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Best of ... Contracting und Gebäudetechnik

Bilder: Studio22 Marcel Hagen, Projekt Hygge, Siemens Bilder: Studio22 Marcel Hagen, Projekt Hygge, Siemens

Als Faustregel gilt: kaufen, was an Wert gewinnt und mieten, was an Wert verliert. Contracting-Modelle spielen Unternehmensbudgets wieder fürs Kerngeschäft frei – um Energiethemen kümmern sich die Profis.

illwerke vkw: Licht-Contracting in Ludesch

Ball Beverage Packaging erzeugt pro Tag bis zu neun Millionen Aluminiumdosen und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. Der Weltmarktführer in der Getränkedosenherstellung ist in allen produktions- und umwelttechnologischen Bereichen auf dem neuesten Stand, dazu zählt nun auch die Umrüstung des gesamten Beleuchtungskonzeptes (Bild oben).

Am Standort in Ludesch wird rund um die Uhr produziert. Dabei ist das Licht in den Produktionshallen rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Vibrationen, hohe Lufttemperaturen oder Dämpfe setzen den Leuchten zu. Durch eine genaue Planung und eine Umrüstung von über 300 Leuchten auf LED in einer ersten Bauphase werden seit August 2020 jährlich mehr als 350.000 kWh Strom für die Beleuchtung eingespart. Die Laufzeit des Licht-Contracting mit der vkw beträgt acht Jahre. Die Wirtschaftlichkeit ist bereits ab dem ersten Jahr gegeben, da die Reduktion der Stromkosten höher ist als jene der Lichtraten (Contractingraten). Die Installation der neuen Leuchten bei laufendem Betrieb wurden vom Projektpartner E-Werke Frastanz durchgeführt.

Kunde: Ball Beverage Packaging Ludesch GmbH

Effekte: Stromeinsparung von 350.000 kWh, Reduktion der elektrischen Anschlussleistung um 40 kW, Verbesserung der Beleuchtungsqualität, Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit

Zukunft: Im zweiten Bauabschnitt ab März 2021 werden weitere 700 Leuchten umgerüstet, rund 600.000 kWh Strom für Beleuchtung eingespart und die Anschlussleistung weiter verringert.


Wels Strom: »Hygge« Wohnanlage, Wels



Das Wohnbauprojekt des Immobilienentwicklers Trio Development setzt auf Nachhaltigkeit: moderne Holzbauweise, Sonnenstrom vom eigenen Dach und viel Raum für umweltbewusste Mobilität. Mit der gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage für Sonnenstrom und ihrem E-Carsharing-Modell ist die Wels Strom der passende Kooperationspartner für das Wohnprojekt.

Auf 237 m² Systemfläche produziert die PV-Anlage mit einer Leistung von 39 kWp Sonnenstrom für den Eigenverbrauch der 26 Wohnungen. Die nachhaltig erzeugte Energie nutzen die Bewohner gemeinsam. Erwartet werden ein Eigenverbrauchsanteil von etwa 40 % und eine Einsparung bei den Stromenergiekosten von bis zu 15 %. Der Strom vom eigenen Dach versorgt auch die E-Ladesäulen vor dem Haus. So wird nicht nur das E-Carsharing-Auto, sondern auch an der öffentlichen Ladestation mit sauberem Sonnenstrom getankt. Das Modell der gemeinschaftlichen PV-Anlage funktioniert nicht nur bei Neubauprojekten, es kann auch in Bestandsobjekten realisiert werden, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen – egal ob Eigentümer oder Mieter.

Kunden: Trio Development und Wohnungseigentümer

Leistungsumfang: PV-Anlage zur gemeinschaftlichen Stromerzeugung für den Eigenverbrauch, Umsetzung und Einrichtung eines E-Carsharing-Standorts und von E-Ladesäulen

Besonderheiten: grüner Sonnenstrom aus lokaler Produktion am eigenen Dach für Mehrparteienhäuser


Siemens: Gebäudetechnik in Donawitz



Voestalpine Rail Technology in Donawitz kann auf eine mehr als 140-jährige technische Erfahrung zurückblicken. Aber nicht nur die Schienenproduktion bedarf eines innovativen Denkens, sondern auch die Gebäudetechnik. Die Heizungsanlage und die Regelungstechnik eines in Donawitz gelegenen Sozialgebäudes waren veraltet – mit der Konsequenz, dass sie nicht mit der bestehenden Leittechnik bedient und bedarfsgerecht geregelt werden konnten. In manchen Räumen hat deshalb zwischenzeitlich eine Temperatur von über 30 Grad geherrscht.

Nach Analysearbeiten konnten die Gebäudetechnik-Experten von Siemens schnell Abhilfe schaffen: Hauptziel des Projekts war, eine sichere bedienungs- und wartungsfreundliche Anlage zu installieren. Siemens war in die Planung der gesamten Anlage involviert, hat die Umsetzung aller Gewerke gemäß Werksstandard koordiniert und dem Kunden eine funktionierende Gesamtanlage mit speziellen Funktionsgarantien übergeben. Mit einem breiten Angebot an maßgeschneiderten Lösungen wurde das Gebäude Schritt für Schritt modernisiert, die gesamte Mess-, Steuer- und Regelungstechnik saniert und optimiert. Um die Anlage stets im Blick zu haben, erfolgte zu Beginn eine Migration der gesamten MSR-Technik auf »SIMATIC S7«. Zur Sicherung des langfristigen Erfolgs wurden Stromzähler installiert, Wärmemenge-Zähler aufgeschaltet und zur Bedienung sowie Analyse mit der bestehenden Leittechnik verknüpft.

Kunde: voestalpine Rail Technology GmbH

Weitere Effekte: Die Modernisierungsmaßnahmen haben auch die Anlagensicherheit erhöht. Die Energieeinsparungen lassen den Betreiber
künftig über 20 % an Energiekosten sparen.

Projektdauer: Die Umsetzung sämtlicher angebotenen Maßnahmen führte Siemens als Generalunternehmer im vereinbarten Terminplan während des Winterstillstands durch.

Last modified onMontag, 08 März 2021 14:14

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