Salzburg AG steigert Gewinn im Krisenjahr

Salzburg AG-Vorstandssprecher Leonhard Schitter und Aufsichtsratsvorsitzender Wilfried Haslauer. Salzburg AG-Vorstandssprecher Leonhard Schitter und Aufsichtsratsvorsitzender Wilfried Haslauer.

Trotz der anhaltenden Corona-Krise ist es der Salzburg AG gelungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 den Umsatz stabil zu halten und das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr sogar noch zu steigern. Mit 1,45 Milliarden Euro lagen die Umsatzerlöse zwar um 5,6 % unter den Umsätzen von 2019, der Gewinn vor Steuern (EBT) stieg um knapp 2 % auf 51,16 Millionen Euro an und erreicht damit den höchsten Wert seit Gründung der Salzburg AG im Jahr 2000. 

Landeshauptmann und Aufsichtsratsvorsitzender Wilfried Haslauer: „Die Salzburg AG ist gut durch das schwierige, von Corona gezeichnete Jahr 2020 gekommen. Die hohen Investitionen in die Neuausrichtung des Unternehmens hin zu einem breit aufgestellten, digitalen Technologieunternehmen in den letzten Jahren machen sich nun bezahlt. Am meisten freut es mich, dass es die Salzburg AG trotz der Corona-Krise geschafft hat, Arbeitsplätze nicht nur zu sichern, sondern weiter auszubauen.“

Gewinn 2020 erneut gesteigert

Die Corona-Krise beeinflusste auch die Salzburg AG. Konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz 1,54 Milliarden Euro erwirtschaften, so lag dieser für das Jahr 2020 mit 1,45 Milliarden Euro unter den Umsätzen von 2019. Das Ergebnis vor Steuern stieg aber auf 51,16 Millionen Euro an (2019: 50,26 Millionen Euro).

Salzburg AG Vorstandssprecher Leonhard Schitter: „Die Corona-Krise hat die Salzburg AG in allen Geschäftsfeldern, am stärksten aber im Tourismus und im Verkehr, getroffen. Dank der rechtzeitig eingeleiteten Gegensteuerungsmaßnahmen und unseren Zukunftsinvestitionen ist es gelungen, die Umsätze stabil zu halten und in unseren Zukunftsfeldern weiter zu wachsen. Es war richtig und wichtig, an unserem Wachstumskurs konsequent und ohne Abstriche festzuhalten, so konnten wir auch den Gewinn noch weiter steigern. Trotz großer Herausforderungen haben wir 2020 an unserem Investitionsprogramm festgehalten. Damit legen wir nicht nur die Basis für unser weiteres Wachstum und neue Projekte. Unsere Investitionen sind auch entscheidende Impulse für Wertschöpfung und wirtschaftliche Prosperität für Salzburg und weit darüber hinaus.“

Trotz Corona, dem dadurch bedingten Home-Office und der Anfang 2020 gestarteten Neuausrichtung des Unternehmens, ist die Mitarbeiterzufriedenheit in der Salzburg AG sehr hoch. Bei der durchgeführten Befragung gaben 82% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, sehr zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz zu sein. Als familienfreundliches Unternehmen steht die Salzburg AG für Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Acht von zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehen das ähnlich und finden, dass Privatleben und Familie gut mit dem Beruf zu vereinbaren sind. Über 75% der Belegschaft würden sich wieder für die Salzburg AG als Arbeitgeber entscheiden.

Das im Jahr 2020 gestartete Wachstumsprogramm #vorwärts bildet nicht nur den Grundstein für die komplette Neuausrichtung der Salzburg AG, es leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität des Unternehmens während der Corona-Krise. Rund 133 Millionen Euro investierte das Unternehmen unter anderem in die technologischen Schwerpunktbereiche Breitbandausbau, Telekommunikation und Ausbau der Netze. Vorstandssprecher Leonhard Schitter: „Für die Investitionen in die digitale Zukunft benötigt es auch mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2020 haben wir beim Personal nicht ab, sondern sogar aufgebaut.“ Mit Stichtag 31.12.2020 beschäftigte das Unternehmen 2.312 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ende 2019 waren es noch 2.268. Der Personalaufbau geht auch 2021 weiter. 2020 hat die Salzburg AG rund 230 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt. Mehr als 50 weitere Jobs werden im Zuge des Wachstumsprogrammes derzeit neu ausgeschrieben.

Bereich Energie größter Umsatztreiber

Mit 1,08 Milliarden Euro verbuchte die Salzburg AG im Corona-Jahr 2020 in der Energiewirtschaft leichte Umsatzrückgänge im Vergleich zu 2019 (1,17 Milliarden Euro). Im Strombereich erwirtschaftete die Salzburg AG einen Umsatz von 782 Millionen Euro. 2019 waren es 808 Millionen Euro, das entspricht einem leichten Rückgang von rund 25,3 Millionen Euro. Dieser Wert ist auf die rückläufigen Abnahmemengen aufgrund von Corona zurückzuführen. Bei der gesamten Stromenergieverwendung kam es im Geschäftsjahr 2020 zu einem Rückgang auf 16.314,2 Millionen kWh (Vorjahr: 17.718,8 Millionen kWh).

Wachstum im Bereich Telekommunikation

Während Corona die Umsätze bei Strom und Gas eher negativ beeinflussten, konnte die Salzburg AG im Telekombereich ihre Kundinnen und Kunden von der überragenden Qualität ihrer Internetprodukte überzeugen. Im Jahr 2020 wuchs die Zahl der Kunden im Bereich Internet erneut überproportional. Auch, weil mit Produkten wie CableLink Fiber – einem Glasfaseranschluss mit Datenraten bis zu 500 Megabit pro Sekunde – oder CableLink Air auf die individuellen Anbindungsmöglichkeiten und Bedürfnisse von Privat- und Businesskunden eingegangen werden kann. Die Umsätze in diesem Wachstumsbereich lagen mit 56,5 Millionen Euro 2020 deutlich über dem Vorjahresniveau (2019: 54,9 Millionen Euro). 

Alleine im vergangenen Jahr schaffte die Salzburg AG in über 40 Gemeinden die Voraussetzung für echtes Fibre-to-the-Home Glasfaser-Breitbandinternet. „Die Salzburg AG wird alle Salzburgerinnen und Salzburger mit bis zu 1Gigabit pro Sekunde schnellem Internet versorgen. Die Investitionen der vergangenen Jahre haben sich während der Corona-Krise bezahlt gemacht. Gutes und vor allem superschnelles Internet war gerade während der Home-Office Zeit Grundvoraussetzung für effektives Arbeiten von zu Hause aus“, sagt Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG und fügt hinzu, „Auch 2020 hat das PC Magazin bestätigt, dass wir das leistungsfähigste Internet im gesamten Bundesland anbieten. Es freut uns sehr, dass wir so weitere CableLink Kundinnen und Kunden für uns gewinnen konnten. Die 100.000-Kunden-Marke haben wir ja bereits 2019 geknackt, jetzt zählen wir über 110.000 Nutzerinnen und Nutzer zu unserem Kundenkreis. Wir konnten Anbieter wie die mexikanische A1 hinter uns lassen.“

Ausblick 2021

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Situation wurde für das Geschäftsjahr 2021 ein vorsichtiger Planansatz etwa in Höhe der Ertragssituation des Jahres 2020 angenommen. Gleichzeitig wird der eingeschlagene Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren fortgesetzt. Für das Geschäftsjahr 2021 wurde vom Aufsichtsrat ein weiteres Rekord-Investitionsbudget von rund 211,6 Millionen Euro beschlossen. Hervorzuheben sind auch für 2021 Investitionen in die Netzinfrastruktur, wobei vor allem das Projekt Smart Metering wesentlich ist. Für Investitionen im Bereich Erzeugung wurden insgesamt 33,5 Millionen Euro budgetiert, während für die Netze 135,5 Millionen Euro veranschlagt wurden. Davon fließen etwa 71,6 Millionen Euro in die Stromnetze. „Wir haben uns für 2021 und die folgenden Jahre ein großes Ziel gesetzt: Wir wollen ein Vorzeigeunternehmen im Bereich „green technology“ werden, bei dem unsere Kunden für alle Produkte einen technischen Ansprechpartner haben und alles aus einer Hand bekommen. Konkret heißt das für uns, dass wir den Breitbandausbau weiter vorantreiben, massiv in den Ausbau der Photovoltaik und E-Mobilität investieren, die Energieeffizienz bei Wasserkraftwerken weiter steigern, unsere Kooperationen mit vielversprechenden Startups ausbauen und vor allem alles unternehmen werden, um ein attraktiver Arbeitgeber für innovative und kundenorientierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sein,“ so Schitter abschließend.

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