Überwindung der digitalen Kluft
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Wien ist um einen Provider reicher. Die 2009 gegründete TPNworks hat mit ihrem Produkt- und Servicelaunch »D-Light« nun auch selbigen Namen angenommen. Die Geschäftsführer Richard Pollak und Rudolf Lesiak, den viele vielleicht noch aus European-Telecom- und eTel-Zeiten kennen, wollen Privat- und Firmenkunden gleichermaßen ansprechen. Ihr Wortschatz basiert auf der offenen Glasfaserinfrastruktur »blizznet«, die von Wien Energie Wienstrom errichtet wurde. Rund 2.700 km ist das Glasfasernetz in der Hauptstadt groß. Das D-Light-Angebot reicht von Multimedialösungen über Home-Entertainment, IT- und Managed-Services bis zur Telekommunikation. Weiters umfasst die Palette Service- und Entertainment-Lösungen für Beherbergungsbetriebe im weitesten Sinn. Pollak und Lesiak zählen dazu Hotels, Krankenhäuser oder etwa Pflegeheime.
In Zukunft plant D-Light, das wie »delight« ausgesprochen wird, seine Produkte und Services weiteren Energieversorgern außerhalb von Wien als »Co-Brand«-Variante anzubieten. Auch hier wird auf zum Teil ungenutzte Infrastruktur der Energieversorger gesetzt.
In einem schwierigen Umfeld hat sich die Datentechnik Group auch im vergangenen Finanzjahr behauptet und ein positives Ergebnis erzielt. Das österreichische Systemhaus hat die letzten zwölf Monate für eine strategische Neuausrichtung genutzt, die bereits erste Früchte trägt. Der konsolidierte Umsatz mit knapp 30 Millionen Euro wurde leicht gesteigert und der Mitarbeiterstand von 180 Angestellten konnte gehalten werden. Mit einem Maßnahmenkatalog ist es CEO Robert Absenger und seinem Team gelungen, aus der Krise der IT-Branche unbeschadet hervorzugehen.
»Es ist uns gelungen, den Spagat zwischen einer kontinuierlichen ungestörten Kundenbetreuung und einer Neuausrichtung in weiten Bereichen zu schaffen«, berichtet Absenger. »Wir sind sehr froh, dass wir nach einem Jahr, in dem viele Unternehmen, die jahrzehntelang Fixsterne der österreichischen IT-Wirtschaft waren und derzeit filetiert werden, eher gestärkt dastehen und sogar auf Einkaufstour gehen konnten. Die Erweiterung der Gruppe um die Sitexs-Databusiness entwickelt sich äußerst positiv und auch kleinere Abrundungen unseres Portfolios, wie die Übernahme der Generalvertretung und des lokalen Serviceteams des Weltmarktführers für Moneyhandlingsysteme Glory oder einiger Softwarebereiche der Data Systems Austria, waren wichtige Bausteine für die Verwirklichung unserer Zielsetzung einer lückenlosen Komplettanbieterschaft. Der Start in das neue Geschäftsjahr war hervorragend. Allein in den letzten Wochen konnten wir einige Großaufträge für HP Blade und Network im Wert von über drei Millionen Euro einholen.«
Das auf Grundbuch- und Firmenbuchabfragen spezialisierte niederösterreichische Unternehmen Software Beinhofer hat eine Applikation namens »iEigentum« gestartet. Das Programm für iPhone und Android stellt eine unkomplizierte Eigentümerbestimmung über GPS-Koordinaten zur Verfügung. Ermöglicht wurde diese Applikation unter anderem durch die neuen Schnittstellen zum Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen. Mit zwei Klicks erhält der interessierte Benutzer Informationen über Namen des Eigentümers, Grundstücksgröße, Nutzungsdaten und Lageplan. Das BEV verrechnet aktuell zwischen zwei und acht Cent pro abgefragtem Grundstück.
Bereits im siebten Jahr in Folge ist Infineon weltweit die Nummer eins am Markt für Leistungshalbleiter und -module. Trotz des konjunkturell schwierigen Marktumfeldes konnte der Halbleiterhersteller im vergangenen Jahr die Marktposition weiter ausbauen. Laut aktuellen Angaben von IMS Research ist der Weltmarkt für Leistungshalbleiter 2009 um 21,5 Prozent auf rund 11 Milliarden Dollar geschrumpft. Dennoch steigerte Infineon den Marktanteil auf 10,7 Prozent. In der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) blieb Infineon mit einem Marktanteil von 24,3 Prozent (plus 1,3 Prozentpunkte) weiterhin führend, genau wie in Nord- und Südamerika mit 11,5 Prozent Marktanteil (plus 0,4 Prozentpunkte). Im hart umkämpften asiatischen Markt konnte Infineon den Marktanteil um 1,1 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent ausbauen.
Leistungshalbleiter sorgen für eine energieeffizientere Stromversorgung in elektronischen Geräten. Im Bereich der erneuerbaren Energien tragen sie dazu bei, möglichst viel der durch Wind oder Sonneneinstrahlung gewonnenen elektrischen Energie ins Stromnetz einzuspeisen und die Energieverluste während der Übertragung vom Ort der Erzeugung zum Ort des Verbrauchs auf ein Minimum zu senken.
»Wie Menschen mit Maschinen und Technologien umgehen – welche Erfahrungen sie machen, welche Wünsche, aber auch welche Sorgen sie dabei haben – ist für uns als Technologieunternehmen von zentraler Bedeutung«,
erläutert Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group, die Beweggründe für eine Studie zum Thema »Interaktion von Mensch und Maschine«.
»16 Mrd. vernetzbare Consumer-Geräte im Jahr 2020 mag aus heutiger Sicht eine etwas konservative Schätzung sein. Rechnet man mit der üblichen Unschärfe, die bei Technologieprognosen in diesen Zeiträumen herrscht, gehen wir sogar von einem realistischen Maximum von 44 Mrd. Geräten aus«,
so Jim Morrish, Analyst bei Analysys Mason.
»Wer würde in ein Foto mit einem Stift oder der Maus hineinzoomen, wenn es auch mit dem Finger geht?«,
fragt Christian Hess, Microsoft, anlässlich einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community, und sieht die »Generation Touch« heranwachsen.
»Touch ist im Augenblick ein Hype, aber nur ein Mittel zum Zweck. Voice kann sich genauso durchsetzen«,
vermutet Hess.
Kaum ein Thema polarisiert die Mitarbeiter einer Firma so stark wie die betriebliche Zeiterfassung. In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber daher mehrmals die Grenze zwischen Schikane und Notwendigkeit im Umgang mit Zeitaufzeichnungen klargestellt.