Borealis verbessert Energie- und Klimabilanz

Borealis verbessert Energie- und Klimabilanz Foto: Borealis

 

17,6 Millionen Euro investiert der Chemiekonzern Borealis – zu 75 % in Besitz der OMV – in eine neue regenerative thermische Abluftreinigung (RTO) für seine Polyolefinanlagen in Porvoo, Finnland. Dieses System wird die CO2-Emissionen und Abfackelungen am Standort reduzieren und rund 60 Gigawattstunden Strom pro Jahr einsparen.

Der benötigte Dampf wird künftig aus eigener Produktion statt aus externen Quellen bezogen, wodurch fast 18.000 indirekte CO2-Emissionen vermieden werden – das entspricht den durchschnittlichen jährlichen Emissionen von 10.000 Pkw. Das Projekt läuft bis 2023 und ist Teil einer Reihe an Maßnahmen und Programmen zur Verbesserung der Klimabilanz aller Produktionsstätten des Unternehmens.

Borealis’ Ziel ist es, ausgehend vom Basisjahr 2015, seine Energieeffizienz bis zum Jahr 2030 um 20 % zu steigern. Ab Mitte 2022 wird Strom von finnischen Windfarmen bezogen, womit sich Borealis seinem Ziel, den Stromverbrauch seiner Bereiche Kohlenwasserstoff & Energie und Polyolefine bis zum Jahr 2030 zu 50 % über erneuerbare Quellen zu decken, um einen weiteren Schritt nähert.

Ein weiteres wesentliches Energie- und Klimaziel besteht darin, das kontinuierliche Abfackeln auf null zu reduzieren. Abfackeln stellt zwar eine notwendige Maßnahme in Betrieben der petrochemischen Industrie dar, um Abgase, die weder recycelt noch auf andere Weise verwertet werden können, auf sichere Art zu verbrennen, es führt jedoch zu Emissionen und Lärm. Zudem fallen dadurch erhebliche Betriebskosten an. Die neue RTO-Anlage wird die in Porvoo abzufackelnden Abgasmengen jährlich um rund 6.000 Tonnen senken.

„Die verschiedenen Maßnahmen, die wir an unserem Produktionsstandort in Porvoo setzen, um den Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen, sind beispielhaft für den gesamten Konzern“, erklärt Martijn van Koten, Borealis Executive Vice President Base Chemicals & Operations. „Wir haben uns dazu verpflichtet, eine kohlenstoffneutrale Zukunft herbeizuführen. Das bedeutet unter anderem, dass wir stets Neues erfinden müssen, um unser Leben noch nachhaltiger zu machen. Wir werden weiterhin nach innovativen Möglichkeiten forschen, wie wir unsere eigene Klimabilanz verbessern können, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“

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