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Raus aus dem Kastldenken

Dass sich die E-Wirtschaft völlig neu aufstellen muss, das ist für Barbara Schmidt, Generalsekretärin des Branchenverbandes Oesterreichs Energie, keine Frage mehr. »Die Liberalisierung und das daraus hervorgegangene Unbundling haben zu einem – nicht ganz freiwilligen – Kastldenken bei den Betreibern geführt«, warnt sie. Für eine stabile Energiezukunft müssten die beiden getrennten Bereiche Netzbetrieb und Energieerzeugung zumindest strategisch besser zusammenarbeiten. Andernfalls könnte trotz der vielgerühmten ausfallsicheren Infrastruktur die Versorgungssicherheit auch in Österreich in Diskussion geraten. Dennoch ist sie zuversichtlich, dass die heimische Energiewirtschaft die Wende schafft. »Wir befinden uns ja mittendrin und brauchen eigentlich die Welt nicht neu zu erfinden«, weist Schmidt auf zahlreiche laufende Innovationsprojekte der Branche in Österreich und Europa hin.

Kooperation bei Smart Metern

Die Netzbetreiber Salzburg Netz GmbH, Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft, TINETZ-Stromnetz Tirol AG und die Vorarlberger Energienetze GmbH planen eine gemeinsame Ausschreibung der Beschaffung und später einen möglichen gemeinsamen Betrieb ihrer intelligenten Stromzähler. Der Regulator begrüßt die Kooperation ausdrücklich.

AIT: Preis für Jungforscherinnen

Die beste wissenschaftliche Arbeit nutzt nichts, wenn man sie nicht präsentieren kann. Das AIT belohnt Markttalente.

Der »AIT Poster Award« ist eine gemeinsame Initiative von AIT Austrian Institute of Technology, tecnet equity und accent Gründerservice. Dabei sollen sich junge Wissenschaftlerinnen mit der Verwertbarkeit ihrer Forschung auseinandersetzen. Dass der Award auch im sechsten Jahr nichts an Aktualität verloren hat, beweist das rege Interesse der Teilnehmerinnen. In Workshops werden unterschiedliche Verwertungsmöglichkeiten diskutiert, die beim Wettbewerb in konkreten Forschungsfeldern genutzt werden können.

Die Gewinnerin Tara Esterl, Junior Scientist im AIT Energy Department, überzeugte mit ihrer Arbeit über »Synthetic Profiles for Energy Demand and Renewable Energy Genera­tion« auf ganzer Linie. Sie freut sich nicht nur über 1.500 Euro Preisgeld, sondern zieht auch konkreten Nutzen für ihre weitere Arbeit aus dem Wettbewerb. Die skizzierten Business-Cases bieten reale Anknüpfungspunkte an die Wirtschaft.

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Frauenförderung

Das Energieversorgungsunternehmen Verbund hat im Rahmen der TU-Jobmesse »TUday15« drei Studentinnen mit Stipendien ausgezeichnet. Die Gewinnerinnen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens dürfen sich ein Studienjahr lang über eine maßgeschneiderte Unterstützung freuen. »Bereits zum siebenten Mal in Folge vergibt der Verbund an der TU Wien drei Frauenstipendien an herausragende Studentinnen in Technik und Naturwissenschaften. Wir freuen uns über den nachhaltigen Erfolg dieser einzigartigen Initiative, an der wir als Career Center der TU Wien mitwirken dürfen«, unterstreicht Helene Czanba, Geschäftsführerin TU Career Center, die Bedeutung der Initiative. Die Stipendiatinnen würden zeigen, »mit welchem Erfolg und welcher Freude Frauen ihre Begeisterung für Technik leben«.

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Die besten Sager im April 2015

»Kohle, Öl und Gas werden fünfmal mehr subventioniert werden als alle erneuerbaren Energien zusammen«,
kommentiert Stefan Moidl, Geschäftsführer IG Windkraft, einen unveröffentlichten Bericht der OECD. Demnach wurden fossile Energietechnologien im Zeitraum von 2003 bis 2013 in Summe mit mehr als 83 Mrd. Euro subventioniert.

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