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Ehrung im Doppelpack

Generaldirektor Klaus Stochl, Landesleiter Boehringer Ingelheim österreich, Mittel- und Osteuropa, wurde mit dem vom Bundespräsidenten verliehenen \"Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik österreich\" sowie dem \"Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien\" ausgezeichnet.

.Klaus Stochl nahm die Auszeichnungen \"stellvertretend für die hervorragenden Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens Boehringer Ingelheim mit Dank und Freude\" entgegen. Nur durch konsequente Aufbauarbeit sowie das nachhaltige Vertrauen der Unternehmensleitung und Eigentümerfamilien in den Standort Wien, sei die bis heute anhaltende erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens in österreich möglich gewesen.

Engagement von Boehringer Ingelheim in österreich
Boehringer Ingelheim ist in österreich seit knapp 60 Jahren sehr engagiert. Alleine in den letzten fünf Jahren erfolgten am Standort Wien Investitionen in der Höhe von 172 Millionen Euro, 430 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Wien ist im internationalen Unternehmensverband Zentrum für Krebsforschung, eines der beiden Biopharmazie-Zentren und hat als \"Regional Center Vienna\" die Geschäftsverantwortung für 30 Länder in Mittel- und Osteuropa. 2006 wird das Unternehmen mit 1150 Mitarbeitern in österreich Warenerlöse in der Höhe von rund 385 Millionen Euro erzielen.

Zur Person
Klaus Stochl wurde 1945 in Wien geboren und begann seine Karriere 1968 bei Boehringer Ingelheim Austria (damals Bender + Co Ges mbH) als Mitarbeiter im Bereich Datenverarbeitung, ab 1977 in leitender Funktion. 1986 wechselte Stochl in die Zentrale des weltweit tätigen Pharmaunternehmens in Ingelheim am Rhein/Deutschland, wo er von 1990 bis 1998 für den Bereich \"Personal weltweit\" verantwortlich war. Mit 1. Januar 1999 übernahm Klaus Stochl die Geschäftsführung von Boehringer Ingelheim Austria sowie die Landesleitung von österreich, Mittel- und Osteuropa.

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Wechsel im Management

\"Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören!\" ist Manfred Reichl überzeugt und bleibt seinem Zeitplan treu: Bereits 2004 hat er CEO Burkhard Schwenker mitgeteilt, dass er zum 30. Juni 2007 aus dem Unternehmen scheiden wird, einen Tag vor seinem zwanzigjährigen Firmenjubiläum. Am 1. Januar 2007 übergibt er seine operativen Funktionen.

Seine Bilanz nach 15 Jahren Auf- und Ausbau des Geschäfts in österreich und Mittel- und Osteuropa (CEE) kann sich sehen lassen: \"Ich konnte Roland Berger in allen von mir verantworteten Ländern zumindest unter den Top 3 Strategieberatern positionieren, mit meinen mehr als 20 Führungskräften in den letzten Jahren Wachstumsraten von durchschnittlich 40 Prozent pro Jahr realisieren und damit die Region zur - nach Deutschland und Frankreich - umsatzstärksten unseres Unternehmens entwickeln.\" Obwohl das Geschäft derzeit hervorragend läuft, wird Manfred Reichl aber an seinen Plänen festhalten, denn: \"Ich habe für meine nächsten zwanzig Arbeitsjahre noch einiges vor,\" erklärt der Strategieberater.

Schon am 1. Januar 2007 übergibt der scheidende Managing Partner seine operativen Funktionen an langjährige Kollegent: Den Vorsitz im CEE Management Committee und damit die Gesamtverantwortung für die CEE-Region wird Albrecht Crux übernehmen, einer der Senior Partner der Gruppe in München. Die Verantwortung für das österreich-Geschäft wird auf Dr. Roland Falb und Rupert Petry aufgeteilt. Roland Falb ist außerdem weiterhin Mitglied des CEE Management Committee und verantwortlich für die wichtige Wachstumsregion Südosteuropa. Rupert Petry hat in zehn Jahren den Weg vom Praktikanten zum Managing Partner zurückgelegt. Er wird zum Jahresbeginn zusätzlich die oprative Führungsverantwortung für den Bürostandort Wien übernehmen.

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Fetisch Innovation

Innovation gehört zweifellos zu den Zauberworten unserer Epoche. Die Hervorbringung und Durchsetzung des Neuen - so könnte man den Begriff \"Innovation\" umschreiben - verspricht nicht nur Verbesserungen in unterschiedlichen Sektoren der Wissenschaft, der Technik und der ökonomie, sondern erscheint uns als das Positive schlechthin. Die Moderne ist gekennzeichnet von dem Glauben, dass das Neue immer besser ist das Alte, dass jede Innovation einen Vorteil bringt und dass Zukunftschancen allein durch Innovationen eröffnet und gestaltet werden können.

Vieles an dieser Euphorie hat gute Gründe. Allerdings war dies nicht immer so. In der Antike und im Mittelalter hatte das Neue keinen guten Ruf, und dies aus einem einfachen logischen Grund: das Neue muss sich erst bewähren. Ob es sich um sinnvolle und durchsetzbare Errungenschaften handelt, muss sich erst herausstellen, während das Alte, dessen man sich noch immer bedient, diese Bewährungsproben schon hinter sich hat. Philosophen wie Arthur Schopenhauer oder Friedrich Nietzsche bezweifelten noch im 19. Jahrhundert - eine Zeit stürmischer Erfindungen und ungeheurer technologischer Entwicklungsschübe - den bedingungslosen Vorrang des Neuen gegenüber dem Alten. Dass das Neue auch der Unausgegorene, Ungestüme, Oberflächliche und Kurzlebige sein kann, ist eine Einsicht, die wir nahezu vergessen haben. Dass manche Dinge Zeit und Reifungsprozesse brauchen, können wir gerade noch dem Wein oder Whiskey konzedieren, ansonsten können wir es gar nicht erwarten, dass das, was ist, durch etwas Neues abgelöst wird.

Was bedeutet dies? Das Neue ist auch des Neuen Fluch. Nichts altert so schnell wie das Neue, nichts verblasst so rasch wie eine Innovation. Wir bewegen uns deshalb in einer sich immer rascher drehenden Innovationsspirale, denn jede Neuerung, die sich nur einige Zeit halten kann, gilt als veraltet und muss rasch überboten werden. Das hat damit zu tun, dass wir Innovationen fast ausschließlich im Bereich der Technologien ansiedeln und fast all unsere Hoffnungen in diese setzen. Von dort beziehen wird das Bild eines sich beschleunigenden Erkenntnisfortschritts, immer rascher wachsender Möglichkeiten, immer leistungsfähigerer, faszinierender Anwendungen.

Die Bedeutung der Innovation im Bereich von Wissenschaft und Technik ist unbestritten. Allerdings könnte man auch hier die etwas polemische Frage stellen, ob das Neue immer neu oder nur das Alte in einem neuen Gewande ist. Stellt die Telekommunikation wirklich etwas Neues dar oder handelt es sich nur um eine etwas komplexere Form von Rauchzeichen, also um eine Variante, ein Urbedürfnis des Menschen zu befriedigen: miteinander auch über große Distanzen zu kommunizieren.

Doch abgesehen von solchen Spitzfindigkeiten: Was uns am Kult der Innovation zu denken geben sollte, ist, dass wir in den wichtigsten Bereichen des menschliche Lebens offenbar innovationsunfähig sind. Im Umgang mit unseresgleichen verhalten wir uns nicht wesentlich anders als Menschen vor Jahrtausenden. Nicht nur dass wir in unseren Gefühlen, unmittelbaren Reaktionen und Affekten nach ziemlich alten Mustern funktionieren, kehren wir im Bereich des Sozialen, Politischen und Emotionalen auch immer wieder zu schon überwunden geglaubten Konzepten und Vorstellungen zurück. Und dass wir Konflikte aller Art noch immer durch Kämpfe und Kriege lösen - wenn auch mit tötungseffizienteren Technologien -, müsste uns eigentlich zwingen, über unsere tatsächliche Innovationskraft etwas bescheidener zu denken.

Zur Person
Konrad Paul Liessmann ist Professor am Institut für Philosophie der Universität Wien, Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist. Seit 1996 ist Liessmann wissenschaftlicher Leiter des \"Philosophicum Lech\". Soeben ist bei Zsolnay erschienen: \"Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft\"

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Letzte Rettung

Wenn über dem Unternehmen der Pleitegeier kreist, ist es bereits fünf vor zwölf. Ein qualifizierter Sanierungsberater kann zwar keine Wunder bewirken, aber manchmal noch einen Konkurs abwenden oder die Weichen für einen Neubeginn stellen. Je früher Hilfe geholt wird, desto besser sind die Überlebenschancen des Betriebes.

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