Menu
A+ A A-
Martin Szelgrad

Martin Szelgrad

Martin Szelgrad ist Chefredakteur der Fachmagazine "Telekom & IT Report" und "Energie Report", leitender Redakteur der Plattform "eAward" sowie ständiger Autor im Wirtschaftsmagazin "Report (+) Plus".

Website URL: http://www.xing.com/profile/Martin_Szelgrad

Neue Welt des Arbeitens

HMP und die FH Krems haben in einer grossen Studie heimische Unternehmen zu Bürokommunikation und dem Wandel in der Arbeitswelt befragt. Statements zum Markt, Lösungen zum Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft.

Marktöffnung bringt positive Effekte

Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) organisiert und finanziert österreichweit die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen. ARA-Vorstand Werner Knausz im Interview über die Marktöffnung 2015, Tarifänderungen und Trends in Verpackungsmengen.

Fokus bei Trivadis

Trivadis bündelt seit Anfang 2014 seine Kompetenzen im Bereich SharePoint zu einem zentralen Competence Center in Zürich. Damit will der IT-Dienstleister der komplette SharePoint-Expertise – von Infrastruktur über die Entwicklung bis hin zum Betrieb – aus einer Hand anbieten. Die Schweizer sind bereits Microsoft-Gold-Partner im Bereich „Collaboration and Content“. Das Kompetenzzentrum ist als Anlaufstelle für die zentralen

Business-Bedürfnisse von SharePoint-Anwendern positioniert und fokussiert auf SharePoint-Informationsarchitektur, Prozessintegrationen, Integration von SharePoint und CRM, Dokumentenmanagement, Portale sowie Coaching und Schulungen für Information Worker, SiteCollection-Administratoren und Entwickler.

Energiezukunft

2013 war von Verwerfungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten geprägt. Die Energieversorgungsunternehmen stehen vor großen Herausforderungen. Energie-AG-Generaldirektor Leo Windtner setzt auf eine Konsolidierung in den Unternehmenssparten und neue Tarifmodelle mit intelligenten Stromzählern. Er fordert einheitliche Rahmenbedingungen für die Branche auf europäischer Ebene Die Energie AG ist in den vergangenen Jahren eine PVOffensive eingegangen. Was ist dazu 2014 geplant? Wird es mehr Projekte mit ürgerbeteiligung geben?

Leo Windtner: Wir haben Projekte mit mehr als 1.100 kWp umgesetzt, an denen sich unsere Kunden beteiligen konnten. Die Resonanz dieser Beteiligung war erfreulicherweise sehr hoch und bekräftigt uns, auch bei künftigen Projekten solche Beteiligungsmodelle anzubieten. Aktuell sind diese Projekte abgeschlossen, ergeben sich neue Möglichkeiten, werden wir uns das im Detail anschauen. In Vorbereitung befinden sich derzeit Kooperationsmodelle und Gemeinschaftsprojekte mit Unternehmen.

(+) Plus: Welche Herausforderungen sehen Sie speziell für den Gasbereich? Welche Preisentwicklungen sind hier in den kommenden Jahren zu erwarten?

Windtner: Fakt ist, dass die Schere zwischen Strompreis und Gaspreis so weit auseinanderklafft, dass sich die Gasverstromung derzeit nicht mehr rechnet. Zwei Megawattstunden Erdgas, die für die Produktion von einer Megawattstunde Strom notwendig sind, sind im Einkauf teurer, als man mit dem Stromverkauf erlösen kann. Solange sich diese Schere nicht wieder schließt, bleibt die Situation extrem angespannt. Im Bereich des Stroms ist in den nächsten Monaten aber kein signifikanter Preisanstieg zu erwarten, weshalb wir auf Bewegung am Gasmarkt hoffen müssen. Ob diese kommt, ist aber fraglich. Diese Situation führt jetzt zu außerplanmäßigen Abschreibungen von Kraftwerksanlagen und zur grotesken Situation, dass der Betrieb eines alten, wenig effizienten Braunkohlekraftwerkes heute wirtschaftlicher ist als die Stromerzeugung in einem modernen, hocheffizienten Gaskraftwerk.

(+) Plus: Wie hat sich die Wirtschaftlichkeit des Betriebs eines Gas-und-Dampf-Kraftwerks wie in Timelkam über die vergangenen Jahren geändert?

Windtner: Wie erwähnt klafft eine riesige Lücke zwischen Strom- und Gaspreis. Solange diese Schere sich nicht wieder schließt, werden die Gaskraftwerke europaweit ein Wirtschaftlichkeitsproblem haben. Von dieser Situation ist auch unser Gas-und-Dampf-Kraftwerk in Timelkam betroffen. Hier waren zum Beispiel 6.500 Betriebsstunden im Jahr geplant und derzeit ist praktisch kein Betrieb. Ein Teil der Leistung wird in diesem Winter als Leistungsreserve für den süddeutschen Raum reserviert – das Bereitstellungsentgelt hilft hier, die Wirtschaftlichkeit zumindest in diesem Winter etwas zu verbessern.

(+) Plus: Welche Veränderungen der Rahmenbedingungen wünschen Sie sich für die Energiewirtschaft in Österreich? Was sollte sich ändern?

Windtner: Die Frage der Energiezukunft kann meiner Meinung nach nur auf europäischer Ebene gelöst werden. Wenn hier nicht rasch entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden, die auch wichtige Ausgleichskraftwerke wie Gas- und Dampfkraftwerke oder Pumpspeicherkraftwerke wieder wirtschaftlich machen, ist die Versorgungssicherheit in Gefahr und es droht nach der Finanzkrise eine Energiekrise. In Österreich muss man sich ernsthaft die Frage stellen, wie viel vom liberalisierten Markt übriggeblieben ist. Derzeit gibt es eine geradezu radikale Re-Regulierung, die unterm Strich für die Energieversorgungsunternehmen enorme Kosten verursacht.

Subscribe to this RSS feed