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Archiv (11315)

Teilweise bedeckt

Für Festredner handelt es sich um ein »Jahrhundertbauwerk«, aus der Sicht der Naturschützer vermutlich um ein mächtiges Mahnmal aus Beton. Die Erlachgalerie bei Hopfgarten in Osttirol ist österreichs längste Landesstraßen-Lawinengalerie an der Route, die von Lienz ins Defreggental führt. Zwei Jahre lang wurde an der gut einen Kilometer langen Galerie gebaut. Kostenpunkt: 8,2 Millionen Euro. Was Tirol sich leisten kann, soll in der Steiermark auch möglich sein. Drei Landtagsabgeordnete brachten im März 2006 einen Antrag auf die Verlängerung der Lawinengalerie Untergrimming um 200 Meter ein. Damit soll sichergestellt werden, dass das Salzkammergut auch bei viel Schneefall von der steirischen Seite erreichbar ist. Geschätzte Kosten: immerhin fünf Millionen Euro.

Klassischer Lawinenschutz, wie die in den Hängen montierten Stahlschneebrücken, sind deutlich günstiger. Ein Hektar Hang lässt sich im Schnitt um 400.000 Euro absichern. Holz kommt meist nur dann zum Einsatz, wenn Hoffnung besteht, dass während der Lebensdauer der Holzelemente ein Schutzwald heranwachsen kann. »Es geht nicht darum, Lawinen zu stoppen, sondern darum, die Schneemassen am Hang zu stabilisieren«, erklärt Michael Bacher, einer von drei Wissenschaftlern, die sich am Institut für alpine Naturgefahren mit dem Lawinenschutz beschäftigen. Neben diversen Softwareentwicklungen, die ein Simulationsmodell zum Ziel haben, beschäftigt man sich auch mit baulichen Dingen. Aktuell wird der Frage nachgegangen ob die zur Verhinderung von Steinschlag eingesetzten Stahlnetze nicht auch eine Lawinenschutzfunktion einnehmen und auch zum Schutz der eigentlichen Schutzeinrichtungen dienen könnten, die häufig erheblich unter dem Steinschlag leiden.

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Rivergate

Skandia, die österreichische Tochtergesellschaft des Old Mutual-Konzerns, übersiedelt vom Wildpretmarkt in der Wiener Innenstadt ins neue Office Center Rivergate im 20. Wiener Gemeindebezirk. Auf rund 1.500 Quadratmetern werden ab Mitte März etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt sein.

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Angerufen, eingerichtet

Eine von Mobilfunkbetreibern unabhängige Videoplattform in Betrieb zu nehmen, ist in der Schweiz mit der atms-Lösung VideoLines ab sofort kostengünstig und unkompliziert möglich. Einzige technische Voraussetzungen dafür: Ein UMTS-fähiges Mobiltelefon vom Anrufer, ein PC, eine Webcam samt Mikrofon und eine von atms, dem Spezialisten für den intelligenten Kundendialog, zur Verfügung gestellte Mehrwertnummer.

Bei atmsVideoLines nimmt der Anrufer per Mobiltelefon Kontakt mit der über Internet Explorer laufenden Plattform auf, die vom Diensteanbieter selbst konfiguriert werden kann. Wird der dort eingehende Videocall persönlich entgegen genommen, so kann ein Call-Center-Mitarbeiter direkt per Webcam mit dem Anrufer in Kontakt treten und dem Anrufer bei Bedarf abgespeichertes Videomaterial, z.B. eine Gebrauchsanleitung, zur Verfügung stellen. Ist kein Agent vorhanden, der den Anruf entgegen nimmt, kann der Anrufer aus einem Auswahlmenü via Steuerungstasten des Handys selbständig die gewünschten Inhalte abrufen. Weiters ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Gestaltung von Warteschleifen: dem Anrufer können Produktneuigkeiten oder auch Werbefilme vorgespielt werden, die die Wartezeit verkürzen. Anrufe, die nicht über ein UMTS-fähiges Handys erfolgen, gehen dabei nicht verloren, da das System zwischen Sprach- und Videoanrufen unterscheiden kann. In diesen Fällen kommt es lediglich zu einer Sprach- jedoch nicht zu einer Video-übertragung.

\"Mit dem Start von VideoLines unterstreicht atms ihre führende Rolle bei der Implementierung innovativer Mobilfunk-Technologien“, kommentiert atms-Geschäftsführer Davis Weszeli, die Produkteinführung in der Schweiz. Derartige Lösungen werden laut Weszeli in unmittelbarer Zukunft enorm an Bedeutung gewinnen und der UMTS-Technologie, die bisher eher behebig aus den Startlöchern gekommen ist, einen Beschleunigungsschub bescheren.

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Bunte Vielfalt

Gegensätze ergänzen einander. Bunt gemischte Teams gelten als besonders kreativ und konstruktiv: Alte und Junge, Männer und Frauen, mit unterschiedlicher Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder einem Handikap sollen einander inspirieren und zu Höchstleistungen anregen. Aber funktioniert Diversity Management wirklich?

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Aus, Ende und vorbei

Ende September 2006 stellte BenQ die Zahlungen an die Handytochter BenQ Mobile in Deutschland ein. Kurz darauf ging die vormalige Siemenssparte insolvent. Nun hat Insolvenzverwalter Martin Prager bekanntgegeben, dass 91 Prozent der Mitarbeiter von BenQ Mobile das Angebot eines übertritts in eine von Siemens mitfinanzierten Transfergesellschaft angenommen haben. Mit dem Betriebsrat hat Prager einen Interessensausgleich vereinbart, der die Schließung des Betriebs und die Errichtung der bereits vorgestellten Transfergesellschaften zu Folge habe. \"Ohne einen Investor ist dieses Unternehmen nicht weiterzuführen, denn es ist unter Vollkosten nicht profitabel. Damit würden wir auf Kosten der Gläubiger Verluste produzieren und das dürfen wir nicht\", so Prager.

Trotz intensiver Bemühungen habe sich bisher kein Investor gefunden, so Prager. Die Aufgabe des Insolvenzverwalters sei es nunmehr, das vorhandene Vermögen im Interesse der Gläubiger zum bestmöglichen Preis zu verwerten. Diese Verwertung könne jedoch auch im Verkauf des gesamten Betriebsvermögens \"im Paket\" an einen Investor bestehen, der auf dieser Basis ein neues Geschäft starten könnte.

Nachdem ein Großteil der Mitarbeiter in die Transfergesellschaftengewechselt sei, könne ein potenzieller Investor ohne arbeitsrechtliche Altlasten Mitarbeiter aus der Transfergesellschaft für einen Neustart des Geschäftes rekrutieren. \"Allerdings wird ein solcher Neustart zunehmend schwieriger, je länger die Produktion stillsteht\", betont Prager. Die verbliebenen Mitarbeiter, die weder in die Transfergesellschaften übergetreten sind noch gekündigt haben, werden umgehend freigestellt. Prager werde diese im Laufe des Januars kündigen müssen, danach erhalten sie noch maximal bis Ende April ihr Gehalt aus der zur Verfügung stehenden Insolvenzmasse.

Prager berichtete, er habe seit Anfang Oktober mit über 100 Kaufinteressenten aus dem In- und Ausland Gespräche geführt, sie zum Teil auch aktiv angesprochen. Viele Interessenten hätten sich nach dem Erstgespräch und Sichtung der Informationsunterlagen zurückgezogen, mit 31 Interessenten wurden intensive Verhandlungen geführt. \"Das größte Problem ausInvestorensicht war die Frage, welchen Umsatz man künftig erzielen könnte\", so Prager. Dieser sei im Zuge des Insolvenzantrags und des massiven Imageverlusts der Marken BenQ und BenQ Siemens stark eingebrochen, im vierten Quartal lag der Umsatz bei 51 statt der ursprünglich geplanten 391 Mio. Euro.

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