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Redaktion_Report

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Troubles mit der e-Card

"Ich muss schon wieder einen Krankenschein besorgen", begann der Werbeslogan, der den Versicherten die smarte e-Card schmackhaft machen sollte. In den nächsten Jahren wird man vermutlich "noch immer" einen Krankenschein besorgen müssen. Denn der Roll out der Plastik-Karte für den Krankenscheinersatz wird sich vermutlich noch um Jahre verzögern. Geplant war der Start in diesem Frühjahr, nun werden die Versicherten wahrscheinlich bis 2005 auf die e-Card warten müssen. Der Grund: "Der Auftragnehmer hat gravierende technische Probleme bei der technischen Umsetzung", erzählt ein Sprecher des Sozialministeriums auf Anfrage des REPORT.

Probleme gebe es weniger auf der Hard-, sondern auf der Softwareseite. Für die Hardware ist der Kartenhersteller Orga, für Software und Systemintegration der IT-Servicedienstleister EDS zuständig - ein weltweit agierendes Unternehmen mit 140.000 Mitarbeitern und einem jährlichen Revenue von 21,6 Milliarden Euro. Die Datenverknüpfung der dahinter liegenden Abrechnungs-Software verursache dem Auftragnehmer offensichtlich Probleme, heißt es aus dem Sozialministerium. Die Chipkarten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft im Hauptverband der Sozialversicherungsträger soll nun den Projektrückstand evaluieren.

Licht am Tunnelende

Der Umsatz bei Handys im zweiten Quartal 2002 stieg laut Garnter Dataquest im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um marginale 0,8 Prozent. Die Analysten sind trotzdem einmal mehr voll der Zuversicht: "Die Branche zeigt sich stabil und ist für weiteres Wachstum gut positioniert." Der Run auf die Datendienste kann aber wohl nicht der Grund für den Optimismus sein, denn laut zahllosen Studien tümpelt GPRS und WAP vor sich hin und auch neue Dienste wie Mobile Banking sind kein nennenswerter Umsatzbringer.

Grund zur Freude hat jedenfalls Nokia, das laut Gartner Dataquest seinen Marktanteil auf 35.6 Prozent steigen konnte, was einem Plus von fünf Prozent entspricht. Auf Platz zwei folgt Motorola mit einem Marktanteil von 15,7 Prozent (plus 1,1 Prozent). Die größte Steigerungsrate verzeichnete Samsung (plus 46 Prozent), Sony Ericsson hingegen musste ein Umsatz-Minus von 11,6 Prozent verdauen.

Kein Autobahnverkauf.

"Ein Verkauf der Autobahnen an eine amerikanische Firma ist nicht geplant", dementiert Asfinag-Sprecher Harald Dirnbacher entsprechende ORF-Meldungen. Vielmehr werden verschiedene Modelle überlegt, wie die Straßenbaugesellschaft weniger Geld zur Erhaltung des hochrangigen Straßennetzes in die Hand nehmen muss. Eine Verlustbeteiligung eines Unternehmens, das diese Investitionen abschreibt, sei eine Möglichkeit. Darüber, dass die Meldung an die öffentlichkeit gelangt ist, ist Dirnbacher unglücklich: "Das kommt von jemandem, der die Asfinag nicht will." Alt- oder jetzige Aufstichtsräte würden Sitzungsprotokolle weitergeben, vermutet Dirnbacher.

Tendenziell aktiv

österreichs Bundeshauptstadt Wien gilt immer noch als die Stadt mit der weltweit drittbesten Lebensqualität. Das wissen auch internationale Investoren auf der Suche nach lukrativen Standorten. Warum sie so gerne in Wien investieren, hat das Immobilienbüro Otto bei deutschen und amerikanischen Interessenten erkundet. Wien ist, neben der Sicherheit, vor allem wegen der vergleichsweise großen politischen und wirtschaftlichen Stabilität sowie der hohen Lebensqualität beliebt. Für einige Jahre werde sich daher auch noch kein Ende des Booms beim Bau von Büroflächen zeigen, sind sich Immobilienexperten einig. Der Immobilienbroker CB Richard Ellis prognostiziert Wien für heuer einen Zuwachs von 310.000 m2 Bürofläche, wovon 90 Prozent neu errichtet sind, 2002 hält man sogar eine Steigerung auf 340.000 m2 für möglich. "Der Wiener Büromarkt ist tendenziell sehr aktiv, es werden noch mehr Flächen produziert werden", ist auch der Immobiliensachverständige Alfons Metzger überzeugt.

Allerdings würden Standort- und Gebäudequalität immer ausschlaggebender bei der Entscheidung über ein Investment. Da gebe es noch einen enormen Nachholbedarf, was das Know-how der heimischen Errichter von Bürogebäuden betrifft. "Heute geben die internationalen Konzerne vor, welche Ausstattung ihre Standorte brauchen", meint Metzger. In österreich sei es aber noch immer Praxis, ein Gebäude inklusive der Raumaufteilung von einem Architekten bearbeiten zu lassen. "Natürlich muss ein Gebäude ansehnlich sein. Architekten sollen sich aber auf das Design beschränken, die Funktionalität der Räume muss von Immobilienwirtschaftern bestimmt werden", reduziert Metzger den Baukünstler zum Behübscher.

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