Die Tage des analogen Antennen-TVs sind gezählt: Ab Ende September beginnt die schrittweise Umstellung von ORF und ATV auf Digital-Fernsehen via Antenne. "Konsumenten sollen sich rechtzeitig informieren, damit der Bildschirm ab Früh-jahr 2007 nicht schwarz bleibt“, rät AK-Konsumentenschützer Harald Glatz. Anten-nen- und analoge Sat-Schüssel-Seher brauchen ein Zusatzgerät oder einen neuen digitalen Antennen-Fernseher, um österreich-Programme weiterhin mit Antenne empfangen zu können. Alternative: Umstieg auf Kabel oder digitale Sat-Anlagen. Die Arbeiterkammer verlangt einen möglichst langen analogen-digitalen Parallelbetrieb, eine kostenlose Hotline und Förderungen auch für einfache Zusatzgeräte.Ab 27. September beginnt zuerst in Ballungszentren die schrittweise Umstellung auf digitales Antennen-TV von ORF1, ORF2 und ATV. Läuft alles nach Plan, werden nach einigen Monaten analogem-digitalem Parallelbetrieb ab Februar 2007 die ersten Haus-halte über ihre Zimmer- oder Hausantenne ORF und ATV nur noch digital empfangen können. Später kommen drei weitere österreich-Programme dazu. Geplant sind auch Zusatzdienste, etwa Programmführer, eine Weiterentwicklung des Teletexts oder Votings. Aber: Wer weiterhin österreichische Programme via Antenne sehen will, braucht ein Zusatzgerät, eine Set-Top-Box, oder ein Fernsehgerät mit bereits integriertem Empfän-ger. "Möglich wären auch der Umstieg auf Kabel oder eine digitale Satellitenanlage“, sagt Glatz. Für Zweit-Gerätebesitzer gilt: Jeder Fernseher braucht eine eigene Box.Käufer von Boxen oder empfangstauglichen TV-Geräten werden mit einem 40-Euro-Gutschein gefördert. Und zwar dann, wenn der Haushalt grundgebührenbefreit ist oder zu den ersten 100.000 im Empfangsgebiet zählt, der bis spätestens 30. November eine Box erwirbt. Keinen Zuschuss gibt es für die einfachen, billigen Boxen, die nur die Pro-gramme empfangen. Gefördert werden nur Boxen, die zusätzlich auch elektronische Zusatzdienste empfangen können und entsprechend teurer sind (etwa 100 bis 150 Euro).Beantwortet werden Fragen zur Umstellung unter anderem bei einer kostenpflichtigen Hotline (zwölf Cent pro Minute). "Die Umstellung und die Umrüstungskosten werden vor allem ältere und technisch nicht sattelfeste Konsumenten verunsichern und belasten“, befürchtet Glatz. "Alle Betroffenen müssen umfassend, rechtzeitig und kostenlos informiert werden.“ Die AK fordere bereits von Beginn an eine unentgeltliche Hotline für die Umstellung. Die kostenpflichtige Hotline, für die zwölf Cent in der Minute bezahlt werden müssen, sei unakzeptabel. Außerdem müssten alle Boxen gefördert werden, nicht nur die technisch anspruchsvolleren. Auch die umständliche Gutschein-Variante müsse weg: Die gebührenbefreiten Konsumenten können erst mit einem Schreiben, das sie bekommen, den Gutschein anfordern.