Fünf statt drei
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Neben den üblichen Funktionen wie Virenscanner und Firewall werden in Norton 360 neue Technologien zur Abwehr von Phishing-Attacken und betrügerischen Internetseiten zum Einsatz kommen. Diese sollen Online-Transaktionen besser sichern und Internetnutzer davor bewahren, Opfer von Identitätsdiebstahl zu werden. Zusätzlich werden Backup-Funktionen und Systempflegetools integriert sein. Dem Anwender wird somit ein Komplettservice mit automatischer Update-Funktion zur Verfügung stehen.
Norton 360 wird voraussichtlich zum Ende des Geschäftsjahres weltweit auf den Markt kommen und in zahlreichen Sprachen verfügbar sein. Der genaue Einführungstermin wird in Abhängigkeit der Betatestergebnisse festgelegt. Der Service wird sowohl für Windows XP als auch für das kommende Windows Vista-Betriebssystem angeboten werden.
Security 2.0. Sensible Internetaktivitäten, zum Beispiel Onlinebanking, sollen damit besser vor den wachsenden Gefahren wie Onlinebetrug gesichert werden und den Anwendern wieder mehr Vertrauen in das virtuelle Netz geben. Zur Umsetzung dieser Vision wird Symantec in den nächsten Jahren auf eine Kombination von Endkundentechnologien, Onlineinfrastruktur und Partnerschaften setzen.
So beeindruckend die Ausmaße der sogenannten Hochhalle sind, zieht doch ein anderes Bauwerk noch mehr Aufmerksamkeit auf sich. Das vom Architekten Tobias Wulffom geplante und vom Stahlbauunternehmen Donges GmbH gebaute Parkhaus besteht aus zwei etwa hundert Meter langen \"Fingern\" über die Autobahn A 8, an die das Messegelände direkt angebunden ist. 13.500 Tonnen Stahl, doppelt so viel wie beim Eiffelturm, kommen hier zum Einsatz.
Das schwebende Parkgebäude Bau kostet mit 73,5 Millionen auch deutlich mehr wie ein Parkhaus auf der grünen Wiese.
Wie häufig sind bei Ihren Kunden bereits Dokument-Management-Anbindungen bei den Multifunktionsgeräten realisiert?
Bei den heute ausgelieferten Multifunktionsgeräten wird die Scan-Funktion und die Dokumenten-Verteil-Funktion zu rund 70 Prozent genutzt. Das heißt natürlich nicht unbedingt, daß die so verarbeiteten Dokumente automatisch in eine Document-Management-Software einfließen. Derzeit haben fünf Prozent bis zehn Prozent der Kunden diese konkrete Anforderung. Wir erwarten aber, daß diese Zahl deutlich steigen wird, was auch mit den immer günstiger werdenden Software-Produkten im Bereich Dokumentenmanagement zu tun hat. Aber lassen Sie mich es so ausdrücken: Den Schritt weg vom Hauspostkuvert, das oft Tage im Unternehmen unterwegs war, hin zur elektronischen Verteilung hat österreich größtenteils geschafft.
Wie ist Ricoh am B2B-Markt in österreich positioniert?
Ricoh Austria hat einen eindeutigen Fokus auf den B2B-Markt und hat keinerlei Schritte in Richtung des B2C-Segments gesetzt. Aus diesem Grund hat Ricoh Austria auch nicht den Vertrieb typischer Ricoh Consumer Produkte wie Digitalkameras, Rohlinge oder CD/DVD-Laufwerke übernommen. Stattdessen wurde der Vertrieb dieser Produkte an Distributoren ausgelagert. Ricoh Austria`s alleiniger Fokus liegt auf digitalen Druck- und Kopierlösungen, ergänzt durch Faxgeräte und Scanner. Wir sind stolz, inzwischen eine dermaßen breite Produktpalette anbieten zu können, dass wir Lösungen zwischen 15 Seiten pro Minute bis hin zum Produktionsdrucksystem mit 156 Seiten pro Minute anbieten können. Kaum ein anderer Hersteller bietet eine solche Auswahl an Lösungen. Der Marktanteil der Marke Ricoh liegt in österreich bei beständigen zehn Prozent.
Welche Unternehmensgrößen visieren Sie an?
Naturgemäß bedienen wir im KMU-Land österreich größtenteils KMU und beraten diese in Bezug auf den Dokumenten-Workflow bzw. auf Druck- und Kopierlösungen. Seit einigen Jahren verstärken wir aber unsere Aktivitäten in Richtung der Top 500 in österreich, die uns als mögliche Alternative für den Produktionsdruck bzw. für komplexe Projekte kennengelernt haben. Kunden wie die Uniqa - der berühmte Tower im 2. Wiener Bezirk wurde mit Ricoh-Geräten ausgestattet - oder der ORF sind gute Beispiele dafür. Immer stärker in den Fokus rücken Druckdienstleister, da wir seit der übernahme der Hitachi Printing Solutions - nun: Ricoh Printing Systems - in der Königsklasse des Digitaldruck angelangt sind.
Was \"versprechen\" ihren Kunden mit Ihren Lösungen?
In erster Linie versprechen wir einen reduzierten Arbeitsaufwand und geringere Kosten. Ein Ricoh-Gerät soll einfach für den Kunden da sein, sprich: funktionieren. Das decken wir mit Serviceverträgen ab, die nahezu jeder Kunde mit dem Gerät mitkauft. Dieser Vertrag garantiert dem Anwender auch, daß die Kosten von vornherein klar am Tisch liegen. Eine bestimmte Anzahl von Drucken und das Verbrauchsmaterial ist im Preis des Service-Vertrags nämlich inkludiert. Im Fall des Falles reicht ein Anruf bzw. ein E-Mail an Ricoh und der Service-Techniker tritt seinen Dienst vor Ort beim Kunden an. Wir können und wollen aber auch keine Lösung anbieten, ohne zuvor selbst das Geschäft des Kunden zu verstehen. Da bieten wir dann nach einem Gespräch zusätzlich zur Hardware auch mal eine neue Software an, um z.B. einen Kunden von Unmengen an vorgedrucktem Papier zu \"befreien\". Dank intelligenter Formularsoftware ist so etwas heute ein Klacks. Auch da steht natürlich das Thema \"Kosten-Reduktion\" im Vordergrund.
Mit sieben Mitarbeitern in österreich will der neue McAfee-Geschäftsführer nun den Businessbereich weiter ausbauen. Erst in zweiter Linie sollen dann auch das Consumerportfolio gestärkt werden. Derzeit hat der B2B-Bereich rund 80 Prozent Umsatz am heimischen Gesamtkuchen für den Hersteller. McAfee ist ebenso wie Symantec und Check Point unter den größten drei Securitylieferanten im Geschäftskundenbereich zu finden. McAfee, das im Großkundenbereich Jandl zufolge \"besser dasteht\", aber noch die eine oder andere KMU-Offensive fahren wird, will auch heuer wieder zweistellig wachsen und Marktanteile im Consumersegment steigern. Dazu wurde Mitte Juni die Plattform \"Falcon\" vorgestellt, die Endkunden neues Full-Protection-Feeling vermitteln soll.
Die Unterschiede. Was nun der Unterschied zwischen den Securitylösungen von Symantec und jenen von McAfee sei? Jandl ortet sein neuen Produktportfolio als \"schneller installierbar\", \"preisbewusster\" und mit \"besserer Perfomance\" als die Symantec Security Suite ein. Der Marktführer könne es sich leisten, seine Produkte teurer anzubieten. Inhaltlich seien die Produkte aber gleich, prinzipiell sei die Wahl der Herstellers Geschmackssache, bei der es um die \"persönliche Präferenz\" ginge.
Also arbeiten derzeit die VoIP-Player intensiv an Lösungen, die den IP-Netzverkehr vernünftig priorisieren - damit nicht der Telefonieverkehr durch andere Anwendungenen gebremst werde. Dass Clients des proprietären VoIP-Anbieters Skype Unternehmensnetzwerke in die Knie zwingen können (der Report berichtete), stellt der Anbieter gegenüber dem Report in Abrede. Skype würde die Bandbreiten nicht ungewöhnlich belasten, da ein Client im Stand-by-Modus durchschnittlich lediglich 50 Kilobyte Datenverkehr am Tag generiert. Dies sei vergleichbar mit dem Verschicken einiger, kleiner E-Mails. Lediglich bei den Telefongesprächen selbst würde dann eine Bandbreite zwischen acht und 20 kbps verbraucht werden. \"Dies ist immer noch bezeichnend wenig, wenn man Diensten wie Internetradio hernimmt, die bis zu 100 kbps konsumieren\", entwarnt Skype-Sprecherin Kat James. Die Belastung durch die Nutzung von Skype könne nur dann zum Problem werden, \"wenn das Firmennetz nur auf herkömmlichen E-Mail-Verkehr ausgelegt ist\", so James.
Dennoch wird Firmen generell von einem Aufrüsten auf \"Skype Video\", der Bildtelefonie-Funktion im Skype-P2P-Netzwerk, abgeraten. Dies sollte auch für alle Mitarbeiter gelten, die ihr Notebook von zu Hause ins Büro mitnehmen und regelmäßig vergessen, den Video-Client wieder abzudrehen. Etwa bei Nutzern des Dell-Notebooks \"XPS M2010\", das mit vorinstalliertem Skype-Client und integrierter Webcam ausgeliefert wird. Aber das gute Stück ist seinem Hersteller zufolge ja auch ein \"Gaming\"-Notebook - und kein Businessgerät.
\"Der erste Schritt ist eine durchgängige Kommunikation über die Grenzen von PC, PDA, Handy oder Telefon hinweg. IP-Technologie mithin der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Robert Ludwig, VoIP-Experte bei Systemintegrator NextiraOne, und ergänzt: \"So steht am Anfang die überwindung der traditionellen Trennung zwischen Telefon- und Datennetz, meist verbunden mit Upgrades, neuer Telefonanlage und übrigem Equipment.“ Gegenüber allzu großen Investitionen in Schnelllebigkeiten wie die IP-Technologie verhält sich der Markt allerdings tendenziell abwartend. Zumal erst die Integration in die Geschäftsprozesse künftig zu einer nachhaltigen Kostensenkung führt. Wozu heute investieren, wenn morgen schon was Neues kommt?
Die Hersteller haben eine Antwort: Cisco, Siemens, Alcatel, Avaya, Nortel und Kapsch, um nur die Wichtigsten zu nennen, übertreffen sich gegenseitig mit eierlegenden Wollmilchsäuen des neuen Kommunikationszeitalters. Alle bieten sie Hybridlösungen, die den Umstieg erleichtern; alle denken sie an morgen mit ausbaufähigen Systemen, die auch zukünftigen Neuerungen gewappnet sind.
Das Herz der Kommunikation. \"2,5 Mio. Nebenstellen haben österreichs Unternehmen aktuell im Einsatz. Rund 420.000 kommen jährlich dazu.“ Das ergab eine Studie von Gartner über das Herz der Unternehmenskommunikation - die Telefonanlage. Traditionell regelt sie die Anrufverteilung und koordiniert das interne Gesprächsvolumen. Aber: IP-Kommunikation ist mehr als nur Sprache. Trendige Zusatzfeatures stehen hoch im Kurs. Denn, durch die zu Grunde liegende Datenkonvergenz können Telko-Hersteller Videotelefonie und Co. direkt in die Anlage integrieren. \"Hatte diese früher noch ein stattliches Quantum Hardware, ist die Mutation zum softwarelastigen Communication-Server inzwischen vollzogen“, erklärt Ludwig. Dieses Modell ist skalierbar und damit häufig schwankenden Kommunikationsbedürfnissen gerüstet. \"Als etabliertes Betriebssystem für derartige Echtzeitanwendungen, bietet Linux Stabilität und Offenheit“, weiß der Spezialist in diesem Kontext.
Die beste TK-Anlage. Keine Universalantwort gibt es auf die Frage nach der besten Telefon-Anlage. So vielschichtig wie die individuellen Anforderungen, so differenziert ist auch das Portfolio der Hersteller. Vom Kleinst- bis zum Multinationalunternehmen ist für jeden etwas dabei und im Grunde bieten alle alles. Während Nortel im Kontext seines \"Application Center“ besonders Standardkonformität und Collaborationfunktionen hervorhebt, fokussiert Alcatel auf die Modularität und Arbeitsgruppenfeatures seiner \"Omni-Serie“. Avaya und Siemens mit \"HiPath“ streichen Mobilität und WLAN-Eigenschaften heraus. Cisco betont die Bindegliedfunktion seines \"CallManagers“ zwischen Internet-Services, Telefonie und Unified Communications.
Sexy bei all dem sind neben der Videotelefonie Features wie \"Presence“-Dienste, die sämtliche Statusinformationen angemeldeter User wiedergeben, so dass man automatisch mit dem jeweils effektivsten Kommunikationsmedium verbunden wird. Dann: Plattformen, die den Multimedia-Austausch zwischen Mitarbeitern, Partnern und Kunden ohne ein Zusammentreffen realisieren. Weiters: Unified Messaging mit seiner einzigen Inbox für E-Mail, Voice-Mail und Fax. Und: Contact Center zur automatischen Anrufannahme, automatischer Spracherkennung und intelligenten Weiterverarbeitung auf IP-Basis. \"Auch können durch offene Schnittstellen Dienste wie CRM- und ERP-Applikationen, Abrechnungssoftware, Gebäudesteuerung, überwachungskameras und Gegensprechanlagen integriert werden“, fügt Wolfgang Fasching, Marketing Manager bei Cisco, hinzu.
Dennoch, wichtig beim Kauf einer Telefonanlage sind nicht in erster Linie abgehobene technische Funktionen. Fast alle können nämlich viel zu viel. Ein vergleichender Blick in Richtung Handynutzung deckt auf, was tatsächlich verwendet wird. Und - weil Funktionen, die man nur per Schulung lernen kann, ohnehin kaum gelebt werden, gilt: Intuitive Bedienung geht vor Technik-Schnick-Schnack. \"Die zahlreichen Möglichkeiten von Video-, Sprach- und Web-Konferenzen werden integriert und leicht bedienbar zur Verfügung gestellt“, ist sich dessen auch Cisco-General Carlo Wolf bewusst.
\"Eigentlich sind das kleine Computer mit einem Hörer dran…“, charakterisiert Fasching ferner moderne IP-Phones. Und Anbieter UPC ergänzt: \"Das Telefon hat sich vom reinen Gebrauchsgegenstand hin zum Lifestyle-Produkt entwickelt“. IP-Endgeräte können außer Telefonverzeichnisse auch Anwendungen wie SAP, Zeiterfassungs- und Lagerverwaltungssysteme, Terminkalender oder Planungstools beherbergen. Cisco hat mit den Modellen \"7985G“, \"7941G“ und \"7961G“ drei Phones der nächsten Generation lanciert. Ersteres ermöglicht visuelle Kommunikation und ist der Pionier hinsichtlich Desktop-Video-Telefonie mit integrierter Kamera, LCD-Bildschirm, Lautsprecher und Tastatur in einem Gerät. Das Unternehmen hat insgesamt bereits über vier Millionen IP-Telefone verkauft. Installationen gibt es weltweit in rund 17.500 Unternehmen.
\"Unübertroffen“ findet Alcatel seine \"IP Touch“-Geräte und bezeichnet diese als \"Kommunikationsrevolution“ und \"komplett neues, applikationsbasiertes Unternehmensmedium“. Durch zahlreiche Funktionen wird das Phone wechselweise zum persönlichen Assistenten, zum Sicherheitsbeauftragten, zum Contact-Center-Agent und Verwaltungsassistenten. Siemens legt hingegen besonderen Wert auf die Sprachqualität seiner \"OptiPoint“-Endgeräte-Familie. \"Die Software macht`s“, findet Josef Jarosch, Bereichsleiter bei Siemens Communications Enterprise, außerdem: \"Unsere Endgeräte können sowohl mit der auf H.323-basierenden HFA-Software als auch mit dem Session Initiation Protocol (SIP) ausgestattet werden.“
Von allem das Beste. Aktuell besonders hip: Der mobile Client. Ob als MDA oder Smartphone - er vereint Sprache, Mail, SMS und IP-Applikationen. \"Das mobile Telefonieren innerhalb des firmeneigenen Netzes in der Werkshalle und am Betriebsgelände bietet einen bislang ungekannten Komfortnutzen der Telefonanlage“, erläutert Jarosch. \"Ob WLAN-Handy, optiPocket-PC oder optiClient-Softphone - Hipath-Lösungen bieten die Integration vieler Sprach- und Multimedia-Applikationen in einem gemeinsamen drahtlosen Netzwerk.“
Auch Cisco und Avaya werken eifrig am Aufbau der mobilen IP-Linie und sind - jeder für sich - gerade dabei, ein WLAN-GSM-Phone mit Nokia auf den Markt zu bringen. Die konvergenten Mobility-Lösungen sollen ein Dual-Mode-Gerät mit SIP-Fähigkeit umfassen, welches Anrufe nicht nur am Firmenstandort sondern auch über Mobilfunk- und WLAN-Netzwerke empfängt und diverse Anlagenfeatures integriert. Wer noch immer komplett auf die kleinen Helferleins verzichten will, ist dennoch ganz trivial über Softphone auf seinem Notebook erreichbar.
Kaum nachvollziehbar scheint angesichts dieses Enthusiasmus jegliches Zögern zukünftiger VoIP-Nutzer - oder ist am Ende doch nicht alles Gold was glänzt? Der Report resümiert in der nächsten und letzten Folge der Serie \"VoIP“.
Ob gründerzeitliche Altbauten, Siebzigerjahre-Häuser oder Glaspaläste - bislang war besonders bei gewerblichen Gebäuden Energie kaum ein Thema. Die Diskussionen um die Klimaerwärmung, das Kioto-Protokoll und jüngst vor allem der in der EU verbindliche Energieausweis für Gebäude bringen aber nun ein neues Zeitalter. Ohne gute Energieverbrauchswerte sind in ein paar Jahren Büro- und auch Wohnbauten nur mehr schwer vermarktbar.
Seit 4. Jänner 2006 gilt die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) - genauer die EU-Richtlinie über die »Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden« 2002/91/EG. Jetzt harrt sie nur noch der nationalen Umsetzung, die sich deutlich verzögert hat. Die drei Jahre übergangsfrist werden in österreich voll ausgenutzt. »Normalerweise ist österreich in der Umsetzung der Richtlinien EU-hörig, hier sind wir eher hinten nach«, meint der Wiener Architekt Michael Löwy zur Verzögerung »Ich sehe den Energieausweis grundsätzlich positiv, bin aber sicher nicht für eine Regelungswut.« Auch wenn rein rechtlich betrachtet keine Eile geboten ist, wird bei Neubauten oder Sanierungen jetzt schon auf die Einhaltung der Energiekennzahlen und weiterer Anforderungen geachtet. Denn spätestens ab 2009 ist der Energieausweis so oder so Pflicht.
Heute ist ein historischer Tag für die österreichische Abfallwirtschaft«, betonte der Energie AG-Chef Leo Windtner anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme der zweiten Verbrennungslinie in der Welser Abfallverwertung (WAV). Weil historische Ereignisse gebührend gefeiert werden müssen, tut die zur Energie AG gehörende AVE-Entsorgung GmbH das gleich drei Tage lang. Am ersten Abend kamen rund tausend geladene Gäste, um der Müllverbrennung zu huldigen. Tags darauf waren Partner aus der Abfallwirtschaft in Wels zu Gast, und am dritten Tag schließlich waren die Welser zu einem Volksfest geladen. »Wir haben hier Top-Umweltstandards geschaffen. Die Emissionen entsprechen ungefähr denen von drei LKW«, lobt Windtner, der mit dem Umwelt- und Energielandesrat Rudi Anschober einen erklärten Gegner der Müllverbrennung als Festredner gewinnen konnte. Er freut sich darüber, dass Oö mit der WAV im Gegensatz zu anderen Bundesländern die Deponieverordnung vorbildlich und zeitgerecht umgesetzt hat. »Wenn die AVE - wie zugesagt - auch bei der Anlieferung des Abfalls verstärkt die Bahn nutzen wird, würde das Projekt umfassend ökologisiert«, meint Anschober. Wie das ohne Bahnanschluss funktionieren soll, sagt er leider nicht. Stolz ist man in der Energie AG-Tochter AVE, dass die WAV ohne Einsprüche von Anrainern zustandegekommen ist und dass eigenen Angaben zufolge etwa zwei Drittel des Gesamtinvestments von hundert Millionen Euro in Umweltschutzmaßnahmen investiert wurde. Die Energie AG-Tochter nutzte in der Planungs- und Projektierungsphase die leidvollen Erfahrungen, die die Mutter bei der Errichtung des Traunkraftwerkes Lambach gemacht hat. Es wurde von Beginn an ein Bürgerbeirat gegründet und die Kommunikation zu den NGO gepflegt.
So steht das mächtige Ofenwerk nun in einer ehemaligen Schottergrube im Industriegebiet Wels. Pro Jahr werden hier künftig rund 330.000 Tonnen Haus- und Gewerbemüll sowie Klärschlamm verheizt. Schon frühmorgens stehen die ersten LKW vor den Toren der Anlage, die rund um die Uhr in Betrieb ist. Dort wird die Fracht gewogen und kontrolliert. »Wenn wir nicht sicher sind, was da daherkommt, schaut sich ein Mitarbeiter des Labors die Ladung genauer an«, erklärt Bert Hauft, Projektleiter der Energie AG. Er hat schon einige Müllverbrennungsanlagen gebaut, etwa in Abu Dhabi oder Bangkok, und steht nun bereit für neue Aufgaben, um die sich das Unternehmen mit der Referenz Wels bewerben wird. Zielmarkt sind jene Länder, in denen die Energie AG bereits in der Entsorgung aktiv ist. Die Erwartungen sind nach dem Besuch von mehr als fünfzig Delegationen, viele davon aus Osteuropa, groß. So mancher Bürgermeister aus Tschechien und Ungarn möchte dem Welser Beispiel folgen und den anfallen Müll verbrennen und nebenbei Energie erzeugen. Ein erste kleine Anlage zur Gewerbemüllverbrennung in Ostböhmen ist bereits fix.