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Archiv (11315)

Siedlerbewegung

Von Alfred Bankhamer

Eine nette Villa im kleinen, privaten Naturschutzparadies, von Nachbarn und Verkehrslärm ungestört, danach sehnen sich fast alle Städter einmal, und mit diesen Träumen versuchen Baufirmen ihre Kundschaft anzulocken. Besonders junge Familien, denen die Zwei- oder Dreizimmerwohnung langsam zu eng wird, sind leichte Opfer. Doch die erträumte Landidylle hat sich besonders rund um Großstädte deutlich gewandelt. Jene Traumhäuser auf der grünen Wiese, die einen in den Werbeprospekten anspringen, gibt es eigentlich gar nicht mehr. Vor allem rund um Wien sind gute Bauplätze rar. Da trotz der hohen Grundkosten die Nachfrage nach dem Wohnen im eigenen Haus in unmittelbarer Stadtgrenze ungebrochen ist - freilich mit guter öffentlicher Verkehrsanbindung und Infrastruktur -, waren kreative Angebote gefragt.
Unglücklicherweise mangelt es gerade den jungen Familien meist am nötigen Kleingeld: Anstatt einer romantischen Villa sprechen die finanziellen Möglichkeiten eher für ein Schrebergartenhaus.
Die eine Alternative für weniger begüterte Häuselbauer ist die ländliche Idylle weitab vom städtischen Arbeitsplatz. Deren Preis sind aber oft lange Fahrzeiten auf den stauträchtigen Einfallsstraßen in die Stadt. Die andere Möglichkeit bieten jüngst Dutzende Baumeister an, die als Bauträger oft schon ganze Kleinsiedlungsprojekte entwickeln.Sogar um den ganzen Förderkram muss sich der Bauherr, oder besser gesagt Immobilienkäufer, nicht mehr kümmern.

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16 Kilometer Photovoltaik

Acht Monate Bauzeit und vierzig Millionen Euro sind für eine Photovoltaikanlage auf einem ehemaligen Militärgelände nahe der bayrischen Stadt Pocking veranschlagt. Im März 2006 soll die aus sechs Einheiten mit je 1667 Megawatt bestehende Anlage ans Netz der E.on gehen. Die Anlage erstreckt sich über 16,5 Kilometer, wird aus 62.500 Modulen bestehen und Strom für nahezu 3300 Haushalte liefern. Initiiert wurde das Projekt von der Martin Bucher Projektentwicklungen, Shell Solar ist Generalunternehmer. »Damit ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Photovoltaik und besonders bei der Errichtung von Solarkraftwerken erreicht«, sagt Wolfgang Lange, Geschäftsführer der Shell Solar Gmbh, die seit dreißig Jahren im Solargeschäft tätig ist und bislang insgesamt mehr als 400 MW an Solarzellen vertrieben hat.
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Prototypische Sparkasse

Das junge Architekten-Team Trauner.Strobl.Bach hat ziemlichen Stress. Erst kürzlich fand die Firstfeier für den Umbau der Wüstenrot-Zentrale in Salzburg statt. Weil die Bausparkasse heuer ihr 80-Jahr-Jubiläum feiert, soll der Bau noch heuer fertiggestellt werden. Der Gebäudekomplex aus den Sechzigerjahren soll mittels modernster bautechnischer Erkenntnisse ein Prototyp für ökologisches, energiesparendes Bauen werden. Geplant ist eine Einsparung bei der Heizenergie um bis zu sechzig Prozent. Dafür sorgen sollen spezielle Isolierglasfenster, besondere Dämmstoffe und eine Glas-Haut vor der rund 3000 m2 großen Fassadenfläche.. Um auch den architektonischen Ansprüchen einer Bank gerecht zu werden, erhält der gesamte Gebäudekomplex vorgelagerte Edelmetallflächen. Die matt schimmernden Lamellen des Bauteils werden ständig in Bewegung sein und so auch die Dynamik des Unternehmens nach außen transportieren. Dynamisch dürften auch die Baukosten sein, die behält die Bausparkasse nämlich vorsorglich für sich.
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Gewichtige Hofübergabe

Wenn der Bauträger öSW Journalisten zu sich bittet, ist der Anlass gewichtig. 1996 stellte der Bauträger der öffentlichkeit die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft vor. Fast zehn Jahre danach wird der Generationenwechsel im Vorstand bekannt gegeben. Ingeborg Meier und Leo Raffelsberger ziehen sich aus dem operativen Geschäft zurück. Meier wechselt in den Aufsichtsrat, Raffelsberger bleibt Vorstandsvorsitzender der Privatstiftung. Das Ruder übernehmen Michael Pech (Bild re.) und Wolfgang Wahlmüller. Ihre Botschaft: Expansion in die Nachbarstaaten. »Es gibt in Osteuropa ein massives Defizit an Wohnungen. Deswegen wollen wir unsere Erfahrungen in diese Staaten exportieren und ein mitbestimmender Faktor am dortigen Markt werden.«
Für den Anfang realisiert das Tochterunternehmen »team novy dom« in der Slowakei um dreißig Millionen ein Projekt. In Ungarn ist man auf der Suche nach einem Grundstück und in Slowenien ist die Gründung einer Gesellschaft im Laufen. Weitere Destinationen kann sich der neue Vorstand prinzipiell vorstellen, vorerst will man jedoch erste Erfahrungen in den drei Ländern sammeln. Die drei neuen Standorte ergänzen das Portfolio des österreichischen Siedlungswerks, das schon jetzt über rund zwanzig Beteiligungen verfügt. Im ersten Halbjahr 2005 standen österreichweit Projekte mit etwa 500 Wohnungen in Bau, weitere 600 Wohnungen sind in Vorbereitung, wie Michael Pech erläutert.
Die Struktur und Zahlen des öSW zu erfassen, ist nicht gerade einfach. Eigentümer sind zu 80,2 % die Ingeborg Meier Privatstiftung, 14, 8 % hält der Verein Christliche Nothilfe und 5 % die EWU Wohnbau Unternehmensbeteiligung AG. Der Konzern weist eine Bilanzsumme von 795 Millionen auf, der Umsatz betrug 2004 64 Millionen, das EGT zehn Millionen. Inklusive seiner Beteiligungen werden 50.000 Wohneinheiten verwaltet und 500 Mitarbeiter beschäftigt. Die öSW AG selbst verwaltet 15.200 Wohnungen, weist bei einer Bilanzsumme von 472 Millionen eine Eigenkapitalquote von gut zwanzig Prozent und einen Umsatz von 36 Millionen auf. Das EGT der AG beträgt neun Millionen. Für die Zukunft hat sich die öSW die Steigerung der Eigenkapitalquote auf 23 Prozent vorgenommen. Weiters ist eine Fortführung der Differenzierung des Wohnungsangebotes geplant.
Geplant ist auch eine Steigerung der Bau- und Sanierungstätigkeit. Ebenfalls auf dem Wunschzettel der öSW steht die Betreuung kleiner außenstehender Bauträger im kaufmännischen Bereich. Raffelsberger wünscht sich für die gemeinnützige Wohnungswirtschaft eine Strukturbereinigung. »Notwendige wirtschaftliche Zusammenschlüsse von gemeinnützigen Bauvereinigungen scheitern vor allem an der Grunderwerbssteuerpflicht. Eine zeitliche Befreiung davon würde einen sinnvollen Konzentrationsprozess ermöglichen«, meint er. Jeder Bauträger habe Grundstücke, weshalb eine übernahme hohe Steuern nach sich ziehen würde. Was eigene Grundstücksreserven betrifft, winkt Raffelsberger aber ab. »Wir haben nur jene, die wir unmittelbar bebauen«, sagt er. Die öSW verlagert im Moment ihren Schwerpunkt gerade von Eigentums- hin zu Mietkauf-Wohnungen.
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Ort mit Ortbeton

Nach der Verbannung des Durchzugsverkehrs aus dem Ortskern stellte sich für das Südtiroler Dorf Innichen die Frage nach dem Umgang mit dem neu gewonnenen Raum. 1999 wurden drei in Innichen ansässige Architekten und Planer, die aus dem Dorf abstammen, zu einem Wettbewerb für die Platzgestaltung geladen. Mit dabei auch der Sohn des Bürgermeisters Friedrich Platter, Mitglied der Architektengruppe »AllesWirdGut« (AWG). Die realisierte in den Jahren 2002 und 2003 die Baustufe I, nach erneutem Wettbewerb kamen weitere Baulose hinzu. Kurzum, die Gestaltung der Plätze Innichens liegt in der Hand von AWG. »Ich war nie in der Jury«, erklärt der Bürgermeister, der mit heftigen Protesten einzelner Innicher gegen die Umgestaltungspläne seines Sohnes konfrontiert war.

In Innichen fühlt man sich außerhalb der Saison fast ein wenig verloren. AWG hat darauf reagiert. In der Zwischensaison strukturieren den Platz drei Wasserflächen, die trockengelegt werden, wenn die Gäste kommen. Holzroste, im Sommer gastronomisch genutzt, werden nach der Saison durch Blumenbeete ersetzt. Rund achtzig Prozent der Platzflächen sind in Waschbeton ausgeführt, der Rest in Naturstein. Die Ortbeton-Oberflächen sind kostengünstig und ermöglichten es der Gemeinde, Geld locker zu machen. Vor der Kirche wurde eine Plattform zum Verweilen und als Bühne geschaffen. Versteckte Leuchten, Lichtteppiche sowie Leuchtkugeln setzen den Ort nachts in Szene. AWG und Innichen wurden von der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie, die soeben drei Preise für Architektur in Beton vergeben hat, für ihren Mut belohnt.

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Start für Video Ringtones

Die mobilkom bietet als erster Mobilfunkbetreiber österreichs Video Ringtones an. \"Die Video Ringtones stellen eine logische Erweiterung unseres breiten A1 Handystyling- und Musik-Portfolios dar\", sagt Marketing-Vorstand Hannes Ametsreiter. \"Wallpapers, Welcome Sounds, Polyphonic- und Real Music-Ringtones erfreuen sich bei unseren Kunden größter Beliebtheit, denn sie verleihen jedem Handy eine ganz persönliche Note\", so Ametsreiter weiter.

Bei Anruf Video. Mit den neuen Ringtones werden bewegte Bilder aufs Handy gebracht: Eingehende Anrufe werden mit kurzen Videosequenzen aus Music-Clips angekündigt. Derzeit können die A1-Kunden aus rund 150 verschiedenen Video Ringtones Ihren Favoriten wählen und aufs Handset downloaden. Ein Video Ringtone kostet 2,5 Euro. Zum Start unterstützen folgende Handsets die neuen Video Ringtones: Nokia 3650, 3660, 6600 und 7610. In Kürze folgen die Modelle Nokia 6630 und 6680 nach.

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