Kein Ende des Emissionswachstums
- Published in Wirtschaft & Politik
- Written by Martin Szelgrad
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Dass sich die E-Wirtschaft völlig neu aufstellen muss, das ist für Barbara Schmidt, Generalsekretärin des Branchenverbandes Oesterreichs Energie, keine Frage mehr. »Die Liberalisierung und das daraus hervorgegangene Unbundling haben zu einem – nicht ganz freiwilligen – Kastldenken bei den Betreibern geführt«, warnt sie. Für eine stabile Energiezukunft müssten die beiden getrennten Bereiche Netzbetrieb und Energieerzeugung zumindest strategisch besser zusammenarbeiten. Andernfalls könnte trotz der vielgerühmten ausfallsicheren Infrastruktur die Versorgungssicherheit auch in Österreich in Diskussion geraten. Dennoch ist sie zuversichtlich, dass die heimische Energiewirtschaft die Wende schafft. »Wir befinden uns ja mittendrin und brauchen eigentlich die Welt nicht neu zu erfinden«, weist Schmidt auf zahlreiche laufende Innovationsprojekte der Branche in Österreich und Europa hin.
Die Netzbetreiber Salzburg Netz GmbH, Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft, TINETZ-Stromnetz Tirol AG und die Vorarlberger Energienetze GmbH planen eine gemeinsame Ausschreibung der Beschaffung und später einen möglichen gemeinsamen Betrieb ihrer intelligenten Stromzähler. Der Regulator begrüßt die Kooperation ausdrücklich.
Auf der Plattform www.onetwoenergy.at können seit Juli Energieeffizienznachweise zu Fixpreisen oder mittels Auktion gehandelt werden.
Die Tiroler Universität UMIT ging gemeinsam mit Interessierten der oft schwierigen Frage nach, »Gefällt und interessiert mich die Thematik, ist dieses Studium das richtige für mich?«
Die beste wissenschaftliche Arbeit nutzt nichts, wenn man sie nicht präsentieren kann. Das AIT belohnt Markttalente.
Der »AIT Poster Award« ist eine gemeinsame Initiative von AIT Austrian Institute of Technology, tecnet equity und accent Gründerservice. Dabei sollen sich junge Wissenschaftlerinnen mit der Verwertbarkeit ihrer Forschung auseinandersetzen. Dass der Award auch im sechsten Jahr nichts an Aktualität verloren hat, beweist das rege Interesse der Teilnehmerinnen. In Workshops werden unterschiedliche Verwertungsmöglichkeiten diskutiert, die beim Wettbewerb in konkreten Forschungsfeldern genutzt werden können.
Die Gewinnerin Tara Esterl, Junior Scientist im AIT Energy Department, überzeugte mit ihrer Arbeit über »Synthetic Profiles for Energy Demand and Renewable Energy Generation« auf ganzer Linie. Sie freut sich nicht nur über 1.500 Euro Preisgeld, sondern zieht auch konkreten Nutzen für ihre weitere Arbeit aus dem Wettbewerb. Die skizzierten Business-Cases bieten reale Anknüpfungspunkte an die Wirtschaft.
Das Energieversorgungsunternehmen Verbund hat im Rahmen der TU-Jobmesse »TUday15« drei Studentinnen mit Stipendien ausgezeichnet. Die Gewinnerinnen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens dürfen sich ein Studienjahr lang über eine maßgeschneiderte Unterstützung freuen. »Bereits zum siebenten Mal in Folge vergibt der Verbund an der TU Wien drei Frauenstipendien an herausragende Studentinnen in Technik und Naturwissenschaften. Wir freuen uns über den nachhaltigen Erfolg dieser einzigartigen Initiative, an der wir als Career Center der TU Wien mitwirken dürfen«, unterstreicht Helene Czanba, Geschäftsführerin TU Career Center, die Bedeutung der Initiative. Die Stipendiatinnen würden zeigen, »mit welchem Erfolg und welcher Freude Frauen ihre Begeisterung für Technik leben«.
»Kohle, Öl und Gas werden fünfmal mehr subventioniert werden als alle erneuerbaren Energien zusammen«,
kommentiert Stefan Moidl, Geschäftsführer IG Windkraft, einen unveröffentlichten Bericht der OECD. Demnach wurden fossile Energietechnologien im Zeitraum von 2003 bis 2013 in Summe mit mehr als 83 Mrd. Euro subventioniert.
Ausgezeichnet
Auf der Biomasse-Konferenz in Minneapolis wurde Christiane Egger, Managerin des oberösterr. Ökoenergieclusters und des OÖ Energiesparverbandes, mit dem Preis »Excellence in Bioenergy« ausgezeichnet. Erstmals ging dieser renommierte Preis an eine Persönlichkeit außerhalb der USA.
Blitz-Auszeichnung
Michael Baminger, 32, hat am 1. April die Nachfolge von Hans Zeinhofer als Geschäftsführer des Energiedienstleisters Enamo angetreten. Baminger arbeitet seit 2007 in der Energie AG Oberösterreich und war zuletzt Vorstandsassistent von Generaldirektor Leo Windtner.
Alleinige Spitze
Per Juni 2015 wird Martina Jochmann zur alleinigen Geschäftsführerin von Energiecomfort bestellt. Die erfahrene Managerin und Juristin ist seit 1997 bei der Wien-Energie-Tochter tätig und soll nun den Bereich Facility-Management weiter ausbauen.
Neue Tochter
Seit 1. März ist die Institut für Energieausweise GmbH (IfEA) offiziell Tochter der Energie AG Oberösterreich PowerSolutions GmbH. Die IfEA bietet neben der Erstellung von Energieausweisen auch Energieaudits an. Friedrich Mühlener wurde zum Geschäftsführer bestellt.
Smart Factory, Machine-to-Machine, Industrie 4.0 – verschiedene Trends im industriellen Sektor werden die Produktion der Zukunft verändern. »Themen wie Daten- und Informationsmanagement werden immer mehr Bedeutung gewinnen und auf der Agenda von Industrieentscheidern ganz oben stehen«, erklärt Igor Glaser, Geschäftsführer Schneider Electric Österreich. »CEOs möchten in Echtzeit den Status ihres Unternehmens und ihrer Produktion kennen, Ausfälle gezielt vermeiden und Energiekosten senken. Der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg ist die Vernetzung der Produktion. Bestehende Datensilos müssen aufgebrochen werden, damit Prozesse kontrollierbar und steuerbar sind.« Schneider Electric hätte die Zeichen der Zeit erkannt, meint Glaser, und könne seinen Kunden eine breite technologische Lösungspalette für die intelligente Produktion anbieten - wie zum Beispiel die Lösungen MachineStruxure, PlantStruxure, EcoStruxure oder Wonderware, die Unternehmen bei der Ausrichtung ihrer Fertigung hin zu mehr Wirtschaftlichkeit und Effizienz unterstützen.