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Redaktion

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Das sauberste Baustoffwerk der Welt

Manfred Tisch (l.) und Georg Bursik von der Wopfinger Baustoffindustrie präsentieren zwei der 25.000 Stück Wärme speichernden Keramikkörper.Es waren ehrgeizige Ziele, die sich die Wopfinger Bau­stoffindustrie vor fünf Jahren gesetzt hat. Nichts weniger als das sauberste Baustoffwerk der Welt sollte im Pies­tingtal stehen. Heute stehen die Wopfinger knapp vor Erreichen dieses Ziels. 50 Millionen Euro wurden in den letzten Jahren bereits in Standortsicherung und Umweltschutz investiert, weitere 9,5 Millionen werden in den nächsten Monaten folgen. Bis Sommer 2011 wird in Wopfing die weltweit erste thermisch-regenerative Nachverbrennungsanlage im Zementbereich errichtet. „Dadurch werden wir quasi geruchsneutral und durch die Verwendung eines neuen Gewebefilters staubfrei“, erklärt der technische Geschäftsführer Manfred Tisch. Möglich wird dies durch eine Lösung des steirischen Umwelttechnik-Unternehmens CTP. Dabei werden die Abgase aus dem Zementwerk auf 900 Grad Celsius aufgeheizt und dann nachverbrannt. Dabei werden alle brennbaren Substanzen beseitigt und dadurch geruchsneutral. Die Anlage besteht aus fünf baugleichen Wärmetauschern, in denen das Abgas wechselweise erwärmt und dann wieder abgekühlt wird. Herzstück der Wärmetauscher sind 25.000 wabenförmige Keramikkörper, die als Wärmespeicher dienen. Da das Abgas in den wabenförmigen Keramikkörpern durch sehr enge Kanäle strömt, braucht es eine effiziente Staubabscheidung. Dafür sorgt ein Gewebefilter, der die bisherigen zwei Elektrofilter ersetzt.

Die Fertigstellung ist für Juni 2011 geplant. Die Gewebefilter werden in der zweiwöchigen Weihnachtspause angebracht, dann folgen die wabenförmigen Keramikkörper. Mit der neuen Anlage zählt die Wopfinger Baustoffindustrie zu den absoluten Vorreitern der Branche.

Mobilitätspreis für Energieausweis

Infrastrukturministerin Doris Bures und Umweltminister Nikolaus Berlakovich überreichen Hans Emrich (2.v.l.) die Siegerurkunde des VCÖ-Mobilitätspreises. Österreichs größter Wettbewerb für nachhaltige Mobilität ist entschieden. Der VCÖ-Mobilitätspreis geht an den „Energieausweis für Siedlungen“. Der vom Beratungsunternehmen Emrich Consulting entwickelte Energieausweis berücksichtigt erstmals auch den Energieverbrauch der Mobilität. Dass dies durchaus sinnvoll ist, zeigt eine aktuelle Studie des VCÖ: Demnach gehen in einem durchschnittlichen Haushalt mit Auto 50 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs auf das Konto der Mobilität. Selbst ein Niedrigenergiehaus mit Auto hat einen höheren Energieverbrauch als ein Standardhaus ohne Auto. Deshalb beurteilt der „Energieausweis für Siedlungen“ die Energiebilanz nicht nur anhand der wärmetechnischen Eigenschaften der Häuser, sondern bezieht auch die Distanz zum Arbeits- oder Ausbildungsplatz, die Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie Fuß- und Radwege innerhalb der Siedlung mit ein. Dabei wird jeder Siedlung ein Energielevel von A bis G zugeordnet. Damit ist ein Vergleich zwischen verschiedenen Standorten in der Gemeinde möglich. Bereits 25 Gemeinden in Niederösterreich überprüfen mit dem Energieausweis die Gesamtenergieeffizienz.

Gelebte Vielfalt

Selver Külek hat Deutsch bereits in der Schule gelernt. Heute unterstützt sie Kollegen, die die Sprache nicht so gut beherrschen. Den internationalen Tag der Sprachen am 26. September hat FM-Anbieter­ ­WISAG zum Anlass genommen, auf die Vorteile einer bunt durchmischten Belegschaft zu verweisen. Konzernweit beschäftigt der Facility Manager Mitarbeiter aus mehr als 110 Ländern. In Österreich sind es 39 Nationen. Um den Kontakt zwischen Kunden und den eigenen Kollegen herzustellen, wird neben Deutsch auch oft auf die Muttersprache zurückgegriffen. „Zu 70 Prozent wird Deutsch gesprochen, zu 30 Prozent verwenden wir Serbisch, um Dinge im Job untereinander besser erklären zu können“, erläutert Darko Bruic, Sonderreiniger bei der WISAG Gebäudereinigung.

„Für die WISAG ist es nur von Vorteil, wenn sich die Mitarbeiter untereinander helfen und so verständigen, wie es für sie am besten ist“, erklärt Geschäftsführer Ralf Hempel. Schließlich ist es immer ein Vorteil, eine Fremdsprache zu beherrschen.

Von Griffen nach Wien

Mit ökologischer Holzbauweise will GriffnerHaus den heimischen Wohnbaumarkt aufmischen.Fertighausspezialist GriffnerHaus will mit ökologischer Holzbauweise den geförderten mehrgeschoßigen Wohnbau erobern. Der Startschuss dazu fällt in der Heimatgemeinde. Dort wird für das Kärntner Siedlungswerk das Vorzeigeprojekt „Griffen Green“ errichtet. Weitere Bundesländer, allen voran Wien, sollen folgen. Als Kampfansage an die traditionelle Bauweise sieht Griffner die Ankündigung nicht. „Die Zukunft im Bau liegt in Kooperationen, um die Qualitätsstandards stetig zu verbessern“, betont GriffnerHaus-CEO Thomas Lenzinger und kündigt an, renommierten Bauträgergesellschaften in Kürze konkrete Vorschläge für eine Zusammen­arbeit zu unterbreiten.

„Griffen Green“ ist für GriffnerHaus die erste Zusammenarbeit mit einem gemeinnützigen Bauträger. Ausschlaggebend für den Zuschlag war unter anderem die neue Kärntner Wohnbauförderung, die primär auf die Reduktion des Heizwärmebedarfs, den Einsatz alternativer Energieträger und die Verwendung ökologischer Bau- und Dämmmaterialien abzielt.

Im Rahmen von „Griffen Green“ werden auf einem etwa 3.200 Quadratmeter großen Grundstück zwei Häuser mit insgesamt 18 Wohnungen erbaut. Die Gebäude selbst werden in ökologischer Holzbauweise mit Zellulosedämmung errichtet. Weiß verputzte Fassaden und Balkone in Lärchenholzkonstruktion prägen die Optik. Zum Energie- und Haustechnikkonzept gehören eine Pelletszentralheizung mit Fußbodenheizung, eine Photovoltaikanlage und die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.

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