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Redaktion_Report

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Telekom Control: Geringere Entgelte

Die TKC-Kommission hat beschlossen, die monatlichen Entgelte für die überlassung der Teilnehmeranschlüsse schrittweise von derzeit 170 Schilling bis Ende des Jahre auf 150 Schilling pro Anschluss zu senken. Außerdem sieht die neue Regelung vor, dass Antragsteller künftig auch Teile der letzten Meile, beispielsweise die Hausverkabelung, anstelle der gesamten Leitung zwischen Wählamt und Endkunden anmieten können. Als Marktbeherrscher wurde die TA außerdem verpflichtet, allen Anbietern den Zugang zur letzten Meile anzubieten, also auch bei Mietleitungsdiensten, Datendiensten sowie bei multimedialen Breitband- und Internetdiensten. Basis dieses Beschlusses ist eine Verordnung des Europäischen Parlaments, die am 2. Jänner 2001 in Kraft getreten ist.

Der Himmel fällt nicht auf die Erde

Ben Verwaayen, Vizepräsident von Lucent Technologies bringt es auf den Punkt: "Natürlich hat die Branche schwierige Zeiten durchlebt. Aber der Himmel fällt nicht auf die Erde. Die nächste Generation der Netzwerke kommt, trotzt der langsameren Wachstumsraten und trotz der gesunkenen Investitionsfreude." Gerade Lucent hat nach einem rasanten Wachstumsprozeß den Dämpfer, den die Branche erhalten hat, besonders deutlich zu spüren bekommen. Die jüngsten Quartalsergebnisse lagen deutlich hinter den Erwartungen der Analysten und Investoren. Die Antwort, die Lucent jetzt liefert heißt: "Back to basics."

Das heißt: Volle Konzentration auf die Kernkompetenzen im Bereich der Mobilen Netzwerke (Stichwort 3G), Internet Dienstleistungen und Breitband-Technologie. "Telekommunikation ist zu wichtig um aus der Mode zu kommen", meint Ben Verwaayen. "Wir erlben radikale Veränderungen, aber Telekommunikation bleibt eine starke, den Lebensstil beeinflussende Industrie."

Am Vortag der Cebit-Eröffnung gab Lucent zwei wesentliche Vertragsabschlüsse bekannt. So wird der amerikanische Konzern für Verizon Wireless, den größten US-Mobilfunkkonzern, in drei Jahren ein 3G-Netz bauen. Auftragsvolumen: Sechs Milliarden Euro.

Für die Internet-Service-Tochter der British Telecom - BT Ignite liefert Lucent das "Hirn" einer neuen "packet-based" Netzwerk-Architektur. Damit setzt BT-Ignite voll auf Internettelefonie (Voice over IP) und erschließt neue Möglichkeiten für neue Dienstleistungen.

Jammerlieder

"Das Jammerlied ist die Hymne aller Kammern!" Wiens Wohnbaustadtrat Werner Faymann (SPö) zeigte sich von den Forderungen der Wiener Architektenkammer an die Politik wenig beeindruckt. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion hatte der Wiener Architektenchef Michael Buchleitner von der Stadt verlangt, sich als Bauherr zur Architektur und zum Vergabewesen zu bekennen und beides zu stärker zu kontrollieren. Faymanns sarkastische Antwort: Es sei nicht Aufgabe der Stadt, Architektenhonorare zu überweisen, sondern Rahmenbedingungen für das Bauen zu schaffen.

Wenn sich in Vorwahlzeiten Politiker zusammensetzen, um darüber zu diskutieren, ob Wien moderne Architektur braucht, fliegen die Fetzen. Könnte man meinen. Tatsächlich war von den vier wahlwerbenden Parteivertretern am Podium kaum mehr als Altbekanntes zu hören.

Christoph Chorherr, Obmann der Wiener Grünen und nach eigenen Angaben Architekturfan, deklarierte Bauen als öffentlichen Akt. Im kommunalen Wohnbau müsste erst über zumutbare Bebauungsdichten geredet werden, bevor über Architektur gesprochen werden kann.

Der amtierende Planungsstadtrat Bernhard Görg (öVP) ortete ein "Sünnhof-Syndrom" in Wien - alle Kraft würde in Restaurierungen gesteckt. Dem Vorwurf der Architektenkammer, die politische Koordinierung der Architektur fehle, konnte er nicht folgen.

Für den freiheitlichen Stadtrat Walter Prinz war moderne Architektur ein "Kunterbunt an Projekten in Wien, die nicht zusammengehörig sind" und meinte, neue Architektur dürfe nur dort entstehen, "wo noch keine ist". Im übrigen sei er für die Beibehaltung der Grätzelidentität. Worauf ihm Alexandra Bolena vom Liberalen Forum vorwarf, "nun auch noch Architekturghettos" schaffen zu wollen. Dann begann die Diskussion, sich im Kreis zu drehen. Fetzen flogen nur noch an der Garderobe.

Konkurrenz für Architekten

Itten & Brechbühl, mit vier Niederlassungen und 110 Mitarbeitern größtes Schweizer Architekturbüro, geht nach österreich. Gemeinsam mit den Architekten Baumschlager & Eberle aus Vorarlberg und Peter Raab aus Wien wurde eine Niederlassung in Wien/Schwechat gegründet, von der aus gemeinsam die Erweiterung des Flughafens Wien abgewickelt wird.

Bis 2003 soll das Betriebsgebäude stehen, bis 2007 wird der Pier Süd errichtet - insgesamt ein Acht-Milliarden-Schillingprojekt. Für die Zeit nach 2010 wird über weitere Ausbaustufen nachgedacht.

Im Schwechater Concorde Business Park wurden 300 m2 Bürofläche angemietet, wie der Büroleiter Peter Raab bestätigt. Robert Kaiser, Projektleiter für Itten & Brechbühl, geht von einer Büromannschaft von 30 bis 40 Mitarbeitern aus, die zum Großteil hier angeworben werden.

"Es besteht die Absicht, auch andere Projekte zu machen", so Kaiser über das neugegründete internationale Architekturbüro, für das noch ein eigener Name gesucht wird.

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