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Neue formale Sprache aus Wien

Die von dem Universitätsprofessor Gustaf Neumann gemeinsam mit Uwe Zdun an der Abteilung für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien entwickelte Programmiersprache \"Extended Object Tcl\" (XOTcl) ist seit kurzem für praktisch alle Betriebssystemplattformen verfügbar. Die innovative Programmiersprache wurde Anfang dieses Jahres nicht nur in die Vertriebskanäle des US-Distributors Active State aufgenommen, sondern kürzlich auch von Apple in dieProgrammierumgebung von Mac OS X Tiger integriert.

\"Die von uns entwickelte Programmiersprache Extended Object Tcl erfreut sich einer rasch anwachsenden Anwendergemeinde\", erklärt Gustaf Neumann, Leiter der Abteilung für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien. \"Unsere hoch flexible Programmiersprache ist jetzt für alle gängigen Rechnerfamilien verfügbar. Ich denke, dass es zumindest in österreich und Deutschland keinen vergleichbaren Erfolg von einer an einerUniversität entwickelten Programmiersprache gibt.\"

Extended Object Tcl ist eine Weiterentwicklung von Object Tcl, das am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt wurde. Die zahlreichen Erweiterungen von XOTcl erhöhen die Flexibilität und Ausdrucksfähigkeit. Zudem bietet \"Extended Object Tcl\" Sprachmittel, um Entwurfsmuster (engl.: design patterns) leichter realisieren zu können und diese dynamisch zu Programmsystemen hinzufügen oder entfernen zu können.

Zu den Anwendern von Extended Object Tcl gehören bereits namhafte Unternehmen wie die Telekom Italia, Cisco oder General Electric. Die Sprache wird gemeinsam mit dem AOLserver (Webserver für Hochlast-Websites, der von America Onlineentwickelt wurde) beispielsweise für die Produkte der Firma Archiware in Deutschland oder im WU-eigenen E-Learning-System \"Learn@WU\" eingesetzt. \"Extended Object Tcl\" ist als Open-Source-Software verfügbar.

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Wiener Wettbewerbs leitfaden

Einstimmig hat der Wiener Gemeinderat beschlossen, dass auch bei Bauprojekten, die von ausgegliederten und mehrheitlich im Besitz der Stadt Wien stehenden Unternehmen durchgeführt werden, die gleichen Kriterien gelten müssen wie bei Projekten, die direkt von der Stadt vergeben werden. Das bedeutet, dass diese Unternehmen ebenfalls dem Wettbewerbsleitfaden unterliegen, mit dem sich der Gemeinderat zur Vergabe- und Baukultur in Wien verpflichtet hat. Sie sind damit verpflichtet, Wettbewerbe auszuschreiben, die Ausschreibungen gründlich vorzubereiten und sie ebenso wie die Ergebnisse zu veröffentlichen. Mit der mehrheitlich durch Fachpreisrichter zusammenzusetzenden Jury soll deren Qualifikation und Unbefangenheit sichergestellt werden. Der Beschluss wurde auf Antrag der Wiener Grünen gefasst, die damit das Bauen als öffentlichen Akt und die Vorbildwirkung der Stadt Wien für private Bauherren hervorheben wollen.
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Quadratur des Kreises

Eine \"in jeder Hinsicht knifflige Aufgabe“ sei der Wettbewerb für das so genannte \"Terrassenhaus“ in Wien-Favoriten gewesen, meint der Architekt und Wettbewerbssieger Rüdiger Lainer. Knifflig deshalb, weil mit einem Verdichtungsfaktor von 3 und dem gleichzeitigen Anspruch, jeder Wohnung Freiraum, Licht und Ausblick zu gewährleisten, die Quadratur des Kreises geschafft werden musste. Lainer hat die Aufgabe durch die Auflösung der noch ablesbar bleibenden Blockrandbebauung in vier unterschiedlich hohe und unterschiedlich konfigurierte Baukörper und die Schaffung differenzierter gemeinschaftlicher Freiräume sowie Terrassen auf verschiedenen Niveaus bewältigt. Jede der 249 Wohnungen mit flexiblen Grundrissen bekommt eine Veranda von rund zehn Quadratmeter, Erdgeschoßwohnungen Gärten mit 25.
Auf dem 10.000 Quadratmeter großen ehemaligen Areal der Firma Tarbuk errichtet der Eigentümer, der Wiener gemeinnützige Bauträger Heimbau/Eisenhof, neben den Mietwohnungen mit Kaufoption ein zweigeschoßiges Kindertagesheim. Die Umwidmung des Industriegeländes auf Basis eines früheren Wettbewerbs wurde im Gemeinderat bereits beschlossen, mit dem Bau könnte im kommenden Frühjahr begonnen werden. Fertigstellung ist laut Auskunft des Bauträgers Mai 2008. Bei diesem Projekt wurde von der Stadt Wien nicht der sonst übliche Weg, Grundstücke vom Wohnfonds ankaufen zu lassen und dann einen Bauträgerwettbewerb zu veranstalten, gewählt, der Bauträger wurde aber zur Auslobung eines offenen Wettbewerbs verpflichtet, um so auch jungen Architekten die Chance auf Realisierung zu geben. Der Wiener Architekt Rüdiger Lainer ist 56.
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Kräftemessen

Die ab 10. Oktober in München über die Bühne gehende Immobilienmesse Expo Real rückt näher. Die Messereise soll heuer nach Mittel- und Osteuropa gehen. Das Investoreninteresse ist auf Länder mit hohen Renditen und enormem Wachstumspotenzial fokussiert. Heimische Aussteller präsentieren sich auf einem Gemeinschaftsstand unter dem Motto »Gateway to the New Europe«. Riga und Bratislava werden die Expo Real als Bühne nutzen. Gleichzeitig stellt die Messe München eine wachsende Beteiligung aus Kroatien, Serbien, Montenegro, Slowenien sowie Bulgarien fest. Das verstärkte Werben der Münchner um die Ostklientel ist kein Zufall. In Wien hat man nämlich den Reiz des Ostens spät, aber doch jetzt auch erkannt. Der Messebetreiber Reed lädt Ende Mai zur Real Vienna, die die »einzige auf CEE spezialisierte Real Estate Messe« werden will. Manche der potenziellen Aussteller zweifeln am Sinn der Messe. Die Mipim funktioniere nur in Südfrankreich und die Expo Real in München, meinen manche. Hätte Reed sich für einen Immobilienkongress entschieden, wäre für Branchenkenner die Sache stimmig. Es sei aber nicht absehbar, ob nicht massive politische Unterstützung das Gelingen der Messe positiv beeinflusst. »Stadtrat Rudolf Schicker betreibt Lobbying«, sagt dazu die Reed-Sprecherin. Die Messe werde umgesetzt, erklärt sie und verweist aufZusagen zur Teilnahme. Was Reed sich das Experiment kosten lässt, verrät sie nicht. Derzeit baue man gerade Datenbanken auf, im Herbst ist eine Road-Show angesetzt.
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Sicher durchs Netz I

Das weltumspannende Computernetz hat viel zu bieten: Unterhaltung und Spaß, Information und Bildung, Kommunikation und Interaktion. Millionen von Einzelcomputern sind weltweit miteinander über Datenleitungen verbunden, unzählbare Unternehmen, Institutionen, Vereine, Privatpersonen stellen ihre Seiten ins Netz. Weil das Internet global und dezentralisiert ist, können die Inhalte nur schwer kontrolliert werden.
Darunter sind auch Angebote, die für Kinder absolut ungeeignet sind: Besonders Seiten über Sex, Rassismus und Gewalt stellen eine Bedrohung dar. Zusätzlich versucht täglich eine große Anzahl Pädophiler über das Internet Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufzubauen. So genannte Selbstmordforen, die Möglichkeit über das Internet an Drogen zu gelangen oder durch Unachtsamkeit beim Internetsurfen einen 0190-Dialer auf dem PC zu installieren, sind weitere Gefahren, die Ihrem Kind im Internet begegnen können. Leider reicht manchmal schon das Anklicken von Bannerwerbung, um Dinge zu sehen, die erschrecken oder nachhaltige ängste hervorrufen.

Pornografie
Das Internet wird sehr stark von pornografischen Anbietern genutzt. Gerade hier ist die Wahrscheinlichkeit groß, per zufälligem Mausklick, z. B. Bannerwerbung, auf eine so genannte erotische oder pornografische Seiten zu gelangen. Viele Anbieter locken auch auf ihre Seite, indem sie ihre Angebote mit falschen Begriffen in Suchmaschinen eintragen.
In Deutschland sind Anbieter pornografischer Seiten nach dem neuen Jugendschutzgesetz verpflichtet einen \"Adult-Check“ durchzuführen, das heißt es muss eine Volljährigkeitsprüfung über einen persönlichen Kontakt erfolgen. In österreich gibt es keine derartigen, gesetzlichen Bestimmungen, wie der Internet-Zugang zu kontrollieren ist.

Kinderpornografie
Die Verbreitung von Kinderpornografie steht in allen Ländern unter Strafe. Und trotz zahlreicher Erfolge bei der Bekämpfung von Kinderpornografie wird das Internet nach wie vor zur Verbreitung kinderpornografischer Angebote genutzt. Werden solche Web-Seite oder Texte oder Bilder in einer News-Group entdeckt, sollten diese sofort beim Bundesministerium für Inneres, Meldestelle Kinderpornografie, gemeldet werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pädosexuelle
In Chats kann es vorkommen, dass Kinder sexuellen Belästigungen ausgesetzt sind. Dabei handelt es sich nicht immer um Gleichaltrige, die auf sich aufmerksam machen wollen, sondern hinter einer sexuellen \"Anmache“ können auch erwachsene Internet-Benutzer stehen, die versuchen Kontakte zu Kindern zu knüpfen. Mit falscher Identität versuchen sie zunächst das Vertrauen der jungen Chatteilnehmer zu gewinnen, um sie dann z.B. über ihre sexuellen Erfahrungen auszufragen oder über eigene sexuelle Vorlieben zu \"plaudern“. Manchmal wird dann auch der Wunsch geäußert, die Kinder mögen Bilder von sich schicken und im schlimmsten Fall werden die Kinder auch zu einem Treffen aufgefordert.

Rechtsextremismus
Die Zahl rechtsextremistischer Seiten mit nationalsozialistischen Ideologien hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Auf zum Teil seriös wirkenden Seiten wird der Holocaust geleugnet, Hetzkampagnen verbreitet und sogar \"Todeslisten“ gegen politisch anders denkende Personen veröffentlicht. Jugendliche werden dabei gezielt über Musik, Spiele und Foren angesprochen. Diese Seiten sollten ebenfalls gemeldet werden:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gewaltdarstellungen
Im Internet lassen sich unzählbare Seiten mit Gewaltdarstellungen finden: Opfer von Unfällen und Katastrophen, Selbstmorde, Folterungen etc. Websites, die diese Fotos zeigen, sind leider häufig ein \"Geheimtipp“ auf Schulhöfen. Das Betrachten der Bilder kommt einer Mutprobe gleich.

Anleitung zu kriminellen Handlungen
Ob Drogen oder Straftaten, Anleitungen für den Selbstmord - auch diese Themen bleiben im Netz nicht verschont. So lassen sich detaillierte Angaben zu Tötungsmethoden finden, Anleitungen zum Bombenbau und weitere Beschreibungen zu kriminellen Handlungen.

Alle zweifelhaften Inhalte können in österreich bei der ISPA, eine private Vereinigung der Internet-Provider, gemeldet werden. www.ispa.at

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Im Test: Sony Ericsson J300i

Trotz der Größe bietet es als Einsteigerhandy zahlreiche Features. Beim J300i steht Spaß an erster Stelle. Mit einem voll funktionalem Music- und Video-Player spielt es alle Lieblingssongs, welche auch als persönlicher Klingelton eingerichtet und im MP3- oder AAC-Format werden können. Musikbegeisterte können den Klingelton mit dem MusicDJ aber auch selbst komponieren. Das ist eine einfach zu bedienende multi-funktionale Anwendung zum Erstellen von polyphonen Klingeltönen. Wem das zu mühsam ist, der ladet sich über ein optional erhältliches USB-Kabel die gewünschten Musiktöne vom PC - schnell und unkompliziert.

Ein auf der Rückseite positionierter Lautsprecher gibt die Musik gut wieder, sodass man auch beim Spielen seine Liebelingssongs hören kann. Der Lautsprecher dient gleichzeitig als Freisprecheinrichtung, wenn der User beim Telefonieren die Hände frei haben möchte.

PlayNow - Spiele und Musik
Mit nur einem einzigen Klick, was natürlich vorher eingerichtet werden muss, kann man vom Display des J300i zu Online-Listen mit beliebten Spielen und Musiktönen gelangen- der Name dieses Dienstes lautet PlayNow (betreiberabhängig). Wenn die Auswahl an Spielen und Musik getroffen wurde, können diese mit einem weiteren Klick auf das Telefon heruntergeladen werden.

Auf dem Handy selber sind nur zwei Spiele gespeichtert, was doch etwas wenig ist. Auch die Auswahl an Klingeltönen ist nicht besonders groß.

Bildqualität
Das J300i verfügt über ein Farb-Display mit 65.356 Farben und 128x128 Pixel, auf dem die Bilder relativ scharf betrachtet werden können. Auch auf diesem kleinen Display vermag das J300i Videoclips in ordentlicher Qualität wiederzugeben, doch dabei ermüden die Augen sehr schnell. Wer öfters Videos auf dem Handy anschauen möchte, sollte doch lieber ein Modell mit größerem Display wählen.

Coole Farben für den grauen Alltag
Wer wirklich aus der Masse hervorstechen möchte, für den gibt es trendige Style-Up-Oberschalen, mit denen das Mobiltelefon individuell gestaltet werden kann.
Das J300i präsentiert sich auf seiner Vorder- und Rückseite in drei angenehmen Farben: es ist in Sensitive White, Midnight Grey und Plucky Pink erhältlich. Die Oberschalen sind auf der Vorder- und Rückseite des Telefons austauschbar.

Bild- und Textnachrichten
Was wäre ein Handy ohne SMS und MMS? Das J300i unterstützt natürlich diese Funktionen, welche in der Handhabung schnell und unkompliziert sind.
Mit der Picure Messaging-Funkion können mehrere Seiten verschickt werden, die einzeln nacheinander abgespielt werden. Ein integrierter Standard-E-Mail-Client ermöglicht Ihnen das Abrufen von E-Mails von unterwegs. Durch die Texteingabe mit automatischer Worterkennung ist das Schreiben von Nachrichten schnell und einfach.

Fazit:
Das J300i ist ein recht brauchbares Einsteigerhandy, vor allem für die junge Generation. Die Auswahl an vorinstallierten Unterhaltungen ist allerdings etwas mickrig. Der Empfang ist wesentlich besser als beim S700i. Es ist je nach Händler zwischen 106,- und 150,- Euro erhältlich. Dank der Größe kann man es überall hin mitnehmen, ohne dass es stört.

Plus/Minus:
+ Größe und Gewicht
+ Preis
- keine Kamera
- wenig vorinstallierte Spiele und Klingeltöne

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Im Untergrund

Budapest kann sich nicht nur dank seiner historischen Bauwerke mit so mancher europäischer Tourismusmetropole messen - auch unterirdisch arbeiten die Ungarn bevorzugt mit Know-how aus der EU. Die mit Baujahr 1896 älteste U-Bahn am europäischen Festland ist in die Jahre gekommen. Genauer gesagt: ihre Schwesterlinie. Während die Originalstrecke \"M1“ - benannt zur 1000-Jahr-Feier der Staatsgründung Ungarns - auch 99 Jahre nach ihrer Inbetriebnahme und zahlreichen Renovierungen unaufhaltsam betrieben wird, steht nun die Linie M2 zur Erneuerung. Mit EU-Fördermittel unterziehen die Budapester Verkehrsbetriebe (BKV) die Linie einer umfassenden Frischzellenkur: Bis 2007 werden alle Stationen neu eingerichtet, Schienen und Tunnel rekonstruiert und die Energieversorgung erneuert. Franzosen liefern alle erforderlichen Systeme für die Kommunikation und Verkehrstelematik auf der gesamten Bahnstrecke. österreicher sind in diesem Projekt wichtigster Technologielieferant und Systemintegrator. Der Generalunternehmer: Sagem. Sein Lieferant: Kapsch.

Im Untergrund. \"Ungarn ist ein Hoffnungsmarkt“, bekennt sich Bernhard Kerres, Vorstand der IKT-Sparte Kapsch CarrierCom, zu einer Region die sich \"besonders seit der EU-öffnung sehr gut entwickelt hat“. Kerres liefert Sagem Kommunikations- und Sicherheitssysteme zu. Da werden Brandmelde-Detektoren, ein neues Funksystem für Blauchlichtorganisationen und Lautsprecheranlagen samt Ansage-Management und Datenspeicherung der Ansagen gemeinsam mit Partnerfirmen wie Schrack Seconet installiert. Ihrer Kernkompetenz entsprechend verantworten die österreicher aber auch die Telefoniesysteme für die Fahrtleitzentralen und die strukturierte Verkabelung des Gesamtsystems. Die meisten Installationen des knapp fünf Millionen Euro schweren Auftrags an Kapsch werden in der Nacht durchgeführt. Schließlich muss der Passagierverkehr tagsüber wie gewohnt funktionieren. Trotzdem kommen die Bauarbeiten Kerres zufolge gut voran. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres konnte die BKV die ersten beiden Bahnhöfe für den öffentlichen Verkehr wieder freigeben. Zwischen September und November 2005 werden drei weitere Stationen auf derselben Strecke folgen. Dabei ist die Durchführung des Projekts alles andere als simpel. Zeitweise müssen die neu implementierten Kommunikations- und Telematikstrukturen reibungslos an die alten Systeme geschaltet werden können. \"Die Sicherheitsanforderungen sind gigantisch“, stöhnt Kerres, doch sei man auf den schnell wachsenden Telekommunikationsmarkt in Ungarn bestens eingestellt.

Während Kapsch im Ausbau der Wiener U-Bahn derzeit nicht involviert ist, rechnet man sich gute Chancen bei weiteren, erwarteten Ausschreibungen der BKV aus. Vor allem im Bereich Straßenbahnen steht Experten zufolge eine baldige Modernisierung an. überhaupt: der ungarische Markt kann Manager wie Bernhard Kerres noch begeistern. Reguliert werde nur dort, wo es wirklich notwendig sei. Der Rest werde dem freien Markt überlassen, beschreibt Kerres. Zudem sind VoIP-Services völlig ohne Lizenz anbietbar. \"Das ist einzigartig.“

Aufbauarbeit. Ungarn ist Kapsch keine Unbekannte: Bereits 1991 gründeten die Wiener in Budapest ihre erste Niederlassung in Mittel- und Osteuropa. Seitdem ist Kapsch CarrierCom maßgeblich an der steten Modernisierung des Festnetzes des Incumbents Matáv beteiligt. Seit kurzem ist das Traditionsunternehmen bei Wind und Wetter in der Puszta unterwegs: der Ausbau des Breitbandnetzes in den ländlichen Gebiete Ungarns erfordert einiges an Energie. Das Tagesgeschäft benötigt zunehmend Ressourcen: Kapsch CarrierCom eröffnet noch in diesem Jahr eine zweite Filiale für Services und Support in Györ.

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