Menu
A+ A A-
Warnung
  • JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 91
Archiv

Archiv (11315)

Golden Goal oder Eigentor?

Von Angela Heissenberger

Stolze 0,5 Prozentpunkte zusätzliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hatten ökonomen im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland prophezeit. Und noch während der Spiele sahen optimistische Konjunkturexperten wie Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank, einen ersten WM-Effekt: »Die gute Stimmung könnte dazu beitragen, den Aufschwung zu stabilisieren.« Euphorisch gestimmt vom guten Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft in den Vorrundenspielen zeigte sich Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank: »Selbst wenn die Deutschen im Achtelfinale scheitern, bleibt ein positiver Effekt.«
Nun, die Deutschen kamen bis ins Halbfinale, wurden letzlich Dritte - doch aus ökonomischer Sicht bleibt die WM wohl ein Nullsummenspiel. Von nachhaltigem Aufschwung keine Rede, es blieb bestenfalls ein kleiner Impuls.

Read more...

Ranziger Pudding

The proof of the pudding is in the eating«, sagen die Briten und meinen damit, dass Zusagen erst dann etwas wert sind, wenn sie in die Realität umgesetzt wurden. Demnach schmeckt der Pudding namens Planungs- und Baukultur, den das österreichische Parlament und das Wiener Rathaus gekocht haben, ein wenig ranzig - außer Lippenbekenntnissen und Parlamentsenqueten ist bisher nicht viel geschehen. Im Gegenteil: Obwohl sich alle Parteien zur Trennung von Planung und Ausführung bekannt haben, wurde im Februar das neue Bundesvergabegesetz beschlossen, in dem weiter das Totalunternehmerverfahren möglich ist. Die geplante Aufhebung der Bindung an Normen bei Ausschreibungen wurde im neuen Gesetz erst im letzten Moment durch Interventionen der Bauwirtschaft abgeschwächt.

Read more...

Ein Gespenst geht um

Ein Gespenst geht um in österreich - das Gespenst des »Weltkulturerbes«. Wo immer es auftaucht, bekommen Politiker kalte Füße und schmeißen den Investoren und Planern Projekte, die von Stadtplanungsabteilungen und Altstadtkommissionen gutgeheißen wurden, zur überarbeitung zurück. Argumentiert wird dabei mit einer drohenden Aberkennung des Weltkulturerbetitels samt den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen für die Tourismusindustrie und dem Verlust von Arbeitsplätzen.Sichtbar wird dieses Gespenst in der Person des Kunsthistorikers Wilfried Lipp. Der Präsident von Icomos österreich, einem Beratungsorgan der Unesco, hat sich in den vergangenen Jahren zum Gottseibeiuns moderner Architekten und profitorientierter Inves­toren gemausert.

Read more...
Subscribe to this RSS feed