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Archiv (11315)

Klopfen auf Holz

Die Steiermark steht vor der Wahl, da passt es ganz gut ins Konzept, dass die Arbeiterkammer auf die hohen Wohnkosten hinweist - könnte man voreilig urteilen. Tatsächlich sind die Richtwertmieten in Graz höher als in der Bundeshauptstadt. Dazu kommt, dass der Wohnungsneubau in den vergangenen Jahren deutlich vernachlässigt wurde. In der Landeshauptstadt Graz sind zudem fast 13.000 Menschen als arbeitslos gemeldet, die Zahl der Delogierungen steigt, die Anmeldungen für Gemeindewohnungen steigen stark an. Neben der Indexanpassung der Mieten tragen die Betriebskosten enorm zum Kostenschub bei. Freilich lässt sich einwenden, dass ein Gutteil der Haushaltsbudgets für Nichtsnutziges und Autoleasingraten draufgeht und einfach die Prioritäten falsch gesetzt werden. Am Faktum, dass das Wohnen für immer mehr österreicher zunehmend zum Finanzdesaster wird, ändert das aber nichts. Die Einkommen halten nicht mit den Preissteigerungen Schritt. Das gilt beim Einkauf, im Gasthaus, bei Freizeitaktivitäten und eben auch beim Wohnen.
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Standfest bleiben

Was ist die Meinung eines Ziviltechnikers wert? Zählt seine Expertise als Fachmann noch? Nach Meinung einiger Mitglieder der Sektion Ingenieurkonsulenten in der Wiener Architektenkammer offenbar nicht. Sie fühlen sich von der Baubehörde überfordert: Planen sie den Ausbau eines Dachbodens in einem Gründerzeithaus, wird von ihnen nicht nur der rechnerische Nachweis verlangt, dass der umgeplante Bereich den Normen entspricht, sondern sie müssen sicherstellen, dass das gesamte Gebäude bis hinunter in die Fundamente den erhöhten Anforderungen gerecht wird, die durch die seit einigen Jahren geltende Erdbebennorm verlangt wird. Bei strenger Auslegung der Norm muss für Altbauten, die aufgestockt oder in denen Wohnungen zusammengelegt werden, die gleiche Standfestigkeit nachgewiesen werden können wie für einen Neubau, auch die Festigkeit der bestehenden Mauern und ihrer Mörtelverbindung muss dokumentiert werden.
Für die Wiener Ingenieurkonsulenten eine unzumutbare Erschwernis, die jeden Umbau darüber hinaus verteuert - und zudem eine Frage der Berufsehre. Denn damit, so der Tenor, würde ihnen die Kompetenz abgesprochen, eine statische Veränderung den Handwerksregeln entsprechend zu bemessen, die über die tatsächliche Belastung hinaus immer schon gewisse Sicherheiten für Belastungswahrscheinlichkeiten eingebaut hatten. Die Umsetzung dieser Nachweise sei in der Praxis sehr schwer bis gar nicht möglich, argumentiert die Kammer, die von einigen ihrer Mitglieder auf dieses Problem aufmerksam gemacht wurde.
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Großes Mahlwerk

»Gewerberechtlich genehmigt sind 900.000 Jahrestonnen«, sagt die Wiener Umweltanwältin Andrea Schnattinger. Mit dem Rest will Lasselsberger offenbar auch andere Zuschlagsstoffe liefern. Für die Wiener Grünen ist die Nicht-Notwendigkeit einer UVP ein Skandal. Aus dem Büro der Umweltstadträtin Ulli Sima kommt Bedauern und der Verweis auf die Rechtslage. Greenpeace-Verkehrsexperte Jurrien Westerhof hat gerechnet: »Die zusätzliche Feinstaubbelastung wird durch die Nordost-Umfahrung zehnmal so hoch.«
Wenig Erregung erzeugt die Ankündigung auch beim Lafarge-Chef Peter Orisich. »Am Ende entscheidet der Markt«, verweist er darauf, dass Lasselsberger auch schon bisher als Importeur tätig ist. »Gar nicht lustig« findet hingegen Ernst Frommwald, Geschäftsführer der Kirchdorfer Gruppe, die Ankündigung. Für Ostösterreich könne die Anlage spürbar werden.
Andere sehen in der jetzigen Offensive lediglich das Aufwärmen eines Uraltprojektes, das wegen der beschränkten Verladekapazität enorme Logistikkosten mit sich bringt. Die Firma Lasselsberger kommentiert ihr Projekt nicht.
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Eisentor für Lotterien

Die österreichische Lotterien Gesellschaft (öLG) hat derzeit ein E-Mail-Aufkommen von bis zu elf Gbyte: rund 64.000 E-Mails wöchentlich. Bisher wurde bei der öLG das OpenSource Projekt \"Qmail\" als \"Messaging Transfer Agent\" eingesetzt, wobei zum Schutz vor Viren bisher \"McAfee E500\" genutzt wurde. So kam man ohne jeglichen Schutz auf eine Spam-Rate von rund 45 Prozent. Der durchschnittliche Spam-Anteil von 45 Prozent am unternehmensweiten E-Mail-Verkehr bedeutet wöchentlich in etwa 29.000 E-Mails. Bereits evaluierte Lösungen schafften es mit einer Konfiguration, bei der keine \"False Positives\" auftreten durften, den Spam-Anteil auf drei Prozent, entsprechend 3000 E-Mails wöchentlich, zu reduzieren - jedoch nicht zu eliminieren.

Dies führte dem E-Mail-Security-Spezialist IronPort zufolge zu einer \"sehr unbefriedigten Situation für die Anwender\" und verdeutlichte, dass eine umfassende, leistungsfähige und qualitativ hochwertige E-Mail-Security-Lösung \"notwendig wurde\" - die \"IronPort C30 Messaging Gateway Appliance (MGA)\". Zukünftig sollen ebenfalls monatliche Newsletter über die IronPort versendet werden, was in etwa 150.000 E-Mails entspricht. Hinzu kommen tägliche Ziehungsergebnisse und Gewinnbestätigungen, die über das Gateway verschickt werden.

Problemlösung. Das Ergebnis der umfangreichen Evaluierung war die Entscheidung für die Messaging Gateway Appliance IronPort C30. Die voll integrierte Ergänzung von präventiven und reaktiven Schutzmaßnahmen (von Symantec) in einer Lösung waren entscheidend für die Wahl von IronPort. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Entscheidungsfindung waren die nicht vorhanden \"False Positives\" bei dieser Lösung Zur Erhöhung der Redundanz und Ausfallsicherheit entschied man sich für den Einsatz von zwei C30 Appliances, der mittleren Leistungsklasse aus der Produktreihe IronPort C-Series Appliances, an zwei verschiedenen Standorten in Wien.

Vorteile. Für die öLG war die volle Integration unterschiedlicher, hochentwickelter \"State-Of-The-Art\"-E-Mail-Sicherheitstechnologien besonders wichtig. So konnte durch die neue Lösung von IronPort die ursprüngliche Spam-Rate von 45 Prozent nahezu gegen Null reduziert werden. Noch wichtiger als die sehr gute Erkennungsrate waren hierbei die zu anderen ebenfalls evaluierten Lösungen vergleichsweise sehr geringen Administrations- und Betriebsaufwände mit der IronPort Appliance.

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Rangliste PDAs

Nokia hat einmal mehr seine dominierende Spitzenposition auf dem weltweiten Markt für datenfähige Mobilgeräte (Handhelds und Highend-Handys) verteidigt. Der finnische Handyriese konnte seinen Marktanteil im abgelaufenen ersten Quartal 2005 auf 50 Prozent fast verdoppeln, geht aus Berechnungen der britischen Marktforscher von Canalys hervor. Vor allem dank neuer Modelle wie dem Geschäftskunden orientierten Nokia 9300 kletterten die Absatzzahlen bei den Finnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als das Dreifache auf 5,4 Mio. Geräte.

Abgeschlagen auf dem zweiten Platz rangiert wie im Vorjahresquartal palmOne mit einem weltweiten Marktanteil von 9,4 Prozent. palmOne verzeichnete einen Einbruch der Absatzzahlen seiner Handhelds um 27 Prozent, der aber durch den Erfolg seines Treo-Smartphones vor allem in den USA ausgeglichen wurde. Insgesamt legte palmOne gegenüber dem Vorjahresquartal um ein Prozent zu und übersprang die Millionengrenze. Der BlackBerry-Produzent Research In Motion (RIM) hingegen verdoppelte die Zahl seiner verkauften Mobilgeräte auf 758.300 und eroberte sich mit einem Marktanteil von sieben Prozent die dritte Position vor Fujitsu (6,1 Prozent) und HP (5,6 Prozent).

Insgesamt gingen im abgelaufenen Quartal laut Canalys rund 10,8 Mio. Mobilgeräte über die Ladentische. Das ist ein Plus von 82 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei schrumpfte die Anzahl der verkauften Handhelds um sechs Prozent. Bei den Smartphones und den drahtlosen Handhelds stieg der Absatz dagegen um 137 Prozent. Bei den Betriebssystemen konnte Symbian seine Spitzenposition weiter ausbauen und hält bei 61,4 Prozent der weltweiten Marktanteile. Windows musste dagegen Federn lassen, konnte aber aufgrund des schwächelnden Dritten PalmSource (Halbierung der Marktanteile auf 10,5 Prozent) seinen zweiten Platz mit noch 18,3 Prozent Marktanteilen ausbauen.

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Mobile Verschmelzung

\"Die ehemals getrennten Internet-, TV- und Telefonwelten wachsen zusammen. Von der fortschreitenden IP-Konvergenz profitieren nicht nur Unterhaltungsangebote wie Mobile TV oder Videostreaming. Mit dem so genannten Push to Talk over Cellular (PTT), einer Art Walkie-Talkie-Funktion für das Handy, ergeben sich neue Geschäftsanwendungen\", sagt Mehdi Schröder, Sales Director für das Enterprise-Geschäft bei Ericsson Deutschland.

Grundlage der neuen Dienste ist das IP Multimedia Subsystem (IMS), eine einheitliche Service-Plattform-Architektur für das Festnetz und den Mobilfunk. Benutzer können damit gleichzeitig auf ihren Endgeräten sprechen und gemeinsam Daten bearbeiten. \"Selbst mit UMTS muss man noch heute erst auflegen, bevor man ein Video schickt und danach den Gesprächspartner wieder anrufen\", sagt Schröder.

Gestützt auf eine leistungsfähige Ethernet-Vernetzung könnten heute Unternehmen beliebiger Größenordnung vollständig mit IP-Telefonie ausgerüstet werden, auch Campus-übergreifend. \"Alle Dienste laufen serverbasiert. Ob der Mitarbeiter am Arbeitsplatz ein IP-Hardwaretelefon oder ein Softphone einsetzt, ist nur noch eine Organisations- und Geschmacksfrage\", sagt Schröder. Mit der IP-Telefonie werde die Mobilität gestärkt. Ob in einer Firmenniederlassung, im Home Office oder über einen öffentlichen Internetzugang, der Mitarbeiter befindet sich immer und überall \"virtuell\" im Firmennetz, hat Zugriff auf alle TK-Funktionen und ist unter seiner \"Durchwahl\" erreichbar. Schröder weist ausdrücklich darauf hin, dass die Einführung dieser Technik nicht dazu führt, dass Unternehmen ihre bisher getätigten Investitionen abschreiben und ihre vor Jahren erworbenen Nebenstellenanlagen (PBX) ausrangieren müssten.

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Gallus Werk lebt weiter, irgendwie

Dies wurde am Samstag im Rahmen eines Pressegespräches im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung verkündet. Zeitgleich wurde eine Erklärung über die Betriebserrichtung und Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft unterzeichnet.

Wie Landeshauptmann Jörg Haider mitteilte, wird die Firma Mahle-Filtersysteme gemeinsam mit der Landesgesellschaft GIG durch die neu gegründete Projekt GmbH das ehemalige Gallus Werk in Wolfsberg um einen Kaufpreis von 2,3 Millionen Euro erwerben. In den nächsten fünf Jahren werde Mahle 10 Millionen Euro für die Produktentwicklung investieren, plus 27,1 Millionen Euro für Investitionen am Standort, so Haider. Auf Grund der Beteilungsverhältnisse habe Mahle das Recht zur Bestellung des Geschäftsführers und übernehme die Geschäftsführungs- und Managementfunktion der Projekt GmbH. Mahle verpflichte sich am Standort mindestens 60 zusätzliche Dauerarbeitsplätze über einen Zeitraum von 10 Jahren aufrecht zu erhalten, sagte Haider.

Im neuen Werk sollen zukünftig intelligente Ventilsysteme, Steuerungen und Schaltungen für Fahrzeuge und Maschinen produziert werden. Eng zusammenarbeiten will man auch mit der HTL Wolfsberg. Sie richtete mit Unterstützung des Landes einen eigenen Ausbildungszweig für Kunststofftechnologie und Mechatronik ein. Laut dem Wirtschaftsreferenten werde das neue Kompetenzzentrum die Existenz und Wertigkeit des Konzerns am Wirtschaftstandort Kärnten weiter festigen. Die Aufnahme des Produktionsbetriebes soll ab Herbst 2005 erfolgen.

Gemeindereferent Reinhart Rohr nannte den neuen Konzern einen wichtigen Arbeitgeber für die Region. Seitens des Landes habe es von Anfang an Anstrengungen gegeben, das Werk zu erhalten. Mit dem neuen Mechatronik-Zentrum würden hochqualitative Arbeitplätze geschaffen, die ein wichtiger Impuls für die Region und Wolfsberg seien, so Rohr.

Wolfsberg Bürgermeister Gerhard Seifried sprach von einem schönen Tag für das Lavanttal. \"Mit dem neuen Zentrum wird für die Region ein zukunftorientiertes Projekt geschaffen, die Gewinner sind Kärnten und Wolfsberg\", so Seifried. Seifried dankte Haider und Rohr für ihr Engagement und meinte, dass der Landeshauptmann bei der Lösung für das Werk sein Gesellenstück als Wirtschaftsreferent abgelegt habe.

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