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Archiv (11315)

7000 Anwesungen in einer Millisekunde

Die neue Mid-Range-SPS Modicon M340 soll vor allem bei komplexen Maschinen-Applikationen zum Einsatz kommen: In der Verpackungs- und Fördertechnik, der Handlingstechnik, bei Textilmaschinen oder für Fertigungs-Aufgaben undInfrastruktur-Anwendungen. Für die Abarbeitung von 7000 Anweisungen soll die Steuerung laut Schneider gerade einmal eine Millisekunde, der Programmspeicher soll bis zu einer Größenordnung von 70.000 Anweisungen ausreichen. Die Standardschnittstelle für das Programmiergerät ist ein USBPort. Außerdem kann der Anwender zwischen Modbus, CANopen und Ethernet wählen. Bei der Ethernet-Variante ist der Webserver für Diagnosezwecke auch bereits eingebaut.
Serienmäßig wird eine SD Speicherkarte mitgeliefert, auf der neben Programmen auch Daten, Rezepturen und beliebige Files gespeichert werden können. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über einen FTP-Server, ist also ohne Treiber und spezieller Software von jedem Ort und zu jeder Zeit möglich.
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Augen-Blicke

Das System \"Eye-Controlled Interaction\" EYCIN, das Forscher am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart in Kooperation mit Industriepartnern entwickelt haben, folgt der Augenbewegung des Menschen und überträgt sie auf den Mauszeiger am Bildschirm. Das soll durch eine Kamera gelingen, die die Pupillenbewegung bis zu einem Meter Abstand beobachtet und auf den Bildschirm überträgt. Soweit die Theorie, Probleme gibt es in der Praxis: Das Auge führt permanente Zitterbewegungen aus, so genannte Mikrosakkaden. überträgt man diese Pupillenbewegungen ungefiltert auf den Bildschirm, ist ein sinnvolles Arbeiten nicht möglich, der Cursor würde sich ständig an irgendwelchen Position am Schirm befinden, nur nicht dort wo der User ihn haben möchte. Um dieses Problem zu lösen, haben die Forscher rund um Projektleiter Wolfgang Beinhauer eine Software entwickelt, die über Filterfunktion diese Mikrosakkaden unterdrückt und die Hauptbewegungsrichtung ermittelt.
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Mobile Cabin Infotainment

Herzstück des \"Mobile Cabin Infotainment“ ist ein vernetztes System, das die intuitive und individuelle Bedienung von Multimedia-Anwendungen von jedem Sitzplatz aus erlaubt. Jeder Sitzplatz verfügt über einen eigenen LCD-Monitor, der sich per Touchscreen oder Kabelfernbedienung steuern lässt und mit einem Rechner verbunden ist. Vom Rechner können die Passagiere direkt ihr persönliches Wunschprogramm abrufen: von Mehrkanal-Audio- oder Videosystemen bis hin zu Videospielen oder Bezahldiensten. Das Filmangebot kann jederzeit gestartet und gestoppt werden. Bei Videospielen gibt’s die Möglichkeit, Spiele vernetzt zu spielen. So kann der Fahrgast aus Reihe eins Schach mit dem Fahrgast aus Reihe 14 spielen. Mit On-Board-Shopping eröffnet sich ein zusätzliches Geschäftsfeld. Bezahlt wird per Prepaid-Pin oder Kreditkarte. Auch für Workaholics ist gesorgt. An mobilen Arbeitsplätzen mit Internetanbindung kann fleißig gearbeitet werden.
Präsentiert wird die Studie in Hannover anlässlich der Internationalen Automobilausstellung für Nutzfahrzeuge.
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\"Schwierigkeiten mit der Individualität\";"-sp-1880808872

. Das bedeutet, dass sich Toyota um alles kümmert, auch die Wartung des Hauses ist inbegriffen. Wir kontrollieren ein Haus nach vier, elf und 23 Monaten. Taucht ein Fehler auf, wird das Teil ausgetauscht. Dann wird nach fünf, zehn und 30 Jahren kontrolliert. Außerdem steht die gesamte Kraft und Knowhow der Toyota-Gruppe dahinter, Produktion und Konstruktion basieren auf dem Toyota-Produktionssystem.

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Große Gebäude - große Probleme

Die Mauer zwischen Immobilien- und Facilitymanagement muss überwunden werden, meinen die beiden österreichischen FM-Plattformen FMA und ATGA. Denn die großen Gebäude leiden unter einem großen Problem, wie Markus Aschauer, Geschäftsführer der ATGA (Akademie für technische Gebäudeausrüstung) feststellt: \"Wir haben deutlich schlechtere Gebäude, als wir haben könnten!“ Grund dafür sei fehlende Transparenz bei der Frage, wie ein Gebäude funktioniert. \"Der Knackpunkt“, so Aschauer, liegt darin, dass Facilitymanager schon möglichst früh in die Projektentwicklung eingreifen und kommunizieren, dass nur dann ein funktionierendes Gebäude realisiert werden kann. \"Wenn die Einreichplanung fertig ist, ist es zu spät“, so Aschauer über den üblichen Planungsablauf.
\"Deshalb wollen wir auch die Architekten ins Boot holen“, ergänzt Karl-Heinz Lehocky, Präsident der IFMA (International Facility Management Association), der aber einräumt, dass die Kooperation mit deren Standesvertretung \"noch ausbaubar“ sei. Es gebe nach vor genügend Planer, die eine Abwehrhaltung gegenüber Facilitymanagern pflegen, nur wenige Büros arbeiten bereits aktiv mit Facilitymanagern zusammen, meint Aschauer. Er fordert ein Punktesystem für Gebäude, mit dem auch Immobilienfonds die Möglichkeit bekommen, Themen wie Bewirtschaftung und Betriebskosten in die Due Diligence einer Immobilie einzubeziehen. \"Heute messen wir ein Gebäude nur an der Rendite, die Zukunft liegt aber in der Bewertung von Nutzwert, Lebenszyklus und Langzeitwert“, meint Andreas Gnesda, Leiter der Interessensgemeinschaft Berater und Planer in der Plattform FMA (Facility Management Austria).
Aus diesem Grund wird der jährlich stattfindende Facility Kongress im kommenden Jahr unter dem Zeichen der Kooperation stehen: \"Powered by FMA“ wird der ATGA Facility Kongress am 13. und 14. Juni in Wien 35 Vorträge zu Themen wie Planung, Umnutzung und dem internationalen FM-Markt bieten. Außerdem werden vier Preise verliehen: Facilitypreis, Innovationspreis, Facility Manager 2007 und die FM Publikation 2007. \"Es wird keine Vereinigung der beiden Plattformen geben“, dementiert Aschauer entsprechende kolportierte Vermutungen.
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Nebel an, Brand aus

Die Marioff GmbH, deutsches Tochterunternehmen des in Finnland beheimateten Herstellers von Hochdruck-Wassernebelsystemen, will im Tunnelbau Fuß fassen. Im Schiffbau sowie im Hochbau, im Denkmalschutz, in der Industrie und in der IT-Branche ist der Konzern bereits seit 16 Jahren aktiv und hat damit im vergangenen Jahr einen Umsatz von 79 Millionen Euro erwirtschaftet. Mit dem Auftrag für das Löschsystem im 10 Kilometer langen, zweigeschoßigen Straßentunnel des Pariser Autobahnrings A 86 konnte das Unternehmen erstmals im Tiefbau punkten, nun soll auch der deutschsprachige Raum drankommen, hofft Uwe Klinkhardt, Geschäftsführer der deutschen Marioff GmbH. Die Installationskosten für den Pariser Tunnel beziffert er mit etwas mehr als 20 Millionen Euro, also rund einer Million pro Kilometer. Trotz höherer Anfangskosten würde das System bereits ab einer Tunnellänge von 2 Kilometern günstiger kommen als herkömmliche Systeme. Das von Marioff entwickelte Wassernebelsystem, das laut Klinkhardt bereits in mehr als 250 Brandversuchen erprobt wurde, unterscheidet sich von herkömmlichen Sprinkleranlagen durch den höheren Wasserdruck von 80 bar, wodurch die benötigte Wassermenge sowie die Dimension der installierten Edelstahlrohre kleiner wird. Wesentlicher Unterschied ist aber die Technologie der Wasservernebelung. Dabei wird das Wasser über spezielle Düsen in Tropfen mit einer Größe von nur 50 Mikrometern versprüht, wodurch in Summe eine größere Wasseroberfläche entsteht, die laut Klinkhardt den Rauch und die Wärme besser bindet und einen stärkeren Kühleffekt erzeugt als herkömmliche Systeme.
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RFID im Gesundheitswesen

Von Claudia Bräuer

Wenn über den Nutzen von RFID-Systemen gesprochen wird, denken viele in erster Linie an die Logistik-Branche. Radio Frequency Identification (RFID) bietet diesen Unternehmen eine große Auswahl an Möglichkeiten, den Transport beziehungsweise die Warenübergabe zwischen den Herstellern und den Empfängern erheblich zu vereinfachen. Nun werden auch im Gesundheitswesen zunehmend RFID-Lösungen eingesetzt: Erste Pilotprojekte in der Patientenversorgung oder im Bettenmanagement zeigen eine deutliche Vereinfachung vieler Prozesse, die auch den Alltag von Privatpersonen erleichtern sollen.

Kleiner Chip als Lebensretter. Zusammen mit MedicAlert erprobt Siemens Business Services (SBS) derzeit den Einsatz von RFID in der Notfallversorgung. MedicAlert ist eine der weltweit größten gemeinnützigen Organisationen im Bereich der Notfallmedizin. Die ersten 3500 Teilnehmer werden in Kürze mit einer Plastikkarte (im Kreditkartenformat) mit RFID-Chip ausgestattet, auf der ihre medizinischen Informationen, wie zum Beispiel etwaige Allergien oder der allgemeine gesundheitliche Zustand, gespeichert sind. Sanitäter können diese Daten im Notfall mit einem PDA, auch durch die Kleidung oder die Geldbörse, in Sekunden erfassen, was eine sichere Erstversorgung gewährleisten soll.

Wird der Patient später ins Spital eingeliefert, passiert er am Eingang der Notaufnahme nochmals installierte Lesegeräte. Erkennen sie seine RFID-Karte, stellen sie automatisch eine Verbindung zu Datenbank von MedicAlert her. Das behandelnde Personal hat so blitzschnell die detaillierte medizinische Vorgeschichte des Patienten im Behandlungsraum zur Verfügung. \"MedicAlert RFID ist der Schlüssel zur Patientenakte. Im Ernstfall können diese Informationen Leben retten\", betont Paul Kortschak, Vorsitzender und CEO MedicAlert.

Patiententracking mit RFID. RFID-Chips werden aber nicht nur bei der Notfallversorgung eingesetzt. Patientenarmbänder von Siemens werden derzeit im Klinikum Saarbrücken und im New Yorker Jacobi Medical Center verwendet. Dort informieren Funkarmbänder die ärzte schon beim Händeschütteln mit dem Patienten über die Krankengeschichte ihres Gegenübers. Der RFID-Chip hat Daten des Trägers gespeichert, die ein Arzt mit einem Handheld-Computer oder Laptop auslesen kann. Die Technik soll die Behandlung und Verwaltungsvorgänge transparenter, wirtschaftlicher und die Identifikation der Patienten sicherer machen. \"Wir erhalten nicht nur eine hundertprozentige Fehlerfreiheit bei der Patientenidentifizierung, sondern sparen auch Zeit bei der Behandlung, da die ärzte und Schwestern die notwendigen Patienteninformationen direkt am Bett bekommen\", zeigt sich Daniel Morreale, CIO im Jacobi Medical Center, zufrieden.

Intelligente Bettenpflege. Krankenhäuser geben jährlich Unsummen für die Reinigung von Betten und Matratzen aus. In Zeiten knapper Gesundheitskassen sind hier Wege zur Kostenein-sparung gefragt. In Deutschland läuft in den Städtischen Kliniken Bielefeld ein Pilot-Projekt von SBS, bei dem RFID-Chips die Reinigungsprozesse bei Klinikbetten optimieren und dadurch deren Auslastung verbessern sollen. Bisher wurden sämtliche Betten der Städtischen Kliniken in der zentralen Aufbereitung des Krankenhauses einer aufwändigen Komplettreinigung unterzogen - egal, ob der Patient wenige Stunden oder mehrere Tage darin gelegen hat, ob er eine hoch infektiöse Krankheit oder nur einen verstauchten Fuß hatte. Das Krankenhaus konnte auch nicht erkennen, wie lange ein Bett in der Aufbereitung stand, bevor es wieder auf eine Station ausgeliefert wurde. Da schaffen die Funk-Chips jetzt Klarheit. \"Im Rahmen des Pilot-Projektes brachte Siemens auf einer ausgewählten Station, an jedem Bett und an jeder Matratze einen RFID-Chip an, um das Geschehen ständig per Funk zu begleiten\", erklärt Thomas Jell, Direktor RFID bei Siemens Business Services. Die Chips funken ihre Daten an den Ein- und Ausgängen der Station und der zentralen Bettenaufbereitung an entsprechende RFID-Lesegeräte - von dort fließen die Daten in eine Datenbank, wo sie gespeichert werden.

RFID-Einsatz in österreich. Das interaktive \"St. Anna Fernsehen\" wiederum verfolgt das Ziel, den schwierigen Spitalsalltag von jungen Patienten im Wiener Kinderspital zu erleichtern. Angeboten werden altersgerechte Informationsfilme über die Erkrankungen und den menschlichen Körper, Zeichentrickfilme, Spiele oder Universum-Dokumentationen. Erstmals wird beim St. Anna Fernsehen ein RFID-Chip zur Personalisierung der Inhalte verwendet. Die Kinder bekommen ein Stofftier, in dem der Chip eingenäht ist und der berührungslos per Funk die Daten des Kindes an ein Lesegerät sendet. Wird das Stofftier auf den RFID-Reader gesetzt, so übermittelt dieser den Zugangscode an den Server. Die Medienplattform erkennt nun automatisch Alter, Sprache und Krankheitsbild des Kindes und liefert via Breitband-Internet die passende Programmauswahl an die Set-Top-Box, die diese wiederum am Fernsehgerät darstellt. Mit der Fernbedienung kann das Kind nun auswählen, was es gerne sehen möchte. Die Besonderheit des St. Anna Fernsehens besteht darin, dass den jungen Patientn ein jeweils altersgerechtes Programm in ihrer Muttersprache angeboten wird: Derzeit gibt es Beiträge in Deutsch, Türkisch und Serbisch bzw. Kroatisch. \"Für uns bringt es vor allem den unschätzbaren Vorteil, dass die altersgerechten Filme über Krebs und die Behandlungsmethoden die Therapie unterstützen, indem sie zu einem besseren Verständnis der Erkrankung beitragen\", erklärt Dr. Reinhard Topf, Leiter der Psychosozialen Gruppe des St. Anna Kinderspitals und Projektleiter.

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Der Wurstel im Prater

Scharf ins Gericht geht das Wiener Kontrollamt mit dem Entwicklungskonzept für den Prater. In dem Bericht, der dem Report vorliegt, wird dabei aber nicht nur die Firma Imaginvest des von Stadt Wien beauftragten französischen Masterplaners Emanuel Mongon heftig kritisiert, sondern auch die Art und Weise der Vergabe durch die Stadt Wien. Der im Jahr 2002 öffentlich ausgeschriebene \"Ideenfindungsprozess zur Entwicklung des Bereiches Wurstelprater - Messe Süd - Krieau - Stadion\" entspreche nicht dem Wiener Landesvergabegesetz und auch nicht der Wettbewerbsordnung Architektur, kritisiert das Kontrollamt. Und zwar aus mehreren Gründen: Obwohl das Gesetz vorsieht, bei einem geschätzten Auftragswert von mindestens 200.000 Euro einen anonymen, öffentlichen Wettbewerb durchzuführen, könne von Anonymität keine Rede sein. Es wurden nämlich fünf Büros namentlich eingeladen, unter dem Titel \"Ideenfindungsprozess“ Beiträge zur Entwicklung des Planungsgebietes zu leisten. Auch ein Beurteilungssystem, das eine Gewichtung der Arbeiten nachvollziehbar gemacht hätte, habe die ausschreibende Stelle, die Magistratsabteilung 21, nicht vorgesehen, so das Kontrollamt. Ein öffentlicher Wettbewerb im Sinne des Vergabegesetzes und der WOA habe daher nicht stattgefunden, kommt der Bericht zum Schluss.

Auch die weitere Vorgangsweise der Stadt Wien wird heftig kritisiert: Denn obwohl die Erarbeitung eines Masterplans ausdrücklich nicht Gegenstand des Verfahrens war, sondern nur als eine Vorstufe dazu, sei Mongon auf Veranlassung von Wiens Vizebürgermeisterin Grete Laska ohne weitere Ausschreibung mit der Erstellung des Masterplans in der Höhe von 1.385.000 Euro beauftragt worden. Auftraggeber war die im Eigentum der Stadt Wien stehende Messe-Besitzgesellschaft (MBG). Die sei aber als öffentliche Auftraggeberin einzustufen und unterliege daher dem Vergaberecht, stellt das Kontrollamt dazu fest. Im Klartext: Die Vergabe war rechtswidrig.

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