Kultur und Technik in Salzburg
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Energie Report, Ausgabe 05/2016.
Wettrennen um Infrastruktur
Ganzes Heft in PDF und als E-Paper.
Am 23. September 2016 fand der Spatenstich beim Kraftwerk Gries im Pinzgau statt. Das Salzachkraftwerk Gries wird ab 2019 mit einer Leistung von 8,85 Megawatt und einer Jahreserzeugung von 42 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom aus Wasserkraft für mehr als 10.000 Haushalte erzeugen. Die Investitionskosten betragen rund 50 Mio. Euro, die sich die Projektpartner Salzburg AG und Verbund teilen.
Jedes Jahr geben Herr und Frau Österreicher mindestens 13 Mrd. Euro für Energieimporte aus. Das entspricht einem jährlichen Kaufkraftabfluss von über 1.600 Euro je Einwohner. Während auf Erdöl und Erdgas klassisch die höchsten Ausgaben fielen, steigt seit ein paar Jahren die Importmenge für elektrischen Strom kontinuierlich an. Die Ausgaben für unsere Energieversorgung fließen dabei überwiegend nach Kasachstan (Erdöl) und Russland (Erdgas).
»Ich gehe lieber, wenn sie sagen: ›Schade‹ und nicht, wenn sie sagen: ›Gott sei Dank‹«,
kommentiert Leo Windtner, Generaldirektor Energie AG Oberösterreich, den Entschluss, seinen Vertrag vorzeitig mit Februar 2017 aufzulösen.
Roger Hackstock hat mit 1. September wieder die Geschäftsführung des Verbandes Austria Solar übernommen. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Solarthermie-Branche - er hatte diese Funktion bereits bis 2013 inne - wird er den Verband sowohl von seinem fachlichen Know-How als auch seinem großen Netzwerk bereichern.
Roger Hackstock, geboren 1963, hat an der Technischen Universität Wien Elektrotechnik mit Schwerpunkt Umwelttechnik studiert. Er beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit erneuerbarer Energie. Als Geschäftsführer des Branchenverbandes Austria Solar war er zwölf Jahre lang mitten im Geschehen der Energiewende tätig. 2014 erschien sein Buch "Energiewende – Die Revolution hat schon begonnen". Er löst Klaus Mischensky bei Austria Solar ab.
Seit 2008 ist das 400-MW-Gas-und-Dampf-Kraftwerk der Energie AG Oberösterreich am historischen Kraftwerksstandort in Timelkam in Betrieb. Nach rund acht Jahren Betrieb ist nun die erste Großrevision erforderlich, mit der die Anlage fit für die kommenden Jahre gemacht wird. Das Kraftwerk wird derzeit außerhalb des Regelbetriebes im Engpassmanagement der deutschen und österreichischen Übertragungsnetzbetreiber zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt.