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Im Test Nokia N90

Auf dem ersten Blick weiß man nicht so recht was man mit dem klobigen Telefon eigentlich anfangen soll? Telefonieren oder fotografieren? Für ersteres ist es zu groß und zu schwer, doch für zweiteres geradezu perfekt. Denn beim N90 ist schon am auffälligen und drehbaren Foto-Kasten zu sehen, dass hier das Knipsen im Vordergrund steht.

Ausstattung
Das N90 kann mit seinen Abmessungen 113 x 52 x 24,5 Millimetern und einem Gewicht von ungefähr 170 Gramm nicht gerade als handlich bezeichnet werden. Dennoch ist es hochwertig verarbeitet und liegt trotz der Größe gut in der Hand.Das Innendisplay bietet dank der hohen Auflösung von 352 x 416 Pixel mit 262.144 Farben gestochen scharfe Bilder, egal ob es sich dabei um Fotos, Texte oder Menü-Grafiken handelt. Ein zweites, weniger scharfes und wesentlich kleineres, Display befindet sich auf der Außenseite des Gerätes.
Auch die große Zifferntastatur mit Fünf-Wege-Taste überzeugen. Der seitlich angebrachte Joystick war zwar etwas schwerer zu handhaben, doch hat man einmal den Trick heraus, ist auch das kein Problem mehr.
Der Akku schneidet allerdings weniger gut ab: Ungefähr 2,5 Stunden hielt das N90 bei einem Dauergespräch durch.

Handhabung
Die Benutzerführung ist einfach und intuitiv, vor allem für Nokia-Fans. Das Telefon bietet auf dem Stand-by-Bildschirm eine übersicht über anstehende Termine oder eingegangene Nachrichten und führt die zuletzt genutzten Anwendungen in einer Kopfleiste zur schnellen Auswahl auf. Das vereinfacht die Navigation und verschafft übersicht. Leider ist die Ausführung der einzelnen Menüpunkte sehr langsam, was zum Beispiel beim öffnen von eingegangen Nachrichten recht mühsam wird. Die Software des N90 arbeitet überhaupt recht träge: So braucht es ungefähr 50 Sekunden vom Einschalten bis zur Bereitschaft.

Starke Kamera-Funktionen
Kommen wir nun zum eigentlichen Hauptaugenmerk des N90 - die Kamera. Diese ist sofort funktionsbereit, wenn sie bei zugeklapptem Handy um 90 Grad gedreht wird. Das kleine Außendisplay arbeitet dabei als Motivsucher.
Es gibt auch eine zweite Möglichkeit: Im halb aufgeklappten Zustand kann die Außenklappe um die Längsachse gedreht werden um so das Handy wie einen Mini-Camcorder halten zu können. Nun fungiert das Innendisplay dabei als Sucher.
Bedient wird die Kamera über den auf der Geräteseite angebrachten Joystick und mit den beiden oberhalb des Displays angebrachten Softkeys. Diese werden - ebenso wie die Kamera - durchs Display-Klappen und -Drehen automatisch aktiviert. Dank der drehbaren Digicam sind Video-Telefonate ohne zweite Kamera möglich.

Das N90 bietet eine 2-Megapixel-Kamera mit einem Objektiv vom renommierten Linsenhersteller Carl Zeiss. Mit dieser Ausstattung schießt es Fotos mit einer maximalen Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixel. Auch bei der Video-Auslösung liefert es Superwerte im CIF-Format mit 352 x 288 Bildpunkten. Die Bildqualität ist für ein Telefon außerordentlich gut, dank der Zeiss-Optik wirken auch die Farben natürlich und die Ränder nicht verzerrt.

Kamera-Features
Das N90 bietet neben verschiedenen Motivprogrammen, etwa für Porträt- und Landschafts-Fotos, einen Weißabgleich (automatisch/manuell), sowie einen Makro-, und Serienbild-Modus. Bei letzteren schießt das Handy sechs Aufnahmen schnell hintereinander.
Sowohl der Autofokus, bisher nur wenigen Modellen vorhanden, wie auch die Auslöseverzögerung von knapp einer Sekunde waren tadellos.
Trotz der recht großen Abmessungen des Kamera-Kastens haben Nokia und Zeiss kein optisches Zoom eingebaut, dafür aber ein 20fach-Digitalzoom.Eine integrierte LED-Leuchte bringt Licht ins Dunkle, bringt aber bei schlechten Lichtverhältnissen nicht allzu viel.

Die Fotos speichert das N90 im JPEG-Format und bietet dafür ungefähr 90 MB frei belegbaren Speicherplatz. Natürlich kann das Handy auch aufgerüstet werden. Für die Verwaltung ist Adobes \"Photoshop Album Starter Edition“ im Lieferumfang enthalten, ebenso ein Editor-Programm für Videos.

Telefonfunktionen
Die Akustik beim Telefonieren könnte lauter und klarer klingen. Vor allem Gespräche in der U-Bahn sind teilweise leider unverständlich. Schaltet man jedoch den integrierten Freisprecher ein, hört man den Gesprächspartner wesentlich besser.Umgekehrt war es deutlich anstrengender, alles zu verstehen, da öfter einige Silben abgeschnitten wurden.Ansonsten gibt es bei der Telefonausstattung nichts zu meckern. So bietet das N90 veränderbare Profile, ein umfangreiches Adressbuch und Triband-Technik. Allerdings fehlt der Vibrationsalarm, was recht ärgerlich sein kann, vor allem, wenn man in ruhiger Umgebung einen wichtigen Anruf verpasst.

Officefunktionen
Als komplettes UMTS-Smartphone bietet das N90 zahlreiche Business-Funktionen: Das Angebot reicht vom Organzier mit Terminverwaltung bis zur Brieftaschen-Funktion, mit der man zum Beispiel Kreditkartennummern passwortgeschützt speichern kann. Die Outlook-Synchronisation mit dem PC funktioniert einwandfrei, klappt aber schneller wenn der Rechner den Standard USB 2.0 unterstützt.
Um Office-Dokumente im Word- oder Excel-Format lesen zu können, muss vorher das passende Programm von Nokia heruntergeladen werden.
Für den Datenaustausch stehen UMTS, GPRS, HSCSD, USB 2.0 oder Bluetooth zur Verfügung. Eine Infrarot-Schnittstelle fehlt.

Fazit:
Das N90 entpuppte sich dank 2-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Objektiv als hochwertiges Kamera-Handy mit tollen Foto-Ergebnissen. Ambitionierten Hobby-Fotografen kann das N90 jedoch noch nicht die Digicam ersetzen, aber für Gelegenheitsknipser ist es als Kamera-Alternative durchaus empfehlenswert.

Mit dem sehr scharfen und kontrastreichen Display hat man auch beim Betrachten der geschossenen Fotos seine Freude. Für Zeitvertreib sorgt ein integrierter MP3-Player, der MP3- und AAC-Dateien abspielt. Die Songs klingen über das mitgelieferte Headset ausgewogen, doch es gibt bessere Musikhandys. Die Akku-Leistung lässt ebenfalls zu wünschen übrig, genauso wie die langsame Menüausführung.

Plus/Minus:
+ Sehr gute Foto-/Video-Kamera
+ Hervorragendes Display
+ Gute Verarbeitung, gutes Bedienkonzept
+ Komplettes UMTS-Smartphone
- Kein Vibrationsalarm
- Groß und schwer
- Langsame Menüausführung
- Akkudauer
- Klang

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österreich im Abseits

Der Trend geht zu kleinen, überschaubaren Fachmessen. Hannover trotzt diesem Trend und beherbergt zwischen 16. und 20. April 13 internationale Leit- und Fachmessen der Industrie unter der Dachmarke \"Hannover Messe“. Mehr als 6.000 Aussteller aus über 70 Ländern sollen auf 204.000 Quadratmeter Netto-Ausstellungsfläche ihre Produkte und Know-how präsentieren, mehr als 200.000 Besucher werden erwartet. Knapp drei Monate vor Beginn gilt die Messe als ausgebucht, auch wenn sich für Kurzentschlossene immer noch ein Plätzchen findet, wie Olaf Groß, Pressereferent der Deutschen Messe, feststellt. \"Alle Hallen sind belegt, Platz für weitere Aussteller ist aber bei diesen Dimensionen immer vorhanden. Wir sind auf einem guten Weg, das starke Ergebnis von 2005 zu erreichen. “ Was nicht bedeuten soll, dass 2006 schlecht gelaufen ist, aber wichtige Leitmessen wie die Motion, Drive & Automation finden nur alle zwei Jahre statt, weshalb für heuer 2005 als Messlatte herhalten muss.
Parallel zum Messealltag gibt es auch heuer wieder zahlreiche begleitende Events wie die Verleihung des Technologiepreises \"Hermes Award“, die Networking-Plattform \"Global Business Forum“ und das internationale Diskussionsforum \"World Energy Dialogue“. Nach Russland im Vorjahr tritt heuer die Türkei als offizielles Partnerland der Messe auf.

Von der Schweiz lernen
Den Großteil der Aussteller stellt der Gastgeber Deutschland, gefolgt von Italien, China und der Türkei. 45 Prozent kommen aus dem Ausland. Die Anzahl der österreichischen Aussteller ist nach wie vor rückläufig. \"Wir sind seit dem Jahr 2000 in einer Konsolidierungsphase“, sagt Wolfgang Weninger, österreich-Repräsentant der GISI Messeconsult GmbH. Die Unternehmen prüfen ganz genau, an welchen Messen sie teilnehmen. \"Darunter haben viele Veranstaltungen zu leiden, den Leitmessen ist es im Großenund Ganzen aber gelungen, ihre Stellung zu behaupten“, glaubt Weninger. Die Minderbeteiligung heimischer Unternehmen sei zwar bedauerlich, entspreche aber dem Markttrend.
Besonderes Kopfzerbrechen bereitet Weninger der schüttere österreichanteil im prestigereichen Messesegment \"Research & Technology“. Neben der TU Graz wird nur das Linz Center of Mechatronics über neueste Technologien und Forschungsvorhaben informieren. Noch im Jahr 2004 stammten 20 Aussteller aus der Alpenrepublik. \"Dann ist die österreichische Beteiligung auf Null gesunken, weil die Wirtschaftskammer und das Wissenschaftsministerium die Budgets gekürzt und jegliche finanzielle Unterstützung entzogen haben“, erklärt Weninger. Für die diesjährige Auflage reichte es mit Hilfe der Wirtschaftskammer zumindest zu einem kleiner Stand. Zufrieden ist Weninger trotzdem nicht. \"Wenn man sieht, was die Schweiz auf die Beine stellt, dann ist das eigentlich ein Skandal für österreich.“ In der Schweiz ziehen Politik und Wirtschaft an einem Strang, um die Innovationskraft des Landes einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. So werden die Preisträger des eidgenössischen F&E-Preises Jahr für Jahr auf der Hannover Messe im Rahmen des Hermes Award präsentiert. \"In österreich wird zwar Forschung und Entwicklung gefördert, aber an den Grenzen ist Schluss. Um die internationale Vermarktung kümmert sich niemand“, kritisiert Weninger.

Zukunftsaussichten
Dass sich die Hannover Messe auch in Zukunft dem Trend hin zu kleineren Fachmessen widersetzen wird, darf als gesichert angenommen werden. Auch wenn laufend alternative Messekonzepte geprüft werden. Eine Zerstückelung der Hannover Messe würde die Einzelmessen angreifbar machen. Der Mehrwert für den Kunden wäre nicht mehr gegeben. Denn als zentrales Argument des Veranstalters Deutsche Messe AG gilt die überschneidung der einzelnen Teilbereiche. Es gehe aber nicht darum, Superlative zu produzieren, sagt Weninger. Wichtig sei nicht, dass die Hannover Messe zu den größten Messen gehört, sondern zu den Besten. \"Die Qualität für den Kunden steht im Vordergrund. Und die ist in der jetzigen Form garantiert.“

13 Leitmessen und ihre Themen

- Interkama+: Prozessautomation
- Factory Automation: Fertigungsautomation
- Industrial Building Automation: Vernetzte Systeme der Gebäude- und Produktionsautomatisierung
- Motion, Drive & Automation: Antriebstechnik und Fluidtechnik
- Digital Factory: Integrierte Prozesse und IT-Lösungen
- Subcontracting: Zulieferung von Werkstoffen, Komponenten und Systemen für den Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau
- Energy: Erneuerbare und konventionelle Energieerzeugung, -versorgung, -übertragung und -verteilung
- Pipeline Technology: Planung, Bau, Betrieb und Automation von Rohrleitungs- und Kanalnetzen
- FM Solutions: Integriertes Facility Management und Instandhaltung
- ComVac: Druckluft- und Vakuumtechnik
- Surface Technology: Oberflächentechnik
- MicroTechnology: Angewandte Mikrosystemtechniken und Nanotechnologien
- Research & Technology: Innovationsmarkt für Forschung und Entwicklung

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Federated Identities

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren Rohstoffe, Geld oder Anlagen das wertvollste Gut in unserer Gesellschaft. Der technische Fortschritt und die dynamische Entwicklung neuer Kommunikationsplattformen lässt uns mittlerweile in einer Welt leben, die wir nicht mehr missen wollen. In einer Welt in der Informationen und Daten kontinuierlich zu den wichtigsten Produktionsfaktoren werden. Ein Leben ohne Informationsstrukturen, die auf elektronischen Prozessen basieren ist undenkbar. Und in einer solchen Welt werden aus Menschen mit Gesichtern schnell elektronische Profile und digitale Identitäten.

Um keinen Wettbewerbsnachteil zu erleiden, müssen Unternehmen Informationen, Daten und digitale Identitäten effizient verwalten. Effizient und ganz im Sinne des Betriebswirtschaftlers - möglichst kosteneffizient. Mit diesen Aspekten beschäftigt sich seit einigen Jahren die Disziplin des Identity Managements. Zunächst war dieses Thema ausschließlich organisationsbezogen - sprich es ging um den Austausch und die Verwaltung von Identitäten innerhalb eines Unternehmens. Ein sicheres Identity Management in einem anarchischen Konstrukt wie dem Internet schien zunächst unmöglich. Doch wer als Anwender weiß, was es heißt für jedes einzelne Internet-Serviceangebot ein separates Passwort einzurichten und sich noch in einigen Wochen daran zu erinnern welches nun zu welcher Webseite gehört. Welche Erleichterung würde die Verwendung einer einzigen service-übergreifenden Authentisierung bringen. Mit dem Ansatz eines einheitlichen Zugangskontrollfaktors beschäftigt sich Federated Identity Management. Ein funktionierendes System könnte dadurch mehr Vertrauen in die Abwicklung von Online-Geschäften nach sich ziehen - insbesondere wenn es um vertrauliche Transaktionen geht.

Identity Management als Enabler. Derzeit verändern sich nicht nur die Märkte sondern speziell die Technologien passen sich den neuen Gegebenheiten an. Wo bislang in Systemen gedacht wurde, ermöglichen serviceorientierte Architekturen und Web Services eine neue Sichtweise und Flexibilität. Es geht nicht mehr nur darum, mit welcher Software ein Prozess verarbeitet wird oder wie die Schnittstellen der Systeme miteinander kommunizieren - es geht vielmehr darum Services zu definieren und bereitzustellen. Das Denken in Services und Prozessen ermöglicht neue Geschäftsmodelle, vereinfacht die bedarfsgerechte Bereitstellung und wird auch das Verhältnis zwischen Management und IT-Abteilung ändern: letztere muss sich nämlich immer mehr an Geschäftsprozesse orientieren und wird somit zum Architekten von neuen Servicelandschaften. Das bedingt jedoch die Einigung auf Standards und die Förderung von Web Services. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Ansatz des Federated Identity Management. Der praktische Nutzen liegt dabei auf der Hand. Der Anwender hat eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit, denn das Verwalten zahlreicher Passwörter wird obsolet. Im Umkehrschluss könnte dies bedeuten: Wenn durch den Einsatz vertrauenswürdiger Technologien und Services, die auf offenen Standards basieren, der Anwender ein sicheres Gefühl und damit mehr Affinität für den Online-Handel erhält, werden Internettransaktionen rapide zunehmen. Somit gilt: “Ohne kontinuierliche vertrauensbildene Maßnahmen in E-Commerce gibt es keine Prosperität.“ Die Internetkriminalität konzentriert sich zunehmend auf den sogenannten Identitätsklau (Identity Theft). Phishing und Pharming lassen grüßen. Insbesonders Banken haben enorm mit diesem Thema zu kämpfen. Der Komfort des Online-Bankings aus Kundensicht spricht für seine Verwendung. Die drastische Zunahme an Phishing-Attacken hemmt jedoch zunehmend das Vertrauen der Bankkunden.

Was ist eigentlich Identity Management?
Identity Management ist das aktuelle Modewort in der IT-Sicherheitsbranche. Jose Lopez, Sicherheitsspezialist bei Frost \" Sullivan, beschreibt Identity Management als einen Prozess, der die Authentifizierung, die Zugriffsrechte und die eingeräumten Vorrechte eines digitalen Nutzers verwaltet. Dieser Prozess erfordert drei wesentliche Schritte, nämlich die Nutzererkennung (Authentication), die Autorisierung (Authorisation) und das Beschaffungsmanagement der Nutzerdaten (Provisioning).
Identity Management Systeme konzentrieren sich auf die Beherrschung der organisationsinternen Komplexität. Eine herkömmliche Lösung ist somit auch nicht für den Einsatz außerhalb der Unternehmensgrenzen gedacht. Daher gilt es zu überlegen, wie es gelingen kann, organisationseigene wie -fremde Informationssysteme und Nutzeridentitäten in verteilten Netzwerken zu integrieren und zu verwalten. Genau damit beschäftigt sich Federated Identity Management (FIM).

Federated Identity Management soll gewährleisten, dass eine Partnerinstitution, die als Dienstanbieter agiert, über speziell ausgelegte Protokolle Zugriff auf die zur Authentifikation und/oder Abrechnung notwendigen Benutzerinformationen, bzw. -identitäten der eigenen Einrichtung erhält. Diese sogenannten Federated Identities sind auf wechselseitiger Anerkennung ausgelegt. Dabei authentifiziert die Heimateinrichtung (Identity Provider) ihre Benutzer (Identity Principal) und stellt Dienstanbietern Informationen über die Anwedner zur Verfügung, die es den Dienstanbietern ermöglichen zu entscheiden, ob die Benutzer auf eine geschützte Ressource zugreifen dürfen oder nicht. Um das hierfür notwenige Vertrauensverhältnis und einen organisatorischen Rahmen für den Austausch der notwendigen Informationen zu schaffen, schließen sich Identity Provider und Dienstanbieter in einer Föderation zusammen.

Damit ein FIM-System funktionieren kann sind unterschiedliche Voraussetzungen zu schaffen: eine multiprotokollfähige und in bestehende Systeme leicht integrierbare Referenzimplementierung rechtliche Rahmenbedingungen für verbindliche Regelungen bei Transaktionen sowie die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien eine verteilte Netzinfrastruktur, die von den Beteiligten genutzt werden kann

Vertrauen in den Handel. Eine Welt, in der ein Anwender nur noch ein Passwort benötigt wäre doch eigentlich wunderbar. Technisch stellt eine Realisierung dieses Traums schon lange kein Problem mehr dar. Aber gerade bei der Verwaltung von Passwörtern wird deutlich, welche Rolle der Mensch im Sicherheitskontext hat. Vor lauter unterschiedlichen Passwörtern kommen viele Nutzer oft auf die glorreiche Idee, Passwörter aufzuschreiben und sie womöglich noch an den Monitor zu heften. Mal ehrlich - da kann man sich den ganzen Aufwand der Passwortvergabe doch von Anfang an sparen. Also wäre das schon eine tolle Sache - ein Passwort, das man sich noch gut merken kann und damit Zugang zu unterschiedlichsten Internetplattformen erhalten kann. Das war der eigentliche Ansatz für die Entwickler von Federated Identity Standards. Nur kommt jetzt ein neues, nicht zu unterschätzendes Problem auf: Wenn ein Anwender sich bei web.de mit seinem Passwort anmeldet und dann in den persönlichen ebay Account weitersurfen kann, mag das noch unkritisch sein. Aber ob ein Anwender sich sicher fühlt danach auch noch Online-Banking zu machen bleibt fragwürdig. Es fehlt an der Akzeptanz einer \"Trusted Authority“ und eines Mechanismus, der eine interne (1. Faktor) und externe (2. Faktor) Validierung der Identität ermöglicht ohne dabei Datenschutzbestimmungen zu verletzen.. Einer Einrichtung, welche die externe Validierung und die dazugehörigen digitalen Identitäten global verwaltet. Hier reduziert sich die ganze Technologie auf klassische psychologische Aspekte.

Das Unternehmen VeriSign hat unlängst ein Konzept entwickelt, das genau diesen Problemen Rechnung trägt. Die Lösung VeriSign Identity Protection (VIP) vereint den offenen Authentifikationsstandard (OATH) mit einer Soft- und Hardware-Token-Technologie um insbesondere den Zugang zu den Anwendungen und somit die Identitäten der Nutzer zu schützen. Mit einem Generator für Einmal-Passwörter (One Time Password - OTP) kann man sich dann bei den VIP-Kooperationspartnern PayPal, eBay oder Yahoo! anmelden. Die zugehörigen Token werden von den Partnerunternehmen an die Nutzer ausgegeben. Anwender können ihre Benutzerkonten so vor dem Zugriff Dritter schützen, da das Passwort nach jedem Zugriff ersetzt wird.

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Sager im Februar 2003

\"Investment-Schwerpunkte sind derzeit die Installierung von Internet- und Intranet-Servern und Entwicklung browserbasierter Anwendungen. Im Klartext also nutzen wir das Internet, um Prozesse stark zu dezentralisieren, einheitliche Benutzeroberflächen zu schaffen und diese Prozesse mit den \"alten\" Hostanwendungen zu kombinieren,\"
Karl Unger, Uniqa-Vorstand

\"Wir modellieren IT-Strategien den Geschäftsmodellen des Kunden entsprechend. Die Zeiten, in denen sich Unternehmensprozesse der IT angepasst haben und nicht umgekehrt, sind vorbei.\"
Maria Antonia Ventura, Marketing Managerin bei Atos Origin

\"Wenn Netze zusammen geschaltet werden, dann heißt das für uns, dass wir die Komplexität reduzieren müssen.\"
Falk von Bornstaedt, Vice President IP / Data, T-Systems

\"Wir belasten unsere Kunden nicht mit hunderten von Features, sondern hören uns an, was seine Bedürfnisse sind. Und genau so sieht dann seine Telefonanlage aus.\",
Walter Becvar, Geschäftsführer von Tenovis österreich.

\"Solange es keine Nummernportabilität gibt, können wir nur sehr aggressiv in den Businessbereich einsteigen.\",
Christian Czech, CCO One

\"Haben Sie einen Gechäftskontakt, der eine 0650-er Vorwahl hat? Ich habe keinen.\",
Czech sieht drei Mobilfunkplayer für Businesskunden hierzulande.

\"Sämtliche Anwendungen sind auf HPs Itanium-Plattform nicht lauffähig. Dazu muss das System erst rekompilieren, und dann wirds für den Benutzer langsam..\",
Donatus Schmid, Geschäftsführer von Sun Microsystems österreich.

\"Das SAP-Management betrachtet uns gerne als Lebensversicherung.\"
Wolfgang Schluckert, Country Manager SAP österreich, über den kontinuierlichen Erfolg hierzulande.

\"Es gibt keine Technik, die nicht bei Telekom Austria eingesetzt wird.\"
Rudolf Fischer, COO Wireline Telekom Austria, über Erfolg.

\"Komplexe Lösungen erfordern viel Verständnis bei den Zuhörern.\"
Fischer über die Vorteile eines Komplettanbieters.

\"Wir haben uns mit einigen Partnern in österreich bereit erklärt zu helfen, doch die Zeit drängt: Je länger wir warten, desto länger wird es dauern.\"
Fischer ziehlt auf eine mögliche Neuvergabe des Projekts e-Card zugunsten der TA.

\"Es ist uns gelungen mit verschiedenen Innovationen die Telefonminute zu veredeln.\"
Edmund Haberbusch, TA-Leiter Produktmanagement Business Solutions.

\"Tele2 ist für uns ein idealer Partner, um zusätzliche Kunden anzusprechen. Ich erwarte eine Win-Win-Situation für beide, und für uns einen zusätzlichen Wachstumsschub,\"
Christian Schrötter, One CFO

\"Einen weiteren Stellenabbau kann ich grundsätzlich nicht ausschließen, insbesondere wenn der Markt stärker als die erwarteten 5 bis 10 Prozent einbrechen wird. Vorerst bleibt es aber bei den angekündigten 4.000 Stellen\",
Rudi Lamprecht, Chef der Siemens-Mobilfunksparte im Handelsblatt-Interview.

\"Der Markt ist auf der Suche nach Lösungen, um mögliche Sicherheitslücken von Web Services zu schließen\",
Andreas Zeitler, Vorstand Vertrieb und Marketing der Software AG Deutschland.

\"Wir haben den Anstoß dazu gegeben, dass die IBM ihr Pricing am Mainframesektor ändern sollte. Vor allem im Linux-Umfeld: Wenn man alleine für Speicherkomponenten einige 100.000-e Euro hinlegen muss, dann interessiert das trotz der Performance-Vorzüge eines Großrechners niemanden. Die Alternative heißt dann im Falle Linux PC - eine Variante, die 30 bis 40 oder sogar 100 Mal billiger kommt,\"
Ludwig Aichberger, Systemtechnik-Leiter des Landes Oberösterreich und Mitglied des Linux-Arbeitskreises der GSE (IBM-User Group)

\"Es geht jetzt darum, öffentliches Eigentum bei Post, Telekom und öBB zu erhalten. Deshalb halte ich die Gründung einerInfrastrukturgesellschaft, in der wir staatliches Eigentum bündeln, in der kommenden Legislaturperiode für notwendig.\"
Alfred Gusenbauer, SPö-Vorsitzender.

\"One will sich nicht nur auf Kommunikationslösungen beschränken, sondern den gesamten Lebensstil der Zukunft erforschen. Die Technologie wird künftig zwar allgegenwärtig sein, aber weitgehend unsichtbar\",
Florian Pollak, Leiter der Abteilung Mobile Living über die Eröffnung des One-Zukunftslabors Smart Space.

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Die besten Breitband-Sager

\"Nach fünf Jahren freiem Telekommarkt ist die Situation in österreich von massivem Jobabbau, Konkursen, Sterben der Zulieferer und einem Klima, das keine Investitionen zulässt, geprägt. Es ist jetzt an der Zeit, gemeinsam neue Ziele samt Zeitrahmen zu definieren und Anreize für neue Investitionen zu schaffen.\"
Rudolf Fischer, Festnetz-Chef der Telekom Austria

\"Es scheint so, als ob das einzige Ziel des Regulators die Reduktion der Kosten für den Endkunden gewesen ist. Man muss aber auch den Wirtschaftsstandort österreich im Auge behalten.\"
ebendieser

\"österreich muss es gelingen, nachfrageseitig mit nützlichen e-Commerce-Lösungen und e-Government-Produkten einen Nachfragesog zu erzeugen, der mit dem Technologieangebot eine sich wechselseitig motivierende Stärkenspirale erzeugt.\"
Georg Serentschy, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH

\"Aufgrund des Wettbewerbdefizits herrscht akuter Handlungsbedarf, denn die Telekom Austria hat am Wholesale Markt einen Anteil von 80 Prozent,\"
ISPA-Präsident Johannes Schwertner.

\"Wäre die Telekom Austria mit den Alternativen wesentlich entspannter, könnte insgesamt mehr erreicht werden. Bei vielen Aktionen tun sie sich mehr weh, als sie wirklich wollen.\"
T-Online-Geschäftsführerin Alexandra Reich wirbt für ein Miteinander.
doch andererseits:
\"Die Breitband-Veranstaltungen der Telekom Austria sind nichts anderes als Tupperware-Parties.\"
- an denen so mancher alternative Provider wohl gerne teil genommen hätte.

\"Das UMTS-Terminal als ubiquitäres All-in-One-Gerät ist mittlerweile zur Illusion verkommen, eben deshalb werden sich im Festnetzbereich neue Chancen für breitbandige Anwendungen auftun - soferne es Providern gelingt, den ausschließlichen Preiskampf zu verlassen. Doch ohne entsprechende Investments in ein Next Generation Network (NGN) ist das den Providern heute noch nicht möglich.
Siemens ICN österreich-Chef Herbert Götz

\"Den tatsächlichen Bandbreiten-Bedarf schätze ich auf 1,5 bis 2 Mbps ein. Für ein kleines Window genügt auch weniger. Legt man jedoch Wert auf störungsfreie Bilder, ist darunter wenig anzufangen.\"
Sigmar Grünwald, Manager bei Rohde&Schwartz, bezweifelt, dass der ADSL-Upgrade der TA von 512/64 auf 768/128 KbpS für TV oder Video on Demand ausreicht.

\"Natürlich werden die Telekoms die Bandbreiten höher schrauben müssen. Die Deutsche Telekom hat das ja auch bereits versucht, jedoch: die Leute wollten zwar die Bandbreiten, aber nicht mehr dafür bezahlen. Also erfolgt ein schrittweises Aufdrehen.\"
Reiner Bergheimer, Consultant der deutschen city-carrier consulting und für Siemens tätig.

\"Wenn sich das Thema Breitband nur auf Highspeed-Internet beschränkt, wird es sich nicht rechnen. Sowohl Multimedia-Inhalte als auch VoIP-Telefonie, also das oft zitierte Triple-Play, müssen das Ziel sein.\"
Alcatel-Festnetzexperte Erwin Teufner

\"Wir gehen davon aus, dass ein Next Generation Network für österreich samt Modems bzw. Settop-Boxen rund 500 Millionen Euro Investment erfordern würde. Bei rund zwei Millionen Usern und rund 20 Euro Mehreinnahmen pro User (die Differenz zwischen dem derzeitigen ADSL-Angebot der TA und Triple-Play-Angeboten der Kabelbetreiber) ein Investment, das sich sehr schnell rechnen könnte.\"
ebendieser

\"Das halte ich für weit untertrieben, die Summe ist wohl eher formuliert für ein Erstinvestment.\"
Thomas Hintze, Chef von UPC Telekabel, will die von Teufner geschätzte halbe Milliarde Euro nicht ganz glauben.

\"Natürlich beobachten wir die Konkurrenz, aber große Notwendigkeit, ebenso die Bandbreiten wieder hochzufahren - theoretisch können wir das über Koaxkabel ja bis zu vier Gigabyte -oder unser TV-Programm ebenso webtauglich zu machen, sehe ich momentan nicht.\"
ebendieser zum Breitband-TV-Angebot der Telekom Austria.

\"Eine Internetsteuer würde die vermehrte Nutzung moderner IT gefährden.\"
Werner Rauch, Urheberrechtsexperte des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie, über die geplanten pauschalierten Abgaben zur Internetnutzung im Rahmen der Urheberrechtgesetz-Novelle 2003.

\"Von einer für öffentliche VoIP-Services notwendigen, provider-übergreifenden Datenbank sind wir noch geraume Zeit entfernt. Es ist noch völlig ungeklärt, ob heutige Rufnummernverwalter auch die künftigen IP-Adressverwalter sein werden,\"
Helmut Leopold, Produktmanager Telekom Austria.

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Die besten Sager im August

\"Wir glauben, dass es aufgrund des kostenfreien Einzelgesprächsnachweises und der mobilen Rufnummernportabilität mit dem neuen TKG Verbesserungen für den Konsumenten per se geben wird\",
freut sich Hubertus Hofkirchner, tele.ring-Chef.

\"Von den potenziellen Kunden, die ihren Anbieter wechseln werden, wollen wir uns ein schönes Stück abschneiden\",
ebendieser.

\"Das können Hunderte Euro sein, die der Kunde entweder noch dem ehemaligen Betreiber schuldet - oder die ihm in Form von Bonifikationen verloren gehen. Die Kunden werden dadurch maßgeblich verunsichert und verärgert - ein Schaden für die gesamte Branche entsteht\",
Boris Nemsic, CEO mobilkom austria über den Entwurf zur mobilen Rufnummernportabilität.

\"Wir hatten gedacht, der Markt ist voll - es gibt aber weiterhin ein kontinuierliches Wachstum\", sagt One-CFO Christian Schrötter.

\"Zum ersten Mal seit langer Zeit können wir eine Reihe von positiven Zeichen erkennen, die auf eine Erholung der Wirtschaft hinweisen\", meint John Chambers, CEO Cisco.

\"Die Klage von SCO hat keine Grundlage. Linux-Nutzer sind sicher\", beschwichtigt IBM-Softwarechef Steve Mills. \"Sie erhalten ihre Lizenz über einen Vertriebspartner oder laden es selbst aus dem Internet herunter. In beiden Fällen sind sie abgesichert.\"

\"Auch dieses Jahr hat der Weihnachtsmann einen Großteil seiner Arbeit schon im Sommer absolviert\", gewinnt Philips mit einer Aussendung das Rennen um den heißumkämpften Vorstoß in das Lebkuchen-Quartal weihnachtlichen Einläutens. Datum: 13. August.

\"Damit ist der Plafond noch keineswegs erreicht\", prognostiziert UTA-Chef Johannes Schwertner weiter steigende KMU-Kundenzahlen nach bereits erreichten 4.300 entbündelten Kunden.

\"In der Regel können selbst gegnerische Anwälte nach kurzer Information über die Datenschutzrechtslage von unseren Positionen überzeugt werden\", umschreibt Hans Zeger, Obmann Arge Daten, seine \"Gelassenheit\" gegenüber bis zu fünf Klagsdrohungen pro Woche.

\"Offenbar versteht Bundesminister Strasser den Handel mit sensiblen Bürgerdaten als eine Art Online-Game, bei dem man beliebige Namen eingeben kann und anschließend den Geburtsdatum und Wohnsitz aufgelistet erhält\", ebendieser zu \"rechtswidrigen\" Informationsmöglichkeiten im Zentralen Melderegister.

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Was tun, wenn mal was schief geht?

Das Mobiltelefon ist unser täglicher Wegbegleiter in allen Lebenslagen. Für viele ist es schon zum Alltagsgegenstand geworden. Immerhin hat bereits jeder erwachsene österreicher und mehr als die Hälfte der Kinder zumindest ein Mobiltelefon.
Der Grund ist nicht nur die ständige Erreichbarkeit, die Speicher- und Reminderfunktionen machen das Gerät zu einem Teil des menschlichen Gedächtnisses und zum guten Gewissen, das jeden an tägliche Verpflichtungen und Versprechen erinnert. Mit integrierten Spielen, MP3-Player und Kamera wird das Handy zusätzlich noch zum abwechslungsreichen Zeitvertreib. Gut zu wissen, dass wenige Tipps und Vorsichtsmassnahmen den unentbehrlichen Begleiter noch zuverlässiger machen:

Schutz vor Nässe
Wird das Handy einmal nass, sei es im Regen, im Schnee oder im Freibad, dann ist besondere Vorsicht geboten. Auf keinen Fall sollte das Gerät auf dem Heizkörper oder mit dem Föhn getrocknet werden. Es sollte auch nicht eingeschalten werden, denn das könnte die Elektronik völlig zerstören (Kurzschluss). Am besten entfernt man sofort den Akku und trocknet diesen und das Gerät mit einem fusselfreien Tuch. Anschließend genügt es, die Teile bei Zimmertemperatur mindestens 24 Stunden schonend trocknen zu lassen. Wer sicher gehen möchte, lässt das Gerät von einem Servicehändler auf Feuchtigkeitsschäden überprüfen oder schließt für sein Handy eine Versicherung ab, die auch allfällige Wasserschäden deckt.

... vor Kälte...
Die meisten Handys haben Probleme, wenn das Thermometer unter 10 Grad sinkt. Die Stand-by- und Sprechzeiten verringern sich je nach Außentemperatur erheblich. Den Akku tauschen wäre jedoch ein Eingriff am falschen Ort. Einfach das Handy nahe am Körper tragen, damit die \"Betriebstemperatur\" stimmt und wenn möglich ein Headset verwenden. Letzteres verringert zudem die Gefahr, dass das Handy zum Beispiel in den Schnee fällt. Minusgrade können Handys arg zusetzen. Vor allem Display und Akku sind betroffen. Die Flüssigkeitskristalle des Bildschirms frieren schnell ein, das Display wird träge oder völlig unbrauchbar. Außerdem nimmt die Leistung des Akkus bei Kälte erheblich ab, was zu verminderten Standby- und Sprechzeiten führt.

Wenn es sich anschließend wieder (auf seine normale Betriebstemperatur) erwärmt, kann sich in seinem Innern Feuchtigkeit bilden, die elektronische Platinen beschädigen kann.

...und vor Hitze
Hohe Temperaturen können die Lebensdauer elektronischer Geräte verkürzen, Akkus beschädigen und bestimmte Kunststoffteile verformen oder zum Schmelzen bringen.

Im Fall des Falles
Auch wenn Handys wie alle elektronischen Geräte sturzempfindlich sind - passieren kann es trotzdem. Das Gerät sollte nach dem Sturz unbedingt auf korrektes Funktionieren überprüft werden. Mit etwas Glück ist der Sturz glimpflich abgelaufen und das Handy hat keinen Schaden genommen. Doch auch bei scheinbar störungsfreiem Betrieb ist Vorsicht geboten: Leiterbahnen oder Akkukontakte können beschädigt oder gebrochen sein. Der Akku sollte deshalb unbedingt neu eingesetzt und das Handy beim nächsten Ladevorgang beaufsichtig bleiben, da es in seltenen Fällen zu Kurzschlüssen kommen könnte.

Schutzhüllen
Diese bewahren das Handy vor Kratzern und Stößen. Soll es außerdem vor Nässe und Kälte geschützt werden, eignen sich Handytaschen aus Neopren.

Outdoor-Handy
Wer viel Sport treibt, dabei aber erreichbar sein möchte, ist mit einem Outdoor-Handy gut beraten. Diese Geräte sind extra robust gebaut und vor allem gegen Stöße, Erschütterungen und Spritzwasser widerstandsfähig.

Unbekannter Teilnehmer
Manchmal kann das Handy die Nummer des Anrufenden nicht anzeigen, obwohl die Nummer korrekt gespeichert ist. Dafür gibt es vier Gründe:
1. Der Anrufer hat die \"Rufnummernübertragung\" nicht aktiviert.
2. Die Nummer ist vom Anrufer unterdrückt.
3. Die Nummer des Anrufers wurde versehentlich doppelt gespeichert, und das Gerät weiß nicht, welche der beiden Nummern anzuzeigen ist.
4. Im Telefonbuch sind zwei Nummern mit den identischen vier Endziffern abgelegt.
Da beim Abgleich eines eingehenden Anrufes mit den Telefonbucheinträgen nur die letzten vier Ziffern überprüft werden, kann das Gerät die Nummer nicht einem einzelnen - richtigen - Eintrag zuordnen.

MMS-Versand
Ein neues Handy gekauft und MMS und Emails können weder empfangen noch gesendet werden? Beim zuständigen Netzbetreiber oder auf den meisten Internetseiten der Mobiltelefonhersteller kann das neue Handy online konfiguriert werden. Schon nach wenigen Klicks ist das Handy MMS- und E-Mail-tauglich.

Nichts geht mehr
Geht einmal trotz vollem Akku und intensiver Beschwörung beim Handy gar nichts mehr, dann reicht es manchmal schon, den Akku zu entfernen, zwei Minuten zu warten und das Gerät wieder neu zu starten. Sollte das Handy auch dann noch stumm bleiben, ist der Gang zum Servicefachhändler empfehlenswert.

Pflege und Wartung
- Bewahren Sie das Telefon, seine Teile und sein Zubehör außerhalb der Reichweite von Kleinkindern auf.
- Verwenden Sie das Telefon nicht in staubigen oder schmutzigen Umgebungen und bewahren Sie es nicht dort auf. Seine beweglichen Teile können beschädigt werden.
- Versuchen Sie nicht, das Telefon zu öffnen. Durch unsachgemäße Behandlung kann das Gerät beschädigt werden.
- Verwenden Sie keine ätzenden Chemikalien, Reinigungslösungen oder scharfe Reinigungsmittel zur Reinigung des Telefons.
- Malen Sie das Telefon nicht an. Durch die Farbe können die beweglichen Teile verkleben und so den ordnungsgemäßen Betrieb verhindern.
- Verwenden Sie nur die mitgelieferte Antenne oder eine zugelassene Ersatzantenne. Nicht zugelassene Antennen, unbefugte änderungen oder unbefugte Zusätze könnten das Telefon beschädigen und gegen die für Funkgeräte geltenden Vorschriften verstoßen.

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Die sanfte Revolution

Eines muss zu allererst klar gestellt werden: Mauern hat das Internetprotokoll (IP) bislang keine umgerissen. Der Migration der smarten, paketorientierten Datenkommunikation in die Telefoniewelt wurde ja schon allerlei übernatürliches Zukunftspotenzial vorausgesagt. »We will blow away these old fucking switching companies«, ist einer diese Sprüche: Cisco-Chef John Chambers blies vor Jahren zum Feldzug gegen die Telko-Branche. Diese möge sich schleunigst ein IT-Mäntelchen überziehen, so Chambers damals sinngemäß, schließlich werde es bald sehr, sehr kalt für den klassischen TK-Markt. Nun, kälter ist es ohnehin geworden. Die große Revolution ist aber ausgeblieben. Medial überbewertet und ausgereizt erlebt die Wirtschaft nun den schleichenden Wandel des Sprachverkehrs in die IP-Netze. Vor allem die Standortvernetzung hat der IP-Telefonie bereits zu signifikantem Wachstum verholfen: »Etwa dreißig bis vierzig Prozent der Vernetzungen sind bereits mittels IP-Technologie realisiert«, beschreibt Siemens-Manager Josef Jarosch erwiesene Erfolge mit Businesslösungen (siehe Interview). Dies und die derzeit wesentlich langsamere Migration herkömmlicher Telefonanlagenlösungen in die Computernetzwerke bei den Unternehmen sind schlichtweg in einer »nicht aufzuhaltenden Entwicklung«, sieht Jarosch. Mittlerweile sei nur noch die Frage, wie rasch es kommt. »Dass es kommt, ist fix.«

Mitteldinge. Sind IP-Lösungen in den Core-Netzwerken der Provider noch leicht darstellbare Verkaufsschlager (der IP-Provider hebelt mit einer konvergenten Lösung den klassischen Telefonieanbieter einfach auf der Kostenseite aus), wird’s bei der Vernetzung am Kundenstandort selbst kompliziert. Für die IP-Vernetzung des Sprachverkehrs braucht es im Hintergrund natürlich ein Wide-Area-Network, ein WAN, das den geforderten Quality-of-Service ermöglicht. Das Thema Sprachqualität ist also durch gewährleistete Durchsatzraten, priorisierten Voice-Traffic und redundante Stromversorgungen gelöst. Schwierig ist es dagegen, die vom WAN-Provider bereitgestellte Qualität auch am Standort im LAN aufrecht zu erhalten. Dazu sind oft große Investitionen nötig. Somit darf jeweils das individuelle Einsparungspotenzial berechnet werden, das sich bei einem Umstieg auf Voice-over-IP (VoIP) ergibt. Rechtfertigt dies die Investition nicht, werden eben die bestehenden, leitungsvermittelten Telefonsysteme weiter erneuert und ausgebaut. Experten warnen: »überhaupt kein Problem, das können Sie einfach an das IP-Netz anschließen«, sei dazu die allergrößte Marketinglüge, die in der einschlägigen Branche zu finden ist. Besonders der Mittelstand tappt bekanntlich gerne in solche Fallen. In den USA, dem Mutterland der VoIP-Lösung, sind deswegen schon reihenweise CIOs gefeuert worden, erzählt man sich im bislang eher von VoIP-Lösungen verschonten österreich. Am Ende hätte den Unternehmen der Shift bestehender Infrastruktur in IP-Anlagen horrende Summen gekostet. Seitdem setzen die Anbieter auf Hybridlösungen, die die alte und neue Welt zu einem nach außen sichtbar homogenen Produkt vereinigen. Doch gibt es bereits Referenzstorys aus österreich, die die neuen Möglichkeiten durch den Einsatz von IP-Anlagen glaubwürdig darstellen. Das Thema IP hat sein Gesicht geändert: Es ist nicht mehr technischer Zwang, sondern unternehmerische Notwendigkeit geworden. Besonders bei Neubauten lohnt sich der Blick auf ein Angebot zur IP-Vernetzung der Sprachtelefonie allemal. Paradebeispiel: Die Errichtung des T-Systems- und T-Mobile-Hauptquartiers am Wiener Rennweg ermöglichte österreichs bislang größte VoIP-Installation. »Doppelte Infrastrukturen, also IT-Netzwerk und Telefonnetz, sind langfristig nicht zu rechtfertigen«, weiß der hiesige Netzwerkverantwortliche Claus Haiden. Cisco-Chef Carlo Wolf, der den Roll-out produktseitig unterstützte, spricht von »bereits fünfzig Prozent neu installierter Anlagen«, die auf IP setzen. »Unsere Mitarbeiter sind begeistert von den neuen Anwendungen und es ist höchst sinnvoll, dass wir im eigenen Haus die neuesten Technologien implementieren, die wir am Markt auch anbieten«, berichtet Tina Reisenbichler, Mitglied der Geschäftsleitung T-Systems, aus der Betriebspraxis. So etwas kommt gut an und erfreut den Integrator der Lösung am Rennweg, NextiraOne. »Die hohe Akzeptanz bei den Anwendern bestätigt den Erfolg des Projektes«, sagt Geschäftsführerin Margarete Schramböck.

Neue Wege. Wenn auch ein Zweitcomputer am Arbeitsplatz in der Form eines IP-Telefons nicht unbedingt mehr das Gelbe vom Ei ist - gutes Marketing zum Geschäftsnutzen lässt sich damit allemal veranstalten. Beispiel T-Center: Die Software »AlwinPro« liefert nun eine detaillierte Gebühren- und Verkehrsauswertung über Intra- oder Internet. Die Applikation »caesar« ermöglicht Unified-Messaging. Das heißt: Einlangende Faxnachrichten lassen sich als TIF-Datei in der Outlook-Mailbox der Mitarbeiter direkt bearbeiten und elektronisch verwalten. Nachrichten auf der Voicebox gelangen als MP3-Files ins Mailsystem und können am Computer abgehört werden.

Bahnbrechend. Gerade auf Applikationsseite verkaufen die Integratoren VoIP als bahnbrechende Technologie, die auf jeden Fall ausgereift sei, um unternehmensweit eingesetzt zu werden. Marktforscher haben dies in Return-on-Investment-Modellen bestätigt: Da wurden gleich mal 500.000 Euro alleine an Verkabelungskosten mit einer IP-Anlage eingespart. Aber auch weniger quantifizierbare Vorteile gibt es für Firmenkunden: neue Telefonleistungsmerkmale, verbesserte Kundenbetreuung, Self-Services und eine verbesserte interne Kommunikation. Ortsunabhängigkeit sei der unmittelbarste Vorteil. Stichwort Mobilität: Ein Vorteil der LAN-basierenden Telefonie besteht darin, dass ein Benutzer nicht mehr an eine bestimmte Telefonleitung gebunden ist. Anrufe können damit dorthin weitergeleitet werden, wo sich der Benutzer laut seinem Outlook-Kalender befindet. »Hosted IP PBX«-Lösungen verwenden die bestehende LAN-Infrastruktur eines Unternehmens und sind daher nicht auf fest zugeordnete Verkabelung angewiesen, wie herkömmliche leitungsvermittelte Telefonsysteme. Daraus ergeben sich auch Ressourceneinsparungen bei Wartung und Betrieb: IP-basierende Standardlösungen werden vom IT-Personal des Unternehmens mitbetreut und bilden damit eine Synergie zwischen Sprache und Daten - die traditionelle Angst des TK-Verantwortlichen vor der IT-Abteilung.

Und: übersiedlungen von Nebenstellen innerhalb einer Firma sind in der Regel eine kostspielige Angelegenheit, bei der auf der technischen Seite sowohl Eintragungen von Klappennummern als auch änderungen der dedizierten Telefonverkabelung durchzuführen sind. »Mit IP-basierenden Systemen lassen sich diese Kosten um bis zu zwei Drittel senken«, sagt Kapsch-CarrierCom-Vorstand Thomas Schöpf und präsentierte vor wenigen Wochen eine VoIP-Plattform, die Outsourcing von Businesstelefonie an Carrier und Service-Provider ermöglicht. Diese unterstütze den Ruf der Kunden nach günstigen Telefonservices bei entsprechender Feature-Vielfalt, beschreibt Schöpf, Lieferant der virtuellen Nebenstellenanlage »Office Phone IP« an Tele2UTA.

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Fahrgemeinschaft gesucht

»Wir sind zuversichtlich, bis Ende des Jahres zu einem Konsens mit allen Playern am Mobilfunkmarkt zu kommen«, blickt paybox-Geschäftsführer und Ex-mobilkom-Manager Jochen Punzet hoffnungsvoll auf die Roadmap zum Kundenausbau in österreich. Sorgen müsste der M-Payment-Experte, der seinen Abonnenten zahlreiche Bezahlservices übers Handy bietet, eigentlich keine haben. Die selbst gesteckten Wachstumszahlen werden bei paybox regelmäßig erreicht, jüngst konnte der Sprung auf über 150.000 Registrierungen vermeldet werden. Als Umsatzkatalysatoren gelten Services wie der mobil nutzbare Parkscheindienst »m-parking« oder die Möglichkeit zur mobilen Begleichung von Wett-, Ticket-, und Taxirechnungen. »Wir wachsen konstant mit 6000 Usern pro Monat«, zeigt sich Punzet mit seinem »besten System« zum Bezahlen per Handy zufrieden. Noch in diesem Jahr plant der paybox-Chef 200.000 Kunden und mindestens 5000 Akzeptanzstellen zu bekommen - ein scheinbar sicherer Erfolg, den ihm vor einem Jahr noch kaum jemand zugetraut hätte.

Relativ gesehen ist diese Schwelle freilich die Untergrenze für ein langfristiges Bestehen am Markt und sorgt mitunter auch für Spott. »Wenn man bedenkt, wie viel Geld hier schon ins Marketing gesteckt worden ist, ist dies niemals ein Erfolg«, heißt es in Branchenkreisen. Zu teuer käme paybox die Kundenakquisition derzeit - ein Umstand, dem Punzet naturgemäß widerspricht. »Mit paybox wird gut vorgezeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen Nutzer und Wirtschaft funktioniert.« So scheint die Kritik wohl nur das neidvolle Schielen auf die Marketingmaschinerie der mobilkom-Tochter zu sein. Jüngste Zahlen bewiesen zur überraschung vieler: Die paybox-Kunden sind hinsichtlich ihrer Herkunft breit aufgestellt. Sie ist den realen Marktanteilen der Mobilfunkprovider entsprechend aufgefächert. Doch ist paybox relativ klein, betrachtet man den Gesamtmarkt: 150.000 Registrierungen sind bei einer Gesamtsumme von rein rechnerisch acht Millionen Handykunden eine derzeit noch geringe Größe.

Süppchenköche. Der Mitbewerb ist weniger denn je bereit, sich dem Payment-Service der paybox-Mutter mobilkom austria zu unterwerfen. Der Grund: Die notwendige Registrierung für die Nutzer sei nicht nur eine Hemmschwelle, sondern ein Affront gegenüber den »alternativen« M-Payment-Teilnehmern, sagen diese. Dass die User selbst keine Bedenken bei der Registrierung im Feindesland haben, stört die bunte Mobilfunkschar nicht. Was zählt, ist der Schutz von T-Mobile, One, tele.ring und Hutchison vor etwaigen Datenweitergaben an die mobilkom. Punzet freilich dementiert jegliche Datenverstrickungen mit dem Mutterunternehmen.

Einig sind sich Regent wie Rebellen aber in der Notwendigkeit des nationalen Schulterschlusses zum Wohle der M-Commerce-Landschaft. Nur mit gemeinsamen Systemlösungen würden neue Services von den Kunden angenommen werden, propagiert man gebetsmühlenartig. Also gehen die Protagonisten nun in kleinen Schritten aufeinander zu. Bis Ende des Jahres will man sich zumindest auf Schnittstellen zwischen der mobilkom-Plattform und der alternativen Handelsplattform MIA einigen. Technisch gesehen wäre ein solcher Brückenschlag zwischen den Systemen längst machbar gewesen. Doch wird in der Wirtschaftspolitik bekanntlich in der Regel auch dann nicht nachgegeben, wenn der Nutzen allen klar aufscheint. Bislang ungelöstes Beispiel aus der Praxis: »Die Händler wollen einen einzigen Vertrag für die Payment-Services aller Mobilfunkanbieter«, berichtet Andreas Kern, M- und E-Commerce-Beauftragter bei One. Unterschiedliche, proprietäre Abrechnungssysteme seien dem Handel eben nicht zumutbar.

Rasante Entwicklung. Trotz des Geplänkels in den Reihen der M-Payment-Player gehört österreich zur Weltspitze bei mobilen Bezahllösungen. Laut einer Studie des Telekommunikationsexperten Arthur D. Little hat paybox erst den Weg für das mobile Bezahlen aufbereitet und neben Korea, Singapur und Norwegen österreich zum Vorreiterland gemacht. Die MIA-Partner wiederum heften sich den Erfolg ihrer gemeinsamen MIA-Schnittstelle an die Brust. »Wir haben lediglich drei Jahre dazu benötigt«, erzählt Kern. Dies sei »nicht schlecht«: Die Bankenbranche benötigte für Vergleichbares Jahrzehnte.


Und wie sieht es mit M-Payment-Nutzern der MIA-Szene aus? Für One-Kunden gibt es Zahlen: Zumindest 100.000 haben es wenigstens einmal versucht. Etwaige Registrierungen sind anders als bei paybox nicht nötig - die Bezahlservices werden direkt mittels Handyrechnung beglichen. Die Mobilfunker haben dafür Banklizenzen erworben, die den Auftritt als Clearingstelle für den Handel erlauben. Der Mobilfunkkunde bestätigt die Zahlung einer Coladose am Automaten dann nur noch mit seinem Handy. One schließlich streckt dem Warenanbieter jene Summe vor, die beim Kunden mittels Monatsrechung wieder eingetrieben wird. Eigenen Angaben zufolge werden 45 Prozent der Umsätze bereits über die hauseigene Bank abgewickelt. Der Rest wird mittels Vetriebspartnerschaften lukriert. »150.000 Transaktionen sind es derzeit monatlich«, berichtet One-Manager Kern über den laufenden Ausbau der Akzeptanzstellen.

Keine befriedigende Lösung hat One bislang mit m-parking gefunden. Noch immer wird One-Kunden empfohlen, dem Drang nach einem mobilen Parkschein mit einem Anruf beim One-Kundendienst nachzugeben. Dort wird dann per Hand und Kreditkartenabrechnung hinterrücks für die Buchung mit paybox gesorgt. Der Hintergedanke: Die eigenen Kunden kommen so nicht mit der Konkurrenz in Berührung. Kein Problem mit m-parking hat etwa wiederum Hutchison: Dort wird der Service gleich gar nicht angeboten. Ist dort auch die M-Commerce-Strategie eine gänzlich andere: MIA als Schnittstelle wird ausschließlich jenen Partnern angeboten, die über das Mobilportal des UMTS-Funkers Content-Dienste im Schaufenster haben. »Mittlerweile werden sechzig Prozent aller Content-Einkäufe über MIA verrechnet«, zählt Hutchison-Unternehmenssprecherin Maritheres Paul Partner wie sport1.at oder Playboy auf. Genaueres wird nicht verraten.

Viel Neues wird auch paybox heuer nicht auf den Markt bringen. Der Fokus liegt für die M-Payment-Truppe auf dem Ausbau der bestehenden Angebote, auf der »Etablierung des vorhandenen Portfolios«. m-parking wird in Kürze auch im Umland von Wien gelauncht werden, der mobile Ticketkauf für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird im Laufe des Jahres in allen Landeshauptstädten möglich sein. Und die Hoffnung auf eine Schnittstellenlösung mit den MIA-Teilnehmern bleibt. »Wir könnten mit Partnerschaften wesentlich schneller wachsen«, rechnet Punzet vor. Auch Kern sieht demnächst den technischen Schulterschluss kommen. »Ich halte es 2005 für möglich.«

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Durchgängig im Netzwerk

Von Alfred Bankhamer

Vor einigen Jahren war es noch eine Sensation: Das Ethernet, also jene Netzwerktechnologie, die allgegenwärtig in der Welt der Daten- und mittlerweile Sprachkommunikation ist, machte sich startklar, um die Produktionshallen zu erobern. Ethernet ermöglicht eine Reihe von Protokollen und Kommunikationsformen, die nun für die speziellen Anforderungen an die Maschinensteuerung - wie Echtzeitfähigkeit - weiterentwickelt wurden. Ein Netz für alles. Das bedeutet Einsparungen. In den Fabrikshallen gewinnt aber nicht nur das verdrahtete Ethernet an Bedeutung. »Wireless LAN ist durchaus ein Trend in Produktionshallen«, sagt Thomas Hillmann, Marketing Manager bei COMNET. Der Lösungsanbieter für Netzwerke hat erst kürzlich den neuen Fertigungsstandort von Fronius in Sattledt »verdrahtet«. Das Werksmanagement erfolgt hier nun über WLAN. Gefordert waren laut Volker Lenzeder, CIO von Fronius, nicht nur perfekte Abläufe in der Fertigung und Logistik, die wirtschaftlich sind, sondern auch zukunftssichere IT-Systeme mit höchsten Sicherheitsstandards.

Das flächendeckende WLAN-Netz ermöglicht künftig neben der Kommunikation über mobile Endgeräte auch einen flexiblen Produktionsablauf. Dass hier Themen wie Verfügbarkeit und hohe Sicherheitsstandards gefordert sind, versteht sich. Die Industrie investiert deshalb nun kräftig in Lösungen, die eine sichere übertragung bis hin zu den Maschinen garantieren.

Ob verdrahtet oder drahtlos, Ethernet in der Produktion ermöglicht erstmals eine durchgängige Kommunikation auf allen Unternehmensebenen. Das administrative Netz mit den Verwaltungsfunktionen, die Komponenten des Prozessleitsystems und die Feldebene mit der direkten Anbindung an die Maschinen und Sensoren wachsen zusammen.

Bis vor kurzem gab es für die Feldbusebene zur Steuerung der Fertigungsmaschinen und Roboter nur herstellerspezifische Lösungen, denen man auf Gedeih und Verderb ausgeliefert war. Seit vor ein paar Jahren das Industrial Ethernet seinen Siegeszug in den Fabrikhallen angetreten hat, lässt sich alles mit den weltweiten Standards Ethernet und TCP/IP steuern. »Wie Strom aus der Steckdose kommen nun die Daten aus dem Ethernet«, so Bernhard Bizjak, IT-Architekt bei IBM Software Group österreich.Infizierte Roboter. Freilich bringt das Industrial Ethernet nicht nur Vorteile wie etwa den direkten Zugriff auf Maschinendaten und Steuereinheiten übers Web, sondern zugleich hohe Sicherheitsanforderungen.

Nicht nur die absolut gesicherte, redundante Kommunikation zu den Steuereinheiten der Produktion muss klaglos funktionieren, sondern auch die Absicherung der nun weit verzweigten Kommunikationsnetze. Da nun mehr oder weniger der direkte Zugriff per Internet auf die Produktionsdaten bzw. gar die Steuerungseinheiten möglich ist, sind nun im bislang abgeschirmten Bereich Themen wie Viren, Würmer und Hacker aktuell. »Die Technik wird mobiler und es gibt viele Instrumente wie Verschlüsselungen oder Virenschutz, um sicher zu sein«, sagt Bizjak, »dadurch werden aber zugleich die Systeme komplexer und wiederum fehleranfälliger.« Um damit fertig zu werden, sind übergeordnete Managementsysteme gefragt.

Totale Vernetzung. Die großen Beschaffungs- und Partnerplattformen der Konzerne, die teils den direkten, gut abgesicherten Zugang auf hochvertrauliche Informationen wie etwa Konstruktionszeichnungen zulassen, haben schon den Weg zur totalen Vernetzung vorbereitet.

Nun kommt zunehmend der sensible Bereich der Produktion dazu. Dass hier selbst kleine Probleme auf der Maschinenebene katastrophale Auswirkungen haben können, versteht sich. Besonders sensible Bereiche werden deshalb weiterhin in eigenen, redundanten Netzwerkarchitekturen gesteuert.Die Ethernet-Netzwerkarchitektur entwickelt sich aber in der Industrie zum Standard. Ethernet nach dem Standard IEEE 802.3 bildet den einheitlichen Network Access Layer. über das IP-Protokoll (Internet Layer) und dem Tranport Layer (TCP/ UDP) können nun nicht nur Web, E-Mail und File-Downloads integriert werden, sondern auch Industrieapplikationen. Die Frage ist nur, was alles mit dieser durchgängigen, echtzeitfähigen Kommunikationsstruktur gemacht werden soll?

Neben der Kommunikationstiefe bis hin zu den Sensoren der Maschinen - ein Sensorsignal kann etwa sofort einen Wartungsauftrag an einen externen Dienstleister auslösen oder ein Auftrag eines Händlers die Maschinerie Logistik und Produktion in Bewegung setzen - bedarf es vor allem auch einer darüber liegenden Architektur, die alles vereint und steuert. Eine Menge intelligenter, rasch anpassbarer Programme leitet dann durch die neu installierten Prozesse.

Services statt Monolithen. Das Zauberwort dazu nennt sich in der IT-Welt SOA (Service-oriented architecture), die perfekt auf die neue, flexible Geschäftswelt abgestimmt sein soll. Im Gegensatz zu monolithischen Programmen, wie das einst stark verbreitete betriebswirtschaftliche Programm SAP R/3, beschreiten Konzerne wie IBM, SAP, Oracle und Co nun den auf Services orientierten Weg, der weniger als Technologie, sondern als Managementmethode verstanden werden kann.

Anstatt großer, komplexer Applikationen, die zu anderen Systemen über Hunderte Schnittstellen verbunden werden, steht nun ein Rahmenwerk zur Verfügung, das eine Vielzahl kleiner Serviceprogramme integriert. Die Geschäftslogik wandert von den zentralen mächtigen Applikationen zu den schlanken, rasch implementierbaren Webservices. Die Prozessarchitektur liegt in der für alle Programme und Diens­te offenen Plattformen. Und hier gesellen sich nun nicht nur Daten und Dienste aus dem Reich der Betriebswirtschaft und Logistik, sondern auch aus der Produktion bis zur Maschinenebene hinzu. Wenn erwünscht, kann nun alles über Webplattformen gesteuert werden. Die durchgängige Vernetzung macht Datenaustausch in Echtzeit in bislang unerreichten Tiefen möglich.

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