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Eine kurze Geschichte der Kernenergie

Die ersten Experimente zur Radioaktivität wurden um das Jahr 1890 durchgeführt. Henri Becquerel, Marie und Pierre Curie sind die Namen, die mit der Erforschung von Kernreaktionen in enger Verbindung stehen. Den Begriff der \"Atomenergie“ bzw. \"Kernenergie“ hat der deutsche Physiker Hans Geitel im Jahr 1899 im Zusammenhang mit den radioaktiven Zerfallprozessen geprägt.
Die erste künstliche Kernspaltung gelang einer Gruppe um den Chemiker Otto Hahn 1938 in Berlin, die Theorie dazu lieferte die nach Schweden emigrierte Physikerin Lise Meitner. Rasch erkannten Wissenschafter, dass damit das Fundament für den Bau von Bomben mit unvorstellbarer Zerstörungskraft gelegt war. In einem Brief an den amerikanischen Präsidenten Roosevelt warnte Albert Einstein vor der Möglichkeit deutscher Atomwaffen. Roosevelt reagierte mit der Entwicklung eigener Atombomben, dem \"Manhattan Project“. Nach dem Einsatz der Bombe 1945 in Hiroshima und Nagasaki setzte bei einigen Wissenschaftern ein Umdenken ein. Selbst Forscher, die am \"Manhattan Project“ beteiligt waren, forderten, die atomare Rüstung den neu gegründeten Vereinten Nationen zu übertragen. Sie fanden allerdings kein Gehör. Politik und Militär wollten nicht auf Atomwaffen verzichten, sondern sich mit ihrer Hilfe die Vorherrschaft in der Nachkriegsordnung sichern. Als die Sowjetunion 1949 ihrerseits die erste Atombombe zündete hatte der atomare Wettlauf begonnen.

\"Atoms for Peace“
Parallel zur immer noch dominanten militärischen Forschung wurde Anfang der fünfziger Jahre auch der zivilen Verwendung der Kernenergie Aufmerksamkeit geschenkt. Der Tod der beiden Hardliner Stalin und Truman ermöglichte erste Kurskorrekturen.
Der US-Präsident Dwight D. Eisenhower forderte in seiner Aufsehen erregenden Rede vor der UN-Vollversammlung den Einsatz der Atomtechnik für friedliche Zwecke und die Gründung einer internationalen Atombehörde unter der Leitung der UNO. Zudem sollten die Atommächte ihr spaltbares Material und Know-how abtreten. Die Rede zeigte die gewünschte Wirkung. Unter tatkräftiger Mithilfe von amerikanischen PR-Beratern brach eine regelrechte Atom-Euphorie aus. Wissenschafter träumten vom Einsatz in der Energietechnik, der Medizin und der Landwirtschaft. Philosophen wie der deutsche Marxist schwadronierten von einer Zukunft, in der mit einigen Pfund Uran oder Thorium die Wüsten Sahara und Gobi zum Verschwinden gebracht, und Sibirien, Grönland und die Antarktis zur Riviera verwandelt werden würden. Und populärwissenschaftliche Zeitschriften beschrieben Weltraumfahrzeuge, die durch eine Kette von rasch nach einander gezündeten Atombomben zum Saturn und auch wieder zurück fliegen könnten.
Die zentrale Vision blieb aber die Bereitstellung von billiger Elektrizität. Trotz anfänglicher Skepsis hinsichtlich der Rentabilität, wurde im Jahr 1955 das erste kommerziell genutzte Atomkraftwerk in Calder Hall im Nordwesten Englands in Betrieb genommen. In den sechziger Jahren wurden weltweit weitere Kernkraftwerke errichtet, ein echter Boom war in den Siebzigern zu verzwichnen. Dank jährlicher Zuwachsraten von 30 Prozent und in Folge des Erdölschocks 1973 wurden ehrgeizige Ausbaupläne erarbeitet.
Nun regte sich erstmals Widerstand. Die 68er Bewegung hatte eine kritische öffentlichkeit entstehen lassen, die den euphorischen Prognosen der Politiker misstraute. Zahlreiche Störfälle und die ungelöste Frage der Endlagerung des radioaktiven Mülls beschleunigten das Erstarken von Bürgerinitiativen und Umweltbewegungen. Spätestens nach den schwerwiegenden Unfällen in Harrisburg (1979) und vor allem Tschernobyl (1986) hatte die Kernenergie mit einem veritablen Imageproblem zu kämpfen. Speziell in Europa nahm die Kritik an der Nutzung der Kernenergie deutlich zu. Nicht immer war der Protest friedlich. Besonders heftig gerieten die Auseinandersetzungen um die Wiederaufbereitungsanlage im bayrischen Wackersdorf und das Endlager in Gorleben, Niedersachsen. In Frankreich eskalierte die Auseinandersetzung um den schnellen Brüter \"Super Phenix“ in Malville. Der Einsatz der paramilitärischen Polizeieinheit CRS forderte zahlreiche Schwerverletzte und einen toten Demonstranten.

Zwei Szenarien
In Folge der atomaren Störfälle beschlossen immer mehr Länder den Ausstieg aus der Atomenergie, darunter Belgien, Schweden und Deutschland. Anders die Situation in den USA, wo die Laufzeit bestehender Kernkraftwerke verlängert wird und ähnlich wie in Indien, Russland, China oder Japan neue Kraftwerke gebaut werden sollen. Eine Entwicklung, die auch in Europa zum Teil auf Zustimmung trifft. Walter Hohlefelder, Präsident des Deutschen Atomforums und Vorstandsmitglied der E.ON Energie AG, spricht von der Einsparung von 2,8 Milliarden Tonnen CO2 im letzten Jahr durch den Einsatz von Kernenergie und appelliert an die Atomkraftgegner, den \"künftigen Generationen alle Optionen für die Energieversorgung offen zu halten. Auch die Option der Kernenergie“.
Für das deutsche Institut für angewandte ökologie ist diese Entwicklung nicht nachvollziehbar. \"Keines der Ziele, die von den Protagonisten einer Laufzeitverlängerung formuliert werden, hat in der Realität Bestand“, sagt Bettina Brohmann, Energieexpertin am öko-Institut in Darmstadt. \"Weder sinken die Strompreise, noch können Kohlenstoffdioxid-Emissionen vermieden werden.“ Denn durch den CO2-Zertifikatehandel könnten Stromunternehmen, die Atomkraftwerke betreiben, die ihnen zugewiesenen Emissionszertifikate einfach an andere Anlagenbetreiber verkaufen. Zudem fürchtet Brohmann, dass durch eine Verlängerung der Laufzeiten die fortschreitende Entwicklung der Erneuerbaren Energien behindern werden könnte.

Reaktorunfälle:
Harrisburg, Pennsylvania
Am 28. März 1979, kurz vor vier Uhr morgens, ereignet sich im Kernkraftwerk Three Mile Islands bei Harrisburg, Pennsylvania, der bis dahin schwerste Störfall in der Geschichte der friedlichen Nutzung der Kernenergie. In der erst wenige Monate alten Anlage kommt es zu einem Zusammenbruch des Kühlsystems. In Folge der irrtümlichen Abschaltung des Ersatzsystems überhitzt sich das Uranium und 25 Prozent der Kernelemente schmelzen. Große Mengen radioaktiven Gases und verseuchten Wassers treten aus dem Reaktorkern aus und gelangen ungefiltert in die Umwelt. Obwohl die Behörden nur Kleinkindern und schwangeren Frauen zur Evakuierung raten, verlassen rund 200.000 Personen den Großraum Harrisburg. Offiziell hat der Störfall zu keinen Gesundheitsschäden geführt. Die Beseitigung der Schäden und die Entseuchung der Umwelt dauerten über zwölf Jahre und kosten rund eine Milliarde Euro.

Tschernobyl, Ukraine
Am 26. April 1986 kommt zur bekanntesten und folgenreichsten nuklearen Havarie. Der Atomunfall im ukrainischen Tschernobyl ist der erste mit staatenübergreifenden Folgen. Ausgelöst wird die Katastrophe während eines Experiments zur überprüfung der Notkühlung bei einem Stromausfall. Um 1:24 Uhr nachts kommt es zu zwei Explosionen in Reaktorblock 4. Während des darauf folgenden Reaktorbrands wird Radioaktivität von der 40fachen Intensität der Hiroshimabombe freigesetzt. Die radioaktive Wolke wird weit über die Grenzen der Sowjetunion hinaus getragen. Zur Eindämmung der Katastrophe werden zahlreiche Soldaten, Studenten und \"Freiwillige“ - so genannte Liquidatoren eingesetzt, die das Kraftwerk dekontaminierten und schließlich den \"Sarkophag“, eine Betonhülle um Reaktorblock 4, bauten. An den Folgen des Unglücks sterben innerhalb von nur drei Monaten 28 Menschen, mehr als 200 müssen wegen akuter Strahlenkrankheit in Krankenhäuser behandelt werden. Die Langzeitfolgen sind nicht absehbar und auch heute noch umstritten. Die Zahlen schwanken zwischen 10.000 und 250.000 Tschernobylopfer.

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Bayrische Sonnenkraft

Kollektoren, so weit man schaut, und ein leises Brummen. So stellt sich die soeben in Betrieb gegangene weltweit größte zusammenhängende Photovoltaikanlage im bayrischen Pocking für den Besucher dar. Wenn man erst einmal vorstößt bis zum Zaun des Geländes, auf dem der 10MWh leistende Solarpark positioniert ist. Errichtet wurde die Anlage von Shell Solar GmbH, der CommerzLeasing und Immobilien AG und Martin Bucher Projektentwicklungen. Er liegt in einem 32 Hektar großen ehemaligen Bundeswehrgelände. Shell Solar hat als Generalunternehmer insgesamt 57.912 mono- bzw. polykristalline Solarmodule eingesetzt. »Das sind Dimensionen mit großer Wirkung«, freut sich der Initiator und Projektentwickler des Solarparks Martin Bucher. »Wir können mit dem Solarpark rund 3300 Einfamilienhäuser mit umweltfreundlichem Strom versorgen. Und wir entlasten die Umwelt jährlich um etwa 10.000 Tonnen Kohlendioxid.«
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Treibstoff für Magna

Konkret geht es um eine Beteiligung an einer Anlage im burgenländischen Güssing, die aus Holz Benzin und Diesel erzeugen soll. Die wird vom Europäischen Zentrum für Erneuerbare Energien geplant und ist mit einem Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro veranschlagt. Die Hälfte davon will das Zentrum über Förderungen und Bankgeld finanzieren, für den Rest wird ein Investor, also ein Mann wie Stronach, gesucht. Tut der Industrielle sich die Landesliga tatsächlich an, fällt das Engagement für ihn wohl bestenfalls in die Kategorie Portokassa. Die Cashreserven der Magna International betragen, wie einem Bericht der APA zu entnehmen ist, 1,7 Milliarden Dollar. Und weiter heißt es dort: »Ein Einstieg in das Zehn-Millionen-Projekt würde in das Bild passen, das der Austrokanadier Stronach bei der letzten Analystenkonferenz skizziert hat: Das Unternehmen müsse diversifizieren, erklärte er im März.« Kurzum: Güssing wird zum Treibstoff für Magna - und nicht umgekehrt.
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Wohin die Reise geht

Die Automatisierungsbranche zeigte sich von den konjunkturellen Tiefschlägen der Vergangenheit gänzlich unbeeindruckt. überdurchschnittliche Wachstumsraten von sechs und mehr Prozent waren an der Tagesordnung - und die Vorzeichen für eine Prolongierung dieses Trends sind positiv.
Damit ist die Automatisierungsbranche so etwas wie eine Nichtraunzerzone - durch die Bank sind sich die Unternehmensvertreter einig, auf eine positive Zukunft zuzusteuern. Bei Schneider Electric erwartet man »auch in den nächsten Jahren ein wesentliches Wachstum und durch steigende Leistung und Funktionalität der Produkte, neue Märkte und Anwendungsgebiete zu erschließen«. Dietmar Buxbaum, Geschäftsführer von Buxbaum Automation, erwartet ein weiteres Wachstum durch »neue Technologien und sinkende Preise, die einen immer höheren Grad an Automatisierung ermöglichen«. Und auch Franz Xaver Mayr, geschäftsführender Gesellschafter der TBM Automation und Anlagenbau Gmbh, sieht der Zukunft positiv entgegen, da »die immer komplexeren Anforderungen der Industrie nur mit Automatisierungslösungen zu bewältigen sind«. Auf den Punkt bringt es Wolfgang Keiner, Geschäftsführer Festo GmbH: »Das überdurchschnittliche Wachstum in der Automatisierungsbranche wird überdurchschnittlich bleiben, denn es gibt ganz einfach den wirtschaftlichen Zwang, immer weiter zu optimieren und damit zu automatisieren.«

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Solare Pflichten

ökologie leben statt darüber reden.« Diesem Motto verschreibt sich die Steiermark mit der Wohnbauförderung neu. Künftig ist die Installation einer Solaranlage im geförderten Wohnbau Pflicht. »Praktisch bei jedem Wohnbau ist es bei entsprechender Planung möglich, den Flächenbedarf für Solarkollektoren zu berücksichtigen«, ist Wohnbaulandesrat Seitinger überzeugt. Weitere Muss-Kriterien der Förderung: »Energiebuchhaltung« und »Luftdichtigkeitsprüfung« bei Bauten mit Lüftungsanlage. Des Weiteren sind in den Förderrichtlinien »öko-Punkte« vorgesehen, wobei Zuschläge für ökologische Baustoffe, hohe Wärmedämmgüten, und ökologische Heizsysteme erzielt werden können.
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Verkoppelt

Oberndorfer befasst sich seit 1992 intensiv mit Energielösungen auf der Basis von Kraft-Wärme-Kopplungen. Das Unternehmen deckt den Leistungsbereich von 50 - 150 kW ab. Die Anlagen sind ideal für Kunden, die gleichzeitig Wärme und Strom benötigen, wie Hotels, Schwimmbäder, Therapiezentren etc. Die Anlagen können mit unterschiedlichsten Energieformen, vom Erdgas bis hin zum Deponiegas oder Biogas betrieben werden. Im Jahr 2001 eröffnete Oberdorfer eine moderne Produktionsstätte im Kärntner Paternion. Dass Oberdorfer nun ein Fall für eine günstige übernahme wurde liege, so Huter, an der nicht angepassten Kostenstruktur. Der neue Mehrheitseigentümer mit Sitz in Neckenmarkt im Burgenland befasst sich, so wie Oberdorfer, mit Kraft-Wärme-Kopplungen. Allerdings sind die Anlagen von etaone wesentlich größer als die von Oberdorfer. etaone übernimmt also keinen Konkurrenten, sondern ergänzt mit der übernahme das Angebot der Unternehmensgruppe. Die bisherigen Gesellschafter und die Geschäftsführung scheiden aus dem Unternehmen zur Gänze aus. Das Unternehmen bleibt erhalten, der Name wird sich ändern. etaone hat Niederlassungen in österreich, Ungarn, Schweiz, Italien und Dubai, setzt über 30 Millionen Euro um und beschäftigt mehr als 125 Mitarbeiter.
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Ringen um öGB Neu

Politisch, wirtschaftlich und moralisch führt er ein defensives Rückzugsgefecht. Zu defensiv, wie immer mehr Gewerkschafterbefinden. Der Druck der Basis steigt. Der gewerkschaftlicheLinksblock murrt schon länger. Jetzt fordert - deutlichöffentlichkeitswirksamer - auch eine parteiübergreifendePlattform auf der Webseite www.zeichensetzen.at tief greifendeReformen ein. Ein Ansinnen, dem auch der kämpferische Eisenbahngewerkschafter Willi Haberzettl einiges abgewinnenkann: »Der Druck ist gut. Unsere alten Herren haben ja nichtsgemacht.« Deutlich wird Haberzettl, zuletzt aus Frust rechtwortkarg, auch gegenüber der neuen öGB-Führung. »Jetztkoffern wir schon seit zwei Monaten herum und haben immernoch kein Reformpapier«, sagt der Eisenbahner. Immerhinwird Ende Mai eine erste Reformgruppe zusammentreffen.Von einer endgültigen Konstituierung oder gar Beschlussfassungist freilich noch nichts zu sehen. »Wir zeichnen da nichtnur ein paar neue Organigramme auf ein Papierl. Es müssengrundlegende Reformen angesagt sein«, so Haberzettl undfordert ein strenges Zeitmanagement ein. Bis zum Sommermüsse klar sein, wie es beim öGB weitergehe. Das braucheneue Kräfte. »Sonst spielen wir lediglich wieder ein Familiendrama«, befürchtet Haberzettl.
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Payback spitzt auf österreich

Ganze vier Jahre nach der Gründungwurde »Payback« bereits inden Wortschatz des Duden aufgenommenund rangiert mittlerweileunter den zehn bekanntestenMarken. Auch die österreicherdürften bald wissen, wasPayback ist.Wie in Insiderkreisenkolportiert wird, evaluiert dasMünchener Unternehmen LoyaltyParter - das Gesellschafterkonsortiumhinter dem MarkennamenPayback - den Einstieg inösterreich.Erste Verhandlungenmit einem großen heimischenLebensmitteleinzelhändler undeiner bekannten Sportartikelgruppesollen bereits laufen.Offiziellgeben sich die Münchenernoch bedeckt. »Gerüchte kommentierenwir nicht. Wir beobachtenauch andere Märkte«,sagt Loyalty-Kommunikations-Dame Nina Purtscher.Man betreibtlaut Purtscher jedoch einGeschäftsmodell, das »man auchin anderen Ländern rasch umsetzenkann«. Das Geschäftsmodellvon Loyalty ist bestechend einfach.Die Payback-Karte ist eineBonuskarte, die im Gegensatz zuherkömmlichen Kundenbindungsprogrammenanbieterunabhängigfunktioniert.Wer damitbei einem Payback-Partnereinkauft,sammelt Bonuspunkte,die auch bei einem beliebigen anderenPartner eingelöst werdenkönnen.Den Kunden steht es dabeifrei, Prämien etwa in Formvon Werteschecks einzulösen,Flugmeilen zu sammeln oder sichden Geldwert der Punkte einfachüberweisen zu lassen. Selbst einekaritative Spende an UNICEF istmöglich. Ein Einstieg in österreicherscheint aus mehrerenGründen nahe liegend.
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Die Stunde der Zocker

Was sich seit Herbst letztenJahres an den Rohstoffmärktenabspielt,isteine der besten Gelegenheitenfür Spekulanten(lat. speculare = vorausschauen),schnelles Geld zu machen.Denn seitder Goldpreis nach dem Durchbruch der Barriereum 440 Dollar je Unze im Herbst 2005zum finalen Höhenflug ansetzte, fiel der gesamteEdel- und Industriemetallmarkt in einenHöhenrausch.Gold erreichte in der erstenMaiwoche 2006 nach einer eindrucksvollenPreisrallye (+ 60 % seit Mitte September) nachdem überwinden der 700-Dollar-Marke denhöchsten Stand seit 25 Jahren.Kupfer kostet bereits etwa fünfmal so vielwie vor fünf Jahren, denn der Weltmarktwurde mehrmals durch Streiks und Produktionsunterbrechungenin KupferbergwerkenIndonesiens und Mexikos sowie Unruhen inChile,dem weltgrößten Kupferproduzenten,strapaziert. Die von der London Metal Exchange(LME) kontrollierten Lagerbeständeschrumpften dramatisch. Gleichzeitig stiegdie Nachfrage aus China und anderen asiatischenLändern unaufhaltsam weiter an, zusätzlichangetrieben durch die Konjunkturbelebungin den Industriestaaten.Aluminium erreichte nach einem Plusvon mehr als 50 % das höchste Preisniveau seit 18 Jahren.Und auch die anderen IndustriemetalleZink, Zinn, Blei und Nickel verteuertensich ebenso sprunghaft wie dieEdelmetalle Palladium (+ 79%) und Platin(+ 30%). Der Silberpreis liegt nach exorbitantenPreissprüngen ab November inzwischendoppelt so hoch als noch vor Jahresfrist.Uran, der wichtigste Rohstoff in derKernenergie, verteuerte sich in den letztenzwölfMonaten um über 80 %. Und der Rohölpreisist überhaupt zu einem Dauerbrennergeworden, seit er mit dem Jahr 2004 das vom OPEC-ölkartell vorgesehene Preisbandbis 30 Dollar je Barrel öl endgültignach oben verließ. Seither zeigt der Korridorder Preisschwankungen steil nach oben undmarkierte Spitzenpreise über 70 Dollar jeBarrel (zu je 159 Liter). Natürlich muss anden Börsen nach derartigen Kursexplosionenimmer mit einer Konsolidierungsphasebei starken Preisschwankungen gerechnetwerden. Doch wann die tendenzielle Rohstoff-Hausse tatsächlich endet, ist noch nichtabsehbar und hängt letztlich auch von derWeltkonjunktur ab.Die Lagerbestände sindstark geschrumpft und der Aufbau neuerFörderkapazitäten der ohnedies erschöpflichenBodenschätze wurde in den Zeitenniedriger Preise vernachlässigt. Die Nachfragespeziell durch das hohe Wirtschaftswachstumin China,Indien und den anderenSchwellenländern steigt jedenfalls stetig,während das Angebot begrenzt ist. Für Goldwerden zum Beispiel bereits 1000 Dollar jeUnze für möglich gehalten, was noch vor einemJahr als Fantasie belächelt wurde.Undbei Rohöl spricht die Branche angesichts derInstabilität im ölreservoir des Nahen Ostensbereits von über 100 Dollar je Barrel.
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Verluste wettgemacht

Doch bis dahin hatte derweltweite Dow Jones World StockIndex gerade wieder im intaktenAufwärtstrend jenes Niveau erreicht,von dem aus er sich im April2000 nach unten verabschiedethatte und jene große Börsenbaissemarkierte, die unzählige Aktienweltweit abstürzen ließ und erst abMärz 2003 zu Ende gegangen war.Auch der Dow Jones Industrial Indexder dreißig führenden US-Aktienlandete am ursprünglichenAusgangsniveau von damals; dochder technologielastige US-IndexNasdaq 100 liegt noch immer etwafünfzig Prozent unter den Wertenvom April 2000.In Europa ist die Entwicklung anden großen Börsen noch differenzierter:Der europaweite Dow JonesStoxx 50 liegt noch etwa 25Prozentpunkte unter dem Ausgangsniveauvom März 2000, demDow Jones EuroStoxx 50 der Euro-Zone fehlen noch etwa zwanzigProzentpunkte. Die mittleren undkleineren europäischen Aktiengesellschaftendes Dow Jones Euro-Stoxx Small Index konnten dagegenauch die NASDAQ-Aktien deutlichin den Schatten stellen undden Index gegenüber 2000 bereitsauf ein um 55 Prozent höheres Niveauanheben, wobei der Indexvom tiefsten Stand am 12. März2003 weg sogar um mehr als 180Prozent zulegte.Abseits der großen europäischenIndizes spielte aber die erfreulichsteBörsenmusik, an der ausgerechnetWien wesentlich den Ton angibt.Denn der Börsenindex ATX liegt umsage und schreibe mehr als 270 Prozentüber dem Niveau vom Beginnder Börsenkrise und zeigt einendeutlichen Bezug zu den Nebenmärktenin Osteuropa (siehe auchnebenstehenden Artikel).
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