Best Practice: CO2-neutrale Paketzustellung

Best Practice: CO2-neutrale Paketzustellung

Die Corona-Pandemie ließ das Sendungsvolumen erheblich anwachsen. Der Versandhändler Unito, ein Tochterunternehmen der Otto Group, bewegte im Kalenderjahr 2020 6,5 Millionen Sendungen. Die Österreichische Post stellt derzeit mehr als 700.000 Pakete pro Tag zu. Die Spedition Gebrüder Weiss lieferte im Vorjahr rund 540.000 Kühlschränke und Möbel an Haushalte in Österreich. Alle drei Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und forcieren ihre Klimaschutz-Maßnahmen.

Unito stellt seit 1. Jänner 2021 die Lieferungen aller Marken (Otto, Universal, Quelle, Lascana) CO2-neutral zu und wählt dafür Partner, die ebenfalls auf Nachhaltigkeit bedacht sind. »Der beste Klimaschutz ist, Treibhausgase im eigenen Unternehmen zu vermeiden und zu reduzieren. Da im Onlinehandel die Logistik ein entscheidender Faktor ist, kommt der Zusammenarbeit mit CO2-neutralen Dienstleistern große Bedeutung zu«, sagt Harald Gutschi, Sprecher der Unito-Gruppe. In Sachen klimafreundlicher Transport ist die Österreichische Post seit zehn Jahren Vorreiter. »Seit 2011 stellen wir alle Briefe, Werbesendungen, Zeitschriften und Pakete CO2-neutral zu. Bis 2030 wollen wir auf der letzten Meile komplett CO2-frei sein«, erklärt Post-Generaldirektor Georg Pölzl. In Graz wurde dieses Ziel bereits erreicht. Mit mehr als 2.100 Fahrzeugen stellt die Post die größte E-Flotte Österreichs. Den Strom für den E-Fuhrpark liefern fünf eigene Photovoltaikanlagen.

Auch das Logistik-Unternehmen Gebrüder Weiss setzt seit Jahren auf Elektro- und Gas-Lkw. Seit Ende Jänner 2021 ist in der Schweiz der erste wasserstoffbetriebene Lkw im Probebetrieb. Sobald eine ausreichende Tankstellen-Infrastruktur besteht, wäre der Einsatz in Österreich und Süddeutschland möglich. »Unsere Kernkompetenz als Logistiker liegt darin, Transporte effizient zu bündeln, um den Einfluss auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten«, sagt Jürgen Bauer, Mitglied der Geschäftsleitung bei Gebrüder Weiss. Jährlich will man den CO2-Ausstoß um 10 Prozent reduzieren, bis 2030 Klimaneutralität erreichen. Gelingen soll das mit Photovoltaik-Anlagen auf Logistik-Terminals, einem eigenen Windpark, Schienentransport-Lösungen wie dem Ganzzug Orange Combi Cargo oder der Verwendung von Elektrostaplern.

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