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Für Alltag und Freizeit

Es gibt kaum mehr jemanden, der keinen Computer zu Hause hat, viele haben sogar ein kleines Home-Office in den eigenen vier Wänden. Da es aber meistens an Platz mangelt, werden Multifunktionsgeräte, wie die neuen All-in-One-Drucker von Lexmark, immer beliebter. Sie sind kompakt, bieten ein breites Anwendungsgebiet und können mit der schnellen USB-2.0-Schnittstelle, die auch USB 1.1 unterstützt, an jedem aktuellen Computer leicht installiert werden. Zum Lieferumfang gehören Druckertreiber für Windows 98, ME, 2000 und XP.

Lexmark X3470: der Multifunktionsdrucker mit Proofsheet-Funktion
Der neue \"All-In-One-Drucker“ bietet ein breites Anwendungsspektrum, da Lexmark zusätzlich noch einen 48-Bit-Flachbettscanner und -kopierer integrierte. Er wurde speziell für private User entwickelt, die einen Multifunktionsdrucker zu einem attraktiven Preis suchen. Neben einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 17 Seiten/Minute bietet der Alleskönner die neue \"Lexmark Web Toolbar“: Dabei handelt es sich eine Zusatzsoftware für Internet-Browser, mit der das Drucken von Webseiten besonders einfach und komfortabel wird.
Fotos können über die PictBridge-Schnittstelle oder den Steckplätzen für Kamera-Speicherkarten ausdruckt werden. Doch das ist nicht alles: Der X3470 ist der erste Drucker mit einer Scanback-Proofsheet-Funktion: Diese Neuheit ermöglicht den Ausdruck einer übersichts-Seite, der bis zu 20 auf der Karte gespeicherte Bilder im Kleinformat auf einem A4-Blatt darstellt. Auf dieser \"Bildvorschau“ werden dann die gewünschten Fotos markiert sowie das Format, die Druckqualität und der Papiertyp für den endgültigen Fotodruck vorgewählt. Im letzten Schritt wird die Bildvorschau, mit allen notwendigen Angaben, erneut über den Flachbettscanner des X3470 eingescannt und die ausgewählten Fotos werden randlos bis zum DIN-A4-Format ausgegeben.
Preis: 99 Euro

Lexmark X2470: der Multifunktionsdrucker für Fotofreunde
Auch der neue Lexmark X2470 ist ein \"Dreifachkönner“, der direkten Fotodruck von der Digitalkamera sowie Farbscan- und Kopierfunktionalitäten kombiniert. Er bietet eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 17 Seiten/Minute und verfügt über eine unkomplizierte Einknopf-Bedienung zum Scannen und Kopieren. Aber auch Fotofreunde werden ihre Freude haben, da sie PictBridge-kompatible Digitalkameras bequem an der im Frontpanel integrierten Schnittstelle anschließen und mit einem einzigen Knopfdruck randlose Fotos im Format 10 x 15 cm drucken können.
Zusätzliches Feature: Der X2470 wird ebenfalls mit \"Lexmark Web Toolbar“ ausgeliefert. Mit einem Maus-Klick können Websurfer hiermit festlegen, welche Elemente vonaufgerufenen Webseiten sie drucken möchten. So ist es möglich, Webseiten komplett, nur den Text der Webseite oder Seiteninhalte ohne störende Werbung oder andere unerwünschte Elemente zu drucken.
Preis: 79 Euro

Lexmark X1270: der Multifunktionsdrucker für preisbewusste Anwender
Der dritte neue Multifunktionsdrucker, der Lexmark X1270, ist das richtige \"All-In-One“ für preisbewusste Privatanwender, die ein unkompliziertes Gerät für alle Druck-, Kopier und Scanjobs suchen. Er ist einer der günstigsten Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker mit getrennten Tintenpatronen für Schwarz und Farbe. Mit Druckgeschwindigkeiten von bis zu 17 SW-Seiten/Minute bzw. 9 Farbausdrucken/Minute, einer Druckauflösung von bis zu 4.800 dpi und dem Flachbettscanner mit 48 Bit Farbtiefe zur Erstellung hochwertiger Scans und Farbkopien wird er trotz geringem Preis auch hohen Ansprüchen gerecht.
Preis: 69 Euro

Lexmark Z645: der Farbdrucker zum Top-Preis
Neben den drei neuen Multifunktionsdruckern hat Lexmark auch den Lexmark Z645 vorgestellt. Der kompakte Farbdrucker soll Texte und Bilder in hoher Qualität mit einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 17 SW-Seiten/Minute bzw. 9 Farbausdrucken/Minute produzieren und ist somit das ideale Gerät für alle Druckaufgaben im Heimbereich.
Preis: 99 Euro

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Intelligenz bolzen

Viren, Würmer und Trojaner stören heutzutage mehr denn je die Geschäftsabläufe und können zu einem großen wirtschaftlichen Schaden führen. In der Regel reagieren die installierten Schutzkomponenten erst auf eine Bedrohung oder gar Angriff mit dem Update aktueller Patches und Signaturen. Doch ist dies eigentlich zu spät: Der Schädling kann sich bereits im gesamten Firmennetz oder sogar bis zu angebundenen Kunden verbreitet haben. »Network Access Control« (NAC) tritt hier nun als Lösung zur proaktiven Absicherung der Netzwerke auf. NAC sorgt für die Einhaltung definierter Sicherheitsrichtlinien im gesamten Netzwerk bis hin zum Endgerät - und will dadurch die Intelligenz im Netzwerk steigern können. Durch den Einsatz von NAC im Unternehmen wird der Netzwerkzugriff von Endgeräten wie etwa PCs, Laptops oder Servern auf Einhaltung der unternehmensweiten Sicherheitsrichtlinien überprüft. NAC identifiziert nichtkonforme Endgeräte und verweigert den weiteren Netzwerkzugriff. Diese werden dann wahlweise in ein Quarantänenetz umgeleitet oder erhalten nur eingeschränkten Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk.

Markus Nispel, Director Solution Architecture Enterasys Networks, rechnet mit dem breiten Einsatz von NAC in zwei bis fünf Jahren. »Mit Network Access Control steht wieder einmal eine Technologie am Anfang des Gartner Hype Cycle«, weiß Nispel. Sowohl aus Sicht der Hersteller als auch der Kunden biete NAC eine Reihe von Vorteilen und Möglichkeiten. »Sie stellt aber auch eine Herausforderung insbesondere an die Struktur und Organisation der Unternehmen dar, die eine entsprechende NAC-Lösung einsetzen möchten.«

Aktuell tummeln sich über 35 Hersteller in diesem Markt und die Zahl wächst fast täglich. Darunter sind einige der etablierten Player aus dem Netzwerk- und auch aus dem Securitymarkt. Laut einer Umfrage von Network Computing im Juni 2006 vertrauen bereits 37 Prozent der Unternehmen darauf, dass ein Netzwerkhersteller eine entsprechende Lösung bietet und 25 Prozent setzen auf einen respektive ihren etablierten Securityhersteller. »NAC-Lösungen werden aus Komponenten beider Lager bestehen«, sieht Nispel. In einer anderen Studie, diesmal von Infonetics, wird ein weltweites Umsatzwachstum von 323 Millionen Dollar in 2005 auf 3,9 Milliarden Dollar im Jahr 2008 erwartet. Ein Gros des Wachstums wird dabei im Switchbereich passieren.

User-centric. NAC ist eine benutzerfokussierte Technologie, die ein genutztes Endgerät autorisiert und Zugriff auf Ressourcen gewährt - auf der Basis der Authentisierung der Identität des entsprechenden Benutzers sowie auf dem Status des Gerätes. Diese Parameter werden im sogenannten »Pre-Connect Assessment« ermittelt - also vor Anschluss an die Infrastruktur. Es sollte aber auch dann im laufenden Betrieb eine überprüfung erfolgen, welche als »Post-Connect Assessment« bezeichnet wird. Teilweise wird auf den einen oder anderen Baustein im Rahmen einer Implementierung auch verzichtet - je nach Kundenanforderung. Die Parameter gelten für alle Endgeräte und Nutzer am Netz: eigene Mitarbeiter, Partner, Gäste, Kunden und sonstige Geräte wie Drucker oder Videokameras. NAC ist aber auch nicht das Allheilmittel gegen beliebige Sicherheitsprobleme. Insbesondere falsches Nutzerverhalten und Angriffe auf Applikationsebene können mittels NAC kaum erkannt werden, es sei denn, man setzt intensiv auch Post-Connect-Assessment-Techniken ein.

Herausforderungen. NAC ist insbesonders eine organisatorische Herausforderung für größere Unternehmen. Um die gewünschten Effekte zu erzielen, müssen in Großunternehmen die Netzwerk-, die Security- und die Desktopmanagement-Abteilung eng verzahnt miteinander arbeiten. In der Konzeptionsphase und insbesonders im Betrieb muss die Netzwerkabteilung eine entsprechende Authentifizierung der Endgeräte und Nutzer durchführen. Dazu muss Zugriff auf die Directory Services erfolgen. Die Sicherheitsabteilung wiederum hat die Compliance-Vorgaben zu kommunizieren. Und die Desktopmanagementabteilung muss die Vorgaben prüfen und in geeigneter Form der Netzwerkabteilung als zusätzlichen Parameter bei der Authentifizierungsphase mitteilen. Die Securityabteilung hat zusammen mit der Netzwerkabteilung zu definieren, was bei einem »non-compliant« Endsystem zu tun ist, welche Zugriffe noch möglich sein sollen und in welchen Schritten das Problem zu beheben ist. Hinzu kommt die entscheidende Frage zur Auswahl der adäquaten Technik. Da sich der Markt noch am Anfang befindet, konkurrieren viele unterschiedliche Ansätze miteinander - wobei sich am Horizont aber schon auch eine Standardlösung abzeichnet. Je nach Unternehmen kann auf diese gewartet werden oder es müssen sinnvolle Zwischenschritte unternommen werden, die zum gewünschten Ziel führen. Folgende Lösungen werden in den nächsten zwei bis fünf Jahren wohl die dominierende Position einnehmen, schätzt der Enterasys-Experte:

Microsoft NAP … Die »Microsoft NAP Network Access Protection«-Lösung, die mit MS Vista und Longhorn-Server Einzug hält, wird wohl erst ab Anfang 2008 allgemein bereitstehen. Die Beta-Tests und Early-Adaptor-Implementierungen sind für 2007 geplant und teilweise schon am Laufen. Es wird auch einen NAP-Client für Windows XP geben. Da der Endgerätemarkt nicht nur aus Microsoft-Produkten besteht, ist insbesondere hier ein Standard notwendig, der sich mit der »Trusted Computing Group« und deren Sub-Group »TNC-SG Trusted Network Connect« abzeichnet. Vereinzelt sind auch schon Produkte zu finden, die diese Spezifikation unterstützen. Ein großer Durchbruch ist aber in 2007 zumindest für TNC noch nicht zu sehen obwohl schon mehr als 160 Unternehmen dort Mitglied sind.

… vs. Cisco CNAC. Cisco setzt im CNAC-Programm auf die Integration von Partnern mittels proprietärer Protokolle. Nachdem die Entwicklung bei Ciscos NAC-Lösung auf sich warten ließ, um alle Geräte unterstützen zu können, hat Cisco nun erkennen müssen, dass die Kundenbasis mit ihren Infrastrukturupgrades noch nicht für CNAC bereit ist. Und schnell wurde ein Unternehmen gekauft - Perfigo -, um dessen Produkt »CleanAccess« in das CNAC einzubauen.

Fazit. Auf der Desktopebene wird Microsoft mit seinem NAP-Agent wohl eine maßgebliche Rolle spielen - in Bezug auf Sicherheit zieht Microsoft hier die Daumenschrauben stark an. Die Akzeptanz der TNC-Implementierungen wird in der Non-Microsoft-Welt groß sein, für Microsoft-basierte Endsysteme bleibt dies abzuwarten, schätzt Nispel, »der NAC-Markt ist noch sehr volatil«. Generell ist darauf zu achten, dass der Hersteller eine flexible Architektur besitzt - mit offenen Schnittstellen, um sich den Marktgegebenheiten anpassen zu können.

Was ist Network Access Control?
Ein neues Werkzeug für die Netzwerksicherheit: Dank Network Access Control (NAC) kann rasch entscheiden werden, welche Nutzer oder Geräte Zugriff auf ein Netzwerk haben dürfen. Böse Computer können dadurch leicht blockiert, gute Gastcomputer effizient begleitet werden. So wird sichergestellt, dass alle Geräte im Netzwerk mit den Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens übereinstimmen. Eine NAC-Lösung sorgt dafür, dass nur geschützte Computer Zugriff auf das Netzwerk haben.
Desktops, Laptops, verdrahtete oder drahtlose Computer, die sich mit dem Netzwerk verbinden, werden über NAC erkannt und verwaltet. Dabei geht es bis ins kleinste Detail: Verfügen Betriebssysteme nicht über die neuesten Patches, sind Firewalls ausgeschaltet oder werden nicht erlaubte Anwendungen verwendet, kann der Netzwerkzugriff verweigert werden.Die Folge: Das Netzwerk wird proaktiv geschützt und Kosten, die entstehen, wenn Systeme nicht mit den Richtlinien übereinstimmen, sinken. In der Regel sinken mit der Implementierung einer NAC-Lösung die Security-Events dramatisch. Angewendet wird das Konzept bereits in Netzwerkprotokollen aller Art: auch in Drahtlosennetzwerken (WLAN) und Weitverkehrsnetzen (WAN).
NAC in neuer Version
Die Netzwerkhersteller haben es, die Securityspezialisten haben es. Network Access Control (NAC) ist bereits in allen gängigen Systemen integriert - so auch in den Sicherheitskonzepten von Marktplayern wie McAfee, Sophos oder Symantec. Letztere haben zuletzt ihre NAC-Lösung mit neuen Funktionen erweitert, die die Zugangskontrolle und Sicherheitsbewertungen von verwalteten und fremden Endgeräten gewährleisten. Die neue Symantec-Software vereint drei Sicherheitsbewertungsmodelle: konstante Agenten, temporäre Agenten und die Fernanalyse des Gefahrenpotenzials. Das Resultat ist eine vollständige Lösung zur Auswertung sämtlicher Endgeräte am Netzwerk. Mit der agentenlosen Scanfunktion lässt sich das Gefahrenpotenzial von Endgeräten, die sich an das Unternehmensnetzwerk anbinden, präzise überprüfen. Diese Funktion ist besonders dann interessant, wenn Gastrechner im Unternehmen eingesetzt werden oder von Windows abweichende Betriebssysteme. Auch Peripheriegeräte, wie beispielsweise Drucker, können damit ausgewertet werden. Mit der Integration eines MacOSX-Agenten und der integrierten 802.1X Supplicant-Schnittstelle möchte »Symantec Network Access Control 5.1.5« eine der flexibelsten und umfassendsten Lösungen in diesem Produktsegment sein.
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Vom Setzen auf das falsche Pferd

Hans Leisentritt, vormals Geschäftsführer von Atos Origin in österreich, wurde vor zweieinhalb Jahren zum Vice President Operational Sales & Marketing für die Region Germany & Central Europe mit Deutschland, österreich, Schweiz und Polen ernannt und sieht den IT-Dienstleister als besten Player, den Europa zu bieten hat. Sein Nachfolger an der Spitze in österreich, Johannes Baumgartner, führt den Kurs fort und setzt weiter auf Kundennähe und partnerschaftliche Wege im Outsourcinggeschäft.

Report: Der Outsourcingmarkt ist in Teilen der Wirtschaft ein fast schon gesättigter Wirtschaftszweig, andere Bereiche haben noch großes Potenzial. Welche Sparten haben für IT-Dienstleister im Outsourcinggeschäft noch die besten Aussichten?

Hans Leisentritt: Wir sehen besonders in Deutschland ein Riesenpotenzial im Bankenbereich. Haben dort die IT-Kosten früher eine eher untergeordnete Rolle gespielt, gerät nun die Konsolidierung der Mitarbeiterzahlen in den Fokus. Es geht darum, den überhang im Personal in Bereichen wie der IT unter Kontrolle zu bekommen.

Johannes Baumgartner: Die IT-Landschaft ist bei internationalen Finanzinstituten ebenso wie der heimischen Bankenlandschaft wert, objektiv auf Verbesserungsmöglichkeiten betrachtet zu werden. Trends aus Deutschland fallen bei uns meist erst ein paar Jahre später auf fruchtbaren Boden. Ich beobachte diese Entwicklung zeitversetzt also auch für österreich. Outsourcingprojekte sind in österreich aus der Historie heraus stark industrielastig, weiteres starkes Wachstum verzeichnen wir in Sparten wie der Finanzwirtschaft oder im Telekommunikationsmarkt mit Kunden wie Mobilkom, Hutchison oder One.

Das Thema Outsourcing ist trotz Vorzeigeprojekten noch immer mit vielen Vorbehalten verbunden. Beispielsweise ruft Offshoring - das Auslagern von Geschäftsteilen in ferne Länder - Arbeitsplatzängste und Globalisierungskritik hervor. Wie begegnen Sie dem?

Baumgartner: Beim Outsourcing geht es stets darum, Geschäftsrisiken zu minimieren. Dabei werden jedoch keinesfalls Teile eines Unternehmens zum Experimentieren freigegeben, sondern wohlüberlegt im intensiven Kontakt mit dem Outsourcingpartner durch Service-Level-Agreements auf eine neue Entwicklungsstufe gehoben. In solch einer Partnerschaft ist es dann unerheblich, ob die Distanz zum Outsourcing-Partner 1.000 oder 10.000 Kilometer beträgt.

Leisentritt: Wichtig ist auch für die Mitarbeiter bei den IT-Dienstleistern hier das Gesamtbild zu sehen. Wenn Bereiche, die im jeweiligen Land nicht Kernthema sind, an Kollegen beispielsweise in Indien abgegeben werden können, ist allen geholfen. Denn erst dann kann sich der Mitarbeiter in Deutschland oder österreich mit qualifizierteren, kundennahen Aufgaben beschäftigen. Durch Offshoring wird das heimische Geschäft nicht abgegraben, sondern nachhaltig gestützt.

An dieser Stelle spiegeln sich deutlich die Vorteile eines internationalen Partners wie Atos Origin wieder. Die Branche ist in den letzten Jahren zusammengewachsen. Die Kunden denken global - die IT-Dienstleister handeln global. österreich oder die Schweiz gesondert zu betrachten, reicht nicht mehr aus. Für die IT-Dienstleister ist dieser regionale Aufbruch aber auch Auftrag, den persönlichen Kontakt zum Kunden nicht zu verlieren. Auch dieses ist eine wesentliche Stärke von Atos Origin, ebenso wie länderübergreifend und flexibel reagieren zu können. Diese Serviceaufstellung ist ein Wettbewerbsvorteil und auch in Zukunft ein großes Differenzierungsmerkmal, denn Flexibilität ist besonders bei Großprojekten im Outsourcing notwendig. Ohne Offshore-Möglichkeiten ist zum Beispiel ein größeres Auslagerungsprojekt gar nicht denkbar. Denn Commodity-Bereiche, also Leistungen, für die keine österreichischen oder andere regionalspezifische Kenntnisse benötigt werden, können anderswo preiswerter erbracht werden - Managed Operations für die IT etwa oder Applikationen wie SAP.

Welchen Einfluss haben Outsourcingprojekte auf Geschäftsprozessebene bei den IT-Dienstleistern derzeit? Hat die große Phase des Business Process Outsourcing bereits begonnen?

Leisentritt: Wir haben bereits große Projekte im Business Process Outsourcing. Für Philips etwa hat Atos Origin den gesamten HR-Bereich übernommen. In den Sparten Finanzen und Controlling kann Atos Origin auf weitere große Kunden verweisen, die von besonders qualifizierten Experten in der Region GCE bedient werden.

Baumgartner: In österreich sind reine Projekte zum Business Process Outsourcing noch selten. Meist sind es Spezialbereiche größerer Projekte, die das Thema Business Process Outsourcing berühren. Jedoch haben wir auch in österreich bereits Kunden wie Alstom, die wir mit kleineren BPO-Projekten gewinnen konnten. Generell ist aber der große Boom noch nicht da. Der Riesenschub im BPO-Geschäft steht noch aus.Hans Leisentritt: Eine Auslagerung eines kompletten Geschäftsprozesses ist natürlich nicht zu unterschätzen. Wenn etwa ganze Vertriebs- und Frachtabläufe eines Unternehmens übernommen werden, ist die IT dahinter nur sekundär. Hier geht es dann auch um ein Verständnis für die Komplexität und Zusammenhänge im Unternehmen - also klar um ein Verstehen des Kunden und die Kommunikation auf der gleichen Ebene mit ihm. Nicht alles ist auf BPO ausrichtbar. Anders wiederum ist die Branche bereits gewachsen und verfügt heute über große Erfahrung. Wir sehen teilweise bereits Projekte in der dritten Generation: Viele Kunden haben schon zwei Projektphasen von je vier bis fünf Jahren Länge hinter sich gebracht und treten im Projektmanagement bereits ganz anders auf als noch Ende der Neunziger. Besonders Wirtschaftszweige wie Banken, Manufacturing oder Automotive können im Auslagern von Geschäftsprozessen bereits eine beachtliche Tradition vorweisen.

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Die interaktive Immobilie

Der Vorteil der neuen interaktiven Lösungen liegt auf der Hand. Die Besichtigung ist jederzeit, von überall aus möglich. Interessenten steuern mittels Pfeiltasten und Maus durch das virtuelle Objekt und können sich einen überblick über Raumaufteilung und Einrichtungsmöglichkeiten verschaffen. Zu einem Vor-Ort-Termin kommt es erst, wenn konkretes Interesse an einem Objekt besteht.
\"Die Immobiliensuche im Internet muss einfach und effizient sein und dabei auch Spaß machen. Mit der interaktiven 3D-Darstellung bieten wir größtmöglichen Komfort auf dem aktuellen Stand der Technik\", sagt Oliver Schön, Geschäftsführer von JamJam Interaktiv.
Auch für Bauträger und Makler bieten sich große Vorteile, ist Immobilien.net Geschäftsführer Alexander Ertler überzeugt. \"Noch nicht realisierte Projekte werden für Interessenten greifbarer. Die virtuelle Besichtigung macht langwieriges Studieren von schwer lesbaren Grundriss-Plänen überflüssig.\"
Unter anderem nutzt der Bauträger BOE die innovative Technologie bereits und präsentiert sein noch im Planungsstadium befindliches Projekt \"Wohnen im Grünen\" auf der Startseite von Immobilien.Net in 3D.
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Vorstellungs kraft

\"Ich kann mir alles vorstellen, außer Homosexualität. Das kann ich mir nicht vorstellen!“
Karl Schierhackl, seit Anfang November neuer Vorstand des Autobahn- und Schnellstraßenbetreibers Asfinag, zeigt gleich bei seiner ersten Pressekonferenz Gespür für Kontroversen.
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Das kühle Blaue

Form und Design des MOTOKRZR (sprich \"krrssrr\") erinnern noch an das Motorola-Kulthandy RAZR, doch hat es deutlich abgenommen (1 Zentimeter weniger) und wurde mit neuen und revolutionären Desingelementen versehen: Eine gehärtete Glasoberfläche sorgt durch eine Hochglanzpolitur für visuelle Tiefe und subtile Eleganz, welche durch Magnesium und poliertes Chrom vollendet wird. Das massive Glasstück an der Front des Gerätes - eine technologische Neuheit bei Serienmodellen - sorgt für einen kühlen, blauen Hochglanzschimmer. Die samtartige und griffige Rückseite des Handys sorgt dafür, dass es auch gut in der Hand liegt.

Features, die Spaß machen
Eine Digitalkamera mit 2 Megapixel und 8fachem Zoom, die auch Videoaufnehmen und Playback ermöglicht, Stereo-Bluetooth-Technologie, MP3-Player und einen Speicher, der sich auf bis zu 1GB mittels optionaler MicroSD-Karte erweitern lässt, sorgen für Abwechslung im Alltag. Dank Quad-Band steht einem die mobile Welt offen, die über EDGE in Hochgeschwindigkeit aufs Handy kommt. Im Telefonbuch stehen Kontaktfelder für Eingaben wie Adresse, IM, URL, und Geburtstag bereit, zudem lässt sich nach ganzen Buchstabenfolgen suchen. \"SMSen“ geht dank iTAP jetzt noch schneller, denn die SMS-Eingabehilfe von Motorola, merkt sich nun auch ganze Sätze.

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Wechsel in den Vorstand

Ralf Ebbinghaus wird in den Vorstand von Swyx berufen. Als neuer Executive Vice President ist er für die Bereiche Vertrieb und Marketing weltweit zuständig. Schwerpunkt der Arbeit von Ebbinghaus bleibt der Ausbau der internationalen Vertriebsaktivitäten. Mit der Entwicklung innovativer Fachhandelsprogramme, wie den \"Swyx Sales Simulator\
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Große Nachfrage

Der Erfolg eines Programms von Sun Microsystems, das Telekom- und Service-Anbietern hilft vorhandene Netzwerke zu stärken und neue Services kosteneffizient anbieten zu können, bestätigt die Führerschaft von Sun in der sich rasch entwickelnden, umkämpften Telekom-Branche. In den sechs Monaten seiner Einführung hat Sun Secure Mail auf den Kunden abgestimmte, umsatzfördernde Lösungen für Branchenführer wie Bell Canada, Bell South, USA.NET und Verizon geliefert.

“Sun wird in den kommenden Jahren weiterhin mehr Telekom-Lösungen auf den Markt bringen. Diese werden den Betreiberfirmen und Serviceanbietern helfen, überzeugende neue Services auf den Markt zu bringen und gleichzeitig komplexe Herausforderungen wie Konsolidierung, Konvergenz und Kosteneindämmung zu bewältigen,“ sagt Darrell Jordan-Smith, Vice President Communications Sun.

Die erste Lösung innerhalb des neuen Sun Programms Sun Secure Mail wurde letztes Jahr veröffentlicht. Sun Secure Mail ist ein vollständig gehostetes Managed Service, dass es Service Providern erlaubt, Mehrwertlösungen anzubieten, die auf Herausforderungen wie Datenschutz und Sicherheit bei E-Mails eingehen. Das Service ist für Kunden einfach zu nutzen und man benötigt nur einen Anschluss. BellSouth, USA.NET und Verizon haben für ihre Kunden bereits Services basierend auf Sun Secure Mail vorgestellt.

Da Serviceanbieter keine zusätzliche Infrastruktur installieren müssen, um Sun Secure Mail Service anzuwenden, würden sie von einer raschen Produkteinführung profitieren und die Komplexität und die Kosten die normalerweise bei der Vorstellung neuer Services auftreten, vermeiden, so Sun in einer Aussendnung. Die Lösung ermögliche es Serviceanbietern, \"rasch auf die große Nachfrage nach höherer Sicherheit im E-Mail-Verkehr zu reagieren.\" Die große Nachfrage ergibt sich daraus, dass immer mehr Firmen und Privatkunden vertrauliche Daten in E-Mails verschicken.

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Im Test: Olympus E-330

Die Olympus E-330, die weltweit erste mit Live View bietet eine kontinuierlichen Anzeige auf dem LC-Display. Das heißt, der Bildausschnitt kann festgelegt werden, ohne dabei durch den Sucher sehen zu müssen. So haben Anwender zum einen im Blick, was um sie herum vorgeht. Zum anderen ist diese technische Neuerung immer dann nützlich, wenn es schwierig wird, das Motiv durch den Sucher zu erfassen - beispielsweise unter Wasser.

Ausstattung
Das Gewicht liegt weiterhin bei knapp einem Kilo; die reinen Gehäusemaße sind mit 140 x 87 x 72 Millimeter ähnlich kompakt. Immer noch ungewohnt ist die linksbündige Position des Sucherokulars. Dank des in der Kamera verwendeten TTL-Spiegelsuchersystems konnten zwei separate Bildsensoren eingebaut werden, die zwei unterschiedliche Live-Anzeigemodi (A + B) ermöglichen. Modus A für die nutzt ein in den optischen Pfad des Suchers eingebautes CCD. Hierbei wird ein Bildfeld von 92 Prozent wiedergegeben und die volle Autofokus-Funktionalität bewahrt. Im Modus B hingegen wird der Spiegel in der hochgeklappten Position arretiert und der Live MOS-Sensor der Kamera für den Macro Live View mit 100-prozentigem Bildfeld eingesetzt. Dieser Modus empfiehlt sich bei Makroaufnahmen.Um optimal arbeiten zu können, verfügt die E-330 über ein 6,4 cm/2,5 Zoll großes, neigbares LCD, das sich auch in schwierigen Aufnahmesituationen, wie z. B. in Hüfthöhe oder über dem Kopf, hervorragend als Sucher einsetzen lässt.

Handhabung
Leider ist der Sucher nicht besonders hell. Der Grund dafür ist bei einem der Spiegel aus dem Porro-System zu suchen, der halbdurchlässig gemacht werden musste, um im Livebild-Modus A eine Bildvorschau auf dem LC-Monitor zu ermöglichen. Der vom teildurchlässigen Spiegel verursachte Lichtverlust wirkt sich nicht nur auf das optische Sucherbild, sondern auch auf das elektronische Sucherbild aus. Das Monitorbild wirkt deshalb wie das Sucherbild etwas \"düster\" - was einem vor allem dann auffällt, wenn man unter schwachen Lichtverhältnissen fotografiert. Durch Einschalten der \"Live View Boost\"-Funktion im Einstellungsmenü wird das Monitorbild heller, rauscht aber auch stärker und flimmert auch leicht. Im Livebild-Modus B wird die Bildvorschau direkt vom eigentlichen Bildsensor erzeugt und das Monitorbild ist viel heller.Der 2,5-Zoll große LC-Bildschirm zeigt die Bilder dank 215.250 Pixel gut an. Auch seitlich stehende Personen können diese gut einsehen. Das ermöglicht der Betrachtungswinkel von 160°. Ein Brillentuch o. ä. sollte man aber immer dabei haben, da das - sonst gut entspiegelte - Schutzglas sehr leicht verschmiert.

Bildqualität
In der E-330 arbeitet ein MOS-Sensor mit 7,5 Millionen Pixeln. Dieser Sensortyp bietet eine dem FFT-CCD vergleichbare Bildqualität, aber mit dem geringeren Strombedarf eines MOS. Die stellt mit diesem Live-MOS-Sensor feine Bilddetails sehr genau dar. Die elektronische Bildaufbereitung fällt dabei - im Gegensatz zu manch anderer Einsteiger-DSLR - nicht zu aggressiv aus und erlaubt auch eine vergleichsweise gute Nachbearbeitung der Bilder. Gute Ergebnisse erzielt die Kamera auch beim Rauschverhalten und bei der Kontrastbewältigung. Die E-330 macht äußerst scharfe und kontrastreiche Bilder. Zusätzlich tendiert sie dazu, Farben auch etwas schöner wiederzugeben als in der Realität.

Sonstige Funktionen
Vom Gerätekonzept und der Technik her ähnelt die E-330 dem Schwesternmodell E-500: man findet, mit einigen Ausnahmen, die gleichen Funktionen und Einstellungen an denselben Stellen im Menü wieder. Beispiele: Spiegelvorauslösungsfunktion, eine Abblendtaste, eine Vielzahl an Motivprogrammen mit Bildbeispiel, eine kamerainterne Rohdatenkonvertierung (RAW-Data-Edit-Funktion), eine Funktion zur Retusche roter Augen und eine ISO-Automatik an.
Wie alle Kameras des Olympus E-Systems ist auch die E-330 mit dem Supersonic Wave Filter ausgestattet. Dank dieser von Olympus entwickelten und patentierten Technologie wird verhindert, dass sich während eines Objektivwechsels in die Kamera eindringender Staub auf dem Bildsensor ablagert. Diese Funktion startet automatisch, wenn die Kamera eingeschaltet wird und lässt sich zusätzlich manuell aktivieren.

Zum Speichern der Daten können sowohl CompactFlash als auch xD-Picture Cards genutzt werden. Selbstverständlich lassen sich auch die neuen High Speed xD-Picture Cards von Olympus verwenden. Diese warten mit einer zwei- bis dreimal höheren Datentransferrate als ihre Vorgänger auf. Und sie bieten neben der herkömmlichen Panorama- auch eine 3D-Funktion sowie weitere Spezialeffekte.

Fazit
Das Modell zeichnet sich durch eine Reihe fortschrittlicher Eigenschaften, einschließlich des neuen MOS-Sensors mit 7,5 Millionen Pixeln, aus. Die erstaunlich kompakte Kamera ist ideal für ambitionierte Anwender, die professionelle Ergebnisse erzielen wollen sowie für semiprofessionelle Fotografen. Unterm Strich lässt sich von der Bildqualität sagen, dass sie gut bis sehr gut ist, und Olympus von Kameramodell zu Kameramodell die Bildqualität immer besser in den Griff bekommt.

Plus/Minus:
+ Ergonomie
+ Bildqualtität
+ selbsterklärende Motivprogamm-Einstellungen
+ Verwendung des LC-Bildschirms als Status-Anzeige
- konfuse Menüpunkt-Folge
- fehlende Angaben beim Sucher

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Homo Ludens

\"Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“ - wer meint, dieses Zitat entstamme der Welt des Spielzeugmarketings, irrt. Friedrich Schiller war es, der hier im Spiel eine ureigene Beschäftigung des Menschen erkannte, und der niederländische Kulturhistoriker Johan Huizinga prägte bereits 1939 mit seinem gleichnamigen Buch den Begriff des \"homo ludens“, des \"spielenden Menschen“, um zu zeigen, dass Spiel und daraus folgende Selbstorganisation allen menschlichen kulturellen und gesellschaftlichen Systemen zugrunde liegen. Das Spiel ist eine grundlegende menschliche Aktivität, die Kreativität, Wettkampf und Innovationen hervorbringt - der Spieltrieb des Menschen übersteigt historische, kulturelle und soziale Grenzen. Was sich ändert, sind die Spielzeuge - und der Stellenwert, der Spielen in den jeweiligen Gesellschaften zukommt.

Gesellschaftliche Vorurteile
Spiele sind etwas für Kinder, bevor der Ernst des Lebens beginnt? Wer so denkt, versäumt etwas und belügt sich selbst. Denn so, wie den alten Griechen ihre Olympischen Spiele heilig waren, pilgert heutzutage so mancher ohne schlechtes Gewissen zur Fußball-WM, zum Golfplatz oder zur Pokerrunde. Nur die allerneueste Manifestation des universalen Spieltriebs ist mit allerlei gesellschaftlichen Vorurteilen beladen: Computer- und Videospiele, so die gängige und oft publizierte Meinung, sind unkommunikativ, verdummend und gewaltverherrlichend - am besten, man beschützt die Gesellschaft vor dieser Gefahr. Das Misstrauen, das dem jungen Medium entgegenschlägt, ist allerdings fehl am Platz; genau wie nach der Einführung der Fotografie, des Films und des Fernsehens werden die Vorurteile einfach deshalb weichen, weil die verstärkte Verbreitung des neuen Mediums zu einer objektiveren Beurteilung führen wird. Die Besorgnis, Jazzmusik, Comics, Rock’n’Roll, die Beatles, Bravo, Horrorfilme oder Heavy Metal würden die Jugend zu willen- und hemmungslosen Bestien machen, haben sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte ja auch nicht als besonders haltbar erwiesen.

Größer als die Filmbranche
Computer- und Videospiele sind ein riesiges, weltweites Geschäft. Das Business mit der digitalen Unterhaltung ist heutzutage bereits größer als die gesamte Filmbranche. Und der durchschnittliche Spieler sieht anders aus, als die Vorurteile vermuten lassen. Laufend durchgeführte Studien der Unterhaltungssoftware-Verbände ESA (Entertainment Software Association) und ELSPA (Entertainment and Leisure Software Publishers Association) zeichnen das Bild einer spielenden Gesellschaft: In zwei Dritteln aller Haushalte werden Computer- oder Videospiele gespielt, der Altersdurchschnitt der Spieler liegt bei überraschenden 33 Jahren, und mehr und mehr spielende Frauen und Senioren bringen das Spielerklischee vom pickeligen Teenager ins Wanken. Gespielt wird auf den unterschiedlichsten Geräten: auf Spielkonsolen, Heimcomputern, Handheld-Geräten, Handys und direkt im Internet im Browser.

Technologietreiber
Tatsächlich ist das Spielen vor dem Monitor so alt wie die Computertechnologie selbst. Mehr noch: Viele Fortschritte in Hardware und Programmierung verdanken sich direkt dem Spieltrieb der Benutzer, die schon in der Computersteinzeit das spielerische Potenzial der riesigen Rechner erkannten. Die rasante Entwicklung der Grafikdarstellung wäre ohne den treibenden Ehrgeiz der Spieleindustrie undenkbar gewesen, und selbst die weltweite Vernetzung sowie die Penetration mit Breitbandzugängen lässt sich mit dem Aufkommen neuer Mehrspielerkonzepte in Zusammenhang bringen. Auch die Errungenschaften der AI-Forschung, also der Künstlichen Intelligenz, finden meist zuallererst in elektronischen Spielen ihre Anwendung: War vor elf Jahren der Sieg des Schachprogramms \"Deep Blue“ über den menschlichen Schachweltmeister Garri Kasparow ein Meilenstein der Programmierung, leisten heute AIs in wachsender Komplexität ihre Dienste in Videospielen, um den menschlichen Spieler herauszufordern.
Nach wie vor gilt überdies, dass Heimcomputer ihre inzwischen beachtlichen Rechenleistungen fast ausschließlich mit den neuen Produkten der Spieleindustrie technisch voll ausreizen können; kaum ein Office-Anwender oder Gelegenheitssurfer benötigt die geballten Hardwarekapazitäten in seinem Rechner für die täglich anfallenden Erledigungen, doch die neuesten Games reizen vorhandene und zukünftige Hardware in schöner Regelmäßigkeit bis ans Limit aus. Kein Wunder, dass die letzte Generation der Videospielkonsolen, Sonys PS3 und Microsofts XBOX 360, wahre Hardwaremonster sind, die an Highend-Hardware, Komplexität und Rechenleistung so gut wie jedes andere Home-Consumer-Produkt in den Schatten stellen. Der menschliche Spieltrieb zeigt sich im Bereich des elektronischen Spielens als unersättlicher Entwicklungs- und Marktmotor, der die Leistungsfähigkeit der Hardware in einer ständigen Entwicklungsspirale am Laufen hält. Die ständig zunehmende Zahl an Computern und anderen Spieleplattformen wie Multimediahandys bringt täglich neue Neugierige dazu, die große Welt des elektronischen Spielens zu entdecken. Innovative Steuerungssysteme mit Bewegungssensoren wie etwa bei Nintendos neuer Konsole Wii zielen zusätzlich und mit Erfolg darauf ab, niederschwellig und mit viel mehr körperlicher Bewegung als bisher neue Zielgruppen zu begeistern.

Klischee und Realität
Das größte Vorurteil gegenüber dem Spiel mit der Elektronik war stets die mangelnde soziale Komponente. Doch gerade auf diesem Gebiet straft die Realität das Klischee Lügen. Riesige Online-Spielewelten wie \"World of Warcraft“ oder Wettkampfspiele aller Sorten vernetzen weltweit Spieler auf Konsolen und PCs mit Millionen anderen Gleichgesinnten. Das gemeinsame Hobby führt Menschen aus unterschiedlichsten Ländern, Altersgruppen und sozialen Schichten zusammen - kaum ein Spiel kommt heute ohne eine kommunikative Multiplayerkomponente aus. Onlinewelten wie das medial allgegenwärtige \"Second Life“ demonstrieren mit Spieltechnologien schon heute die Möglichkeiten virtualisierten Zusammenlebens und auch die Geschäftsmodelle von morgen. In Anbetracht des ungebremst wachsenden Marktes und der spektakulären technologischen Weiterentwicklungen kann man schon heute getrost davon ausgehen, dass das Medium des Computer- und Videospiels im 21. Jahrhundert sowohl Film als auch Fernsehen hinter sich lassen wird. Der \"Homo ludens“ ist auf dem Weg in eine spielende Gesellschaft.

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