Energiewende braucht neues Marktdesign

(Foto: Alstom) schwergewicht. Die Umspannplattform für den Windpark Baltic 2 wiegt 4.000 Tonnen. (Foto: Alstom) schwergewicht. Die Umspannplattform für den Windpark Baltic 2 wiegt 4.000 Tonnen.

Das bestehende Strommarktmodell muss komplett neu gestaltet werden, damit die Energiewende in Deutschland überhaupt gelingen kann, meint Oliver Bettzüge, der Chef des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) der Universität Köln.

Der massive Zuwachs der Erneuerbaren mache ein ganz anderes Marktdesign notwendig. Das vorhandene funktioniere nicht mehr, so die Analyse des Beraters der deutschen Bundesregierung in Energiefragen. Das erforderliche Marktmodell 2.0 könne aber nur gemeinsam auf europäischer Ebene geschaffen werden, forderte der Professor auf der alljährlichen technischen Medientagung des deutsch-französischen Energie- und Transportriesen Alstom in Kiel. Genau über dieses komplexe Thema Neukonstruktion des Energiemarktmodells wird in Brüssel hinter verschlossenen Türen auch emsig nachgedacht.

Neben dem leidenschaftlichen Referat Bettzüges präsentierte Alstom in Kiel die gerade in Bau befindliche 4.000 Tonnen schwere Umspannplattform für den Windpark Baltic 2. Errichtet wird die Anlage von der Energie Baden-Württemberg, sie soll Ende kommenden Jahres in Betrieb gehen. Alstom liefert die Technik für die Plattform. Dabei wird der Strom durch insgesamt 80 Windräder generiert, und über ein 85 Kilometer langes, unter Wasser verlegtes Wechselstromkabel an die Küste transportiert und dort ins deutsche Netz eingespeist.

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