In Deutschland können hunderte kleine Firmen vom E-Business leben\", beobachtet Dill.

Für Agfa Photo hat sich die New Economy als unüberwindbare Hürde dargestellt. Die Salzburger haben mit dem ehemaligen Partner, der aufgrund der Turbulenzen im Fotogeschäft in Konkurs gegangen ist, so ihre Not. Agfa veröffentlichte entgegen aller Vereinbarungen Teile der Software vom Kapuzinerberg unter eigenem Namen im Internet. Prompt schritten daraufhin die Rechercheure des Europäischen Patentamtes ein - und wiesen einen Patentantrag der Salzburger ab. Die Folge: Patentvorverträge mit ingesamt 18 Unternehmen wurden über Nacht wertlos. Agfaphoto soll nun für einen Schaden von 5,4 Mio. Euro haftbar gemacht werden, ist für Dill auch dieses Abenteuer noch lange nicht abgeschlossen..

Read more...

Viel Platz für viel Musik

TrekStor präsentiert sein neuestes Highlight unter den TrekStor MP3-Playern, den festplattenbasierten TrekStor vibez. Dieser Premium-MP3-Player verfügt über einen Lithium-Ionen-Akku, der nicht nur 20 Stunden Musikgenuss ermöglicht, sondern auch austauschbar ist. Außerdem kann der neue Player um eine FM-Tuner-Karte für optionalen Radiogenuss erweitert werden. Erhältlich ist das neue Player in den Kapazitäten 8 und 15 GB. Das bedeutet Speicherplatz für bis zu 300 Alben oder 4.200 Songs.

Zahlreiche Features für jeden Geschmack
Der 105 x 50 x 18 Millimeter große Player besticht nicht nur durch sein außergewöhnliches Design, sondern auch mit inneren Werten. Der neue MP3-Player unterstützt neben dem MP3-, WMA-, WAV-, OGG- und FLAC- auch das WMA-DRM (Digital Rights Management) 9- und 10-Format. Der DJ-Modus des TrekStor vibez erstellt abhängig vom persönlichen Hörverhalten des Benutzers auf Knopfdruck automatisch Playlisten, welche die Songs nach der gewünschten Stimmung sortieren. Passend zur Musik gibt es außerdem vier dynamische Visualisierungseffekte. Per Crossfading kann der Nutzer auch Songs überblenden. Neben Sprachaufnahmen über das integrierte Mikrofon ermöglicht die Line-In-Aufnahme das Speichern von Musik aus anderen Audiogeräten.

Das Vollfarb-TFT-Display mit 176 x 132 Pixeln, welches sich im oberen Kreis auf der Vorderseite des Soft-Touch-Gehäuses befindet, kann dank der Cover-Art-Funktion auch die CD-Cover der abspielenden Songs anzeigen. Darunter liegt ein großes magnetisch gelagertes Scroll-Wheel, das eine schnelle und einfache Bedienung über ein hierarchisch aufgebautes Popup-Menü ermöglichen soll.
Mit der Sortierfunktion des JPEG-Viewers können auf dem vibez abgespeicherte Fotos nach dem Kamera-Modell und nach Bildaufnahmedaten sortiert werden. Zudem besitzt der TrekStor vibez Quickbuttons, deren Tasten mit persönlichen Favoriten belegt werden können.

Zubehör für alle Fälle
- Kabelfernbedienung mit zweiten Kopfhöreranschluss
- Dockingstation mit Ladegerät und Infrarot-Fernbedienung (für den Anschluss an separate Boxen oder eine Hifi-Anlage)
- Neopren-Taschen
- Ersatz-Akkus
- Video-Karte (wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen.

Der TrekStor vibez ist ab November 2006 zu einem Preis von 199 Euro (8 GB) oder 229 Euro (15 GB) Fachhandel erhältlich

Read more...

Klein aber oho

Kensington bringt die neue PilotMouse Laser Wireless Mini auf den Markt. Durch die fortschrittliche Laser-Technologie soll die Maus auf fast jeder Oberfläche funktionieren und über eine 20-mal höhere Oberflächensensibilität als eine optische Maus verfügen. Dank der energiesparenden Technologie und der effizienten Sensor-Technologie halten die AA-Batterien der Mini-Maus bis zu einem ganzen Jahr.
Aufgrund ihrer Reichweite von zehn Metern eignet sich die Maus auch für Präsentationen. Sie hat drei programmierbare Tasten, eine gummierte Riffelung an den Seiten für sicheren Halt sowie eine kabellose 2.4 GHz Anbindung. Auf der Unterseite lässt sich der USB-Empfänger sicher verstauen, wenn die Maus einmal nicht in Gebrauch ist.

Die kleine, blauschwarze Maus ist mit PC und Mac kompatibel und auch als kabellose Funk Variante und als Bluetooth Modell erhältlich. Sie ist sofort im Handel erhältlich und kostet 49,90 Euro.

Read more...

Dokumente und effizientes Arbeiten

In Zeiten der Rationalisierung und sinkender Budgets sind Firmen permanent auf der Suche nach Lösungen, mit denen sie einfacher, effizienter und sicherer kommunizieren können. Wenn es rasch gehen soll, nutzen sie gerne Telefon, Messenger, Web-Konferenz oder ein persönliches Meeting zur Abstimmung. Das kann zwar schnell sein, ist aber oft unverbindlich, wenn wir nicht Ergebnisse und Vereinbarungen dokumentieren. Die Folgen erleben wir tagtäglich: Unternehmen wie Behörden produzieren unentwegt eine Flut von Dokumenten. Was der Verbindlichkeit und der Förderung einer klaren Kommunikation dienen soll, verursacht oft das Gegenteil.

Zugegeben, wir betrachten uns in österreich gerne etwas selbstkritisch als Meister von Formularen und Dokumentationen. Nicht ganz zu unrecht, aber auch andere Nationen haben hier eine lange Tradition vorzuweisen. Das liegt in der Natur der Sache. Denn während aus Gründen der Verbindlichkeit der Austausch von Dokumenten unverändert einen bedeutenden Teil der Kommunikation ausmacht, sind schon allein während derriesigen Menge von Dokumenten die damit verbundenen Prozesse in der heutigen Geschäftswelt oft ineffizient, teuer und langwierig. Schriftstücke werden innerhalb eines Unternehmens in zahlreichen Kopien ausgedruckt, in Rundlauf gegeben, kommentiert, unter Berücksichtigung der Anmerkungen wieder neu erstellt und in Papierform abgelegt.

Das Festhalten an derartigen Prozessen bringt enorme Kosten mit sich. Laut einer Studie von Gartner (2005) entfallen 30 bis 40 Prozent der Arbeitszeit in einem Unternehmen auf die manuelle Dokumentenverwaltung. Wenn ein Vorgang mit externen Mitarbeitern oder Kunden abgestimmt werden muss, ist der Aufwand noch höher. Hier verursachen schwer zu entziffernde Kommentare auf gefaxten Ausdrucken ebenso Probleme wie langsame Zustellung und Rücksendung bei Dokumenten, die unterschrieben werden müssen. Vom Sicherheitsaspekt ganz zu schweigen. Ein zentrales Problem liegt dabei im Kontrast zwischen digitalisierten Systemen auf der einen Seite und der Papierform auf der anderen Seite. Wenn es gelingt, diesenMedienbruch zu vermeiden, können Kosten und Zeitaufwand erheblich reduziert werden.

Eine Lösungsmöglichkeit für Unternehmen und Organisation besteht in der Nutzung funktionierender Lösungen auf Basis des Adobe PDF-Formats. Elektronische PDF-Dokumente und PDF-Formulare erleichtern allen, die beruflich mit Dokumenten und der Verarbeitung von Informationen zu tun haben, die zuverlässige und sichere Zusammenarbeit und Weitergabe von Daten: durch Erstellung und Verteilung vielfältiger Dokumente und Formulare, Zusammenführung mehrerer Dateien zu einem geordnetenPDF-Dokument, durch Verwaltung von Feedback in Abstimmungsprozessen, durch Sammeln und Austausch hochwertiger Informationen und durch verlässliche Kontrolle desZugriffs auf Dokumente. Das Ziel ist klar: wer elektronisch arbeitet und so den Arbeitsfluss beschleunigt, der möchte das nicht auf Kosten der Sicherheit und Verbindlichkeit tun. Individuelle Anwender machen das direkt auf ihrem Laptop oder Schreibtischrechner mit Adobe Acrobat. Sie vergeben dynamische Rechte und Schutzfunktionen, um den Zugriff auf ihre PDF-Dokumente zu steuern. Sie verschlüsseln mit Kennwörtern, sie validieren Unterschriften, verwalten digitale Identitäten. Klingt kompliziert, bildet aber nur ab, was wir sonst mit Umschlägen, Briefgeheimnis und anderen Gepflogenheiten des Geschäftlebens schon kennen.

Doch was bringen dann digitale Dokumente? Ein Mehr an Sicherheit. Denn ich kann auch Kontrolle über das Drucken und die Kopierbarkeit von Inhalten ausüben. Ein Mehr an Tempo und Daten- bzw. Informationssicherheit beim Kommentieren von PDFs oder dem Ausfüllen von Formularen. Dazu kommt die Möglichkeit, Dokumente mit dem nach ISO (Internationale Organisation für Standardisierungen) zertifizierten ArchivierungsstandardPDF/A sicher und gesetzeskonform zu archivieren. In Zeiten der Globalisierung und der europäischer Integration sind heute Lösungen wie diese gefragt, die flexibel genug unddamit für den EU-weiten oder gar weltweiten Einsatz geeignet sind. Nur offene Standards und Schnittstellen können in der heutigen international agierenden Umgebung gewährleisten, dass nationale Regelungen keine kostspielige Anpassung der eingesetzten Kommunikationslösungen notwendig machen.Abstimmungsprozesse auf Basis von PDFs können nicht nur schneller und kostengünstiger, sondern dank digitaler Signaturlösungen absolut sicher ablaufen. So dass es nicht nur in österreich demnächst heißen kann: mit Dokumenten und Formularen effizient arbeiten? Kein Problem!

Franz Fröhlich ist Geschäftsführer Adobe Systems Austria und seit über 20 Jahren im IT-Business tätig. Davor war er über zwölf Jahre bei IBM österreich und verantwortete in verschiedenen Managementpositionen sowohl Marketing als auch den Softwarevertrieb.

Read more...

Doppelpack

Mit Jürg Schleier holt BEA Systems einen erfahrenen Country Manager nach österreich. Bereits seit fünf Jahren leitet der Experte für Infrastruktursoftware und Vertrieb die BEA Systems Schweiz AG. Jetzt ist Schleier Country Manager österreich und Schweiz.

Seit August 2001 steuert Jürg Schleier als Country Manager und Verwaltungsratspräsident BEA Systems (Schweiz) AG. In dieser Zeit hat er BEA erfolgreich in der Schweiz positioniert. Besonders in den Bereichen Finance, Government und Pharma konnte er zahlreiche Kunden gewinnen. \"Neben dem angestammten Geschäft im Bereich Applikation-Server und Unternehmens-Portale, konnten wir im zurückliegenden Jahr in der Schweiz einige große Abschlüsse mit unserem Enterprise Service Bus aus der Produktelinie AquaLogic verzeichnen. Namhafte Schweizer Unternehmen verwenden dieses Produkt, um damit die Basis für ihre SOA Architektur aufzubauen. Das Schweizer Geschäft läuft erfolgversprechend\", erklärt Schleier. \"Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und das Team in österreich. BEA ist dort bereits stark in den Bereichen Telekommunikation, Government und Finance vertreten. Ich werde einen Schwerpunkt auf den Vertrieb unserer SOA Produkte und Dienstleistungen legen.\"

Von 1997 bis 1999 war Jürg Schleier bei BEA Systems Schweiz als Sales-Manager tätig. Er war auch beim Irischen CORBA Unternehmen IONA Technologies als Country Manager am Aufbau der Schweizer Niederlassung beteiligt. Davor betreute Schleier für Hewlett Packard und AT&T große Finanzunternehmen. Schleier blickt auf zehn Jahre Erfahrung im Management von Software-Unternehmen und auf 20 Jahre IT-Background zurück.

Read more...

Keine Egoismen

Ein Verdienst der österreichischen Verkehrspolitik der letzten Jahre ist es, dass der Stillstand bei den Verkehrsinfrastruktureninvestitionen der 80er und 90er Jahre überwunden wurde und dringend notwendige Infrastrukturprojekte in Angriff genommen wurden. Um diese Infrastrukturmaßnahmen zu koordinieren, wurde 2002 der österreichische Generalverkehrsplan aufgestellt und verabschiedet. Auch wenn die Idee zu begrüßen ist, so führt die damals gewählte Methode zu erheblichen Problemen. Zur Aufstellung des Generalverkehrsplans wurde ein konsensualer Prozesses gewählt, der im Wesentlichen die einzelnen Länderwünsche zusammenfasste. Um die Realisierungschance ihrer Projekte zu steigern, unterschätzten die Länder systematisch die Kosten der Projekte. Der so entstandene Generalverkehrsplan ist ein Flickenteppich, der darüber hinaus noch unfinanzierbar ist. Die Auswirkungen sind jedoch durchaus unterschiedlich.
Die im internationalen Vergleich als vorbildlich geltende übertragung der Straßenbau- und -finanzierungsaktivitäten an die ASFINAG sichert langfristig ein finanzielles Gleichgewicht von Einnahmen und Investitionen. Das Jammern der ASFINAG über die hohen Investitionen sollte da nicht irritieren, es gehört zum guten Kaufmannsbrauch. Aus verkehrswirtschaftlicher Hinsicht aber genauso wichtig ist es, dass der Fruchtgenuss, den die ASFINAG in Form von Mauteinnahmen aus dem hochrangigen Straßennetz zieht, einen Anreiz birgt, verkehrswirksame Verkehrsinfrastrukturinvestitionen vorzunehmen und diese auch schnell durchzuführen.
Aber auch die ASFINAG kann sich nicht gänzlich des problematischen Einflusses der Politik entziehen. So stellt sich die Frage, warum im Straßenverkehr - zum Großteil gegen die Empfehlung der ASFINAG - in letzter Zeit häufig aufwendige Lösungen wie zum Beispiel der Lobautunnel gewählt wurden. Ein weiteres Problemfeld sind die riesigen und im internationalen Vergleich völlig überzogenen Investitionen im Bereich der Lärmschutzwände. Der Bau hoher Lärmschutzwände erscheint nicht nur aus Kostengesichtspunkten problematisch, auch für die Verkehrsteilnehmer ist das Fahren entlang der Lärmschutzwände wenig erbaulich, die dadurch entstehende Eintönigkeit sogar gefährlich. Zweifelhaft ist es auch ob es für die Tourismuswirtschaft wirklich sinnvoll ist, wenn Auslandsreisende die Schönheit der Landschaft und Bauwerke nicht sehen können.

Neue Baustellen.Im Gegensatz dazu liegen die Dinge trotz öBB-Reform bei den Schieneninfrastrukturinvestitionen im Argen. Obwohl sich bei den öBB derzeit Schulden in Milliardenhöhe aufbauen und die Finanzierung der im Bau befindlichen Schieneninfrastrukturprojekte keineswegs gesichert ist, werden immer neue Baustellen eröffnet.So wurde mit dem Bau des Erkundungsstollens zum Brenner-Basistunnel ein Projekt begonnen, dessen Realisierung der Generalverkehrsplan erst für einen Zeitraum nach 2020 vorsieht. Die Vorgehensweise, immer neue Baustellen zu eröffnen, mag zwar den Anschein erwecken, als sei die Verkehrspolitik im Bereich der Infrastruktur aktiv. Objektiv ist jedoch eine Verkehrspolitik, die sich in vielen Baustellen (Westbahnausbau, Inntalausbau, Lainzer Tunnel, Anbindung Bratislava, Koralmtunnel und Brennerbasistunnel um nur die größten zu nennen) verzettelt, wenig zielführend.
Anstelle der Setzung von Prioritäten und der gezielten Abarbeitung der wichtigsten Projekte, werden die Mittel für die Schieneninfrastruktur gießkannenförmig auf eine große Anzahl von Großprojekten verstreut. Extrem lange Bauzeiten (z.B. über 20 Jahre bei der Westbahn zwischen Wien und Linz) und eine fehlende schnelle Verkehrswirksamkeit sind die Folge.Mindestens genau so problematisch ist aber, dass kleinere Schienenverkehrsinfrastrukturinvestitionen, wie z.B. Kapazitätserweiterungen in den Ballungsgebieten, die durch zusätzliche Gleise einfach zu realisieren sind, dabei unter den Tisch fallen.
Die Problematik der Verkehrsinfrastrukturpolitik wurde bereits vom Rechnungshof bemerkt und kritisiert. Obwohl in den vergangenen Jahren jedes Jahr ca. 1 Milliarde Euro in die Bahninfrastruktur investiert wurde, kam es zu keinen Verlagerungen von der Straße auf die Schiene. Im Gegenteil: Der Schienenanteil in österreich geht in den letzten Jahren zurück.
Ein überdenken der Schienenverkehrsinfrastrukturpolitik ist deswegen besonders wichtig, weil in den kommenden Jahren jährlich 1,6 - 1,8 Milliarden Euro in die Schiene investiert werden sollen. Dies ist deutlich mehr als der Marktumsatz, den die öBB mit Schienenverkehrsleistungen erzielt.
Es bleibt zu wünschen, dass die nächste Regierung sich dem Thema der Verkehrsinfrastrukturplanung annimmt und den bestehenden Generalverkehrsplan grundlegend methodisch und inhaltlich überarbeitet. Die Verkehrsinfrastrukturinvestitionen sind für den Standort österreich zu wichtig, um sie ohne die notwendige ökonomische Rationalität zu tätigen und sie Länderegoismen zu überlassen.

Univ. Prof. Dr. Sebastian Kummer istVorstand des Instituts für Transportwirtschaftund Logistik an der WirtschaftuniversitätWien

Read more...

Cemex verkauft Teile

Mitte September lud der Vorstandsvorsitzende der Cemex Austria AG Markus Stumvoll ein, um den Rebranding-Prozess des Unternehmens zu präsentieren. Sämtliche Fahrmischer und Betriebsstandorte firmieren künftig in den Cemex-Farben. Das Orange der Readymix-Transportbetonfrachter soll spätestens Mitte 2008 aus dem Landschaftsbild verschwinden. Schon bevor Stummvoll die Lage der Nachfolgesellschaft der Readymix-Kies-Union AG erläutern konnte, tauchte plötzlich das Gerüchte auf, dass Cemex einen großen Schnitt macht. Die Sparte Fertigteile stehe zum Verkauf, so das Gerücht der Branche. \"Kein Kommentar\", sagt dazu Stumvoll. Konzernline sei es Dinge dann zu kommentieren, wenn sie Realität seien. Im Rahmen der Re-Branding-Präsentation kam die Sparte Betonfertigteile jedenfalls nicht zu Wort. Das Kerngeschäft von Cemex ist weltweit Zement, Kies und Beton. Als potenzielle Käufer kommen zwei heimische Unternehmen besonders in Frage: Oberndorfer und die zur Kirchdorfer-Gruppe gehörende Maba. In beiden Firmen ist der Verkauf von Cemex ein Thema. Die Sparte Betonfertigteile wurde einst unter dem damaligen Readymix-Chef Wolgang Schuster zum dritten Kernbereich der Gruppe erklärt. Schuster kaufte Ende der Neunzigerjahre die in Kärnten ansässige Firma Febau Röhrs. 2002 bezifferte er den Umsatz der Sparte mit rund fünfzig Millionen Euro. Dem Deal ging ein hartes Duell mit dem Marktführer Oberndorfer voraus. Was den Zementeinkauf betrifft hat Cemex bessere Karten als je zuvor. Das konzerneigene Zementwerk an der tschechisch-polnischen Grenze wurde zuletzt deutlich erweitert. Ob von dort derzeit Zement nach österreich geliefert wird, mag Stumvoll nicht verraten.
Read more...

Chance vertan

Der Verband der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe österreichs (VZö) hat Bedenken bezüglich der Umsetzungspläne für den Gebäudeenergieausweis. Während für den Berechnungsmodus umfangreiche und detaillierte Versionen ausgearbeitet wurden, scheint die Umsetzung am politischen Widerstand zu scheitern. »Erstmals wird bei der Umsetzung einer EU-Richtlinie in österreich nur eine Schmalspurversion verfolgt, anstatt den Gedanken von umwelteffizienten Gebäuden tiefgreifend zu verwirklichen«, erklärt Reinhard Klestil, Präsident des VZö. »Will man diesem Energiepass Gewicht geben, müssen höhere Anforderungen gestellt werden. Es sollte dafür gesorgt werden, dass die mit großem Einsatz erstellten Berechnungsverfahren auch tatsächlich angewendet werden müssen.« So sollte laut EU-Richtlinie auch eine Begehung der Gebäude vorgeschrieben werden, um die diversen Anlagen auch prüfen zu können. In österreich ist davon nicht mehr die Rede. »Wenn wir funktionierende Gebäude im Sinne der Umwelt haben wollen, müssen wir einen höheren Aufwand fordern, als nur ein paar Formulare auszufüllen«, meinen die VZö-Mitglieder.
Read more...

Flop

Die Firma wurde am 22. August geschlossen, 14 Mitarbeiter verloren ihren Job. Das Unternehmen hat laut KSV rund vier Millionen Euro Passiva angehäuft, davon etwa 1,8 Millionen Euro bei Banken und 1,4 Millionen Euro bei Lieferanten. Die Aktiva werden mit 1,8 Millionen Euro beziffert, davon entfällt etwa eine Million auf offene Forderungen, die bei Einbringlichkeit an die Hausbank gehen. Ob diese Gelder jemals fließen, ist ziemlich unsicher. In der von Martin Bauer und Michael Sueti geführten Firma sind dem Vernehmen nach nämlich ein paar gröbere Hoppalas passiert. »Es wurden industrielle Anlagen auf Basis landwirtschaftlicher Technologie gebaut«, weiß ein Eingeweihter. Was die eigenen Schulden betrifft, werden dem Management von Branchenkennern ebenfalls schwere Fehler nachgesagt. So wurde in Tulln eine Forschungsanlage errichtet, die aufgrund von fehlenden Umwidmungen nicht in Betrieb gehen konnte. »Damit war aber die notwendige Forschung für diese noch in Entwicklung befindliche Technik nicht gegeben und musste teilweise an bestehenden Anlagen durchgeführt werden. Die wieder dadurch bei den Anlagebauten auftretenden Mängel haben zu Liquiditätsproblemen geführt«, stellt der KSV-Sachbearbeiter Kurt Haendel fest. Zudem gab es noch Differenzen mit einem der Hauptlieferanten der Biogas System Technik, was Lieferverzögerungen und Pönaleforderungen nach sich zog. Noch nicht abgeschlossen ist laut KSV die angekündigte Durchleuchtung der gesellschaftsrechtlichen und personellen Verflechtungen mit der 2005 gegründeten Bio­gas Holding AG, die ihren Sitz bei der Maschinenbauerfirma Ing. Friedrich Bauer GmbH in Kemmelbach hat. Friedrich Bauer ist Großaktionär und bekam erst im Juli 2006 von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein die Auszeichnung »technischer Rat« verliehen. Den hätte die Biogas System Technik offenbar schon viel früher gebraucht.
Read more...

Was bleibt von Hubert Gorbach...

\"Die Opposition sollte endlich einsehen, dass Hubert Gorbach hier Verkehrspolitik für die Zukunft macht!“ Beinahe flehentlich klingt es, wenn Eduard Mainoni - zur Erinnerung: der Mann ist derzeit noch BZö-Staatssekretär im Verkehrsministerium - versucht, seinen Herrn und Meister gegen Kritiker seiner Verkehrspolitik zu verteidigen. Tun wir also das, was sonst wahrscheinlich niemand im Land macht: Nehmen wir Mainoni beim Wort und checken wir Gorbachs Verkehrspolitik der letzten dreieinhalb Jahre auf ihre Zukunftsträchtigkeit.
übernommen hat Gorbach damals das, was seine vielfach überforderten Vorgänger hinterlassen haben: ein Chaos. Nach all den blauen Wunderkindern, die sich über kürzere oder etwas längere Zeiträume als Regierungsmitglieder fühlen durften, erschien der Alemanne in der öffentlichkeit als Fels in der Brandung, der das Monsterministerium Verkehr, Innovation und Technologie locker neben seinem Job als Vizekanzler schupfte.
Read more...
Subscribe to this RSS feed