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Dem Kunden auf der Spur

Von Alfred Bankhamer

In Seminaren und Produktpräsentationen über Kundenbeziehungen wird er meist wiederbelebt: Der idyllische Greißlerladen längst vergangener Zeiten. Eine persönliche Betreuungsqualität dieser Art können freilich selbst die besten CRM-Lösungen nicht ersetzen. Aber man kommt mittels Customer Relationship Management dem Ideal im anonymen Massengeschäft immerhin ziemlich nahe. Aus den Daten des CRM-Systems lassen sich noch dazu neue Trends im Geschäft oder Mängel im eigenen Service aufspüren. Wer noch dazu rasch zielgerechte Marketingkampagnen, genaue Kundenanalysen oder eine bessere Marktsegmentierung und -bearbeitung durchführen will, der bekommt mit den voll integrierten Kundenbetreuungs- und Marketingprogrammen sicher ein mächtiges Werkzeug geliefert. Um es auch entsprechend nutzen zu können, sind aber einige Voraussetzung erforderlich. Die ganzen Informationen - angefangen von den korrekten Kundendaten bis hin zu den einzelnen Anfragen, Bestellungen oder Reklamationen - müssen zuerst genau erfasst werden. Zuerst sollten also die Kundenbetreuter und Nutzer von der neuen Arbeitsweise überzeugt werden. Denn wenn sie nicht mitspielen, verursacht ein CRM-Projekt auch heute noch vor allem eines: Kosten und ärger. Die nötige Unterstützung seitens der Unternehmensführung und eine entsprechende Unternehmenskultur sind weitere wichtige Faktoren. Was hilft das beste System, wenn beispielsweise Kundenbetreuer aus Angst, dass ihnen gute Kunden weggenommen werden könnten, bei der Dateneingabe sparen.

Neuer Aufbruch. Dass der CRM-Markt in den vergangenen Jahren sehr turbulente Zeiten durchlebt hat, ist kein Geheimnis. Nach den Jahren des Internethype ging es besonders mit diesem IT-Segment stark bergab. Insolvenzen und übernahmen standen auf der Tagesordnung. Die damals noch sündteueren Lösungen, wirkliche CRM-Lösungen kamen erst ab 1997 auf den Markt, konnten sich anfangs sowieso nur große Konzerne und Telkos leisten. Die Hersteller versprachen damals wahre Wunder, die selbst nach Jahren des Herumbastelns nicht gehalten werden konnten. Dazu kam noch der Irrglaube, dass schon mit der Einführung einer technischen CRM-Lösung sich die Kundenbetreuung verbessern würde. Kein Wunder also, das damals weit über die Hälfte der CRM-Projekte scheiterten.Die Folge war eine kräftige Marktkonsolidierung, die bis heute noch nicht abgeschlossen ist. Selbst Größen wie der CRM-Marktführer Siebel oder auch Peoplesoft wurden von Oracle geschluckt. SSA Global hat wiederum den Spezialisten Epiphany zur Aufwertung des CRM-Segments übernommen. Derzeit kämpfen Oracle und SAP um die Poleposition am CRM-Markt, aber auch Microsoft will kräftig mitmischen.

Lösungen für den Mittelstand. Das neue Ringen um den CRM-Markt hat einfache Gründe. Nach Jahren der Stagnation zählen die Analysten CRM nun wieder zu einem der Hoffnungsmärkte, da sich die reifen und weit günstigeren Lösungen nun ebenfalls für die große Masse der KMUs eignen. Der CRM-Markt ist im Jahr 2004 laut IDC erstmals wieder seit langem gewachsen. Das Umsatzvolumen stieg gegenüber 2003 um acht Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar an. Und dieser Aufwärtstrend soll noch die nächsten Jahre anhalten.So zielt auch SAP seit kurzem mit mySAP CRM verstärkt auf den heiß umworbenen Mittelstand. Microsoft, seit der Navision-übernahme ebenfalls stark auf das KMU-Segment konzentriert, will Anfang 2006 mit einer überarbeiteten CRM-Version endlich kräftig an Markanteilen gewinnen. Bill Gates Company hat die CRM-Initiative erst im Jahr 2003 gestartet. Um dem technologischen Sprung mehr Ausdruck zu verleihen, wurde 2.0 gleich ausgelassen. Das neue Kind nennt sich gleich Microsoft CRM 3.0. Das Produkt orientiert sich stark an die Office-Familie, bietet völlige Outlookintegration und will damit auch klassische PC-User locken.

CRM aus dem Internet. Ein neuer Trend sind weiter On-Demand-CRM-Lösungen. Der Vorteil von ASP-Lösungen (Access Service Provider): Als Kunde muss man sich weder über die Anfangsinvestitionen noch den Betrieb den Kopf zerbrechen. Benötigt wird nur ein Internetanschluss und -browser, über den die relevanten Kundendaten an den Server des ASPs übertragen werden. Abgerechnet wird zumeist monatlich über \"Preis-pro-Benutzer-Lizenzmodelle\".

Neue Anbieter wie Salesforce.com oder auch RightNow Technologies konnten mit diesem Geschäftsmodell schon kräftige Kundenzuwächse und Umsätze erzielen. Vor allem für weniger komplexe CRM-Anforderungen und kleinere Unternehmen bieten diese Mietlösungen eine gute Alternative.

Auf dieses Pferd wollen nun übrigens auch SAP und Microsoft aufspringen. Der Wiener CRM-Anbieter update software, ein CRM-Pionier der ersten Stunde, bietet in Kooperation mit Siemens Business Services schon seit Oktober die webbasierte Software-Mietlösung \"readyCRM\" an, die auf dem update-Produkt \"marketing.manager 6\" beruht. Enthalten sind Vertriebs-, Marketing und Kundendienstprozesse sowie integrierte Analysemöglichkeiten und das Hosting im gesicherten Rechenzentrum.

\"Damit wird Unternehmen der schnelle, flexible und kostengünstigen Start in ein professionelles Customer Relationship Management ermöglicht\", so Thomas Deutschmann, CEO der update software AG, \"aber ich glaube, dass die Mehrheit der Kunden im Laufe der Zeit das System auf ein eigenes CRM-System transferieren wird. CRM ist ein sehr lebendiges Thema, das rasch komplexe Anpassungen erfordert.\"

Laut Christine Hofmann, Marketingleiterin bei Data Systems Austria, eignen sich On-demand-Lösungen nur für bestimmte Anwendungsbereiche: \"Bei unseren Kundenprojekten steht meistens eine Integration mit dem ERP-System im Vordergrund. Speziell bei CRM kommt der Appetit sozusagen erst beim Essen. Daher sollte jede Weiterentwicklungsmöglichkeit offen gehalten werden. Eine CRM-Sackgasse wäre ein sehr teurer Weg.\"

Kampf um den Mittelstand. SAP hat im Oktober seine neue Version mySAP CRM 2005 auf den Markt gebracht und zielt damit verstärkt auf den gehobenen Mittelstand. Aber auch die ERP-Lösung für kleine Unternehmen, SAP Business One, enthält einige CRM-Funktionalitäten wie heute die meisten betriebswirtschaftlichen Produkte. mySAP CRM 2005 wurde schon deutlich modularer im Sinne der neuen SOA-Architektur aufgebaut. Weiters gibt es rund 25 branchenspezifische Lösungen. Als prominenter Kunde in österreich konnte mit der Wiener Städtischen Versicherung und ihren 2.500 Außendienstmitarbeitern gleich ein großer Fisch gefangen werden.

Die neu gewonnene Liebe der IT-Größen für den Mittelstand bekommen freilich auch die österreichischen CRM-Anbieter zu spüren. \"Global agierende Unternehmen haben den Vorteil der überregionalität. Unsere Stärken als lokaler Anbieter - die Marktnähe, die Flexibilität der Entwicklungsteams und unsere eigene mittelständische Struktur - ist vor allem mittelständischen Unternehmen oft sympathischer\", meint dazu beispielsweise Christine Hofmann, Marketingleiterin von Data Systems Austria. Besonders in vertikalen Segmenten sind Anbieter wie etwa Exact Software Austria, Clients Guide, Consolidate Software, Sphinx IT, Fabasoft, Procom Computertechnik oder Uniquare Finacial Solutions stark vertreten.

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Die neuen Provider

Auf dem Weg zu Multimedia aus der Steckdose: Die intelligenten Netze der Telkos ermöglichen völlig neue Produkte für die Businesskundschaft. Die Endkunden werden dank Multimediaservices effizienter beworben, die Mitarbeiter besser geschult. Und manche können dank kostensparender Auslagerung von Breitband telefonieren. Drei Beispiele aus einer schönen neuen Breitbandwelt.

Kunde: bauMax
Provider: Cisco

Der Netzwerkausrüster Cisco und die österreichische Baumarktkette bauMax haben gemeinsam das Konzept des »Store as a Medium« entwickelt und in einer bauMax-Filiale in Tulln getestet. Drei Monate lang wurden intelligente Technologien und die damit verbundenen neuen Formen der Produktpräsentation auf Bildschirmen eingesetzt. Das Ergebnis des Tests sind deutliche Verkaufssteigerungen und zufriedene Kunden.»Mit diesem Pilotprojekt wollten wir auch feststellen, ob derartige Instore-Medien die Einkaufssituation unserer Kunden tatsächlich unterstützen«, erklärt bauMax-Marketingleiter Georg Wiedenhofer. In zwei bauMax-Filialen in Tulln und Wien wurden mehrere Plasmascreens, die unterschiedliche Informationen senden, installiert. Die Screens dienten als Medium für Produkt- oder Mitarbeiterinformationen, E-Learning sowie Produktwerbung. Die gezielte Platzierung der Bildschirme - bei neuen Produkten und im Kassenraum - sollte Impulskäufe fördern. Gleichzeitig sollte das Verkaufspersonal unterstützt werden. In den Testmärkten konnten im Beobachtungszeitraum deutliche Verkaufssteigerungen gegenüber den Kontrollmärkten festgestellt werden. So wurde beim Testmarkt in Tulln eine prozentuelle Veränderung von 157 Prozent gegenüber dem Kontrollmarkt (dreißig Prozent) festgestellt.

Eine Befragung der Konsumenten in den Testmärkten sei bauMax zufolge »durchwegs positiv« ausgefallen. Die Konsumenten legten dabei großen Wert auf die Qualität der Informationen. Diese sollen Interesse für das Produkt wecken und nicht nur werblich sein. Gewünscht werden Erklärungen für spezielle Anwendungen der einzelnen Produkte und Tipps. »Der Einsatz dieses Mediums fördert nicht nur die Zufriedenheit der Konsumenten«, so Cisco-Chef Carlo Wolf. »Auch der Handel profitiert davon. Das Konzept des Store as a Medium trägt zum positiven Image des Geschäfts bei.« Möglich macht das System die flexible Gestaltung der Inhalte an den Screens, der Content kann jederzeit angepasst werden. »So können zum Beispiel spontane Abverkäufe organisiert werden oder spezielle Angebote zu bestimmten Uhrzeiten erfolgen«, bewegt sich Wolf im Retail-Terrain. Die Zuordnung zu den einzelnen Bildschirmen und die Verwaltung der Inhalte erfolgt dann wieder zentral. Durch den Einsatz von sogenannten »Content Engines« können die Bildschirme gleichzeitig unterschiedliche Inhalte senden.

Kunde: Interspar
Provider: BeamCom instore-commercials

Welche Veränderungen im Retail-Bereich derzeit vonstatten gehen, zeigt das Beispiel Interspar: In 45 österreichischen Interspar-Märkten wird derzeit die Kaufentscheidung der Verbraucher mithilfe von TV- und Kinospots positiv beeinflusst, was zu nachweislichen Absatzsteigerungen führt. Ermöglicht wird dies durch das österreichische Unternehmen BeamCom instore-commercials, das die entsprechenden Spots am Point-of-Sale über spezielle Screens zur Verfügung stellt. Das Besondere daran: über ein vom IT-Dienstleister T-Systems zur Verfügung gestelltes Breitbandnetzwerk müssen die dafür notwendigen Daten nur einmal eingespielt werden. An die jeweiligen Standorte werden die Bilder samt Stereoton übertragen. In den Filialen selbst werden die Daten zwischengespeichert und von dort aus auf Rückprojektionsscheiben ausgestrahlt. Dabei handelt es sich um innovative Screens aus Spezialglas, die die Leuchtkraft und Brillanz der Bilder verstärken und speziell auch im Tageslichtbereich gute Kontraste bringen.

Breitband und Multimedia sind hier auf dem vorgezeichneten Weg in den Einkaufsladen. Die Konsumenten werden mit auf allen Kanälen abgestimmten Kommunikationsstrategien zum Kauf des beworbenen Produkts animiert. »Der Markenartikler baut Markenbekanntheit und Markenimages durch seine klassische Werbekampagne auf. BeamCom ruft dann Gelerntes und Vertrautes wieder ins Kundenbewusstsein, und zwar genau dort, wo der Kunde seine Kaufentscheidung trifft: am Point of Sale«, beschreibt BeamCom-Geschäftsführerin Sandra Zito die neue Strategie der Werber. Die Fakten dazu können sich in der Tat sehen lassen:

  • Jeder Spot ist alle vier bis sechs Minuten »on air«
  • 2400 Spot-Schleifen pro Monat und pro Markt
  • Flächendeckend österreichweit installiert
  • Bildschirmgröße: 2 x 1,5 m
  • Jeder Markt kann individuell angesteuert werden
  • Inhalte sind minutenschnell austauschbar
  • Split-Screens mit integrierten TV- oder Kinospots
  • Flashanimationen und Infoticker
  • Ständige automatische Systemkontrolle per ADSL
Kunde: OMV
Provider: Siemens

Früher hat ein Unternehmen eine Strategie definiert, Telefon oder Fax waren einfach Bestandteile der Infrastruktur wie andere Anlagen auch, sie waren ein Thema für die Einkäufer. Heute ist Kommunikation ein Thema für den Vorstand und der Kontakt mit den Kunden sowie interne Kommunikationsabläufe sind Bestandteil der Geschäftsstrategie. Die Experten empfehlen, nun die Kommunikations- und Informationsprozesse im Unternehmen zu beschleunigen, dadurch Kosten zu sparen und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Breitbandservices kommen hier in ihrer ureigensten Umgebung zum Einsatz: dem Serviceproviding im Zuge eines Outsourcingprojekts. Der Grund: In der Praxis sind die IT-Entscheider der Unternehmen meist überfordert - die technischen Möglichkeiten der IT- und TK werden immer umfangreicher und dadurch komplexer. Also bleibt die Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen, Assets und Infrastrukturthemen wie beispielsweise die Sprachkommunikation und Datendienstleistungen werden den IT-Providern überlassen.Siemens steht hier als ein Integrator und IT-Dienstleister von vielen. Die neuen Unternehmensausrichtungen sind Betreibermodelle, bei dem der Kunde die strategische Richtung vorgibt. Um die Umsetzung kümmern sich dann die Experten. Bei der OMV zum Beispiel wird von der Siemens-Sparte Communications Enterprise die komplette Fest-, Mobil- und Datenkommunikation betrieben - weltweit. Die Kosteneinsparungen, die bei Auslagerungen gegenüber dem früheren Modell erzielt werden, belaufen sich auf bis zu dreißig Prozent.

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Druck größer, Fixkosten geringer

Das ist kurz gefasst das Ergebnis des Benchmarkings von 26 Baumeisterbetrieben der bau1-Gruppe. über die Ergebnisse sprach der Unico-Chef Karl Fröstl mit Franz Artner.

REPORT: Sehr geehrter Herr Fröstl, Ihr Unternehmen hat heuer die Baumeister der bau1-Gruppe zum zehnten Mal einem Benchmarking unterzogen. Was hat sich in dieser Zeit aus ihrer Sicht am gravierendsten geändert?
Fröstl: In den analysierten letzten zehn Jahren ist ohne Zweifel der Druck auf die Branche im Inland wesentlich größer geworden. Die bau1-Baumeister haben primär in der Form darauf reagiert, dass sie ihre Kostenstrukturen angepasst haben. Waren die Fixkosten der Unternehmungen vor zehn Jahren weit über der 25-Prozent-Marke (bezogen auf den Umsatz), so lagen sie im Vorjahr bereits unter 19 Prozent (18,8 Prozent).Positiv ist hervorzuheben, dass die ohnedies gute Eigenkapitalausstattung der bau1-Firmen kontinuierlich zugenommen hat. Während im Jahr 1995 das Eigenkapital einen Anteil von 31,5 Prozent des Gesamtkapitals hatte, lag es im Jahr 2004 bereits bei 40,2 Prozent. Eine zahlenmäßig nicht erfassbare, jedoch ohne Zweifel vorhandene, gravierende Veränderung hat sich im Marketingverhalten der bau1-Baumeister ergeben. Während im Jahr 1995 viele Baufirmen ausschließlich ausschreibungsorientiert angeboten haben, erwirtschaften heute die meisten Unternehmen mit der Privatkundschaft ihren Umsatz und nehmen nur sehr eingeschränkt an öffentlichen Ausschreibungen teil. Diese Entwicklung war nur dadurch möglich, dass die Baumeister gelernt haben, marketingorientiert zu agieren und aktiv zu verkaufen.

Die Mitglieder der bau1-Gruppe sind recht unterschiedlich, Spitzenverdiener weisen einen Arbeitserlös pro Stunde von fast 48 Euro auf, andere Betriebe müssen sich mit weniger als 25 Euro begnügen. Woran liegt es Ihrer Ansicht nach, dass die Bandbreite so groß ist?
Die Spitzenarbeitserlöse pro Stunde finden sich ausschließlich bei jenen Unternehmen, die im hochpreisigen Privatkundensegment agieren, aber dementsprechend meist auch höhere Selbstkosten aufweisen. Die niedrigen Arbeitserlöse pro Stunde treten einerseits stärker bei jenen Firmen auf, welche auf preismäßig umkämpfte Ausschreibungen angewiesen sind, und andererseits bei jenen Firmen, wo Baustellen daneben gegangen sind.

Sind unter den Firmen, die beim Benchmarking mitmachten, auch welche, die Gefahr laufen, bald nicht mehr zu existieren?
Ohne Zweifel gibt es einige Unternehmungen mit ziemlich schlechten Ergebnissen im betrachteten Jahr. Trotzdem ist nicht zu erwarten, dass Insolvenzen unmittelbar bevorstehen.

Gibt es für die Betriebe, die einen bereinigten Erlös von Minus sieben Prozent aufweisen, überhaupt noch Rettungsmöglichkeiten?
Diese Betriebe haben durchaus eine Chance, sich zu verbessern, jedoch müssen sie die im Rahmen der individuellen Analyse aufgezeigten Verbesserungsmöglichkeiten konsequent umsetzen.

Ganz wenige Baumeister fassen konsequent und organisiert bei gelegten Angeboten nach.
Das mangelnde Nachfassen bei Angeboten hat primär damit zu tun, dass der typische Baumeister unter dem Druck des Tagesgeschäfts dazu neigt, sich mit technischen Fragen zu beschäftigen und weniger mit kaufmännischen. Einige Baumeister sind auch deshalb beim Nachfassen nach gelegten Angeboten zögerlich, da sie damit rechnen, dass die potenziellen Kunden ohnedies auf sie zukommen und beim aktiven Nachfassen ihrerseits fürchten, das Preisfeilschen vorzeitig zu eröffnen.

Sie haben einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Marketing und Betriebserfolg festgestellt. Auch ist den Unternehmern die Bedeutung von Marketing weitgehend bewusst. Trotzdem betreiben sehr wenige der untersuchten Firmen gezieltes Marketing. Warum ist das Ihrer Anischt nach so?
In den meisten Fällen ist ein positiver Zusammenhang zwischen Marketing und Betriebserfolg festzustellen. Auch wenn sich das Marketingbewusstsein der Baumeister in den letzten zehn Jahren wesentlich gebessert hat, so ist Marketing nach wie vor nicht eine ureigene Domäne der Baumeister. Die Ausbildung des Baumeisters dürfte auch kaum Marketing beinhalten (ebenso kaum Betriebswirtschaft).

Wie die Analyse zeigte, gibt es zwei Spitzenreiter im Benchmarking. Ein Betrieb setzt gezielt auf Marketing, das zweite auf Effizienzsteigerungen. Sollten Baumeister für die Zukunft nicht mit beiden Faktoren gut umgehen können? Wenn ja, sehen Sie Bemühungen von Betrieben in diese Richtung?
Grundsätzlich sind natürlich sowohl Marketing als auch Baustelleneffizienz der Schlüssel zum Erfolg. Dementsprechend muss ein Ergebnis orientierter Baumeister auf beide Faktoren achten. Allerdings ist zu beachten, dass marketingorientierte Baumeister in erster Linie Privataufträge zu bearbeiten haben, wo sich die Anforderungen in technischer Hinsicht und im Hinblick auf effiziente Bauabwicklung immer wieder ändern. Hingegen sind die Spitzenwerte bei den effizienzorientierten Kennzahlen bei jenen Firmen zu finden, wo in erster Linie größere Baulose abgewi-ckelt werden, die eine detaillierte Vorausplanung ermöglichen und wo fix eingespielte Arbeitspartien die Arbeit durchführen.

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IT-Ausgaben steigen

Der Zwang zu immer höherer Produktivität lässt die weltweiten IT-Ausgaben weiter ansteigen. Laut einer Gartner-Prognose werden die weltweiten Investitionen in die Informationstechnologie im kommenden Jahr um fünf Prozent zulegen. Investitionen in neue IT-Produkte und Services hätten für viele Unternehmen eine strategische Priorität, so das Marktforschungsinstitut.

Hintergrund für die Steigerung der IT-Ausgaben ist der zunehmende Wettbewerb, dem sich die Unternehmen in den Industrieländern gegenüber Schwellenländern wie Indien, China oder Brasilien ausgesetzt sehen. Um angesichts gestiegener Energiekosten weiterhin Fortschritte bei der Produktivität zu erzielen, müssen die Firmen bei der IT investieren. \"Manager müssen neue Wege zur Effizienzsteigerung finden, um die Profit-Erwartungen zu erfüllen\", so Gartner-Analyst Peter Sondergaard. Es gebe immer größere Unsicherheit, was Trends oder die Entwicklung der Märkte und den Wettbewerb betrifft. \"Die größte Herausforderung für das IT-Management ist es, auf diese Unsicherheit zu reagieren.\"

Zum Beispiel werde es im nächsten Jahr in Nordamerika alleine 30 neue Firmen geben, die sich auf Voice-over-IP-Services (VoIP) spezialisieren. Diese Unternehmen werden mit den traditionellen Anbietern konkurrieren und diese traditionellen Anbieter müssen sich wiederum radikal ändern, um im Geschäft zu bleiben, sagte Sondergaard. Ein wesentliches Kriterium für IT-Innovationen komme aber aus dem Privatkundenbereich, vor allem von der Nachfrage nach neuen Produkten wie Spielkonsolen, Plasma-Schirmen mit entsprechender Video-Technologie und Produkten mit Wireless-Fähigkeit.

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Schneller Schnitt

In den letzten vier Wochen sägte sich die an einem Hubschrauber baumelnde Säge im Waldviertel, in der Wachau und im Zentralraum St. Pölten durch die Wälder. Insgesamt wurden 120 Kilometer Strecke freigesägt. Der Pilot fliegt dabei die Leitungstrasse entlang und sägt hineinwachsende äste ab.
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Die besten Sager im November

\"Die derzeitige Entwicklung bezüglich Siemens und VA-Tech ist aus volkswirtschaftlicher Sicht sehr positiv zu beurteilen. Denn bei Siemens weiß man, was man hat\",
kommentiert Vizekanzler Hubert Gorbach die Aufhebung der einjährigen Sperrfrist durch die übernahmekommission.

\"Das Internet ist eine großartige Plattform, die aber auch ausschließen kann\",
kommentiert E-Government-Exekutivsekretär Christian Rupp das neue Service-Feuerwerk der öffentlichen Verwaltung.

\"Es ist bemerkenswert, dass damals niemand diese Idee aufgriff\",
vergleicht SAP-Forschungsexperte Orestis Terzidis die lange unbeachtete Erfindung Kautschuk-bereifter Fahrräder mit der Erfindung der kontaktlosen RFID-Chips.

\"We are all stakeholders in broadband\",
weiß Alcatel-Festnetzstratege Alan Mottram um die Verantwortung seiner Branche.

\"Es sind nicht die Hypes die für Verängerungen sorgen. Es sind die Applikationen, die verändern\",
so Mottram.

\"Wenn wir als Industrie diese Anwendungen nicht finden können, sollten wir nachsitzen und 1000 mal Applikationen sind wichtig an die Tafel schreiben\",
Mottram weiter.

\"Die Netzwerkprovider sind immer noch auf Breitband-Zugänge fokussiert - und keineswegs auf Inhalte\",
orten Analysten bei Ovum breiten Lern- und Nachholbedarf unter den Providern.

\"Sie kennen das ja, mit schnellen CPUs: das ist, wie wenn man mit dem Porsche im Stau steckt\",
wirbt Sun-Geschäftsführer Donatus Schmid für skalierbare Prozessorennutzung bei dem neuen Betriebssystem Solaris 10.

\"Microsoft ist puncto Sicherheit mit dem Service Pack 2 nicht schlecht aufgestellt. Man kann das ja sagen - wir mögen uns ja inzwischen\",
legt Sun-Geschäftsführer Donatus Schmid neuerdings Erzkonkurrenten Microsoft gerne die Hand auf die Schulter.

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Im Test: Sony PlayStation Portable

Die tragbare Spielkonsole misst etwa 170x74x23 Millimeter und liegt mit 260 Gramm angenehm in der Hand, ist jedoch immerhin fast doppelt so schwer wie Nokias N-Gage. Dank elegantem, glänzendem und edel anmutendem Schwarz ist der Handheld der Konkurrenz optisch um Längen voraus. Einen Putzfimmel sollte man allerdings nicht haben, denn die Hochglanzoptik hat ihren Preis: Fingerabdrücke kann man zwar wegwischen, klitzekleine Kratzer im Display sind allerdings sehr ärgerlich - Eine Displayschutzfolie sollte man sich daher schnellstmöglich zulegen. Etwas weniger \"anfällige\" Farben hat Sony bisher nicht im Portfolio.

Obwohl es im Internet zahlreiche Schauergeschichten wegen fehlender Verarbeitungsqualität gibt, kann man an der PSP nichts aussetzen. Sogar die für große TFTs üblichen Pixelfehler waren nicht aufzuspüren. Der Akkudeckel sitzt fest und der unter einer mit einer Gummiabdeckung verschlossene Slot für den Memory Stick passt sich ebenfalls perfekt ins Gehäusedesign ein.

Display
Holt man die PSP zum ersten Mal aus der Packung, wird man quasi vom riesigen, 480x272 Pixel großen Display im 16:9-Format, das die Konkurrenz in den Schatten stellt, überwältigt. 16,8 Millionen Farben geben Spielgrafiken und Videos mit der Qualität eines PC-Monitors wieder. über einen Knopf am unteren Bildschirmrand lässt sich die Helligkeit regeln: bei angeschlossenem Netzteil geht es noch etwas heller als im Batteriebetrieb. Die Hintergrundbeleuchtung bei maximaler Aussteuerung für den Betrieb im Dunkeln sogar etwas zu hell und eignet sich auch fürs Spielen unter freiem Himmel. Dort sollte man sich aber besser einen schattigen Platz suchen. Die Reaktionszeit mit 100ms grey-to-grey ist leider etwas schwach geraten: bei Farben, etwa Rot, zieht das Display deutliche Schlieren

Ausstattung
Bei der Ausstattung zielt Sony mit der PlayStation Portable ganz besonders auf Multimedia-Enthusiasten, dementsprechend fallen auch die Möglichkeiten abseits des Spielens sehr umfangreich aus. Um diese vollständig nutzen zu können, ist ein Memory Stick (Pro) Duo vonnöten, der neben den Multimedia-Dateien auch die Speicherstände aufnimmt und somit genauso wichtig wie die Memory Cards für die Desktop-Konsolen ist. Damit man gleich los legen kann, liegt dem Paket eine 32 MByte-Karte bei. Um sich komplette Filme in guter Qualität auf der PSP anschauen zu können, empfiehlt es sich, sich eine 512 MB-Karte zu besorgen. Das multimediale Key-Feature ist die Video-Wiedergabe auf dem Handheld, die dank des großen TFT-Displays äußerst beeindruckend ausfällt. Bevor sich Videos auf der PSP abgespielen lassen, müssen diese auf einem PC ins richtige Format überführt werden - etwa mit Sonys kommerzieller Image Converter-Software oder dem Freeware-Tool PSP Video 9.

Die PSP erkennt und spielt ausschließlich MPEG4-Filme ab, als maximale Auflösung wird QVGA unterstützt (320x240 Pixel). Zudem ist das Abspielen von Audio-Tracks möglich. Diese lassen sich ebenfalls über die USB 2.0-Verbindung auf den Memory Stick laden. Mit angeschlossenen Kopfhörern erreicht die Sound-Qualität iPod-Niveau, die auf der Unterseite ohnehin etwas ungünstig positionierten Lautsprecher lassen allerdings etwas zu wünschen übrig. Schließt man Kopfhörer am Gerät an, stehen einige vordefinierte Equalizer-Profile zur Auswahl. Ein weiteres nützliches Feature ist die Hold-Funktion, die sich durch das Verschieben des Ein- und Ausschalters aktivieren lässt und der Tastensperre eines Mobiltelefons entspricht.

Ebenfalls lassen sich mit der PSP unterwegs Bilder betrachten, die entweder direkt von einer Sony-Digitalkamera überspielt oder aber standardmäßig vom PC auf den Memory Stick kopiert werden können. Die Bilder sehen dank 16,77 Millionen Farben auf dem Display farblich brillant und gestochen scharf aus. Viele Bearbeitungsmöglichkeiten für Bilder stehen allerdings nicht zur Auswahl, Fotos lassen sich drehen und man kann hinein- und herauszoomen. Eine Digitalkamera, die aus vielen mobilen Endgeräten kaum noch wegzudenken ist, hat Sony nicht in die PSP integriert.
Neben dem erwähnten USB-Port bietet die PSP noch eine Wireless LAN-Komponente um mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen. Der WLAN-Chip ist kompatibel zu 802.11b- und AdHoc-Netzwerken. Bluetooth hat den Sprung in die PSP nicht geschafft.

Akkuleistung
Die Freude an soviel Multimedia ist aber schneller vorbei, als einem manchmal lieb ist. Der Akku misst zwar stattliche 1800mAh, macht aber bei Videofilmen wie massivem Gaming schon nach etwa drei bis vier Stunden schlapp, bei andauernder MP3-Wiedergabe hält der Akku etwa sieben bis acht Stunden.

Menüführung & Bedienung
Die Bedienoberfläche ist einfach und übersichtlich gestaltet ist. Keine Option bleibt versteckt und man muss sich auch nicht durch zig Menüs quählen, ehe man am Ziel ankommt. Die Menüstruktur gliedert sich in die fünf Hauptpunkte Einstellungen, Foto, Musik, Video und Spiel, die sich dann in weitere Punkte aufteilen. Zusätzlich prangt über jedem Bereich ein unverwechselbares Icon, bei Foto z.B. eine Kamera und auch die einzelnen Unterbereiche werden zusätzlich mit stilisierten Logos aufgewertet.

Mit der Dreieck-Taste wird bei bestimmten Punkten ein zusätzliches Menü am rechten Rand geöffnet, das Informationen über den belegten und noch freien Speicherplatz des Memory Sticks preisgibt bzw. im Menüpunkt Musik sofort das erste Lied nach der Anwahl \"Wiedergabe\" abspielt. Der Quadrat-Button hat im Menü keinerlei Funktion und findet seinen Einsatz erst in Spielen.

Fazit:
Well done, Sony! Umfangreiche Multimedia-Möglichkeiten, revolutionäre Spiele-Grafik, zahlreiche Anschlussmöglichkeiten und viel innovatives Potenzial erwarten die Besitzer einer PSP. Von der optischen Präsentation über die Verarbeitungsqualität hat sich Sony keine Patzer geleistet. Die Schwachstellen sind an einer Hand abzuzählen: Schwachbrüstiger Akku, das Fehlen von Bluetooth, die langen Ladezeiten bei Spielen und die für Fingerabdrücke etwas anfällige Oberfläche.
Wer viel Multimedia und typische Sony-Spiele mag, der sollte sich schon mal 249 Euro + weitere 50 Euro für ein Spiel bereitlegen. Zusätzlich zur Spielkonsole erhält man auch jeweils Kopfhörer mit einer Fernbedienung, ein Memory Stick Duo (32MB), ein Schutzetui, eine Trageschlaufe, einen Netzanschluss, einen Akku, ein Reinigungstuch sowie eine UMD Demo Disc. Damit kann man sofort in die Welt des mobilen Entertainments eintauchen.

Telefonie über VoIP, GPS, DVB-T und Organizer-Funktion sind vielversprechende zu erwartene Erweiterungen, die die PSP zum Schweizer Taschenmesser unter den Handhelds machen könnten.

Plus/Minus:
+ gute Verabeitung
+ großes Display
+ zahlreiche Multimedia Features
- Akkuleistung
- Preis

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Im Test: Logitech G7 Laser Mouse

Viele Gamer glauben, dass eine kabellose Maus wegen Verzögerungen, Interferenzen, Stromversorgungsproblemen und des Gewichts der Akkus ihre Leistung im Spiel mindern könnte. Die Logitech G7 Laser Cordless Mouse löst diese Probleme, die den Einsatz von kabellosen Mäusen bei Gaming-Wettkämpfen bislang verhindert haben.
Bevor wir die G7 auf das Game loslassen, lassen wir zunächst die Zahlen sprechen. Dazu gehören eine verstellbare Empfindlichkeit von bis zu 2.000 dpi, ein maximales Beschleunigungsvermögen von 20 G sowie eine Abtastgeschwindigkeit von 6,4 Megapixeln pro Sekunde. Weiterhin kann die Gamer-Maus sechs Tasten und zwei Akkus mit jeweils zehn Stunden Laufzeit ihr Eigen nennen.

Die erste Gaming-Maus ohne Kabel
• Keine Verzögerung: Zwei Innovationen schließen Verzögerungen aus. Erstens nutzt die G7 Full-Speed USB zur Erhöhung der Anzahl von Meldungen pro Sekunde. Zweitens bietet sie einen fortgeschrittenen Gaming-Modus. Erst nach Ablauf einer Minute schaltet sich die Maus in den stromsparenden Schlafmodus. Im Vergleich: Herkömmliche Büromäuse verfallen bereits nach zehn Sekunden in diesen Zustand.
• Keine Störungen: Die G7 Laser Cordless Mouse nutzt die kabellose 2,4 GHz-Technologie von Logitech mit 24 Kanälen, die Interferenzen mit anderen Elektronikgeräten weitestgehend ausschließt. Sollte aber eine Interferenz auftreten, schaltet die intelligente Frequenzwechsel-Technologie von Logitech (Intelligent Frequency Hopping) automatisch auf einen störungsfreien Kanal.

Akkuwechsel in drei Sekunden
Hinsichtlich der Energieversorgung hat sich Logitech etwas ganz Besonderes ausgedacht und gleich in doppelter Ausfertigung mit eingepackt. Als Energiequelle dienen keine handelsüblichen AA- oder AAA-Batterien, sondern speziell entwickelte Akkus. Sie sind gerade mal sieben Millimeter flach und messen in Länge und Breite lediglich 4,2 mal 3,8 Zentimeter.
Für den Akkuwechsel benötigen man nicht mehr als drei Sekunden. Im hektischen Spielverlauf kann das zwar schon zum Ableben führen, doch dank einer fünfstufigen Batteriestand-Anzeige weiß der Gamer immer früh genug Bescheid, wann der Akku schlapp macht. Mit der Logitech SetPoint Software kann diese Anzeige ganz nach individuellen Präferenzen so eingestellt werden, dass die Spieler gewarnt werden, wenn die Akkuleistung unter 30 Prozent sinkt. Im Standard-Spielmodus reicht eine Akku-Ladung für zweieinhalb Tage durchschnittliche Spielbelastung. Unter Turnierbedingungen hält eine Akkuladung bis zu sieben Stunden, wenn die Maus ohne Pause genutzt wird. Bei der normalen Verwendung im Büro kann die Maus bis zu viereinhalb Tage im Spiel-Power-Modus genutzt werden, bevor die Akkus getauscht werden müssen.

Der Funkempfänger der G7 ist nicht größer als ein USB-Speicherstick und kann mit einer Art Docking-Station kombiniert werden. Diese sorgt nicht bloß für eine längere Leitung, sondern gleichzeitig für das Aufladen der flachen Mausbatterie. Diese wird einfach eingesteckt und kommt auf Knopfdruck wieder zum Vorschein. über einen ähnlichen Einschub-Mechanismus verfügt auch die Maus selbst. Unter dem Empfänger befindet sich noch ein Schalter für den Auflade-Modus. Im \"Normal Mode\" wird der Akku schonend in zehn Stunden, im \"Boost Mode\" in nur zwei Stunden voll aufgeladen.

Ergonomie
Obwohl Linkshänder einen nicht gerade geringen Anteil der Erdbevölkerung ausmachen, ist die Logitech G7 in erster Linie für Rechtshänder ausgelegt. Im Gegensatz zur Logitech MX 510, MX 518 und MX 700 verfügt die G7 nur über eine Daumentaste auf der linken Seite. Das ist insofern schade, als dass dadurch das Hin- und Herschalten zwischen Internet-Sites nur noch in eine Richtung möglich ist. Von einer bis zu 100 Euro teuren Maus könnte man an dieser Stelle mehr erwarten. Sonst leistet sich die G7 keine größeren Patzer. Die Tasten sind leichtgängig, hochwertig verarbeitet und gut zugänglich.

Software
Die wichtigsten Funktionen sind über vier übersichtliche, selbsterklärende Untermenüs erreichbar. Unter den \"Mauseinstellungen für Spiele\" weist eine schmale Leiste mit der Aufschrift \"Erweiterte Spieleinstellungen\" unauffällig darauf hin, dass keine gewöhnliche Maus angeschlossen ist.Bis zu fünf verschiedene Voreinstellungen mit einer Genauigkeit von 400 bis 2.000 dpi lassen sich in kleinen 50er-Schritten vornehmen und später auf Knopfdruck wieder abrufen. Bei der Logitech G7 gelten die Einstellungen für alle Spiele, egal ob es sich nun um Echtzeitstrategie oder 3D-Shooter handelt.

Spiele- und Alltagstauglichkeit
Zum Spielen ist die Logitech G7 wie geschaffen. Welche der fünf Empfindlichkeits-Modi gerade eingestellt ist, wird durch rote LEDs signalisiert. Mit einem Gesamtgewicht von 131 Gramm zählt sie zu den schwereren Schnurlos-Mäusen auf dem Markt, weshalb sie sich etwas weniger rasant über das Mousepad bewegen lässt. Das ist jedoch kaum störend, da die G7 sehr gleitfähig ist und ein höheres Gewicht in manchen Situationen sogar Vorteile mit sich bringen kann.

Fazit
Es gab noch nie eine teurere Maus aus dem Hause Logitech. Doch nicht allein der hohe Preis von ungefähr 110 Euro verleiht der G7 Laser Mouse ihren Ausnahmestatus. Denn eine speziell für Computerspieler entwickelte Maus, die ohne Kabel auskommt, suchte der ambitionierte Gamer bisher vergeblich. Außerdem besticht die G7 durch eine hohe Präzision und einen Laser-Sensor, der auf nahezu jeder Oberfläche funktioniert. Wer mit der Schwere und dem Preis der G7 leben kann und außerdem Rechtshänder ist, bekommt ein hervorragendes Spielgerät.

Plus/Minus:
+ Kabellos
+ lange Akkudauer
- nur eine Daumentaste
- Preis

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Wider die Schulphysik oder alles Humbug

\"In 40 Jahren werden alle Energieträger zur Neige gegangen sein“, sagt Konstantin Meyl von der University of Applied Sciences in Furtwangen. Die ölquellen werden versiegt, die Gasvorräte aufgebraucht und auch Uran wird keines mehr vorhanden sein. Aus diesen durchaus einleuchtenden Gründen müsste die Suche nach neuen Energieformen unverzüglich begonnen werden. \"Die Lösung des Energieproblems ist die zentrale Frage der Menschheit“, so Meyl pathetisch. Doch Meyl gibt sich nicht mit der Formulierung des Problemfeldes zufrieden, sondern hat auch gleich eine Lösung parat: Die Raumenergie. Die Idee der Raumenergie - auch bekannt als Freie Energie, Nullpunktenergie oder Vakuumenergie - geht gemäß der Deutschen Vereinigung für Raumenergie zurück auf Nikola Teslas überlegungen, dass es eine überall zugängliche, frei verfügbare Energie geben soll, die sich mit geringen Kosten und ohne Verbrauch von Substanzen anzapfen lässt. Was gut klingt, hat ein gravierendes Problem. Die traditionelle Wissenschaft steht der Lösung des Energieproblems mit Hilfe der Raumenergie äußerst skeptisch gegenüber. \"Die behaupteten Phänomene sind auf theoretischer Ebene nicht nachvollziehbar“, erklärt Professor Mohn vom Institut für allgemeine Physik an der Technischen Universität Wien, was Meyl allerdings nur relativ peripher tangiert, behauptet er doch, die Raumenergie im Experiment nachgewiesen zu haben. Geschäftstüchtig wie er ist, vermarktet er seine Demosets zum Preis von 800 bzw. 1400 Euro, damit jeder Interessierte den Beweis in Heimarbeit antreten kann. Allerdings hält auch seine Versuchsanordnung keiner wissenschaftlichen überprüfung stand. \"Keines der messtechnisch untersuchten Systeme arbeitet autark, das heißt unabhängig von einer speisenden Quelle, was eine Grundvoraus¬setzung für einen experimentellen Beweis einer neuartigen Energieform wäre. Keines der theoretischen Konzepte sagt etwas darüber aus, wie viel Energie pro Zeiteinheit bei einer vorgegebenen Baugröße zu erreichen ist“, erklärt Klaus Keck in seinem Buch \"Die Meyl´schen Skalarwellen - Nur wissenschaftliches Fehlverhalten oder irreführende Vermarktung von Pseudowissen?“ und wirft Meyl vor, \"in eklatanter Weise gegen die wissenschaftliche Redlichkeit zu verstoßen und die Käufer seines Sets in die Irre zu führen“.

Auf wackligen Beinen
Diese beängstigende Nähe zur Pseudowissenschaft verleitet Anhänger der Raumenergietheorie dazu, sich umso mehr mit einem Deckmantel wissenschaftlicher Seriosität zu umgeben. So geschehen in Wien, wo die mit Raumenergie im Bereich der Mauerntrockenlegung erfolgreiche Firma Aquapol zum Symposium \"Raumenergie-Technologien - Die Energietechnik der Zukunft“ lud. Als Veranstaltungsort wählte man das Naturhistorische Museum, schließlich will man Teil der exakten Wissenschaft sein - am Podium befanden sich Universitätsprofessoren, Journalisten und unabhängige Forscher. Nur: Ganz halten konnten die Vorträge des Symposiums nicht, was durch das ehrwürdige Ambiente versprochen wurde. Wenn Verschwörungstheorien - \"Die Mineralölkonzerne sind schuld, dass die Raumenergie nicht wissenschaftlich erforscht und industriell genutzt wird“ - strapaziert werden (© Josef Gruber, Ehrenpräsident Deutsche Vereinigung für Raumenergie DVR), abstruse Erlebnisse von Selbst- und Wunderheilungen als Beispiel für die Geheimnisse der Natur präsentiert werden (© Herbert Klima, Atominstitut der österreichischen Universitäten) und der Umgang der traditionellen Wissenschaft mit der Raumenergie-Technologie als \"moderne Inquisition“ bezeichnet wird (© Hans Kronberger, Journalist und ehemaliger EU-Abgeordneter), dann kann die so sorgsam aufgebaute Seriosität doch relativ leicht ins Wanken geraten.

Deduktion versus Induktion
Für Raumenergietheoretiker ergibt sich das Problem, dass die Physik eine deduktive Wissenschaft ist, das heißt es wird vom Allgemeinen auf das Besondere geschlossen. Auf dieser Ebene stehen Anhänger der Raumenergie und auch Firmen wie Aquapol auf relativ verlorenem Posten, denn es fehlt ganz einfach eine fundierte Theorie. Wählt man allerdings den entgegen gesetzten Weg der Induktion, befindet man sich auf relativ sicherem Terrain: Die Firma Aquapol hat ein Gerät entwickelt, dass ohne externer Energiezufuhr Mauern trocken legen kann. Punkt. Eine große Anzahl zufriedener Kunden beim Symposium und die Tatsache, dass sich die Firma seit 20 Jahren erfolgreich am Markt behauptet sind dafür zumindest Indizien. Ob sich daraus allgemein gültige Sätze ableiten lassen ist nebensächlich - zumindest für die Firma Aquapol. \"Es gibt absolut keinen Grund, diese Dinge prinzipiell abzulehnen“, meint auch Skeptiker Mohn, \"nur wenn das Gerät tatsächlich funktionieren sollte, dann sicher nicht so, wie die Firma Aquapol glaubt.“ Es könnten viele Parameter für die beobachteten Phänomene verantwortlich sein, etwa Trockenperioden oder ein Absinken des Grundwasserspiegels. Um wissenschaftlich korrekt vorzugehen, müssten langfristige Studien durchgeführt werden, die alle diese Randbedingungen mit erfassen. \"ähnlich wie es in der Medizin geschieht, wo ein Medikament in zahlreichen Studien seine Wirksamkeit unter Beweis stellen muss, bevor es zugelassen wird“, so Mohn.

Einmal Verschwörung, bitte
Wie sehr sich Anhänger der Raumenergietheorie an die Wissenschaftlichkeit ihrer Arbeit klammern, zeigen die ständig kursierenden Verschwörungstheorien rund um das Thema. Verschwörungstheorien haben schon durch ihre schlichte Existenz einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Durch ihren gezielten Einsatz bekommt jede Theorie, jede Idee - und sei sie noch so abwegig - eine Legitimation und wird quasi in ihrem Wahrheitsgehalt bestätigt. Denn wäre die Theorie unrichtig oder in diesem Fall wissenschaftlich nicht haltbar, müsste es ja keine Verschwörung geben - ein Teufelskreis.
Drahtzieher hinter der groß angelegten Verschwörung sollen in erster Linie die großen Mineralölkonzerne sein, die kaum ein Interesse daran haben könnten, alternative Energiequellen anzuerkennen. \"Wir können die Raumenergie nutzen, wenn wir wollen. Aber leider ist der Widerstand von denen, die heute gut verdienen, zu heftig“, klagt DVR Ehrenpräsident Gruber Regierungen und Mineralölkonzerne gleichermaßen an. Hier widerspricht Mohn heftig: \"Es ist ja nicht so, dass mich die OMV anruft und sagt, ich dürfe meine Forschungsergebnisse nicht veröffentlichen. Wenn es einen theoretischen Zugang geben würde, wenn all diese Dinge belegt wären, dann gäbe es keinen Grund irgend etwas zu verheimlichen. Hätte ein seriöser Wissenschafter gute Ergebnisse zum Thema, dann würde er publizieren.“ Natürlich sei es richtig, dass die Mineralölkonzerne auch selbst in Richtung alternative Energiequellen forschen, ihre Ergebnisse aber nicht unbedingt publizieren solange sie mit dem öl gutes Geld verdienen. \"Das ist aber noch lange keine Verschwörung. Es gibt keine zwölf Männer, die irgendwo in New York sitzen und die Entscheidung treffen, dass die Welt noch nicht reif ist für Raumenergie.“
Auch der ständige Verweis auf Teslas überlegungen zur freien Energien und ihre Verbannung aus den Lehrbüchern scheint an den Haaren herbeigezogen. \"Der arme Tesla muss immer wieder herhalten, wenn es um irgendwelche abstrusen Theorien geht“, erklärt Mohn. Das liege daran, dass Tesla ein sehr eifriger Physiker war, der zu seiner Zeit viel Bahnbrechendes gemacht hat und wichtige Forschungsarbeiten, etwa zum Wechselstrom, gemacht hat. Parallel war er aber auch ein begabter Konstrukteur und Entertainer, der auf Jahrmärkten allerlei Kunststücke mit mehr oder weniger physikalischen Hintergrund zum Besten gegeben hat. \"Es ist also kein Wunder, dass nicht alle seine Arbeiten Einzug in die Lehrbücher hielten“, so Mohn abschließend.

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Angst ist gewichen

Hannes Schipany ist Geschäftsführer von Toshiba österreich und bezeichnet sich als der Mobilfraktion zugehörig. Diese bietet den Nutzern nun die idealen Tools, um die Arbeits- mit der Freizeitwelt zu verbinden, verlangt dem Einzelnen aber mehr Verantwortungsbewusstsein ab. Mit dem Ausstieg aus einem schwachen PC- und Servergeschäft sowie der Aufgabe der PDA-Sparte vor einem Jahr ist Toshiba nun eine reine Notebook-Company.

Report: Wie ist das vergangene Jahr für die Hardwarebranche verlaufen? Wann werden die Unternehmen wieder ihre Geräteparks erneuern?
Hannes Schipany: Waren in der Vergangenheit noch Gerätezyklen von 24 bis 36 Monaten in den Firmen üblich, ist dies zuletzt immer weiter hinausgeschoben worden. Wenn die Wirtschaftsbedingungen härter werden, muss die IT-Landschaft eben länger halten - auch mal vier Jahre . Die Erneuerung von Hardware ist ja stets mit den Investitionen in Software verzahnt. Die beiden Disziplinen greifen ineinander: Wenn keine Investitionsmittel für neue Software vorhanden sind, ist folglich auch kein Aufstocken der Hardware notwendig. Einer der Hintergründe einer solchen Investitionsbremse ist sicherlich auch das Vertrauen in die Microsoft-Betriebssysteme, das in den letzten zwei Jahren stark gestiegen ist. Davor gab es oft Kunden, die bei neuen Releases eines Betriebssystems von Microsoft ein bis zwei Service-Packs abgewartet hatten, bevor sie das System im Unternehmen einsetzten. Diese übertriebene Angst ist nun geschwunden.

Das Jahr 2005 ist grundsätzlich zufriedenstellend verlaufen. Die allgemeine Investitionsvorsicht der letzten Jahre ist gewichen, die Unternehmen sind nun wieder investitionsfreudig. Seit dem zweiten Quartal sehe ich viele Unternehmen in einer Position, an der die Automatisierung in den Unternehmensprozessen und die Benutzerfreundlichkeit der Endgeräte wieder verbessert werden. Fazit: Man hat eine Zeit lang mit dem alten Equipment gearbeitet und möchte nun auf neue Hardware umsatteln.

Welche Trends sehen Sie das Endgerätegeschäft 2006 bestimmen? Werden Desktop-Computer endgültig von den Arbeitsplätzen verschwinden?
Eine klare Entwicklung ist sicherlich die zunehmende Mobilität der Mitarbeiter. Bereits heute sind gut 95 Prozent der Notebooks so konfiguriert, dass sich die Nutzer damit frei bewegen können. Viele Unternehmen heißen es bereits gut, dass das Notebook mit nach Hause genommen wird. Unterschiede werden hier bestenfalls in der Erlaubnis, das Notebook auch privat nutzen zu können, gemacht. Dies sind dann aber nur noch Nuancen - etwa ob der Nutzer auch Installationsrechte hat.

Desktops wird es auch weiterhin geben, wenn auch der Trend zum Replacement durch Notebooks ungebrochen ist. Immer mehr Anwenderschichten sehen sich nun mit Notebooks konfrontiert. Im Consumerbereich ist dies bereits ein Riesenthema: Die Leute sind der großen, lauten Computerkästen in ihrem Wohnzimmer überdrüssig. Nehmen Sie nur eine Dreizimmerwohnung: Sie werden dort kaum Platz finden, einen PC wirklich aus den Augen zu bekommen. Mit einem Notebook gelingt Ihnen das schon eher - und dies können Sie sogar auf Reisen mitnehmen. Ich sehe diese Entwicklung aber nicht übertrieben. Ein Notebook ist ja lediglich ein Derivat des PC-Arbeitsplatzes. Es ist nichts anderes als ein PC, den man ohne übertriebenen Kraftaufwand von A nach B transportieren kann.

Im Geschäftskundenbereich sprechen verschiedenste Argumente für den Mehrpreis, der stets für ein mobiles Arbeitsgerät zu bezahlen sein wird. Zum einen wird hier Mehrwert erkauft, der durch die Aufwertung jener Mitarbeiter passiert, die das Notebook als Statussymbol sehen. Dann ist stets Rechenleistung dort, wo sie der Mitarbeiter braucht - etwa vor Ort beim Kunden. Und schließlich sieht meist auch das Management den unausgesprochenen Vorteil, dass die Mitarbeiter E-Mails vielleicht schon am Weg ins Büro durchsehen können. Wenn ein Nutzer dann um neun Uhr morgens in der Firma ankommt, hat er bereits die für ihn wichtigen E-Mails selektiert und kann sie zügiger bearbeiten. Dadurch ermöglicht das Notebook eine stressfreie Zeit im Büro. Prinzipiell verschwimmt so zusehends auch die klassische Kernarbeitszeit. Mit dieser Flexibilität lässt sich untertags dann auch mal eine Stunde Freizeit einschieben, um etwa einer privaten Erledigung nachzugehen. Denn dank meiner neuen Mobilität kann ich eine anstehende Präsentation auch zu Hause um acht Uhr abends fertig stellen. Dies ist ein positiver Aspekt, erfordert vom Einzelnen aber ein größeres Maß an Selbstdisziplin. Hier gilt es, genügend Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen. Wir von der Mobilfraktion sind an dieser Entwicklung also nicht ganz unschuldig.

Ein Mehr an Verantwortungsbewusstsein ist aber auch im Umgang mit den Ressourcen gefordert. Die steigende Mobilität treibt die Menschen in eine Abhängigkeit von ihren Notebooks. Man ist viel damit unterwegs und setzt das Notebook mitunter heftigen Umwelteinflüssen aus - etwa wenn es ungepolstert in einer Tasche unsanft am Boden abgestellt wird. Solche unvorhergesehenen Ansprüche an die Gerätestabilität stellen die Hersteller vor große Herausforderungen. Denn kaum ein Notebooknutzer könnte sich heute einen Arbeitstag ohne die am Gerät gespeicherten Telefonnummern und Kalendereinträge vorstellen. Dies wäre vergleichbar mit einem Automechaniker, dem man den Schraubenzieher wegnimmt. Wir bieten freilich einige Mechanismen, die ein Notebook und seine Daten genügend schützen können. Dies heißt aber nicht, dass ein Notebook nach einer Nacht mit Minusgraden im Auto am nächsten Morgen einfach eingeschaltet wird, ohne es an eine günstigere Betriebsumgebung zu gewöhnen. Sie fahren ja auch nicht mit einem Ferrari 300 km/h auf der Ringstraße oder mit Airbag im Auto absichtlich gegen einen Alleebaum.

Betrachtet man die Branchenentwicklungen bei großen Herstellern, die weniger profitable Produktlinien abstoßen - wie stehen Sie dazu, das PDA-Programm verloren zu haben?
Ich bin froh darüber, dass wir uns nun auf unser Kerngeschäft konzentrieren können. Ich sehe auch keine allzu große Zukunft für den PDA-Markt - ich denke, der Trend wird in Richtung Smartphones verlaufen. Ob diese am Ende des Tages BlackBerry oder Communicator heißen, ist völlig egal. Fix ist, dass bald eine breite Anwenderschicht die Hightech-Maniacs von heute ablösen wird. Und: Der PDA-Markt ist dermaßen von HP dominiert, dass wir technologisch kaum vom Fleck gekommen sind. Es ist salonfähig geworden, sich von Geschäftsbereichen zu trennen, die nach einiger Zeit nicht mehr richtig funktionieren. Dies hat richtigerweise auch Toshiba wahrgenommen. Im Desktop- und Serverbereich war es ähnlich: Dort hatten wir zwar unseren Job richtig gemacht, verfügten aber nicht über die Volumina, um niedrige Preise zu bieten. Dort haben uns die Kunden auch die ungeschminkte Wahrheit gesagt: Wir trauen euch das nicht zu. Wenn Toshiba für etwas steht, dann ist dies klar Mobilität.

Welche Endgeräte haben Sie selbst im Einsatz?
Ich benütze ein ultradünnes Notebook, das Portégé R100. Es ist mit nur zwei Zentimetern Dicke und einer Akkulaufzeit von fünf bis sechs Stunden auch ein ungemein leichtes Gerät, es wiegt knapp über ein Kilogramm. Für Adhoc-Informationen ist das Notebook aber unbrauchbar. Für diesen Zweck habe ich einen Nokia Communicator im Einsatz.

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