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Es muss nicht immer ein Server sein

Von Martin Leyrer

Das papierlose Büro beschert uns einiges an Problemen. Immer mehr elektronische Files, von zig Präsentations-Versionen über Word- und Excel-Dateien bis hin zu den Unterlagen im PDF-Format und zahlreiche digitale Fotos, füllen die Festplatten der PCs und Laptops. Musik will man zwischendurch auch hören, also kommen auch noch MP3s hinzu. Oder, wenn man es etwas \"professioneller\" sehen will, die geschäftskritischen Podcasts, die man sich endlich einmal anhören will, wenn man endlich Zeit hat. Nicht zu vergessen sind auch noch die unzähligen E-Mails mit ihren Anhängen, welche die lokale Festplatte natürlich auch belasten.

Die Aussage mit dem papierlosen Büro ist vielleicht etwas übertrieben, aber ansonsten beschreibt der letzte Absatz durchaus den üblichen Inhalt einer Festplatte. Konnte man Daten früher auf Disketten oder ZIP-Disks speichern und so \"archivieren\" beziehungsweise zwischen Computern transportieren, so sind die Daten mittlerweile so umfangreich, dass selbst CDs zu wenig Kapazität bieten. Während Einzelkämpfer sich noch mit externen Festplatten behelfen können, welche an den USB-Port des Laptops angeschlossen werden, stehen kleinere Unternehmen vor dem Problem, dass einerseits die dezentrale Datenhaltung auf den einzelnen PCs zu umständlich und unsicher ist, andererseits ein zentraler Datenserver einfach zu teuer und im Betrieb zu aufwändig ist.

Aus diesen Anforderungen heraus hat sich das NAS-Konzept (Network Attached Storage), das zunächst für größere Unternehmen einen einfach zu installierenden und administrierbaren Speicherplatz im Netzwerk zur Verfügung stellte, entwickelt. Mittlerweile sind die so genannten NAS Appliances, welche NAS und Festplatte kombinieren, auch zu Preisen erhältlich, die den Einsatz dieser Lösungen für kleinere Unternehmen interessant machen und dort an Stelle eines klassischen Dateiservers eingesetzt werden können. Die Vorteile einer derartigen Lsöung liegen in der zumeist sehr einfachen Verwaltung, aber auch am geringen Stromverbrauch und dem sehr leisen Arbeitsgeräusch dieser Geräte.

Netgear Storage Central 101. Das erste Produkt, das wir uns näher angesehen haben, war Netgears Storage Central 101. (SC 101) Netgears Lösung unterscheidet sich von anderen Lösungen auf dem Markt dadurch, dass sich das Unternehmen dazu entschlossen hat, hier Funktionen von NAS und SAN (Storage Area Networks) zu kombinieren. Im Gegensatz zu anderen NAS-Lösungen stellt das SC 101 keine \"fertigen\" Netzlaufwerke zur Verfügung, mit denen man sich verbinden kann. Stattdessen werden, wie bei einem SAN, die Festplatten auf Block-Level (via iSCSI) zur Verfügung gestellt. Dieser Lösungsansatz hat zwar den Nachteil, dass man auf den PCs, die darauf zugreifen wollen, entsprechende Treiber installieren muss, dafür könnte man auch Datenbanken oder Exchange-Mailboxen auf dem SC 101 ablegen und auch die Nutzung der Platten lässt sich sehr flexibel einstellen.

Ausgeliefert wird das SC 101 üblicherweise als leere Box ohne Festplatten, aber mit zwei Schächten für ATA-Laufwerke. Der Einbau der Festplatten erfolgt ohne Werkzeug, um das Gerät zu öffnen benötigt man nur eine 10 Cent Münze: Wählerisch zeigt sich das Gerät hinsichtlich der Art der Festplatte. Es muss schon ein aktuelles UDMA-100 (ATA-6) Laufwerk sein. ältere Laufwerke werden nicht unterstützt. Die Größe der Festplatte ist dem Gerät egal, hängt also nur von der Geldbörse des Anwenders ab. Auch lassen sich unterschiedliche Größen und Hersteller laut Netgear beliebig kombinieren.

Die Flexibilität zeigt sich ebenfalls bei der Einrichtung des Systems. Die Platten im Gerät lassen sich über das Administrationstool sowohl als Spiegel (RAID 1, die Daten werden auf beiden Platten parallel abgelegt), als auch als Verbund (\"spanning\", beide Festplatten werden als eine Große angezeigt) einrichten. Im Gegensatz zu anderen Lösungen zeigt sich der Spiegel allerdings so flexibel, dass man auch nur Teile der Festplatte spiegeln kann. So könnten etwa 2/3 beider Festplatten als eine große Festplatte für Videos, Musik oder CD-Images benutzt werden und der Rest als ausfallssicherer Spiegel für die wichtigen Geschäftsdaten. Die Aufteilung ist beliebig. Für \"exotischere\" Konfigurationen muss man aber den bequemen Setup-Wizard verlassen und sich des Advanced Configuration Dialogs bedienen.

Damit aber noch nicht genug. Es gibt auch die Möglichkeit, mehrere SC 101 Boxen zusammenzufassen und als eine Festplatte auf dem PC einbinden. So könnte man zum Beispiel vier 250 GB Festplatten in diese einbauen und dem PC als ein Laufwerk mit 1 Terabyte an Kapazität zur Verfügung stellen. Auch hier lässt sich ein Spiegel aufbauen. In der oben angeführten Kombination hätte der Anwender dann 500 GB an gespiegeltem, sprich sicheren Speicherplatz zur Verfügung. Ein Verbund über mehrere SC 101 Geräte lässt sich aber nicht mehr spiegeln, es gibt also schon Limits.

Etwas verwundert es bei dieser Funktionalität schon, dass Netgear dem SC 101 nur eine 10/100 Mbit-Ethernet-Karte gegönnt hat. Gigabit wäre in diesem Fall durchaus passender gewesen, kosten doch auch die entsprechenden Switches nicht mehr die Welt. Als recht praktisch erweist sich hingegen die mitgelieferte Software \"SmartSync Pro Advanced Backup\" die bis zu 99 Versionen einer Datei sichern kann und mit der sich sowohl die Sicherung von Daten, als auch die Synchronisation zwischen PC/Laptop und dem SC 101 recht bequem abwickeln lässt.In Summe kann man sagen, dass Netgear mit dem SC 101 ein tolles und sehr flexibles Gerät anbietet. Dank der rein passiven Kühlung über Kühlrippen ist es so leise, dass man es ohne Probleme im Büro aufstellen kann. In Punkto Flexibilität beeindruckt das SC 101 ebenfalls. Festplatten im Spiegel, als Verbund, über mehrere Geräte hinweg und im Betrieb änderbar - komfortabler und einfacher geht es kaum noch. Als Wermutsperlen bleiben die relativ langsame Netzwerkkarte und die fehlende Unterstützung für Betriebssysteme jenseits von Windows 2000 und XP.

Buffalo Technologies Tera Station. Mit seiner Tera Station hat Buffalo Technologies den NAS-Markt erschüttert. Mit der Tera Station pro bzw. Tera Station Home hat das Unternehmen nun zwei neue Produkte auf den Markt. Beide Geräte bieten eine Kapazität zwischen 0,6 und 2 Terabyte, verschiedene RAID-Modi und zusätzliche Datensicherheit mittels eines Journaling-Filesystems, welches den Datenverlust im Falle eines Systemabsturzes gering halten soll.
Beide Modelle verfügen auch über eine USB 2.0 Schnittstelle, an der etwa externe USB-Festplatten oder Drucker angeschlossen werden können, da bei der Tera Station auch ein Druckserver integriert ist. An das Netzwerk werden die Tera Station Geräte mittels einer Gigabit-Schnittstelle, aber auch Anschlüsse für eine USV sind vorhanden.

Ausgeliefert werden die Geräte im RAID-5-Modus, also mit über die Festplatten verteilter Parität. Damit stehen dem Anwender zwischen 480 GByte und 1,5 TByte netto zur Verfügung. Wer mehr Platz benötigt, muss die Konfiguration etwa auf RAID 0 ändern, um alle Festplatten als ein Laufwerk zur Verfügung zu stellen. Zugegriffen werden kann auf die Laufwerke unter anderem mittels SMB und FTP, so dass man sich mit allen gängigen System auf die Tera Station verbinden kann.

Für etwas größere Unternehmen bietet die Tera Station Pro eine Integration in das Active Directory eines Windows-Servers, sodass Benutzerberchtigungen, etc. hierüber verwaltet werden können. Die Tera Station Home untertützt hingegen die DLNA-Richtline (Digital Living Network Alliance) für den Datenaustausch im digitalen Heimnetzwerk.

In der Praxis konnten wir die Tera Stations leider nicht testen, da Testgeräte von Buffalo Technologies laut der Presseagentur nur für den deutschen Presse-Bereich bestimmt sind. Im Verkauf ist das Unternehmen nicht so pingelig. Legt man die entsprechenden Euro-Scheine auf den Tisch so kann man die Tera Stations auch in österreich käuflich erwerben.

LaCie Ethernet Drive. Einen interessanten Ansatz für Ihr NAS-Gerät wählte der Hersteller LaCie. Mit der LaCie Ethernet Disk Mini bietet das Unternehmen ein Gerät an, welches sowohl als NAS über das Netzwerk genutzt, aber auch lokal an die USB-Schnittstelle angeschlossen werden kann. Ist ein aktives Gerät über USB an die Ethernet Disk angeschlossen, schaltet sie in den USB-Modus, ansonsten horcht sie am 10/100 Ethernet Port auf Anfragen.

Formatiert ist die Festplatte (Kapazitäten zwischen 250 und 500 GB stehen zur Auswahl) per Default mit Microsofts FAT32 Dateisystem. Damit können zwar alle Betriebssysteme (Windows, Mac, Linux) im USB-Modus auf die Platte zugreifen, dafür sind die Dateinamen auf 27 Zeichen und die Dateigröße auf 2 MB beschränkt. Will man diese Einschränkungen umgehen, muss man die Platte über die Administrationstools als ext3 neu formatieren. Damit ist auch klar, dass die LaCie Ethernet Disk Mini auf Linux basiert. Im Gegensatz zu anderen Lösungen gibt es für die Ethernet Disk Mini allerdings noch keine alternativen Betriebssystemlösungen, obwohl LaCie die Sourcen zum Download anbietet.

Das Ethernet Drive Mini von LaCie verfügt, ebenso wie die anderen Lösungen auch über eine rudimentäre Benutzerverwaltung. Interessant ist, dass diese auch beim Betrieb via USB greift und den Zugriff auf die abgelegten Daten kontrolliert. Für den USB-Betrieb bietet La Cie ein \"Desktop-Rack\" für den Schreibtisch an, in dem eine oder mehrere Platten eingebaut werden können. Als NAS in einem 19 Zoll Schrank lässt sich das Ethernet Drive Mini mittels des Rackmount Kit betreiben.

Wer bis zu 2 Terabyte Speicherkapazität benötigt oder ein 19 Zoll Gehäuse bevorzugt, der kann zu LaCies Ethernet Drive (ohne Mini) greifen. Dieses kann über vier USB 2.0 Schnittstellen weitere externe Festplatten anbinden oder sich mit weiteren LaCie Ethernet Drive verketten. Weiters wird auch Microsofts Active Directory für die Zugriffskontrolle unterstützt. Trotzdem ist die Installation und Verwaltung des Gerätes laut LaCie ohne IT-Fachwissen möglich.

D.Link DSM-G600. Die Möglichkeit, dass man an WLAN Access Points über USB auch eine Festplatte anschließen kann ist nicht so neu. Entsprechende Produkte, über deren Sicherheit und \"ease of use\" man vortrefflich diskutieren kann, sind bereits länger auf dem Markt und für kleinere Setups sicherlich eine Alternative zu den bereits vorgestellten Lösungen. Mit dem \"DSM-G600\" bietet D-Link nun einen Wireless Access Point an, in den eine 3,5 Zoll Festplatte eingebaut werden kann.

Zugriffskontrollen und ähnliches bietet der Access Point nicht, dafür sollen Windows und Apple dank UPnP (Universal Plug and Play) bzw. Rendezvous die Festplatte automatisch erkennen. Den Zugriff über WLAN kann der DSM-G600 mittels WPA-PSK absichern, was derzeit als ausreichend sicher angesehen wird. Durch das Fehlen von Benutzerkonten und ähnlichem eignet sich diese Lösung eher als zentrale Datenablage, denn als Dateiserver-Ersatz.

Linksys NSLU2. Einen interessanten Weg ist auch Linksys mit dem NSLU2 gegangen. Das Gerät stellt im Prinzip nur den \"Filer\", als den Kopf eines NAS-Gerätes dar. Die Festplatten werden hier über USB angebunden und über die 10/100 Mbit Ethernet-Schnittstelle des NSLU2 in Netzwerkt gestellt. Was den NSLU2 so besonders macht ist das Betriebssystem. Dieses basiert auf Linux und ist änderbar. Im Web kursieren bereits diverse Variationen, die das Gerät etwa um einen MP3-Streamer und ähnliches erweitern.

Mit der EtherFast Network Attached Storage (EFG) Produktgruppe hat Linksys dann auch noch eine kombinierte Lösung im Programm. Die Geräte werden jeweils mit einer Festplatte (250 oder 120 GB) ausgeliefert und können um eine Zweite erweitert werden. Zusätzlich verfügen sie auch noch über einen Druckserver und können, so kein anderes Gerät diese Funktion übernimmt, auch noch die IP-Adressen im Netzwerk automatisch mittels DHCP vergeben.

Fazit. Es muss nicht mehr unbedingt ein großer, lauter und teurer Fileserver sein, wenn man Daten zentral ablegen will. Netgears Storage Control 101 ist hinsichtlich der flexiblen Verwaltung der Festplatten sicherlich einen Blick wert, solange man sich nur in der Windows-Welt bewegt. Buffalos Tera Station Pro macht als Ergänzung zu einem Windows Small Business Server sicherlich keinen schlechten Eindruck, während die Tera Station Home als Dateinspeicher für ein Home Entertainmentsystem keine schlechte Figur macht. Die Lösungen von LaCie bieten sich für heterogene Umgebungen an. D-Links DSM-G600 Netzwerk Media Storage ist eine interessante Lösung für jemanden, der auch einen WLAN Access Point benötigt. Der NSLU2 von Linksys hingegen gilt als einer der kleinsten und leisesten NAS-Filer, der über alternative Betriebsysteme beinahe beliebig flexibel eingesetzt werden kann - und das nicht nur von Hackern. Welches Gerät nun das Richtige für Ihr Kleinunternehmen ist, können wir nicht sagen, aber dass es ein Passendes gibt, davon kann man bei der breiten verfügbaren Produktpalette ausgehen.

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Zwischen Chance und Vorurteil

Von Maren Beaufort

Ein Argument für den Einsatz von Voice-over-IP ist das Einsparungspotenzial - der Mehrwert im Businessalltag ein anderes: Verschmolzene Daten- und Sprachkommunikation erlaubt in logischer Konsequenz die Einbindung von Sprache, Daten, Fax und Mail in ein einziges System, im Idealfall mit derselben Oberfläche. Als Unified Messaging betitelt, ist so der Traum vieler Prozessoptimierer realisiert, denn: Erhöht wird nicht nur die Flexibilität, sondern auch die Schnelligkeit der Arbeitsabläufe.

Weitere Anwendungsszenarien sind mittels CTI (Computer Telephony Integration) vorstellbar: das automatische Aufscheinen relevanter Kundendaten am Bildschirm, sobald diese anrufen, oder die Integration von Video- sowie Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien in Telefonkonferenzen. Nicht zuletzt erweitert die professionellere Integration mobiler Mitarbeiter und Homeworker die lange »List of Possibilities«: VoIP-Anschlüsse können dann mit ein und derselben Nummer dort verfügbar sein, wo sie an das Datennetz gehängt werden. Egal mit welchem Endgerät und an welchem Ort - innerhalb eines Gebäudes, in einem anderen Land oder im Flugzeug.

Telefoniert wird mittels IP-fähiger Telefone, VoIP-Handsets, Softphones am PC oder mithilfe von Hybridlösungen durch die Einbindung bestehender Hardware. »Adds, moves and changes« im Falle neuer oder umsiedelnder Mitarbeiter entfallen jedenfalls - einschließlich Verkabelung. Die Telefone bleiben, wo sie sind, die Mitarbeiter inklusive persönlicher Konfiguration switchen geschmeidig von Apparat zu Apparat.

Für Heimarbeitsplätze bedarf es lediglich eines Breitbandanschlusses, über den sich das Endgerät durch einen sicheren VPN-Tunnel an der Telefonanlage anmeldet. Ausgehende Gespräche werden so mit der Firmenkennung aufgebaut, eingehende Anrufe werden über die Zentrale weitergeleitet. Der Anrufer erkennt damit nicht, wo sich sein Gegenüber befindet. Sogar die Features der Kernanlage stehen dem externen Mitarbeiter zur Verfügung.

VoIP goes mobile. Kaum hat sich Voice-over-IP als Ersatz für die kabelgebundene Telefonie etabliert, schwappt der Hype auch auf WLAN über. Der bisherigen Zurückhaltung im professionellen Bereich liegen vornehmlich Quality-of-Service-Bedenken zugrunde. Sobald mehrere Benutzer auf ein WLAN zugreifen, entstehen Aussetzer und Gesprächsabbrüche. Ein mögliches Gegenmittel ist die Einrichtung von Virtual LANs (VLANs). Hierbei wird ein logisches Subnetz im Funknetz definiert und folglich garantierte Bandbreite gegenüber anderen Anwendungen reserviert. Ein IP-Handy fungiert somit als Nebenstelle im VoIP-Netz. Aktuell besonders hip: Dual-Mode-Handys für Internettelefonie und Mobilfunk. Diese können innerhalb der heiligen Bürohallen über den DSL-Anschluss telefonieren, während sie sich unterwegs ins Mobilfunknetz einbuchen.

Wie sicher ist VoIP? Die Security-Debatte ist nach wie vor für etwa sechs Prozent der Unternehmen Hauptgrund, die Finger von der Voice-Integration zu lassen. Der Grund: Salopp gesagt holt man sich mit VoIP all die potenziellen Probleme ins Haus, die man bisher nur vom Internet kannte. Einerseits ist das nicht verkehrt, andererseits nicht differenziert genug. Vor allem Anbieter und Systemintegratoren halten diese Paranoia für übertrieben: Die übertragung über Datennetze sei heute wesentlich besser geschützt als die herkömmlicher Telefonie. Natürlich muss man in diesem Punkt zwischen Internettelefonie für Otto Normalverbraucher à la Skype und VoIP, wie es größeren Unternehmen via abgeschotteten Netzen oder VPN zur Verfügung steht, unterscheiden. »Internettelefonie birgt Gefahren, IP-Telefonie Chancen«, ist das Schlagwort der Business-Provider.

Auch bezüglich Serviceverfügbarkeit beruhigt die Anbieterseite: Mit einer gut durchdachten Priorisierung kann eine der herkömmlichen Telefonie vergleichbare Qualität erzielt werden. Dennoch - man begibt sich einen Schritt weiter in Richtung Abhängigkeit von Upgrades, Patches und Releases. Nicht zwangsläufig ein Negativum: Hat man früher in Telko-Hardware investiert, war man dieser auf Gedeih und Verderb ausgeliefert - jedenfalls bis zum Tag X ihrer Abschreibung. Dank Updates lassen sich Arbeitsmittel heute sehr viel leichter an den Stand der Technik anpassen - ganz ohne neuerliche Großinvestitionen. Und realistisch gesehen ist eine grundsätzliche Abhängigkeit von IT - VoIP hin oder her - gegenwärtig ohnehin nicht mehr zu leugnen.

Wenn Spam klingeln lernt. Ein heute kontrovers diskutiertes Thema ist Spam-over-Internet-Telephony - bekannt als »SPIT«. Erwartet uns allen Ernstes Reklame für Superkredite, Alarmanlagen und Potenzhelferchen nun auch durch den Hörer? Trotz wachsender Userzahlen lassen derartige Attacken bis dato auf sich warten. Denn: Im Vergleich zu Spam über E-Mail ist der kostenlose, automatisierte Versand von Sprachnachrichten nicht simpel.

Erheblicher Bandbreitenbedarf, Authentifizierung und bis dato noch mangelnde Bekanntheit von IP-Adressbereichen sind die wesentlichsten Unterschiede. Mit dem Volumen einer durchschnittlichen Spam-Mail lässt sich gerade einmal eine Sekunde Sprache übertragen. Solange also Bandbreite mit ihrem derzeitigen Marktwert gehandelt wird, funktioniert das ökonomische Kalkül für Spitting trotz höherem Wirkungsgrad vergleichsweise schlecht.

Der Geschäftsalltag. Wie die jüngste Studie der Regulierungsbehörde RTR »Erhebung Nase« zeigt, ist VoIP bereits rund 55 Prozent der österreichischen Unternehmen ein Begriff. Besonders deutlich ist der Bekanntheitsgrad mit 88 Prozent in größeren Firmen mit über hundert Beschäftigten. Auch im Dienstleistungssektor und überall dort, wo häufig ins Ausland telefoniert wird, ist VoIP überproportional geläufig; im Bauwesen mit nur 36 Prozent dagegen wenig. Durchschnittlich telefonieren aktuell sechs Prozent aller österreichischen Betriebe über IP. Weitere zwölf Prozent planen den Einsatz in den nächsten zwei Jahren, 33 Prozent sprechen sich vorerst dagegen aus. Auch in diesem Kontext sind größere Unternehmen nachhaltiger mit der neuen Technologie vertraut als Klein- und Mittelbetriebe. Noch werden hauptsächlich Gespräche ins Ausland mittels VoIP geführt. Anrufe ins Mobilnetz, ins inländische Festnetz und vor allem von IP zu IP sollen allerdings bald nachziehen. Für 84 Prozent der Business-User sind die günstigen Verbindungsentgelte Hauptargument für den Einsatz von VoIP. Gefolgt von »Einheitliches Netz für Daten und Telefon« und »Anschluss an neue Entwicklungen nicht verpassen«. Bezüglich der wahrgenommenen Nachteile gibt es partielle Unterschiede abhängig vom Einsatz im Unternehmen. Die größten Einstiegshürden sind »Vertrautheit herkömmlicher Technologie«, »Umrüstungskosten« und »unausgereifte Technologie«, während Firmen, die bereits VoIP einsetzen, sich eher an der heute noch teils mangelnden Gesprächsqualität stören.

Unabhängig von ihrer Ausprägung ist eine Voraussetzung für die Verbreitung von VoIP die bundesweite Breitbandpenetration. Momentan liegt diese nach Daten der RTR-Befragung bei knapp der Hälfte aller österreichischen Unternehmen.

Die Anbieter. Während es für den Privatanwender üblicherweise nicht von existenzieller Bedeutung ist, ob er sich nun für Skype, Sipgate oder einen der anderen - auch UPC bietet mit Inode nun VoIP - Provider entscheidet, sollten sich dies Businessanwender gut überlegen. VoIP bieten zwar viele, allerdings zu sehr unterschiedlichen Konditionen. Wie denn nun die angepriesenen Kosteneinsparungen erreicht werden oder ein entsprechender Mehrwert generiert wird, kommt immer auf den Einzelfall an. Daher sollte zunächst unternehmensintern geklärt werden, was das neue System können soll und wie man dieses verständig einführen kann. In den meisten Fällen scheint eine »sanfte Migration« mittels Hybridlösungen sinnvoll. Im Einzelfall ist auch ein kompletter Neuaufbau zweckmäßig. Ob nun direkt bei Telcos wie Telekom Austria, eTel, Tele2UTA, UPC/Inode oder bei Systemintegratoren und Herstellern wie NextiraOne, T-Systems, CSC oder Kapsch - die Angebote sollten sorgfältig verglichen werden.

VoIP rettet Leben
Mehr als 700 Rettungsfahrzeuge, fünf Hubschrauber und 27 Notarzteinsatzmittel - vom Roten Kreuz über die öAMTC Christophorus Flugrettung bis zur Bergrettung - koordiniert die Nö-Rettungsleitstelle nunmehr via VoIP. »Mit der neuen Lösung der Telekom Austria kann jeder Mitarbeiter zu jeder Zeit die exakte Position all dieser Einsatzkräfte ermitteln«, erklärt Geschäftsführer Carl Heinz Langer.
»Noch bevor wir ein Telefonat entgegennehmen, erkennen wir den Aufenthaltsort des Anrufers und können uns über dessen Krankengeschichte informieren, sofern diese in die zugehörige Datenbank integriert wurde.« Auch priorisiert das System bei den rund 14.000 täglichen Anrufen einen echten Notruf höher als Krankentransportanforderungen oder Serviceanfragen. Ein Notruf soll per Definition binnen vier Sekunden bearbeitet werden, was bisher nur die wenigsten Blaulichtunternehmen realisieren. »Mit dem neuen System schaffen wir es«, ist Langer mit seiner Investition zufrieden. Den größten Mehrwert für die LEBIG (Leitstellen-, Entwicklungs-, Betriebs- und Integrationsgesellschaft m. b. H.) sieht er daher nicht nur in den flexiblen Arbeitsabläufen und der verbesserten internen Kommunikation, sondern auch in der optimierten Kundenbetreuung.
Kommunikationsnetz rund um den Globus
Die Implementierung einer State-of-the-art IP-Telefonielösung inklusive der Integration von weltweit 111 Botschaften und Konsulaten in die Netzinfrastruktur führt das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten in ein neues Kommunikationszeitalter.
Als bundesweit erstes Ministerium setzt das BMaA auf eine konvergente VoIP-Lösung und stellt damit seine Vorreiterrolle im Hinblick auf den Einsatz neuer Technologien erneut unter Beweis. Das vorhandene TK-System war 13 Jahre alt. Oberstes Ziel war daher die Investition in eine zukunftssichere Lösung. Eine der größten Herausforderungen dabei: Die Integration bestehender Infrastruktur in das Netzwerk, denn die gemeinsame Vermittlung mit dem Bundeskanzleramt und der dort weiterhin genutzten klassischen Telefonanlage wurde beibehalten. »Im Umgang mit Steuergeldern sind keine Experimente zulässig«, beschreibt Wolfgang Loibl, Leiter der Sektion VI (Administrative Angelegenheiten, Infrastruktur), warum man im Ministerium neue Trends und Technologien immer erst kritisch beäugt. »Mit NextiraOne setzen wir ein IP-Telefonie-Projekt mit ausgereifter Technologie um, die uns erheblichen Nutzen bringt.« Nach den Implementierungen in Wien, München und Valetta werden nun sukzessiv sämtliche Außenstellen rund um den Globus integriert.
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Tschechisches Raumwunder

Besonders stolz ist man im Hause Skoda auf die flexibel zu gestaltende Varioflex-Hintersitzanlage. Wird der Mittelsitz nach vorne geklappt mutiert die Rücklehne zu zwei Getränkehaltern. Zudem lässt sich der elf Kilogramm schwere Mittelsitz völlig entfernen und verwandelt den Roomster in einen Viersitzer mit enormen Sitzkomfort im Fond. Damit nicht genug, kann aus dem Roomster auch noch ein Drei- oder Zweisitzer werden, was vor allem das Ladevolumen deutlich erhöht. Doch selbst bei Nutzung aller fünf Sitze stehen ordentliche 450-530 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung.
Das tschechische Raumwunder wird in österreich offiziell ab Herbst 2006 erhältlich sein. Zum Start stehen drei Benzin- und drei Dieselmotoren zur Verfügung, die Leistung reicht von 64 bis 105 Pferdestärken. Der Einstiegspreis liegt bei 14.540 Euro, dafür gibt’s aber eine für Skoda-Verhältnisse schon recht ordentliche Ausstattung: Etwa ABS, vier Airbags, elektrische Fensterheber vorne, Zentralverriegelung und das Radiosystem \"Dance“ mit MP3-fähigen CD-Player.
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Energie aus der Erde

Die mit rund 150 Teilnehmern gut besuchte Veranstaltung der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie spannte den Bogen von der österreichischen Klimastrategie über Raum- und Erdwärme bis hin zu Beispielen aus der Praxis und rechtlichen Aspekten der Erdwärmenutzung.
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\"Kein Alleingang der Politik“

Die Definition der Gesellschaft, in der wir leben, verfügt neuerdings über eine äußerst bescheidene Halbwertszeit. So hat der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann treffend angemerkt, dass er bereits in vielen Gesellschaften gelebt hat - im Spätkapitalismus, im Atomzeitalter, in der postindustriellen Gesellschaft und in der Informationsgesellschaft. Aktuell - so der Common Sense bei Politik, Wissenschaft und Wirtschaft - leben wir in der Wissensgesellschaft. Das heißt nichts anderes als dass das intellektuelle Kapital die zentrale Ressource darstellt. Für eine effektive Standortpolitik bedeutet dies Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie eine Stärkung der Innovationskraft. Wien will sich dieser Herausforderung stellen und verpasst sich eine neue Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie. \"Diese neue Initiative ist kein Alleingang der Politik“, erklärt Wirtschafts- und Finanzstadtrat Vizebürgermeister Sepp Rieder. Es handle sich vielmehr um ein Bündnis aus Wirtschaft, Wissenschaft und Stadt Wien. Bis Ende 2007 soll der Strategieplan \"viennovation 2015“ erstellt werden. Ziel ist es, Wien verstärkt als zentraleuropäische Forschungs- und Wissenschaftshauptstadt zu etablieren. Die Forschungsquote soll auf vier Prozent, die Beschäftigtenanzahl im Bereich Forschung und Entwicklung um 25 Prozent gesteigert werden. Zudem soll sich die Akademikerquote auf 20 Prozent steigern und die Zahl der in Forschung und Entwicklung tätigen Unternehmen ebenso verdoppeln wie der Frauenanteil in der betrieblichen Forschung. \"Die Ziele sind ehrgeizig, aber an ihnen wollen wir gemessen werden“, sagt Rieder.
Wissenschaft und Wirtschaft zeigen sich erfreut bis begeistert. Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank spricht von einer \"sensationellen Initiative“, der Präsident der Industriellenvereinigung Wien Albert Hochleitner erhofft sich \"neue Produkte, Arbeitsplätze und eine Sicherung des Wohlstands“ und Christoph Badelt, Vorsitzender der österreichischen Rektorenkonferenz, versichert die Kooperation der Universitäten. Selbst die Wiener Opposition scheint auf Kurs. Norbert Walter, Landesgeschäftsführer der öVP Wien, begrüßt die Initiative, kritisiert lediglich ihr verspätetes Zustandekommen. Walter verweist auf Oberösterreich, wo bereits im Jahr 1998 das \"Strategische Programm Oö 2000+\" erarbeitet wurde. Dem hält Rieder entgegen, dass \"Wien seit 1997 in einer einzigartigen Technologieoffensive rund 400 Millionen Euro in Technologieprojekte investiert hat“.

Fehlende Strategie
Was bislang gefehlt hat war eine klare Innovationsstrategie. Dies soll sich nun ändern. \"In Zukunft geht es darum, Wiens Initiativen zu verstärken, sie in ihrer Wirkung noch weiter zu fokussieren und Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu noch mehr Qualität und Dynamik zu befähigen“, sagt Rieder. Aus diesem Grund werde sich die Wiener Forschungs-, Technologie und Innovationsstrategie auf vier Aufgaben konzentrieren. Der Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft soll intensiviert und die Forschungsinfrastruktur modernisiert werden. Zudem sollen die Humanressourcen gefördert werden, um hoch qualifizierte Arbeitskräfte an den Standort Wien zu binden und eine Internationalisierung der Wiener Forschungs- und Technologieprojekte betrieben werden.
Entlang dieser vier Kernorientierungen sollen die in Wien ansässigen Forschungseinrichtungen und Unternehmen durch gezielte Maßnahmen unterstützt werden. Die Hauptrollen spielen die vier komplementären Förderinstrumente das ZIT - Zentrum für Innovation und Technologie, der WWTF - Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds, die departure wirtschaft, kunst und kultur gmbh die Förderfonds der Stadt Wien. Getreu dem Motto \"Stärken stärken“ richten sich diese Förderinstrumente an die in Wien bereits vorhandenen Kompetenzfelder (siehe Kasten). Gießkannenprinzip gibt es keines, es herrscht das Prinzip des Wettbewerbs vor.

Wiener Stärkefelder
Wien ist österreichs wichtigster Forschungs- und Innovationsstandort: 31 Prozent der österreichischen Forschungseinheiten sind in Wien beheimatet und knapp 43 Prozent aller in der Forschung Beschäftigten arbeiten in der Bundeshauptstadt. Wien hat das Lissabon-Ziel mit seiner Forschungsquote von 3,1 Prozent bereits überschritten und liegt mit 43 Prozent der in österreich getätigten F&E-Aufwendungen (2,2 Milliarden Euro) weit über dem österreichischen Durchschnitt.
Wien verfügt vor allem über vier forschungs- und innovationsintensive Stärkefelder: Mit 140 Unternehmen und 3.800 Forschenden hat sich Wien zu einem relevanten europäischen Standort für Life Sciences entwickelt. Im IKT-Bereich gibt es 8.000 Firmen mit mehr als 70.000 Beschäftigten. Im Automotive-Sektor spielt Wien mit einem Netzwerk von 120 Firmen in der Vienna Region eine wichtige Rolle in der Region Centrope und hat sich im weltweiten Wettbewerb bereits zur fünftwichtigsten Region in der Autoproduktion entwickelt. Mit einem Beschäftigungswachstum von sechs Prozent setzen auch die über 18.000 Firmen der Wiener Creative Industries Jahr für Jahr ein kräftiges Zeichen.

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Mobilfunker preschen vor

Mehrere führende Mobilfunkbetreiber Europas haben sich auf eine Absenkung der Einkaufspreise (Wholesale-Preise) beim Roaming geeinigt. Dies soll zu einer erheblichen Senkung der Kosten für Mobilfunkkunden, die innerhalb der EU reisen, führen. T-Mobile, Orange, Telecom Italia Mobile, Telenor, TeliaSonera und Wind, die zusammen fast 200 Millionen europäische Mobilfunkkunden betreuen, haben sich bei den durchschnittlichen Einkaufspreisen, die sie untereinander für Roamingleistungen in Rechnung stellen, auf eine Obergrenze von 45 Eurocent je Minute ab Oktober 2006 und 36 Eurocent je Minute ab Oktober 2007 geeinigt. Dies entspreche \"in etwa einer Halbierung der derzeit geltenden durchschnittlichen Wholesale-Preise\", so T-Mobile in einer Aussendung.

Zudem würden sich die Netzbetreiber jeweils verpflichten, die erzielten Kostenvorteile im Rahmen von wettbewerblich indizierten Absenkungen der Endkundenpreise möglichst vollständig und zügig an die Kunden weiterzugeben. \"Dies kann zu einer Absenkung der Verbraucherpreise um bis zu 50 Prozent führen\", heißt es weiters. Man lädt \"alle Betreiber im Europäischen Wirtschaftsraum\" ein, sich dem übereinkommen zur Absenkung der Roamingpreise anzuschließen. Es sei damit zu rechnen, dass \"weitere Netzbetreiber beitreten und ähnliche Verpflichtungen mit Wirkung zum 1. Oktober 2006 eingehen werden.\" Zuvor hat auch der größte europäische Handynetzbetreiber, Vodafone, innerhalb seiner Töchter und Partnerprovider (in österreich ist dies die mobilkom) eine Senkung der Tarife für Auslandsgespräche um rund 40 Prozent bis spätestens April 2007 angekündigt.

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Platzsparend

Mit dem \"FS-1016MFP\" schickt Kyocera ein kleines Multitalent ins Rennen. Das kompakte Gerät ist Drucker, Kopierer und Scanner in einem. Daher eignet sich der FS-1016MFP seinem Hersteller zufolge besonders gut für betriebsame und kleine Büros oder den Arbeitsplatz zuhause. Das integrierte ECOSYS-Konzept von Kyocera sorgt außerdem für höchste Wirtschaftlichkeit.

Der FS-1016MFP ist Kyocera zufolge ideal für Bereiche, in denen eine hohe Effizienz und Platzersparnis gefordert sind. Das Multifunktionsgerät kann drucken, kopieren und in Farbe scannen. Die Integration des FS-1016MFP unter Windowsumgebungen ist durch GDI-Technologie möglich, seine Installation und Bedienung sind besonders anwenderfreundlich.

Das Gerät ist extrem langlebig und wirtschaftlich. Im Gegensatz zu herkömmlichen Technologien ist der Tausch kompletter Cartridges nicht notwendig. Als einziges Verbrauchsmaterial fällt Toner an. Hinzu kommt der Toner-Sparmodus, der besonders nützlich für das Ausdrucken von Entwürfen ist. Hierdurch sinken nicht nur die Betriebskosten pro Seite; sondern auch die Umwelt profitiert. Wie alle ECOSYS-Geräte arbeitet der FS-1016MFP sehr energiesparend und ist mit dem Energy Star für Strom sparende Bürogeräte ausgezeichnet.

Mit dem FS-1016MFP erweitert Kyocera sein ECOSYS-basiertes Druckerportfolio um ein Multifunktionsgerät mit schneller und zuverlässiger Druckfunktion. Der kompakte Alleskönner ist in der Lage bis zu 16 schwarz-weiß Kopien pro Minute zu erstellen und bis zu 4 Seiten mit einer Auflösung von 1.200 dpi pro Minute in Farbe zu scannen und auf einen PC oder einen E-Mailserver zu transferieren. Der FS-1016MFP verfügt standardmäßig über ein Papiervolumen von 250 Seiten. Der Papierstand im Inneren des Gerätes kann von außen durch eine Papierstandsanzeige abgelesen werden, so dass nicht extra das Papierfach geöffnet werden muss. Mit einer Druck-/ Kopierauflösung von 600 dpi und einem Seitenspeicher von 32 MB erfüllt das kompakte Einstiegsgerät perfekt die Anforderungen von kleinen Büros oder dem Einsatz am Heimarbeitsplatz. Das System ist mit einer GDI-Emulation ausgestattet und verfügt über eine standardmäßige USB 2.0 Schnittstelle.

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Musterländle

In den Achtzigerjahren erschien eine Schweizer Untersuchung über das Nachbarland österreich. Man fand uns zwar nicht gerade modern, dafür aber sehr sympathisch. Das wörtliche Fazit damals: Die österreicher sind arm, aber lustig. Wie sich die Zeiten ändern können. Auf der Webseite der Schweizer Sozialinformatik blickt man heute mit Argusaugen ins Nachbarland. E-Government komme bei den Eidgenossen - ganz anders als in Vorarlberg - nicht in Fahrt, ist dort zu lesen. Das mag auch daran liegen, dass sich die Politik nicht verschließt. Die elektronische Verwaltung fand auch in der letzten Regierungserklärung des Landeshauptmanns Herbert Sausgruber gebührend Platz. »Wir wollen eine moderne und sparsame Verwaltung und nehmen E-Government als Herausforderung an«, sagte Sausgruber seinem Landtag vor zwei Jahren. Bei leeren Worten ist es nicht geblieben. Aufgemöbelt wurde beispielsweise die Infrastruktur. Das alte Token-Ring-Netzwerk wurde auf das zeitgemäße Ethernet umgestellt, in den elf Landesdienststellen sind über hundert Serversysteme im Einsatz. Damit die Citrix-Terminalserver nicht ins Stocken geraten, sind die Netzwerkknoten zwischen großen Städten wie Bregenz oder Feldkirch über dicke 34-Mbit-Leitungen gekoppelt. Sparsam wie die Vorarlberger sind, wurden die Kosten für die Netzanbindung auch gleich um knapp ein Drittel gekappt. Damit die Daten nicht im Netznirvana verpuffen, sind alle 1200 aktenbearbeitende Mitarbeiter an die landeseigene Kommunikationsplattform VOKIS angeschlossen.

Die alemannischen Beamten sind emsig, Hunderttausende elektronisch abgewickelte Akten wurden bereits medienbruchfrei in das System eingespeist. Na ja, vielleicht nicht ganz medienbruchfrei. In manchen Verwaltungseinheiten soll trotz Hightech noch archaisch gearbeitet werden. Es rauschen dann beispielsweise Anträge zwar elektronisch herein, der darauf folgende Workflow ist aber alles andere als nach der reinen Managementlehre optimiert. »Da wird ausgedruckt und das Papier händisch von Abteilung zu Abteilung getragen«, ätzt ein Beobachter. Da dürfte dann zutreffen, was Landesvater Sausgruber einmal sinngemäß gesagt hat: »Wir sind nicht perfekt, aber wir geben uns Mühe.« Mühe, die auch anerkannt wird. In Sachen E-Government liegt Vorarlberg unter den Ländern im Spitzenfeld, bei einschlägigen Symposien und Workshops sind die lokalen Spezialisten auch bundesweit gefragte Referenten. Top ist auf jeden Fall das Landesportal, das auf einer Plattform des Linzer E-Government-Urgesteins Fabasoft aufgebaut ist. Das Contentmanagementsystem beherbergt auf den Servern mittlerweile gut 25.000 Seiten, das Angebot wird laufend erweitert.

»Global« denken, lokal handeln. Ganz nach dem Motto »Think global, act local« sind in die Realisierung aber auch örtliche Unternehmen eingebunden. Die Dornbirner VRZ realisierte als lokaler Fabasoft-Partner das Projekt »Digitale Formulare«. Mit - teilweise interaktiven - Webformularen können Unternehmen und Bürger den guten, alten Amtsweg radikal beschleunigen. Von der Abfallmengenmeldung für Biogasanlagen bis hin zur Sturzhelmbefreiung lassen sich mittlerweile gut drei Dutzend Amtsgeschäfte online abwickeln. Eine Mischung zwischen lokal und »global« verkörpert VRZ-Informatik-Chef Roland Hilbrand. Ganz im Sinn der grenzüberschreitenden Regionen dehnte er seinen Wirkungsbereich auch in die benachbarte Schweiz aus. Die St. Gallener Bluematic AG ist zu 97 Prozent im Besitz des Dornbirner Familienunternehmens. Der knapp sechzigjährige KMU-Patriarch hat im Grenzland fast schon ein kleines Imperium aufgebaut. Die VRZ hat rund sechzig Mitarbeiter und zählt damit zu den größten Systemhäusern im Grenzland. Wie wichtig KMU für österreich sind, zeigt sich in Details. Hilbrand denkt nicht nur an seine Familienmitglieder, sondern kümmert sich - Lehrlingskrise hin oder her - auch mustergültig um den IT-Nachwuchs. Und heimste dafür eine Ehrung als »ausgezeichneter Lehrbetrieb« ein. Die Kombination aus Bodenhaftung und grenzüberschreitendem Weitblick scheint tatsächlich eine Vorarlberger Eigenschaft zu sein.

Auch der Dornbirner Softwareentwickler Consolidate reiht sich ein. Der Gründerchef Christian Bickel, fast zwei Generationen jünger als Hilbrand, verzichtet auf hinfälligen Glamour à la Yline & Co. »Er ist Familienvater und hat ein Haus«, ist fast schon alles, was einem Freund zum Privatleben einfällt. Dass Bickel seine Leidenschaft als Informatiker zum Beruf gemacht hat und in vier Ländern aktiv ist, muss man schon herauskitzeln. Die Consolidate beschäftigt knapp zwanzig Mitarbeiter, die Hälfte davon in der Entwicklung. Der Wirkungskreis ist dafür allerdings vergleichsweise groß. Beim E-Government punktet man mit der hauseigenen Software beispielsweise in Lech, Wolfurt oder Lochau am Bodensee. Firmenintern sieht Bickel die E-Government-Anwendungen bescheidenerweise eher als Nebenprodukt. Der ursprüngliche Fokus liege eher bei Mittelstand, Gewerbe oder Steuerberatern. Dort seien die Entscheidungszyklen kürzer, wie er meint. »Wenn wir unsere Software vorstellen, hören wir oft, dass man genau diese Lösung gesucht hat«, so Bickel. Budgetnöte hin oder her, immer mehr Gemeinden setzen auf Lösungen von Consolidate. Wie es sich für das Grenzland gehört, ist Consolidate auch im benachbarten Ausland aktiv. Im Raum Basel setzen mehrere Gemeinden bereits auf die österreichische Software, mit Südtirol wird verhandelt, nach Deutschland will Consolidate weiter expandieren. Zu den illustren Kunden zählt mittlerweile das Schweizer Institut für geistiges Eigentum - besser bekannt unter dem alten Namen Berner Patentamt, wo einst das Physikgenie Albert Einstein seine Brötchen verdiente.

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Der Verkehr der Zukunft

Im Jahr 1950 hat der durchschnittliche österreicher im Schnitt acht Kilometer am Tag zurückgelegt, 2003 waren es bereits 38 Kilometer. Ein Trend, der sich laut heutigen Schätzungen auch in Zukunft fortsetzen wird. In Europa fahren täglich 150 Millionen Menschen mit dem Auto zur Arbeit, 100 Millionen sind als Geschäftsreisende unterwegs und 90 Millionen fahren zum Einkaufen. Vorsichtige Schätzungen rechnen mit einer weltweiten Steigerung des Straßenverkehrs von rund 30 Prozent bis 2015. Da die Straßenkapazitäten beschränkt sind, ist der Einsatz von modernen, intelligenten Telematikdiensten unerlässlich.

Technologisch kein Problem
österreich ist im Bereich der Verkehrstelematik gut aufgestellt. Der 2004 vorgestellte \"Telematikrahmenplan für österreich\" verfolgt demnach auch ehrgeizige Ziele: Von der Bewirtschaftung und der dynamischen überwachung über die Erfassung und Bereitstellung dynamischer intermodaler Verkehrs-, Reise- und Fahrgastinformationen bis hin zur die Erleichterung des Zugangs zum öffentlichen Verkehr durch komfortable Zahlungssysteme. Wenn Eduard Mainoni, Staatssekretär im Verkehrsministerium, von einem \"Technologievorsprung österreichs\" spricht, ist das noch nicht einmal übertrieben. Das Problem ist nur, dass die Technologie im Bereich der Verkehrstelematik das geringste Problem darstellt. \"Die technologische Komponente haben wir ziemlich gut im Griff\", erklärt Paul Forstreiter von Siemens Intelligent Traffic Systems. \"Das Problem sind vielmehr institutionelle, rechtliche und auch emotionale Barrieren.\" Geht es etwa um eine sinnvolle Koordination von öffentlichen und Individualverkehr, von Straße und Schiene, dann fehlt die zentrale Institution. \"Die Intermodalität muss zum Business-Case werden, um wirklich Zählbares präsentieren zu können\", so Forstreiter. Solange es einerseits eine öBB und andererseits eine Asfinag gibt, fehle das gemeinsame Interesse. Denn die Asfinag wird nur ungern auf Mauteinnahmen verzichten, die ein verstärkter Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bedingt. Aber auch die emotionale Komponente darf nicht unterschätzt werden. Wenn Visionäre davon sprechen, dass die Telematik in Zukunft aktiv durch Lenken oder Bremsen in das Fahrverhalten eingreifen wird, dann wird das auf wenig Gegenliebe stoßen. Kaum ein Fahrzeuglenker wird sich ein System in sein Auto einbauen lassen, das ihn in seiner persönlichen Entscheidungsfreiheit einschränkt.

Dienstleistung
Den offensichtlichen Barrieren zum Trotz, gibt es in österreich eine Reihe interessanter Forschungsprojekte. Besonders umtriebig ist naturgemäß die Asfinag (siehe Kasten). Sie ist auf einem gutem Wege, die Zeichen der Zeit zu erkennen. International ist der Trend bereits absehbar, dass sich Autobahnbetreiber immer mehr zum Dienstleister entwickeln. Bedingt durch die Konkurrenz privater Anbieter entsteht ein neuer Markt. Autobahnbetreiber kassieren eine Mautgebühr und bieten dafür dank verstärkten Telematik-Einsatzes einen Mehrwert an Sicherheit und Service.

Vorsicht Stau!
Bei Siemens arbeitet man derzeit an einem System, das Auffahrunfälle und damit auch Staus künftig verhindern oder zumindest deutlich reduzieren soll.
Verkehrsbeeinflussungsanlagen messen Daten wie Fahrzeugtyp, Abstand und Geschwindigkeit und berechnen so die Wahrscheinlichkeiten für einen drohenden Stau. Ist die Staugefahr erkannt, können nachkommende Fahrzeuge rechtzeitig gewarnt und Auffahrunfälle verhindert werden. Das Problem ist die Verarbeitung der gewonnen Daten. \"Mit linearen Zusammenhängen kommt man hier nicht weit\", erklärt Forstreiter. \"Deshalb haben wir dem System mit einer künstliche Intelligenz ausgestattet, die auf Basis von komplexen mathematischen Grundlagen Wahrscheinlichkeiten errechnet.\" Das System soll laut einer Validitätsmessung in Deutschland sehr zuverlässig arbeiten. Im Testabschnitt auf der A8 in München konnten 35 Prozent der Unfälle verhindert werden.

Highway³
In Kooperation mit Magna Steyr arbeitet arsenal research an dem Projekt Highway³. \"Das Prinzip ist ähnlich dem des ö3-Verkehrsfunk, aber ad hoc\", erklärt Dietrich Leihs von arsenal research. Fahrzeuglenker sollen Informationen über die empfohlene Geschwindigkeit erhalten. Das Problem ist, wie man zu diesen Daten kommt. \"Wenn etwa auf einem bestimmten Autobahnabschnitt fünf Autos unterwegs sind, stellt das in der Regel kein Problem dar\", erklärt Leihs. \"Wenn man aber weiß, dass ein Wohnmobil mit 75 km/h unterwegs ist und dahinter ein Sattelschlepper mit 85 km/h kommt, dann kann man den genauen Zeitpunkt errechnen, wann es zu einem überholmanöver kommen wird und die Straße für kurze Zeit verschlossen sein wird.\" Wichtig sei bei den Forschungsarbeiten, dass es sich um ein System handelt, dass sich relativ einfach auch im Nachhinein in Autos einbauen lässt. Erste Ergebnisse des Highway³-Projekts erwartet Leihs in rund einem Jahr.

Geisterfahrer
Bei Kapsch Traffic Com arbeitet man gemeinsam mit der Asfinag am intelligenten Videobildeinatz zur Detektion von Geisterfahrern. Ziel des Projekts Ghostdriver-Telematik ist es, anhand eines Piloten zu untersuchen, ob mit Hilfe eines stationären Warnsystems, das entlang eines gefährdeten Straßenzuges installiert wird, Verkehrsteilnehmer rechtzeitig über Geisterfahrer gewarnt werden können. Die Erkennung des Geisterfahrers soll mittels Schleifen oder Kameras erfolgen. Die ersten Ergebnisse sollen noch im Laufe dieses Jahres präsentiert werden.

Auszug aus den F&E-Projekten der Asfinag:
AKUT
Das Projekt AKUT in Zusammenarbeit mit Joanneum Research und Artibrain prüft die Machbarkeit eines Systems zum akustischen Tunnelmonitoring. Neben bereits bestehenden Verfahren zur Detektion von Störfällen soll der Informationsfluss zur Tunnelzentrale durch eine akustische Detektion von Anomalien noch weiter erhöht werden. Den Abschluss des Projekts bildet die Entwicklung und der Aufbau eines Pilotsystems zum akustischen Tunnelmonitoring.
Dieses Projekt wird im Rahmen von I2 (intelligente Infrastruktur) vom bmvit gefördert.

Gefahrengutverfolgung im Tunnel
Ziel des Projekts ist die automatische Erkennung von Gefahrenguttransporte kurz vor oder im Tunnel, um eine kontrollierte Durchfahrt zu gewährleisten. Das Sytem soll jederzeit Art und Menge des geladenen Gefahrenguts erkennen und bei Auftreten eines Notfalls sowohl den Tunnelwarten als Einsatzorganisationen wie Polizei und Feuerwehr helfen, die am besten geeigneten Maßnahmen zu treffen. Zudem könnte mit Hilfe dieses System die Notwendigkeit des derzeit in österreich vorgeschriebenen Begleitfahrzeugs für Gefahrenguttransporte in Tunneln über fünf Kilometer Länge neu überdacht werden.
Dieses Projekt wird im Rahmen von CONNECT von der europäischen Kommission gefördert.

Traffic Management Plans
Ziel dieses Projekts ist es, gemeinsame Verkehrsmanagementpläne und -strategien für Zentral- und Osteuropa sowie für den Brenner- und Tauernkorridor zu entwickeln, um im Falle von langfristigen Straßensperren bürokratiefrei Ausweichrouten zur Verfügung stellen zu können. Neben der Erarbeitung von Strategien sollen auch entsprechende Verträge zwischen den Mitgliedsstaaten ausgearbeitet werden.
Dieses Projekt wird im Rahmen von CORVETTE von der Europäischen Kommission gefördert.

eMOTION
Im rahmen des Projekts \"European-wide multi-modal traffic information on-trip\" sollen Rahmenbedingungen für zukünftige multimodale und internationale Echtzeitverkehrsinformationsdienste geschaffen werden. Projektinhalt sind die Analyse der Nutzerbedürfnisse, die Evaluierung legistischer und organisatorischer Rahmenbedingungen, das Schaffen technischer Standards sowie das Erarbeiten von Geschäftsmodellen für Echtzeitverkehrsinformationsdienste.
Gefördert wird das Projekt von der europäischen Kommission im Rahmen von FP6.

COOPERS
Das Projekt \"Cooperative Networks for Intelligent Rad Safety\" beschäftigt sich mit der Entwicklung von Telematikdiensten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die zentralen Punkte des Projekts sind die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur und die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen. Mittels der in COOPERS entwickelten Services soll es möglich sein, Informationen in Echtzeit zwischen Fahrzeug und Infrastruktur auszutauschen.
Dieses Projekt wird im Rahmen von FP6 von der Europäischen Kommission gefördert.

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