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Branchenqueen

Totgesagte leben länger: Diesem Motto scheint sich Alexandra Reich, noch vor kurzem UTA-Vorstand, verschrieben zu haben. Mit Anfang Juni ist die 41jährige als Chief Commercial Officer (CCO) für Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung bei Mobilfunker Hutchison verantwortlich. Der bisherige CCO Chris Bannister wird das Unternehmen im Spätsommer verlassen.

Reich, langjähriges Mitglied des österreichischen Golf-Nationalteams und Golf-Staatsmeisterin, scheint der Multimedia-Mix, den der UMTS-Provider propagiert, in die Wiege gelegt. Bereits den Internetanbieter T-Online begleitete sie in österreich als Geschäftsführerin ins Portalgeschäft. \"Wir sind nicht Medienhaus, sondern Media-Network\", so Reich vor zwei Jahren.

Werdegang. Nach Abschluss des Studiums der Handelswissenschaften startete Alexandra Reich ihre Karriere 1984 im Emissionsgeschäft der RZB. Von 1987 bis 1997 leitete sie als geschäftsführende Gesellschafterin \"Top Job\

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Ein Hoch auf die Zuversicht

2004 wurden laut einer Berechnung von CB Richard Ellis in den 15 Alt-EU-Staaten Immobilien im Wert von 103,6 Milliarden Euro gehandelt. Etwa die Hälfte der Deals ging in Großbritannien über die Bühne, erklärt Mike Strong, CBR-Executive-Chairman für Europa, den Mittleren Osten und Afrika. Das Interesse nach Immobilien in Europa steige eindeutig. Alle Welt pumpe Geld in den Immobilienmarkt, insbesondere die Pensionsfonds hatten vor dreißig Jahren im Durchschnitt 15 bis 20 Prozent ihrer Veranlagungen in Immobilien. Mitte der 1990er Jahre waren es um die sechs Prozent, gegenwärtig liege man bei neun bis elf Prozent, Tendenz steigend. Zudem würden neue Fonds, private und institutionelle Investoren die Nachfrage nach Immobilien anheizen. Die Kombination aus nahezu unlimitierter Nachfrage und wenig verfügbaren Objekten bringe notgedrungen Preissteigerungen mit sich.
Ein weiterer Trend ist die Sale-and-lease-back-Strategie bei Immobilien. Anderswo in Europa gehen auch Regierungen diesen Weg. Hierzulande hat man sich für den Verkauf leerer Liegenschaften entschieden und mietet sich in private Projekte, wie etwa den City Tower, ein.
Was die Büromieten betrifft ist Strong ebenfalls zuversichtlich. Wenn alles am Boden liegt, kann es nur mehr aufwärts gehen, ist seine Devise. Dennoch, im ersten Quartal 2005 sanken die Mieten in Amsterdam, Frankfurt, Mailand und Rom. Lediglich Brüssel und London West End verzeichnen Steigerungen. Paris mit 45 Millionen Quadratmetern liegt mit vielen anderen europäischen Hauptstädten (darunter auch Wien) darnieder. Das soll sich aber ändern, meint auch Andreas Ridder, Chef von CBR-österreich, der sich selbst gerade ein großzügiges Office angeschafft hat. Die deutlich gebremste Bautätigkeit in Wien mache sich bereits bemerkbar, meint er. Das komme auch Liegenschaften zugute, die bislang mehrere Jahre hindurch unangetastet blieben.
Der Galaxy Tower an der Praterstraße ist so ein Objekt. Dort stehen zehn Geschoße vor dem Innenausbau, was Ridder nur vorsichtig kommentieren mag. »Es ist noch nichts unterschrieben«, erklärt er. Solange das nicht passiert sei, will er auch nicht sagen, wer der potenzielle Mieter sei. Damit bleiben auch Spekulationen, dass vielleicht gar Fellner-Tageszeitungsredakteure dort ihre Nachrichten tippsen könnten, Spekulation.
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OK für Dörfelstein

»Wir fordern unsere Gegner auf, sich an Fakten zu halten und nicht mit polemischen äußerungen Industrie und Behörden einer ungesetzlichen Vorgehensweise zu beschuldigen«, zeigt sich Knauf-Geschäftsführer Otto Ordelt kämpferisch.
Für Knauf ist der Abbau am Dörfelstein nach eigenen Angaben existenzsichernd. Andere Abbaugebiete wie Tragöß seien wegen des Road Pricing und den Transportkosten unwirtschaftlich und es würde die Umwelt noch mehr belasten, wenn zusätzliche Lkws den Weg nach Liezen und retour fahren würden, argumentiert das Unternehmen. Der Bergbau am Pyhrn hat in naher Zukunft das Rohstoffende erreicht, deshalb habe sich nach jahrzehntelangen Probeschürfungen nach einem abbauwürdigen Gipsvorkommen und Ausschöpfung aller möglichen Alternativen der Gipsabbau am Dörfelstein als einzige ökonomische und umweltschonende Möglichkeit herauskristallisiert. Von einer Schließung des Gipsabbaus am Dörfelstein wären 180 Arbeitsplätze betroffen, so das Unternehmen.
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Startschuss zum Feilschen

Das Grazer Architektenteam Architektur Consult - bestehend aus Günther Domenig, Hermann Eisenköck, Herfried Peyker und Gerhard Wallner - ist der Sieger des Generalplanerwettbewerbs für die Funktionssanierung des Wiener Etablissements Ronacher. Zweite wurden Dietrich/ Untertrifaller gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Fritsch, Chiari + Partner, Dritte ex aequo Ortner & Ortner mit Harald Lutz sowie Peichl & Partner mit Vasko + Partner und BDP. Vorsitzender der Jury war Carl Fingerhutz. Nun findet das Verhandlungsverfahren mit den Teams statt, anschließend sollen alle Beiträge in einer Ausstellung gezeigt werden.

Gegen die Ausschreibung hatte es wie berichtet massive Proteste gegeben. Das Anforderungsprofil, wonach Teilnehmer schon ein Theater gebaut haben und über vier Jahre lang Umsätze von jeweils zwei Millionen Euro nachweisen mussten, hatte den Bewerberkreis drastisch eingeschränkt. Die Wiener Architektenkammer hatte sich deshalb nach vergeblichen Protesten aus dem Ausschreibungsverfahren zurückgezogen.

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Typisch Doka

Die Doka Schalungstechnik steigerte sich um 13 Prozent auf 469 Millionen Euro. Das Konzernergebnis konnte um 33 Prozent auf 52 Millionen gesteigert werden. Erfolgsfaktoren sind laut Vorstandsvorsitzendem Reinhold Süßenbacher Internationalisierung und Verbesserung der Dienstleistungskomponente. Die Doka exportiert fast 90 Prozent seiner Produkte. Im Jahr 2004 bekam sie vier neue Niederlassungen in Estland, Bulgarien, Lettland und Südafrika. Noch 1998 wurden 66 Prozent des Umsatzes von 348 Millionen Euro im deutschsprachigen Raum erzielt. Heute machen Deutschland, österreich und die Schweiz nur mehr 40 Prozent des Geschäfts aus. 44 Prozent stammen aus dem restlichen Europa, 16 Prozent aus dem außereuropäischen Raum. Für heuer hat sich Süßenbacher eine Stärkung des Geschäfts in China an den Standorten Hongkong, Shanghai und Peking vorgenommen. Zusätzlich ist ein Engagement in den USA im Raum Houston vorgesehen. Etwas langwierig gestalten sich die Joint-Venture-Gespräche mit indischen Partnern. »Geduld ist gefragt«, beschreibt der frühere Baumanager die Situation. In Deutschland gibt es nach einer Abschlankung erstmals seit mehreren Jahren wieder einen »bescheidenen Gewinn«. Süßenbacher glaubt aber, dass das Sorgenkind künftig wieder Freude bereiten könnte.
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Haushohe Zitterpartie

Traumhaftes Wohnen in Laxenburg«, versprach das mit dem Logo der Erste Bank und S-Real versehene Prospekt. Für die Käufer wird das Projekt in der Gemeinde Laxenburg langsam, aber sicher zum Albtraum. Die 14 Miteigentümer der Liegenschaft Guntramsdorfer Straße 20 haben einen mit 11. April 2005 datierten Bescheid erhalten. Inhalt des Schreibens ist die überschreitung der Bauhöhe bei Haus 1 um 83 Zentimeter und bei Haus 2 um 84 Zentimeter. Die gültige Bauklasse I wird also deutlich überschritten. Für den Bauplatz, auf dem insgesamt 21 Einzelhäuser, ein Doppelhaus und 15 Garagen entstehen sollen, bedeutet das nichst Gutes. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens wurde weiters festgestellt, dass die bereits hergestellten Kelleroberkanten mehrerer anderer Häuser nahelegen, dass eine Einhaltung der erlaubten Bauhöhe nicht möglich ist. Die überschreitungen liegen bei 39 bis 49 Zentimetern über dem bescheidmäßig bewilligten Höhen.
Die Gemeinde Laxenburg hat die Behebung der Baumängel verfügt, sowie die Fortsetzung der Arbeiten an den von der Mängelbehebung betroffenen Bauteilen untersagt. Genutzt hat das aber wenig, denn der Bauträger, die Firma Vision Building GmbH, hat seine eigene Vorstellung vom Bauen. »Sie machen, was sie wollen, schon der Baubeginn erfolgte ohne gültigen Baubescheid«, erklärt die Vizebürgermeisterin von Laxenburg, Elisabeth Maxim. Sie wurde bei diesem Projekt zur ersten Instanz, da der Bürgermeister selbst Anrainer ist und wegen Befangenheit sich nicht zum Projekt äußern will.
Sehr wohl aktiv geworden sind jedoch die Nachbarn des Bürgermeisters. Sie hatten vor dem Entstehen des Projekts einen Blick auf den Anninger und jetzt eben auf Häuser und Baustelle. Ihnen sei angeblich aufgefallen, dass die zulässige Bauhöhe nicht eingehalten wird. Wolfgang Kruspel, Baumeister mit Handy, versteht die Aufregung nicht. »Wir haben keinen Fehler gemacht, es gibt Gespräche mit der Gemeinde, wir arbeiten an einer Lösung«, sagt er dem Report.
Robert Michel, Franchisenehmer von S-Real, Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Vision Building, redet mit Reportern gar nicht gern. »Wenn Sie ein Haus kaufen wollen, rede ich mit Ihnen, wenn nicht gebe ich Ihnen keine Auskunft«, erklärt er ganz Geschäftsmann.
Der Geschäftsführer der S-Real-Zentrale Wien, Michael Molnar, wird seiner Rolle als Immobilienvermittler gerecht und ist bemüht, den Fall möglichst sorgsam zu behandeln. Er erklärt die überschreitung der Bauhöhe als Ergebnis eines Interpretationsproblems. Das Grundstück sei erstens eine leichte Hanglage und zweitens weise es eine Neigung von Ost nach West auf. Für die Berrechnung der zulässigen Bauhöhe habe der Bauträger einen Mittelwert herangezogen, was sich im Nachhinein als nicht kompatibel mit den Vorstellungen der Gemeinde herausstellte. »Man hat gemeint, das wäre abgestimmt«, beschreibt Molnar die Vergangenheit. Er findet grundsätzlich keinen Grund zur Annahme, dass der Bauträger seine Sache nicht gerade sorgfältig erledigt. »Wir haben bislang keine schlechten Erfahrungen gemacht und haben den Eindruck, dass das ein seriöser Bauträger ist«, sagt Molnar. Ob schon vorher Projekte mit der Firma Vision Building abgewickelt wurden, mag Molnar dann aber doch nicht verraten. Aus seiner Sicht sei es nun erforderlich, alles zu tun, damit möglichst bald weitergebaut werden könne. Dass es nicht einfach werden wird, ist Molnar bewusst. Schließlich soll der Laxenburger Bürgermeister Robert Dienst wenig angetan sein vom traumhaften Wohnen anderer vor seiner eigenen Nase. »Ich hatte den Eindruck, dass er es lieber gehabt hätte, wenn da nichst hinkommt«, sagt Molnar. Seine ganze Hoffnung konzentrierte sich ein paar Tage lang auf St. Pölten, wo die Rechtsabteilung des Landes über den erstinstanzlichen Bescheid zu befinden hatte. Allerdings vergeblich, denn der Abbruchbescheid wurde prompt bestätigt.
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