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Hohe Renditen mit Wandelanleihen

In Zeiten unsicherer Aktienbörsen erfreuen sich festverzinsliche Wertpapiere höherer Aufmerksamkeit. Die haben zwar eine fixe Verzinsung und versprechen derzeit eine Rendite von über 4 %, doch auch hier lassen sich deutlich höhere Renditen lukrieren. Deshalb übersteigt derzeit z. B. bei Wandelanleihen das Anlegerinteresse sogar das Angebot. Denn das Emissionsvolumen in Europa hat sich seit 2006 merklich verringert.
Für Privatanleger empfiehlt sich allerdings kaum, Wandelanleihen auf direktem Weg an der Börse zu erwerben, da die Papiere mit hohen Mindestanlagesummen angeboten werden und der Anleger überdies auch die Bonität des Emittenten prüfen müsste. Viel bequemer ist da der Kauf von entsprechenden Investmentfonds. Bei diesen wählen Experten aus, in welche Anleihen investiert wird. Und überdies wird, um das Ausfallsrisiko zu minimieren, von kaum einem Emittenten ein höherer Anteil als 3 % ins Depot genommen. In der Regel stammen die Papiere zwar von Konzernen mit bester Bonität, in Hinblick auf die Relevanz der Aktienkurse für die Kursentwicklung der Wandelanleihen ist die breite Streuung aber vorteilhaft, um Chancen und Risken in einem ausgewogenen Verhältnis zu halten.
Obwohl sie Anleihen von Unternehmen unterschiedlicher Branchen, Herkunftsländern und Währungen beinhalten, weisen viele Fonds für die letzten zwölf Monate eine annähernd idente attraktive Performance von deutlich über 10 % aus:
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Die Sieger in Kärnten

Die besten E-Business- und E-Government-Projekte in Kärnten stehen fest. Staatssekretärin Heidrun Silhavy verlieh am 28. September im Rahmen einer Abendgala im Klagenfurter Lakeside Park die Auszeichnung \"ebiz egovernment award 2007“ für die schlagkräftigsten und innovativsten Branchenlösungen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Das Rennen um Platz eins ging an das Grazer Unternehmen Hyperwave AG, dass mit dem Projekt \"Qualitätsmanagement an den Landeskrankenanstalten in Kärnten“ für die KABEG ein durchgehendes elektronisches Dokumentenmanagement- und Kommunikationssystem einrichtete. Für den Kunden KABEG bedeute die Umsetzung \"neue Qualität in Kommunikation und Informationsmanagement“, wie auch Heidrun Silhavy, Staatssekretärin für Regionalpolitik und Verwaltungsreform, feststellte.

Platz zwei erreichte der Bad Kleinkirchheimer Tourismusverband gemeinsam mit der Webagentur ncm.at für die fachmännisch umgesetzte Präsentation der Region und Betriebe in Bad Kleinkirchheim im Internet. Der dritte Sieger, Dieter Messner, Geschäftsführer mindkom interactive kg, bietet mit dem praktischen Werkzeug \"terminboy\" modulare Kommunikations- und Terminverwaltung für Betriebe.

Landesrat Ing. Reinhart Rohr betonte die Wichtigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien für den Wirtschaftsstandort Kärnten. \"Die Unternehmen in Kärnten sind innovativ und in den neuen Technologien bereits sehr gut unterwegs\", so Rohr. Dennoch gelte: \"niemals stehen bleiben, stets nach neuen Herausforderungen suchen\".

Schon zum dritten Mal lobt der Report Verlag mit Unterstützung des Bundeskanzleramtes den \"ebiz egovernment award“ aus. Der Award richtet sich an Unternehmen in allen Bundesländern, die erkannt haben, mit Hilfe von IT und Web-Lösungen ihr \"Business“ effizient und gewinnbringend fördern zu können. Die drei Sieger steigen in die Bundesausscheidung auf und treten damit gegen die besten Lösungen aus allen Bundesländern in der Endausscheidung in Wien an.

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Bayern lernt von Oberösterreich

Das Experten-Know-how der CATT Innovation Management GmbH ist über die Landesgrenzen bekannt. In einem eintägigen Intensivworkshop wurden neben aktuellen Entwicklungen vor allem die strategische Positionierung und Ausrichtung der beiden Einrichtungen erörtert. Wesentliche Themen waren auch mögliche zukünftige Kooperationspotenziale von BayFOR und CATT als auch der Forschungsnetzwerke der beiden Regionen. \"Die Bandbreite reicht hier von gemeinsamen Projekteinreichungen des Forschungsnetzwerkes, Zusammenarbeit beim Lobbying in Brüssel bis hin zu Staff exchange“, so Wilfried Enzenhofer MBA, Geschäftsführer der CATT.
Die sich gerade im Aufbau befindliche BayFOR (Bayerische Forschungsallianz) hat es sich zum Ziel gesetzt, Wissenschaft und Wirtschaft auch international stärker zu vernetzen, die Spitzenforschung aus Bayern in Europa bekannter zu machen und mehr EU-Fördergelder nach Bayern zu holen. Entsprechende Ziele verfolgt CATT und setzt sie seit mehr als 15 Jahren erfolgreich für Oberösterreich um. CATT unterstützt und begleitet oberösterreichische Unternehmen und Institutionen bei der Etablierung ihrer Innovationsprojekte über den gesamten Lebenszyklus - von der Projektidee über Förderungen und Technologietransfer, bis hin zur Verwertung in Form von Patent- und Schutzrechten sowie dem Wissenstransfer über Köpfe.
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Weiche Ware hartes Business

Software? Wie Hollywood und Junkfood ein Begriff, der untrennbar mit den USA verbunden ist. Vorherbestimmt war das nicht. Der Deutsche Gottlob Frege hat schon im 19. Jahrhundert die Grundlagen für die Aussagenkalküle gelegt, ein Grundbaustein der Informatik. Bertrand Russell, von unserem Wissenschaftsminister Johannes »Gio« Hahn in seiner Dissertation notorisch falsch geschrieben, war ein Genius der Axiomatik - und Engländer. Russells Mitstreiter Giuseppe Peano? Ein Italiener. Die umgekehrte polnische Notation, Grundlage jeder Programmierung, ist nach dem Polen Jan ukasiewicz benannt. Das US-Urgestein IBM: ohne den deutschstämmigen Gründer Herman Hollerith nicht denkbar. Die erste historische Hardware-Implementation eines »modernen« Computers dürfte dem Deutschen Konrad Zuse gelungen sein. Zumindest wenn man den spanischen Wissenschaftler Torres y Quevedo außer Acht lässt, der schon um 1900 eine mechanische Schachmaschine entwickelte, die das Turmendspiel perfekt beherrscht und heute noch funktionstüchtig ist. Der Nächste, dem das Kunststück gut 40 Jahre später auf elektronischer Basis glückte? Allen Turing. Ein Brite, der Torres’ Erfindung in Software nachbildete und das theoretische Rüstzeug der Informatik formulierte, das bis heute Gültigkeit hat. Und nebenbei den als unknackbar geltenden Enigma-Code der Deutschen Wehrmacht entschlüsselte. Die Lis­te europäischer Grundlagendenker ließe sich beliebig fortsetzen. Aber statt sich zu entwickeln und zu prosperieren, taumelte der Kontinent in die finsterste Barbarbei. Kein nahrhafter Boden für Spitzenforscher. Wer 1945 nicht tot war, war vertrieben, belastet oder desillusioniert.Die USA, bis dahin nicht gerade ein Hort der Wissenschaften, nutzten die Gunst der Stunde und beförderten den einsetzenden gigantischen Brain Drain nach Kräften. Die europäischen Forscher hatten ihr neues Mekka gefunden. Bos­ton statt Berlin, Chicago statt Paris. Eine der Folgen: Die IKT-Branche ist heute so amerikanisch wie Coca-Cola oder Paris Hilton. Eine Sonderrolle spielt seit jeher IBM, quasi die Mutter aller IT-Konzerne. Der Storage-Riese EMC und SAP sind wie viele andere Gründungen aus dem IBM-Umfeld. Selbst im Scheitern ist Big Blue großartig: Die Fehleinschätzung des PC-Marktes bescherte uns Microsoft. Aber nicht nur Cleverness und innovatorische Schubkraft befördern die US-Softwareindustrie. Wie in einem guten Hollywood-Plot gibt es auch Helden und Mythen. Apples Steve Jobs kann man mögen oder nicht, als Fleisch gewordener Guru diktiert er seit Jahrzehnten die Trends. Microsofts Bill Gates ist etwas weniger charismatisch. Aber er spielt sowieso in einer anderen Liga, die nur ein einziges Mitglied hat: Bill Gates. Oracles Larry Ellison schießt auf anderer Ebene den Vogel ab. Zu seinen persönlichen Spielzeugen zählt ein umgebauter Kampfjet, den er sich mangels US-Genehmigung angeblich aus ausländischen Militärbeständen besorgen musste. Dass er sich dann kolportierterweise noch im offenen Cabrio mit einer Dame vergnügte, schadet nicht einmal im prüden Amerika. Was kann SAP-Chef Henning Kagermann dem noch entgegensetzen? Keine Frage: Bildung und Ausbildung, Management-Know-how und Manieren. Aber reicht das schon zur Begründung eines Mythos?

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Miksits aufgerückt

Helmut Miksits (60), bisher Mitglied der Wien-Energie-Geschäftsführung im Wiener-Stadtwerke-Konzern und gleichzeitig Vorsitzender Geschäftsführer der Wien Energie Gasnetz, fungiert seit Anfang Oktober als neues Vorstandsmitglied für den Geschäftsbereich Energie im Wiener-Stadtwerke-Konzern. Er folgt in dieser Funktion Michael Obentraut, der Ende Juli in den Ruhestand getreten ist. In der Wien-Energie-Geschäftsführung erfolgt vorerst keine Neubesetzung, die beiden verbliebenen Chefs Erich Haider und Friedrich Pink werden die Geschäfte gleichberechtigt weiterführen. Bei Wien Energie Gasnetz wird die Position eines Geschäftsführers ausgeschrieben.
Helmut Miksits begann 1967 bei den Wiener-Stadtwerke-Gaswerken als technischer Referent, studierte später BWL und avancierte 1999 zum Geschäftsführer der Wiengas GmbH. 2001 wurde er zusätzlich Geschäftsführer in der damals gegründeten Wien Energie. Miksits hat im Zuge der Gasmarktöffnung maßgeblich an der Gestaltung des neuen Gaswirtschaftsgesetzes und Marktmodelles mitgewirkt und gilt als herausragender Kenner des Energiesektors der Wiener Stadtwerke.
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Big Brother auf hoher See

Ob beispielsweise Tiefkühlwaren oder Güter mit hohem Wert die Fahrt unbeschadet überstanden haben, sehen die Spediteure erst, wenn der Frachter im Zielhafen entladen wird. Das soll sich nun ändern. Schon bald sollen Transportunternehmen den Zustand ihrer Fracht auf offener See in Echtzeit kontrollieren können.
In Zusammenarbeit mit einem internationalen Konsortium hat Siemens ein überwachungssystem entwickelt, das Container verfolgen und sogar ihren Zustand überprüfen können soll. Die Kombination verschiedener übertragungstechnologien soll eine permanente und automatische Kontrolle jedes Containers ermöglichen. Im Inneren des Containers funken RFID-Chips im Zwei-Sekunden-Takt den aktuellen Status des Behälters an eine spezielle, an Bord installierte GSM-Box. Die Siemens-Lösung kann sich mit Hilfe von Satellitentechnologien von jedem Punkt der Erde aus mit einem Funk-Netz auf dem Festland verbinden und den Zustand und die aktuelle Position des Containers zum Kapitän als auch zur Reederei oder zum Frachteigentümer senden. Egal ob eine aufgebrochene Tür, erhöhte Gas- oder Temperaturwerte, Feuchtigkeit oder verdächtige Vibrationen: dank einprogrammierter Werte schlägt der RFID-Chip bei Veränderungen sofort per SMS-Nachricht Alarm. Erste Systemtests, die auf der Strecke Singapur, Thailand und China durchgeführt wurden, verliefen laut Siemens erfolgreich. Die ausgewertete übermittlungsquote soll stolze 100 Prozent betragen haben.
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Ab nach Weißrussland

»Der Erwerb von MDC stellt die konsistente Umsetzung unserer Strategie, die auf profitables Wachstum in Ost- und Südosteuropa aufbaut, dar. Die übernahme ermöglicht uns den Eintritt in den attraktiven weißrussischen Mobilkommunikationsmarkt und spiegelt unsere Disziplin bei der Expansion wider. Nach der erfolgreichen Integration des hoch profitablen bulgarischen Marktführers Mobiltel, haben wir nun einen weiteren großen Expansionsschritt gesetzt und erhöhen damit die Größe des von uns adressierbaren Marktes um rund 30 Prozent auf 44 Millionen Einwohner«, meint TA-General und mobilkom-Chef Boris Nemsic. MDC ist der zweitgrößte Anbieter in Weißrussland mit einem Marktanteil von rund 42 Prozent und mehr als 2,7 Millionen Kunden. Die Penetrationsrate beträgt derzeit 66 Prozent - Tendenz steigend.
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NXP stärkt Standort Wien

Das Produktionsvolumen von Sound Solutions bei NXP ist im laufenden Jahr um über 50 Prozent gestiegen. \"Im vergangenen Jahr haben wir 360 Millionen Stück produziert, 2007 werden wir 550 Millionen Produkte ausliefern“, sagt Ernst Müllner, Leiter des Geschäftsbereichs Sound Solutions und Geschäftsführer von NXP Semiconductors Austria. 2010 sollen es über eine Milliarde Einheiten sein. Um der großen Nachfrage Herr zu werden, will man jetzt die Aktivitäten im Geschäftsbereich Sound Solutions erweitern. Mit Investitionen in der Höhe von 42 Millionen Euro für 2007 soll der Standort Wien als Forschungszentrum weiter gefestigt werden. Zu der bestehenden Massenfertigung werden weitere hoch automatisierte Linien der neuesten Generation mit doppelter Produktionskapazität für Handy-Lautsprechern in Betrieb genommen. Damit reagiert laut eigenen Angaben als einziger Anbieter dieser neuen Mini-Lautsprecher auf die enorme Nachfrage in der Telekommunikationsbranche. Auch der Forschungs- und Entwicklungsbereich für Soundlösungen wächst kontinuierlich in Wien. In den vergangenen drei Jahren hat sich der Personalstand auf 50 Mitarbeiter verdoppelt. Neben der Entwicklung von immer kleineren Handy-Lautsprechern arbeiten die Wiener Soundspezialisten an innovativen Lösungen für die Unterhaltungselektronik, wie Mini-Kopfhörern und Mini-Boxen mit HiFi-Klangqualität. Mit der Entwicklung von Mikrofonen auf Basis von Micro-Electro-Mechanical Systems sollen die Soundkompetenzen auch in Richtung Halbleitertechnologien ausgedehnt werden.
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ölalarm

E 85 ist ein echter nachhaltiger Kraftstoff - zum Unterschied von Erdgas/Biogas.« Diese Botschaft überbrachte Johann Marihart kürzlich im Haus der Forschung dem Publikum. Der Vorstand der Agrana AG war eingeladen, um über Bioethanol zu referieren. Der Termin hätte unpassender nicht sein können: Nur wenige Tage zuvor verkündete die Agrana, dass sie ihre neu erbaute Bioethanolanlage in Pischelsdorf nach dem Probebetrieb für einige Monate stilllegen wird. Die Preise für Weizen und Mais seien derart hoch, dass ein wirtschaftlicher Betrieb der Anlage nicht machbar sei, so der Zucker-, Frucht- und Stärkekonzern. 2007 sei ein Ausnahmejahr bei Getreide, deutliche Ernteeinbußen und Spekulanten hätten den Preis explodieren lassen, so Marihart: »Ich bin zuversichtlich, dass das eine Blase ist, die platzen wird, wie zum Beispiel jene der Immobilien oder andere Blasen.« Sollten im Frühjahr die Anzeichen auf eine normale Ernte hindeuten, werde sich die Situation beruhigen. Naturgemäß ist es für einen Spitzenmanager nicht angenehm, wenn ein 125-Millionen-Investment wetterfühlig ist. Dennoch ist die Verschiebung der Produktion um ein paar Monate keine Existenzfrage. Die Agrana kann einen Rückschlag verkraften, wenngleich die Aktie nach der Hiobsbotschaft ein paar Prozentpunkte nachgab. Wenn Getreide wieder erschwinglich ist, wird die Anlage loslegen, der Absatz des produzierten Treibstoffs ist ihr durch die Gesetzgebung gesichert. österreich hat die EU-Vorgaben zur Beimengung von Biotreibstoffen vorzugsschülerhaft umgesetzt. Ab Oktober müssen dem Benzin 5,75 Prozent Bioethanol zugesetzt werden. Nachdem in Pischelsdorf zu diesem Termin nicht produziert wird, liefert die Agrana aus Ungarn.

Die Kapriolen um den Getreidepreis könnten jedoch auch auf einen dauerhaften Höhenflug hindeuten. Die Idee, aus Getreide Sprit und Geld zu machen, hat nämlich nicht nur die Alpenrepublik, sondern die ganze Welt erfasst. Derzeit sind in Europa Anlagen mit einer Produktionskapazität von 2,8 Milliarden Litern in Betrieb. Weitere Anlagen mit einer Kapazität von 3,4 Milliarden Litern sind in Bau, weitere Produktionen mit einem Volumen von 11,5 Mrd. Litern sind angekündigt. Weltweit werden derzeit rund 70 Milliarden Liter des begehrten und ökologisch nicht unumstrittenen Treibstoffs produziert. Bis 2015 soll sich die Menge beinahe verdoppeln. Stark forciert wird Bioethanol in den USA und Brasilien. Auch China will seine Abhängigkeit vom fossilen öl reduzieren, wobei dort die normale Anlagengröße bei 800.000 Tonnen liegt. Im Vergleich dazu ist die Agrana-Produktion mit 250.000 Tonnen nur relativ groß. Hannes Swoboda, EU-Abgeordneter der SPö, sieht den Einfluss von Bioethanol auf den Getreidepreis als »Tropfen auf den heißen Stein«. Der eigentliche Preisschub komme aus dem Mehrbedarf an Lebensmitteln, den der steigende Wohlstand in Schwellenländern mit sich bringe, so Swoboda. Dennoch sieht er in »Bioethanol keine Zukunftstechnologie«, diese sei »derzeit nicht geeignet, um in großem Ausmaß Biotriebstoffe zu erzeugen«. Für den Energiebeauftragten des Kanzlers Andreas Wabl ist es »absurd, mit viel Düngereinsatz überschüsse zu produzieren, die dann verspritet werden«. Es sei dringend notwendig, sich den gesamten Produktionsprozess anzuschauen, rät er. Marihart hat genau das getan. Seine ökobilanz für Pischelsdorf sieht wie folgt aus: Um 400.000 Tonnen CO2 durch Ethanol einzusparen, erfordert die Produktion desselben 180.000 Tonnen CO2. Inklusive aller vorgelagerten Prozesse, also auch dem Transport und der Ernte, komme man etwa auf das Verhältnis 1:2, so Marihart. Einen Vorteil hat Bioethanol trotzdem: Es wird ab Oktober von der Mineralölsteuer befreit. Der Nachteil ist, dass in österreich kaum jemand freiwillig danach verlangt. Daran ändert auch die Mitte Juli präsentierte »Initiative Superethanol« vorerst wenig. Sie hat das erklärte Ziel, bis 2010 mindestens 50.000 Superethanol-taugliche Fahrzeuge - sogenannte Flexi Fuel Vehicles (FFVs), die mit fast reinem Bioethanol (E85) laufen - auf die Straßen zu bringen. RWA und OMV gelobten einen raschen Ausbau des Tankstellennetzes. Zuletzt kamen Meldungen, dass dieses Vorhaben sich deutlich verzögert.

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Transportbeton eröffnet Liebherr- Betonwerk

Die Transportbeton GmbH \" Co KG, ein Unternehmen der Asamer Gruppe, hat in Wien Simmering ihr neues Betonwerk in Betrieb genommen. Die Investitionssumme betrug rund 2,5 Millionen Euro. Im November 2006 wurde nach dem Abbruch der alten Mischanlage aus dem Jahr 1971 mit dem Bau des neuen Betonwerks für Hochleistungsbetone begonnen. Es handelt sich hierbei um einen Liebherr Mischturm vom Typ Betomat V-605. Die Kapazität der Anlage, mit zehn Silokammern für die Produktion von 600 Kubikmeter Beton, einem drei Kubikmeter Liebherr Doppelwellenmischer Typ DW 3,0 und vier Zementsilos mit einem Lagervolumen von gesamt 490 Tonnen, wurde um 25 Prozent erhöht. Pro Stunde und je nach Sorte können 93 bis 120 Kubikmeter qualitativ hochwertiger Beton erzeugt werden. Um auch in den kalten Wintermonaten einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, wurde die gesamte Anlage mit kunststoffummanteltem Blech verkleidet und eingehaust.
\"Für die Anrainer und die Umwelt haben wir entsprechende Maßnahmen gesetzt“, sagt Reinhold Lindner, Geschäftsführer der Transportbeton. Für einen umfangreichen Umweltschutz sorgen Abluftfilteranlagen zur Staubreduktion und eine Restbeton-Recyclinganlage vom Typ LRS 708 mit einer Leistung von 22 m³ in der Stunde. Die Liebherr Recyclinganlage kann Restbetonmengen aus der Mischanlagenreinigung, aus der Fahrmischerreinigung oder sogar Rück-Betonmengen verarbeiten. Der Senkrechtförderer der Anlage soll die Staubbelastung nahezu auf Null minimieren. Zudem wird das gesamte Regenwasser des Areals in einer Zisterne gesammelt und gemeinsam mit dem Recyclingwasser für den Mischkreislauf wiederverwendet.
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