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Archiv (11315)

Solarprofiteure

Von Alfred Bankhamer

Es begann in düsteren Wirtshausstuben und engen Garagen Anfang der achtziger Jahre. Da traf sich eine Hand voll hartnäckiger Tüftler, die fest an das Licht der Sonne glaubten und mangels leistbarer und guter thermischer Solaranlagen selbst zu Rohrzange und Lötkolben griffen. So wurden die ersten Selbstbaugruppen geboren. Die Solarpioniere wollten nur ein wenig von den unglaublichen Energiemengen, die täglich von der Sonne auf die Erde strahlen, mittels Absorbern und Kollektoren zur Warmwasseraufbereitung einfangen. Freilich waren die ersten Anlagen noch ziemlich groß und ineffizient. Heute gibt es aber schon Kollektoren in allen Größen, Farben und Formen, die Wirkungsgrade bis zu 85 Prozent bieten. Die einst ins Reich der ökospinner abqualifizierte Solarbranche zählt mittlerweile zu den Lieblingen der Regierung. Nicht zu Unrecht. Heute zählt österreich im Bereich Solarthermik zur Weltelite. Nur in Israel und Zypern wurde mehr Kollektorfläche pro Einwohner installiert. Und das kleine, vergleichsweise wenig sonnige Alpenland gilt nebsenbei als einer der größten Solaranlagenproduzenten der Welt.

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Regatta de Blanc

Fünf Meter lang ist das von Hamburger Architekturstudenten entwickelte Betonkanu, das sich bei der von der Deutschen Zementindustrie ausgeschriebenen Betonkanuregatta mit 8,11 kg/m als leichtestes Boot behaupten konnte. Als Bindemittel verwendeten die Studenten weißen Zement der Firma Holcim White. Während sich das Kanu im Konstruktionswettbewerb den zehnten Platz und im Gestaltungswettbewerb den dritten Platz holte, schaffte es das Kanu, nach einer Kollision vollgelaufen, trotz 800 kg Gewicht ins Ziel.
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Kühle Kammer

Weiß, Grau, hin und wieder ein Fleckchen Blau - streng funktional und kühl zeigt sich der neue Sitz des Automatisierungsunternehmens Festo österreich in Wien-Penzing. Vor allem streng: Nichts darf das von der deutschen Unternehmenszentrale vorgegebene, von einem Philosophen entwickelte Corporate Design stören - das reicht vom Gebäude selbst über die Inneneinrichtung und die Lichtschalter bis hin zum Briefpapier und den schmuck- und pflanzenlosen Arbeitsplätzen samt Bildschirmschoner auf den Mitarbeiter-PCs. Wie gut das bei den rund 100 Mitarbeitern in Wien ankommt, muss sich erst zeigen: Anfang August ist die österreich-Tochter des mittelständischen Unternehmens mit Stammsitz in Stuttgart in das viergeschoßige Haus mit 3800 Quadratmetern Nutzfläche eingezogen, das letzte Finishing ist noch im Gang.

Komplett reibungslos sei der Bau abgelaufen, lautet die für Kenner von Bauprozessen schier unglaubliche Lobeshymne der Festo-Marketingleiterin Katharina Böcskör. Gerichtet ist sie an die aus den Projektentwicklungsabteilungen von Strabag und Raiffeisen hervorgegangene Raiffeisen Evolution als Errichter, die an der Stelle ursprünglich die dritte Ausbaustufe ihres Bürohausprojekts Workstation Wien West geplant hatte, dann aber mit Festo nicht nur einen Nutzer, sondern gleich einen Käufer für die Liegenschaft fand, der ihr sieben Millionen Euro für das als Totalunternehmer errichtete Gebäude zahlte.

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Aufträge in Australien

Kapsch TrafficCom liefert in den nächsten Jahren technische Ausrüstung für Mautsysteme in Melbourne im Wert von insgesamt rund 22,4 Millionen Euro. \"Diese Aufträge unterstreichen nicht nur die weltweite Technologieführerschaft von Kapsch in diesem Bereich, sondern festigen auch die klare Marktführerschaft in Australien bei nahezu 100-prozentigen Marktanteil\", so Kapsch in einer Aussendung.

Australien gilt seit Jahren als \"Vorzeigeland\" für vollelektronische Mautsysteme (Multi-Lane-Free-Flow) im Bereich von Großstädten. Das von Kapsch gelieferte und im Jahre 2000 in Melbourne in Betrieb genommene System \"Melbourne City Link\" war weltweit das erste System dieser Art und gilt nach wie vor als Referenzprojekt. Der Erfolg des Systems ist seit seiner Errichtung ungebremst: Mehr als 1.000.000 Pkw- und Lkw-Fahrer nutzen das Mautsystem von Kapsch TrafficCom auf dem Melbourne Citylink.

Nach kontinuierlichen Aufträgen in den letzten Jahren kann Kapsch nun erneut in Australien mit seiner Mauttechnologie punkten und zwei neue Großaufträge für sich verbuchen. Einer der beiden neuen Aufträge kommt von Transurban - dem Betreiber des privat finanzierten Mautsystems des Melbourne Citylink. Er umfasst die weitere technische Ausrüstung für das System. In den nächsten fünf Jahren wird Kapsch weitere Transponder und Mautstationen im Wert von rund 15 Millionen Euro liefern. Gleichzeitig entwickeln Kapsch TrafficCom und Transurban das System weiter, um zum Beispiel über neu eingeführte Rückansichts-Videokameras noch exaktere Mauterhebungen durchführen zu können.

Einen weiteren Großauftrag erhielt Kapsch vor kurzem vom Konsortium \"Connect East\" - dem Konkurrenten von Transurban und künftigen Betreiber einer im Südosten Melbournes zu errichtenden Mautstrecke, welche 2008 in Betrieb genommen werden soll. Hier handelt es sich um einen Auftrag in der Höhe von rund 7,4 Mio Euro. Pikantes Detail am Rande: Der direkte Mitbewerber von Kapsch hatte bereits im Oktober 2004 publiziert, diesen Auftrag gewonnen zu haben.

Mauttechnologie auch für Sydney. Mittlerweile befinden sich ähnliche, ebenfalls von Kapsch gelieferte Systeme auch in Sydney in Errichtung: Bei der Ausrüstung des neuen australischen Westlink M7 (Western Sydney Orbital) ist Kapsch TrafficCom bereits in der finalen Phase. Der Westlink M7 ist insgesamt 40 Kilometer lang und Australiens größtes Stadtautobahnprojekt. Nach seiner Fertigstellung wird die Fahrzeit über das westliche Sydney um eine volle Stunde verkürzt. Dass diese Zeitersparnis den Verkehrsteilnehmern Zeit spart und sich für den Konzessionär und privaten Errichter Transurban rentiert, garantiert das vollelektronischen Bemautungssystem von Kapsch. Der Westlink M7 wird 2006 für den Verkehr freigegeben werden.

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Bitte zu Fisch

\"Bio-Branzino:Fisch ist nicht bloß Fisch. Die neuen Wasserstars im Alpe-Adria-Raum sind bio, schmecken so gut wie von einem anderen Stern und wer Lust auf Experimente hat, wird auch fündig. Schon einmal eine Fischpediküre probiert?

Von Werner Ringhofer

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Neues Format

Das österreichische Konferenzunternehmen Business Circle startet mit CONEX ein neues Veranstaltungsformat für die IT- und Telekommunikations-Branche. CONEX steht für Conference und Exhibitions, die Events sollen als Konferenz und Ausstellung zugleich eine Marktlücke in österreich schließen. Die Schwerpunkte bei CONEX werden im laufenden Jahr die Bereichen mobile Computing, Security, Outsourcing und Voice over IP sein. Langfristig plant das Unternehmen, sämtliche ITK-Trends abzudecken, daneben sind auch Branchenevents, etwa für Versicherungen, geplant.

CONEX-Geschäftsführer Michael Ghezzo will sich auf die \"brennenden\" Themen der Industrie konzentrieren. Unter Einbindung von anerkannten Vortragenden und Forschungspartner sollen konkrete Lösungen und praktische Informationen präsentiert werden. \"Der IT-Leiter ist vom Techniker zu einer hoch qualifizierten Führungskraft geworfen, dafür benötigt er in hohem Grad auch Management Know-how und Strategieverständnis\", meint Ghezzo.

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Neue Leiterin Portal

Daniela Koppensteiner, 28, übernahm mit 1. September 2005 die Leitung der Abteilung Portal bei T-Online. Die ehemalige Journalistin ist neuerdings für die Produktentwicklung, alle T-Online.at Portale und die Entwicklung neuer Zielgruppenportale verantwortlich.

Koppensteiner sammelte ihre ersten praktischen Erfahrungen im Medienbereich bei ATV. Nachdem sie die Akademie Radiojournalismus bei 88.6 - Der Supermix für Wien absolviert hatte, wechselte Koppensteiner in die Nachrichtenredaktion des Radiosenders.

Seit 2002 ist Koppensteiner im T-Online.at Team. Zu Beginn war sie in der Wirtschafts- und Nachrichtenredaktion tätig. Danach wechselte sie als Channelmanager in den Musik- und Lifestylebereich. Zuletzt war Koppensteiner Senior Manager in der Abteilung Portal.

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Deutsche Post übernimmt Exel

Die Deutsche Post AG hat sich mit dem britischen Logistikkonzern Exel plc auf eine übernahme geeinigt. Wie das Unternehmen mitteilte, beträgt der Preis je Exel-Aktie 13,30 Euro sowie 0,25427 Aktien der Deutschen Post AG. Basierend auf dem Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft am 16. September 2005 beträgt der Wert der Gegenleistung somit 18,39 Euro und der Gesamtwert der Transaktion ca. ca. 5,5 Mrd. Euro.

Somit werden etwa 72 Prozent des Erwerbspreises in bar gezahlt, der verbleibende Teil durch Ausgabe neuer Aktien aus dem genehmigten Kapital der Gesellschaft. Das Grundkapital der Post AG wird sich dadurch um etwa sieben Prozent erhöhen.

Nach Abschluss der übernahme soll John Allan die Führung des erweiterten Unternehmensbereiches Logistik, der aus der Verbindung der bestehenden Logistik-Aktivitäten der Deutsche Post World Net und Exel entsteht, übernehmen. Dabei soll Allen schon den Integrationsprozess leiten. Die Zentrale des zusammengeführten Logistikgeschäfts soll in Bracknell, England, sein.

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