Messeneuigkeiten

Sami Atiya, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Robotik und Fertigungsautomation, und Börje Ekholm, CEO von Ericsson, am World Economic Forum. Foto: ABB Sami Atiya, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Robotik und Fertigungsautomation, und Börje Ekholm, CEO von Ericsson, am World Economic Forum. Foto: ABB

Vernetzung, Spiel und Analysen: Welche Partnerschaften, Technologien und Produkte aktuell eine nähere Betrachtung lohnen. Mit ABB, Soptim, ÖkoFEN, Esders, Siemens und Delta.

Vernetzung für Maschinenflotten
ABB, Ericsson und Swisscom haben Ende Jänner erstmalig gezeigt, wie einfach und effektiv Roboter über große Entfernungen mittels 5G gesteuert werden können. Im Kongresszentrum des World Economic Forum in Davos zeichnete ein kollaborativer YuMi-Roboter von ABB eine Nachricht in Sand, die von einem zweiten Roboter in 1,5 km Entfernung zeitgleich nachgebildet wurde. Ermöglicht wurde der simultane Vorgang durch das 5G-Netzwerk der Swisscom, das mit Technologie von Ericsson ausgestattet ist. Im Rahmen ihrer langjährigen Technologiepartnerschaft haben ABB und Ericsson die Basistechnologien entwickelt, die für die latenzfreie Vernetzung von Anlagen über das 5G-Mobilfunknetz erforderlich sind. Sami Atiya, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Robotik und Fertigungsautomation: »Die 5G-Technologie erleichtert die Vernetzung von Robotern mit der Cloud und Fabrikautomationssystemen. Sie ermöglicht einen schnelleren Zugang zu mehr Daten und verbessert Entscheidungsprozesse. Dies steigert die Effizienz und Zuverlässigkeit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Indem wir traditionelle Netze durch 5G-Mobilfunknetze ersetzen, können wir die Flexibilität in der Fertigung deutlich erhöhen.« Ein großer Vorteil der 5G-Technologie besteht darin, dass in industriellen Umgebungen keine Einzweckmaschinen per Einzelsteuerung betrieben werden müssen, sondern mehrere Maschinen von einer einzigen Ressource gesteuert werden können.

Handeln unter Strom
Auf der Messe E-world im Februar hat die SOPTIM AG ihr neues Intraday-Handelsspiel vorgestellt. Mitarbeiter von Energieversorgern und Handelsunternehmen lernen damit nicht nur die theoretischen Grundlagen des Intraday-Handels kennen, sondern erfahren die energiewirtschaftlichen Zusammenhänge und spieltheoretischen Hintergründe direkt in der Praxis. Erfahrene Händler haben die Gelegenheit, ihre Reaktionsfähigkeit und ihr Handelsgeschick unter Beweis zu stellen.

Pelletskessel in 3D erleben
er Pelletsheizungshersteller ÖkoFEN präsentiert im Rahmen der Energiesparmesse Wels Anfang März seine Produktneuheiten für das Jahr 2020. Dabei bekommt der Pellets-Brennwertkessel Pellematic Condens einen großen Bruder mit 22 bis 32 kW Leistung. Als Messehighlight wird der neue Pellematic Condens jedoch nicht nur von außen und als Schnittmodell zu besichtigen sein. Besuchern wird ein Blick in das 40-fach vergrößerte Innere des Kessels geboten. Dieser kann mit einer 3D-Brille live besichtigt werden. Im Zubehörbereich warten die Mühlviertler mit einer Weltneuheit auf. Der Smartlink ist ein innovativer Kombiwärmespeicher mit Schnittstellen für Solar, Wärmeverteilung und Warmwasser. 420 Liter Volumen bei 40 °C liefern ausreichend Warmwasser für eine vierköpfige Familie. Mit den geringen Abmessungen von 51 x 73 x 199 cm, der integrierten Pufferladegruppe, Heizkreisgruppe und einem speziellen Frischwassermodul benötigt er nur wenig Platz und ist besonders schnell installiert.

Verkürzte Leckortung in Nachtarbeit
us fünf Schritten werden zwei. Automatisierte Verfahren mit Enigma3m: Die Esders GmbH bietet mit Enigma3m ein Verfahren an, dass die Wasserleckortung weitgehend automatisiert. Auf Basis qualifizierter Logger- und GIS-Daten werden im Verteilnetz auftretende Leckgeräusche nachts via Cloud Computing korreliert. Der Versorger erhält an jedem Morgen ein verlässliches Monitoring des beobachteten Netzabschnitts und kann unmittelbar reagieren. Wenn die korrelierenden Geräuschlogger Enigma3m proaktiv zur Überwachung gefährdeter Netzabschnitte ausgesetzt werden, können Leckagen oft binnen 24 Stunden geortet und behoben werden. Damit wird das übliche Verfahren von fünf auf zwei Schritte verkürzt. Das verbreitete Vorgehen bei einem Leckageverdacht ist zumeist fünfstufig: grobe Vorortung mit dem Kontaktmikrofon, Feinortung mit Geräuschloggern, Punktlokalisierung durch Korrelation, Bestätigung der Leckstelle mittels Bodenmikrofon sowie Kontrolle des Umfelds auf weitere Leckagen nach der Reparatur. Enigma3m reduziert das Verfahren auf die beiden Schritte automatisierte Punktlokalisierung durch Korrelation und abschließende Bestätigung per Bodenmikrofon.

Intelligente Fertigungslösungen
Da die Hersteller ständig unter dem Druck stehen, die Energieeffizienz zu erhöhen und ihre Entwicklungskosten im Auge zu behalten, kann Smart Manufacturing mit der richtigen Plattform die Lösung sein. Delta, ein Anbieter für Energie- und Wärmemanagement, zeigt auf der Hannover Messe im April intelligente Fertigungs-, Energie- und Telekommunikationsinfrastrukturen für 5G und Gebäudelösungen. Mit der integrierten Engineering-Software »DIAStudio Smart Machine Suite« gibt es eine Plattform für die Auswahl von Modellen, Programmierung und die Einrichtung von SPS, Bediengeräten, Antrieben und vieles mehr. Dies vereinfacht die Produktauswahl und die Programmierprozesse und hilft den Maschinenherstellern, beim Aufbau ihrer Systeme Zeit und Kosten zu sparen. Für Anwendungen im Wohnbereich wird Delta das Ladegerät V2X für Elektrofahrzeuge vorführen, das diese mit Haus, Gebäude oder Netz verbindet und einen bidirektionalen Lade- und Energieaustausch ermöglicht. Der dreiphasige AC MAX bietet 22 kW, der H5A FLEX ist ein 5-kVA-PV-Wechselrichter.

Einfache und sichere Validierung
in geführter Safety-Abnahmetest für Sinamics Frequenzumrichter erleichtert nun die Maschinenvalidierung. Mit der Inbetriebnahme-Software Sinamics Startdrive unterstützt Siemens Maschinenbauer bei der Validierung der Sicherheitsfunktionen von Sinamics Frequenzumrichtern mit einem geführten Abnahmetest. Siemens offeriert mit Sinamics Startdrive ein Tool für die Integration von Antriebshardware in das Engineering-Framework TIA Portal. Der darin enthaltene geführte Abnahmetest der Sicherheitsfunktionen ist für die Frequenzumrichter der Sinamics G- und S-Reihe verfügbar und erfüllt die EN ISO 13849-2 und IEC 62061. Der Sicherheitsabnahmetest zeichnet sich durch eine sehr einfache Nutzerführung aus. Ein Assistent führt den Benutzer Schritt für Schritt durch die Abnahme und überprüft, ob die Safety-Funktionen korrekt parametriert wurden und im jeweiligen Anwendungsfall korrekt ausgeführt werden. Für die Dokumentation wird anschließend automatisch ein normgerechtes Abnahmeprotokoll erstellt.
Mit dem integrierten Safety-Abnahmetest unterstützt Siemens Maschinenbauer, die rechtlich geforderte Validierung von Sicherheitsfunktionen einfach und sicher durchzuführen.



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