Vorbildliches Vergabeverfahren

(Foto: Schenker Salvi Weber Architekten ZT GmbH_feld72 architekten zt gmbh) Siegerprojekt neue Postzentrale: Büro- & Geschäftsgebäude am Rochusmarkt.  (Foto: Schenker Salvi Weber Architekten ZT GmbH_feld72 architekten zt gmbh) Siegerprojekt neue Postzentrale: Büro- & Geschäftsgebäude am Rochusmarkt.

Die Kanzlei Heid Schiefer Rechtsanwälte, Mitbegründer der IG Lebenszyklus Hochbau, zeichnete für die Betreuung des EU-weiten, offenen, zweistufigen und anonymen Generalplanerwettbewerbs für die neue Unternehmenszentrale der Österreichischen Post AG verantwortlich.

Insgesamt wurden 23 anonyme Wettbewerbsarbeiten einge­reicht. Die Beurteilung der technisch-wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Bewerber erfolgte erst im Anschluss an die Bewertung des architektonischen Konzepts, um jungen Architekturbüros die Teilnahme am 50-Millionen-Euro-Projekt zu ermöglichen.

Vorzeigeprojekt im Sinne des Lebenszyklus

Nachhaltigkeitskriterien wie die ökologische und soziokulturelle Gebäudequalität, die qualitative Betrachtung des Lebenszykluskostenrahmens sowie die Erfüllung der Kriterien nach der DGNB/ÖGNI Zertifizierung spielten bereits in den Auslobungsunterlagen eine wichtige Rolle. Als Abwicklungsmodell ist das Totalunternehmermodell geplant, welches in weiterer Folge vorsieht, Planung und Ausführung aus einer Hand zu realisieren. »Ein solches Vorgehen beweist, dass der Auftraggeber weiß, was er will. Eine hohe Bestellqualität erhöht die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit eines Projekts. Mit dem gewählten Totalunternehmermodell gibt die Österreichische Post AG zudem ein klares Statement zu neuen Risiko- und Verantwortungsmodellen im Sinne der Nachhaltigkeit ab«, Stephan Heid.

Alt und neu

Aus dem zweistufigen Verfahren ging schließlich der Entwurf von Schenker Salvi Weber Architekten ZTGmbH mit feld72 architekten zt gmbh einstimmig als Sieger hervor. Dem Team gelang es laut Jury hervorragend, die Vorgaben zu erfüllen und den zu erhaltenden Altbestand Rasumofskygasse mit modernen Akzenten und neuen Gebäudeteilen zu verbinden. Denn ein Teil des bisherigen Gebäudes muss nicht nur wegen der denkmalgeschützten Art-Deco-Fassade aus den 1920er-Jahren, sondern auch aufgrund der technischen Einbauten im unteren Teil des Hauses erhalten bleiben.

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